Erfahrungen bei der Wiederbelebung tiefenentladener Olight Obulb-Akkus

26 Januar 2026
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Hallo zusammen,

nachdem ich im letzten Jahr zwei (aktuelle) Olight Sphere C Lampen geschenkt bekommen habe, bin ich zum Fan dieser kleinen Kugelleuchten geworden.

Also mussten in jüngster Zeit auch noch Exemplare der Vorgänger, die Olight seit Ende 2020 als Obulb-Serie auf den Markt gebracht hatte, angeschafft werden.

Bei Händlern aber auch Privatpersonen habe ich dann die gesuchten Exemplare - allesamt noch originalverpackt und eingeschweißt - erwerben können.

Diese Generationen der Olight-Kugeln werden ja ausschließlich über den magnetischen MCC-Ladeanschluss geladen, dessen Ladeleuchte bekanntlich in der Ladephase rot und bei abgeschlossener Ladung grün leuchtet.

Bei einigen älteren Exemplaren (Obulb MC und Obulb Pro aus dem Jahr 2022) gestaltete sich das Aufladen aufgrund der wohl tiefenentladenen Akkus schwierig; die Ladeleuchte flackerte rot bzw. rot-grün, was darauf hindeutet, dass das Ladegerät versucht, den entladenen Akku "anzutriggern". Irgendwann (manchmal nach 15 Minuten, manchmal nach Stunden) änderte sich das Flackern in ein konstantes rot und der Akku war wiederbelebt - große Erleichterung.

Einen hartnäckigen Fall hatte ich letzte Woche: Eine Obulb Pro aus 2022 wollte sich partout nicht laden lassen und die Ladeanzeige flackerte auch nach 24 Stunden. Ich hatte die Aufladung hierbei mit normalen, einfachen USB-Ladegeräten mit 1A und später 2A versucht - ohne Erfolg.

In einem letzten Versuch habe ich die Obulb dann mit dem USB-Anschluss meiner (Solar-) Powerstation verbunden, die USB-Ladeausgänge mit 2,4A hat. Nach anfänglich unverändertem Flackern blinkte die Ladeanzeige nach 2-3 Stunden dann plötzlich für einige Minuten nur noch grün, gefolgt vom anschließenden dauerhaften rot bis zur Vollladung.

Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass die normalen 1 bzw. 2A-Ladegeräte manchmal nicht ausreichen - und man auch nicht zu früh aufgeben sollte. Wie sind Eure Erfahrungen?

Viele Grüße,
Jürgen
 

ranitegar

Flashaholic*
19 November 2019
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Ich glaube die meisten Leute hier würden tiefentladene Lithium-Akkus aus Sicherheitsgründen entsorgen anstatt zu versuchen sie mit irgendwelchen Tricks "wiederzubeleben".

r
 
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pho

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29 Oktober 2019
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Die Frage ist auch, ob die überhaupt tiefenentladen waren, dass kann nur zuverlässig gesagt werden, wenn die Spannung direkt im Akku gemessen wird.
 
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26 Januar 2026
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Ich bin kein Elektronikexperte und habe daher daheim auch kein Messequipment. Das Flackern der Ladeleuchte deutete allerdings auf eine Tiefenentladung hin, da diese Lämpchen über Jahre gelagert wurden. Weitere "Experimente" hätte ich persönlich auch nicht gemacht. Es war jetzt aber eine schöne Erfahrung, dass es - zumindest bei mir - mit 2,4A geklappt hat.
 

Dr.Devil

Flashaholic***
24 Juli 2012
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Ich habe auch einen Obulb MC, der den Geist aufgegeben hat und sich nicht mehr laden ließ. Ich tippe auf massive Selbstentladung.
Die Obulb sind ja ein geschlossenes System, da kommt man zerstörungsfrei ja gar nicht an den Akku ran.
Insofern beschränken sich die ´Interventionsversuche´ automatisch.
Bei meinem war es so, dass er noch eine zeitlang funktionierte wenn er am Ledegerät hing.
Mittlerweile tut sich aber gar nichts mehr; mit 4-5 ´normalen´ Obulbs (1. Generation) habe ich diese Probleme nicht

Verständnisvolle Grüße Jürgen

edit: Bezug war aus Fernost, insofern war Reklamation für mich kein Thema; jetzt dient er halt als Dekoration :augenrollen:
 
26 Januar 2026
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Ich habe auch einen Obulb MC, der den Geist aufgegeben hat und sich nicht mehr laden ließ. Ich tippe auf massive Selbstentladung.
Die Obulb sind ja ein geschlossenes System, da kommt man zerstörungsfrei ja gar nicht an den Akku ran.
Insofern beschränken sich die ´Interventionsversuche´ automatisch.
Bei meinem war es so, dass er noch eine zeitlang funktionierte wenn er am Ledegerät hing.
Mittlerweile tut sich aber gar nichts mehr; mit 4-5 ´normalen´ Obulbs (1. Generation) habe ich diese Probleme nicht

Verständnisvolle Grüße Jürgen

edit: Bezug war aus Fernost, insofern war Reklamation für mich kein Thema; jetzt dient er halt als Dekoration :augenrollen:
Ja, OK, wenn die Obulb dann nur noch funktioniert, wenn sie am Strom hängt, hat der Akku wohl das Zeitliche gesegnet.
In den von mir beschriebenen Fällen funktionieren die Obulbs nach den anfänglichen Schwierigkeiten jetzt aber einwandfrei - auch wenn ich die Hoffnung zwischendurch schon fast aufgegeben hatte. Vielleicht hatte ich aber einfach nur Glück...
Mich würde mal interessieren, ab welcher Lagerdauer (immer vorausgesetzt, die Kugel wurde trocken gelagert) man damit rechnen muss, dass sich der Akku nicht mehr aufladen lässt.

