Defekte LED Deckenleuchte reparieren

24 Mai 2018
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Hallo,

meine Tochter hängt sehr an Ihrer Deckenleuchte, die nun leider nach Garantieablauf kaputt gegangen ist.
Folgendes Schadensbild besteht:

-Die Deckenleuchte ließ sich schon seit mehreren Wochen nur sporadisch einschalten
-Seit kurzem lässt sie sich nun überhaupt nicht mehr einschalten
-Wenn man nach längerer Zeit beim ersten mal versucht sie einzuschalten, blitzen die LED kurz und schwach auf

Nach ergebnisloser Überprüfung der Verkabelung habe ich die Leuchte nun abgebaut uns auseinander genommen.
Ich verfüge zwar über ein Multimeter und kann auch löten, allerdings habe ich bisher nur an sehr einfachen Aufbauten gearbeitet und weiß daher nicht, wo ich hier anfangen soll.
Vielleicht könnt ihr mir ja ein paar Tips geben. Bei der Leuchte handelt es sich um folgendes Modell:
https://toom.de/p/led-deckenleuchte-mit-sterneneffekt-80-cm/9240774

Fotos der Platinen findet ihr unten, ich konnte auf den ersten Blick jedoch nichts finden, was durchgebrannt zu sein scheint, auch wenn die Lötstellen im letzten Foto nicht so sauber aussehen.

Viele Grüße

Tom
IMG_3408.jpg
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IMG_3410.jpg
 

jguther

Erleuchteter
16 März 2014
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Da wurde von Hand nachgelötet (IR-Empfänger und Entstörkondensatoren) und das Flußmittel nicht entfernt. Zunächst mal kein Hinweis auf einen aktuellen Defekt.

Die runde Platine enthält das Schaltnetzteil (16V für die LEDs und 5V für die Logikplatine) sowie die Temperaturüberwachung und möglicherweise weitere Funktionen. Die rechteckige Platine enthält den IR-Empfänger und die FETs zur pulsweitenmodulierten Ansteuerung der kaltweissen und warmweissen LEDs mit Farbtemperatursteuerung.

Das ist alles speziell für diese Lampe gemacht, weder Netzteil noch Dimmer lassen sich einfach durch handelsübliche Teile ersetzen.

Bleibt also nur die Fehlersuche. Hier würde ich mit der Netzteilplatine anfangen. D1 bis D4 im eingebauten Zustand auf Funktion und die gelbe 1.5mH Induktivität auf Durchgang prüfen. Wenn die ok sind, vermute ich aufgrund des Fehlerbilds einen defekten Kondensator. Am besten zunächst mal EC1-EC3 und C81 / 82 tauschen. Evtl. auch die restlichen größeren Kondensatoren auf der Oberseite. Kostet nicht viel und ist ohnehin sinnvoll, wenn die Leuchte noch ein paar Jahre laufen soll.

Wenn sie nach dem Kondensatortausch nicht anspringt. wird's schwieriger - dann einfach nochmal melden!
 
  • Danke
Reaktionen: angerdan
24 Mai 2018
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Vielen Dank für die Tips, ich mach mich heute an die Arbeit!

Die Dioden haben alle einen Wert von ca. 900mV gehabt.
Bei dem Induktor war ich mir nicht sicher wie ich ihn prüfen soll, da ich nur einen recht einfachen Multimeter habe.
Ich habe daher einfach mal den Widerstand gemessen.
Auf der rechten Seite der Platine hat der Induktor nur einen Anschlussdraht, auf der linken Seite 4.
Ich habe eine Messpitze an die rechte Seite gesetzt und anschließend links durchgemessen. An 2 der Anschlussdrähte konnte ich nichts messen, an den beiden anderen einen Wert von 1045 Ohm.

Hilft das irgendwie weiter?
 

SammysHP

Flashaholic**
6 Oktober 2019
3.874
6.069
113
Celle
www.sammyshp.de
Bei diesem Erfahrungsstand halte ich es für unklug an Netzspannung herumzubasteln. Dabei geht es gar nicht mal um Messungen unter Spannung, sondern auch Folgen eventueller Fehler bei Reparaturversuchen.

Ich würde das Netzteil wohl erstmal ignorieren und mit einem/mehreren Labornetzteilen die Niederspannungsseite durchtesten.
 

jguther

Erleuchteter
16 März 2014
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Bei diesem Erfahrungsstand halte ich es für unklug an Netzspannung herumzubasteln. Dabei geht es gar nicht mal um Messungen unter Spannung, sondern auch Folgen eventueller Fehler bei Reparaturversuchen.