Viele Grüße,
Jürgen
 

Genießer

Moderator
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12 März 2019
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Da bei mir deutliche unterschiede in der Selbstentladung der kleinen Kugeln auftreten, werden die alle regelmäßig nachgeladen um nicht irgendwann zu streben.
So mach ich das mit allen Akkus und integrierten Akkus, einmal im Jahr wird alles kontrolliert und bei Bedarf nachgeladen und bei fest verbauten Akkus ohne Akkustandsanzeige einfach grundsätzlich nachgeladen. Bei den wenigen Geräten, die kein ganzes Jahr durchhalten, muss eben öfters nachgeladen werden...

Schöne Grüße vom Genießer
 

spill

Flashaholic
24 November 2010
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Moinsen, Tja Litium Ionen zerfallen vom Tag der Herstellung an ,und du weist nie wie lange die vorher schon auf Lager waren.
Sie halten am längsten mit mittleren Ladezustand, immer auf 4,2V mögen sie genausowenig wie Tiefenentladung.
:tala: Deswegen sind fest verbaute "Quarktaschen" (LiPo) immer ein Risiko und eigentlich nicht zu empfehlen.

Aber was soll's ich hab mir auch gerade eine Wurkkos HD001 UV zugelegt mit fest verbautem 1200Mh Akku :exploLiIon: Tolles Teil
Grüße, Spill
 
26 Januar 2026
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Da bei mir deutliche unterschiede in der Selbstentladung der kleinen Kugeln auftreten, werden die alle regelmäßig nachgeladen um nicht irgendwann zu streben.
So mach ich das mit allen Akkus und integrierten Akkus, einmal im Jahr wird alles kontrolliert und bei Bedarf nachgeladen und bei fest verbauten Akkus ohne Akkustandsanzeige einfach grundsätzlich nachgeladen. Bei den wenigen Geräten, die kein ganzes Jahr durchhalten, muss eben öfters nachgeladen werden...

Schöne Grüße vom Genießer
Ja, rechtzeitiges Nachladen ist sicher sinnvoll. Insbesondere dann, wenn man die Lämpchen nicht regelmäßig im Gebrauch hat. Damit ich nicht den Überblick verliere, habe ich mir wegen der Kugeln schon eine Excel-Tabelle angelegt, in dem der letzte Betrieb und die letzte Ladung eingetragen wird :)
 
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Straight Flash

Flashaholic**
23 März 2018
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Führt eine massive Tiefentladung nicht zur gefürchteten Dendritenbildung bzw. beschleunigt eine solche erheblich? Die Folge wäre - soweit ich weiß - eine deutlich verkürzte Lebensdauer bzw. ein gestiegenes Risiko, dass ein reanimierter Li-Ion-Akku einen inneren Kurzschluss erleidet. Von daher wäre von der hier berichteten Wiederbelebung, auch wenn sie zunächst erfolgreich erscheinen mag, abzuraten oder irre ich mich da?
 

bluemoon

Flashaholic**
18 Dezember 2011
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Was im Inneren eines Akkus bei Tiefenentladung und anschließender Wiederbelebung passiert hatte ich hier mal beschrieben
Kurzfassung. Tiefenentladung = Akku Defekt.
Wiederbelebung = Schlechte Idee, Gefahr des thermischen Durchgehens durch Drenditenbildung und damit verbundenen internen Kurzschluss (muss nicht passieren, kann aber).
 
Zuletzt bearbeitet:
26 Januar 2026
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Führt eine massive Tiefentladung nicht zur gefürchteten Dendritenbildung bzw. beschleunigt eine solche erheblich? Die Folge wäre - soweit ich weiß - eine deutlich verkürzte Lebensdauer bzw. ein gestiegenes Risiko, dass ein reanimierter Li-Ion-Akku einen inneren Kurzschluss erleidet. Von daher wäre von der hier berichteten Wiederbelebung, auch wenn sie zunächst erfolgreich erscheinen mag, abzuraten oder irre ich mich da?
Tja, das ist eben die Frage - die ich als absoluter Laie nicht beantworten kann.
Die diesbezüglich etwas "zickigen" Obulbs werde ich bei den nächste Ladezyklen jedenfalls im Auge behalten und schauen, ob es Auffälligkeiten gibt.
 