Ich würde das Netzteil wohl erstmal ignorieren und mit einem/mehreren Labornetzteilen die Niederspannungsseite durchtesten.
Das wird leider nicht gehen - siehe meinen ersten Beitrag.

Die Dioden haben alle einen Wert von ca. 900mV gehabt.
Bei dem Induktor war ich mir nicht sicher wie ich ihn prüfen soll, da ich nur einen recht einfachen Multimeter habe.
Ich habe daher einfach mal den Widerstand gemessen.
Auf der rechten Seite der Platine hat der Induktor nur einen Anschlussdraht, auf der linken Seite 4.
Ich habe eine Messpitze an die rechte Seite gesetzt und anschließend links durchgemessen. An 2 der Anschlussdrähte konnte ich nichts messen, an den beiden anderen einen Wert von 1045 Ohm.

Hilft das irgendwie weiter?
Ja, ist zwar nicht perfekt, aber mal ein Teilerfolg. Auch wenn das noch keine eindeutige Diagnose ist, würde ich jetzt als nächstes die Elkos tauschen. Oft sind die ausgetrocknet und haben dadurch ihre Kapazität verloren. Ist zumindest einen Versuch wert, denn die kosten nicht viel. Wenn Du temperaturfeste Elkos (105°C) kriegen kannst, nimm die, die halten dann zehnmal so lange wie die im Original verbauten Billigteile.

Nach dem Testen mit den neuen Kondensatoren aufpassen - wir haben hier ein primär getaktetes Schaltnetzteil. Der Ladekondensator hat rund 400V, die auch nach dem Abschalten noch eine Weile anliegen könnten. Also Kinder weg und Finger weg!
 

Vophatech

Flashaholic**
6 Dezember 2019
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Metrolpolregion Nürnberg
Das ist alles speziell für diese Lampe gemacht, weder Netzteil noch Dimmer lassen sich einfach durch handelsübliche Teile ersetzen.

Das wird eine schnurzgewöhnliche Ansammlung von tunable white sein. Warum sollte man da an die 3 Strippen die zu den LED gehen nichts "Handelsübliches" dran klemmen können?

Die notwendigen technischen Daten muss man halt von den sonstigen Daten der Lampe erahnen.

Wäre z.b. ein Anfang gewesen zu schreiben um welchen Hersteller/Modell es sich bei der Lampe handelt.

Abgesehen davon, Geht nicht, gibts nicht.
Da halte _ich_ es für deutlich schwieriger jemandem zu erzählen er möchte die Kondensatoren auf der Primärseite tauschen ...
 

jguther

Erleuchteter
16 März 2014
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Das wird eine schnurzgewöhnliche Ansammlung von tunable white sein. Warum sollte man da an die 3 Strippen die zu den LED gehen nichts "Handelsübliches" dran klemmen können?

Ich bin mir nicht sicher, ob Du die Schaltung richtig verstanden hast:
  • Die LEDs werden mit Konstantstrom betrieben und benötigen knapp 16V. Da passen die üblichen LED Netzteile nicht.
  • Außerdem fehlt dann noch der fernbedienbare tuneable white Dimmer und der dazu passende Fernbedienungssender.
  • Der tuneable white Dimmer müsste, wenn ich die Schaltung richtig interpretiert habe, mit Konstantstrom arbeiten - gängig sind aber Konstantspannungsdimmer.
  • Über die Nachtlicht- und die Timerfunktion hast Du Dir anscheinend auch keine Gedanken gemacht.
Das ist der Grund, warum ich versuche, dem TE bei der Reparatur der bestehenden Schaltung zu helfen.
 
28 Januar 2024
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Vielen Dank für die Tips, ich mach mich heute an die Arbeit!

Die Dioden haben alle einen Wert von ca. 900mV gehabt.
Bei dem Induktor war ich mir nicht sicher wie ich ihn prüfen soll, da ich nur einen recht einfachen Multimeter habe.
Ich habe daher einfach mal den Widerstand gemessen.
Auf der rechten Seite der Platine hat der Induktor nur einen Anschlussdraht, auf der linken Seite 4.
Ich habe eine Messpitze an die rechte Seite gesetzt und anschließend links durchgemessen. An 2 der Anschlussdrähte konnte ich nichts messen, an den beiden anderen einen Wert von 1045 Ohm.

Hilft das irgendwie weiter?
Hallo Tom,

Ich habe jetzt das gleiche Fehlerbild bei der Leuchte.

Konntest du die Leuchte reparieren? Und mit welchen Ersatzteilen?

Danke im Voraus!