bluemoon

Flashaholic**
18 Dezember 2011
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werde ich bei den nächste Ladezyklen jedenfalls im Auge behalten und schauen, ob es Auffälligkeiten gibt.
Man kann leider die Drenditenbildung nicht anhand von Auffälligkeiten erkennen. Wenn Der Akku aber irgendwann aufbläht und evtl. anfängt mit 800 bis 1000 Grad zu brennen, dann kann man aber davon ausgehen, dass die Drenditen die Seperatonrenschicht durchstoßen haben und es zu einem internen Kurschluss gekommen ist. Davor tappt man im Dunklen. Ist ein bisschen wie fahren ohne Gurt oder bei Glatteis mit Sommerreifen. Es muss nichts passieren, kann aber :augenrollen:
 
26 Januar 2026
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Man kann leider die Drenditenbildung nicht anhand von Auffälligkeiten erkennen. Wenn Der Akku aber irgendwann aufbläht und evtl. anfängt mit 800 bis 1000 Grad zu brennen, dann kann man aber davon ausgehen, dass die Drenditen die Seperatonrenschicht durchstoßen haben und es zu einem internen Kurschluss gekommen ist. Davor tappt man im Dunklen. Ist ein bisschen wie fahren ohne Gurt oder bei Glatteis mit Sommerreifen. Es muss nichts passieren, kann aber :augenrollen:
Hört sich ja martialisch an :confused:
Droht dieser "worst case" nur beim Laden oder auch, wenn die Lampe friedlich im Regal steht?
 

bluemoon

Flashaholic**
18 Dezember 2011
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Hört sich ja martialisch an :confused:
Droht dieser "worst case" nur beim Laden oder auch, wenn die Lampe friedlich im Regal steht?
Ehr nein, ohne Stromfluss wachsen diese Drenditen nicht weiter. Aber wenn der Akku verwendet oder geladen wird, wachsen sie weiter. Wie gesagt, das kann gut gehen und tut es auch oft. Ob es das Risiko wert ist und wie hoch oder niedrig das Risiko ist, kann Dir keiner sagen. Ich bin bei sowas immer (über)vorsichtig.
 
26 Januar 2026
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Huiuiui, was habe ich da für eine Diskussion losgetreten ;)

Ich habe jetzt auch selbst nochmal ein wenig über Lithium Ionen Akkus und Lithium Polymer Akkus nachgelesen. Viele Beiträge behandeln Akkus, wie sie z.B. im Modellbau verwendet werden.

In den Obulb-Kugeln sind zwar auch LiPo-Akkus verbaut, allerdings in einem geschlossenen System und wohl mit Schutzschaltungen oder -mechanismen versehen. Olight hat mit den kleinen Kugeln ja ein Produkt weltweit und für den Massenmarkt vertrieben.
Vielleicht sehe ich das zu naiv, aber ich kann mir schwerlich vorstellen, dass die Obulbs tendenziell tickende "Zeitbomben" sein sollen.

Sensibilisiert bin ich aber allemal und werde mal - insbesondere beim Laden - darauf achten, ob es sichtbare Veränderungen (Aufblähen, Rissbildung) oder eine ungewöhnliche Erwärmung der Obulb gibt. Danke Euch allen für Eure Einschätzungen :thumbsup:

Viele Grüße,
Jürgen
 
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Straight Flash

Flashaholic**
23 März 2018
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Ergänzungsfrage an die Experten: Sind Li-Ion-Akkus und Li-Po-Akkus gegen Tiefentladung gleichermaßen empfindlich oder gibt es da einen wesentlichen Unterschied?
 

bluemoon

Flashaholic**
18 Dezember 2011
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Ergänzungsfrage an die Experten: Sind Li-Ion-Akkus und Li-Po-Akkus gegen Tiefentladung gleichermaßen empfindlich oder gibt es da einen wesentlichen Unterschied?
Soviel ich weiß ist eine Tiefenentladung bei beiden gleich schlimm. Ich meine der Unterschied liegt hauptsächlich in der Form bzw. Verpackung und im Elektrolyt. Ein Experte bin ich aber nicht, hab mir mein Halbwissen nur angelesen.
 

Cassini246

Flashaholic
2 Januar 2020
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Die MCC´s flackern aber auch ganz gerne mal wenn sie zu wenig Leistung bekommen. 5V 2,4A sollten da schon rein damit man sicher sein kann das sie auch ordentlich laden.

Und man muss auch noch drauf achten das gerade die ersten Obulb´s nicht mit dem MCC 3 zurecht kommen.
 
26 Januar 2026
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Hallo zusammen,
mit etwas zeitlichem Abstand nochmal ein Nachtrag: Die 3 zunächst etwas "zickigen" Obulb-Kugeln (MC, Pro und Pro S) zeigen mittlerweile ein völlig normales Lade- und Betriebsverhalten. Alle Folgeladungen erfolgten mit maximal 2A und dem originalen MCC 1A-Ladestecker.
Interessanterweise machten übrigens die "Ur-Obulbs", die ja schon ein paar Jahre am dem Buckel haben, bei der Erstladung überhaupt keine Probleme.
Viele Grüße,
Jürgen
 
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