In diesem Review möchte ich euch das Acebeam PT40 Multipurpose Work Flashlight vorstellen.
Die Lampe ist aktuell direkt beim Hersteller im Sale und für rund 55€ zu haben.
Ich habe sie freundlicherweise kostenfrei von Acebeam zum testen zur Verfügung gestellt bekommen.
Die PT40 ist mit drei verschiedenen LED’s erhältlich:
Technische Daten (Herstellerangaben)
Verpackung und Lieferumfang
Die Lampe kommt in einem schicken Pappkarton und ist dort in einem Kunststoff Schuber verstaut. Das Zubehör befindet sich in einem kleinen extra Karton.
Der Lieferumfang umfasst folgendes:
Verarbeitung
Bei der PT40 handelt es sich um meine erste Acebeam Lampe. Der Marke eilt ein sehr guter Ruf voraus, auch im Bezug auf die Qualität. Das kann ich nun absolut bestätigen. Die Verarbeitung der Lampe ist wirklich hervorragend. Die matt schwarze Anodisierung war bei der Lieferung fehlerfrei, es gibt keine scharfen Kanten und das Tailcap Gewinde war gut gefettet. Sie sieht insgesamt hochwertig und edel aus.
Die Wandstärke ist leider sehr gering. Insbesondere im Bereich der Kopfgurt Aufnahme. Das Akkurohr besitzt einen Innendurchmesser von 19,1 mm, die Kopfgurt Aufnahme (= dünnste Stelle) einen Außendurchmesser von 20,05 mm. Das ergibt eine Wandstärke von lediglich 0,475 mm. An der dicksten Stelle (Knurling) ist der Außendurchmesser 21,95 mm, was eine Wandstärke von 1,425 mm ergibt.
Zum Vergleich andere selbst gemessene Wandstärken an der jeweils dünnsten Stelle: Sofirn SP40 und Wurkkos HD20 jeweils 0,975 mm, Sofirn TK70 2,9 mm.
Die PT40 fühlt sich trotzdem stabil und robust an. Bei einer Lampe die dem harten Werkstattalltag trotzen soll, hätte ein bisschen mehr Material aber nicht geschadet.
Das Knurling und die Kühlrippen sind relativ grob und kantig. Das sieht nicht nur schick aus, sondern sorgt auch für guten Grip.
Die PT40 lässt sich ohne Weiteres lediglich in zwei Teile zerlegen. Das Gewinde zwischen Batterierohr und Lampenkopf scheint verklebt zu sein. Der schwarz lackierte oder pulverbeschichtete Clip ist mit zwei kleinen Inbus Schrauben befestigt.
Der Clip lässt sich jedoch nicht sehr komfortabel nutzen, da er genau über den Kühlrippen angebracht ist und somit beim Anbringen an z.B. einer Hosentasche oder einem Rucksack immer hängen bleibt.
Eine dedizierte Befestigungsmöglichkeit für ein Lanyard gibt es an der Lampe selbst nicht. Da der Clip aber über mehrere Ausschnitte verfügt, ließe sich dort ein Lanyard befestigen. Durch die Verschraubung des Clips braucht man auch nicht befürchten, dass der Clip abfällt.
Der große unbeleuchtete Knopf ist ein oben auf dem Lampenkopf angebrachter E-Switch mit sehr kurzem Hub aber einem deutlich spürbaren haptischen Feedback und einem für mich perfekten Widerstand. Er ist an der Position sehr gut zu finden und leicht vertieft angebracht, was ein versehentliches Einschalten erschwert.
Statt eines Reflektors nutzt die Lampe für jede LED eine TIR Linse. Da diese aus Kunststoff und dementsprechend kratzempfindlich sind, werden sie durch eine blass lila vergütete Glasscheibe geschützt, die in eine breite Aluminium Bezel eingefasst ist. Die Bezel ist mit vier Torx TR Schrauben befestigt.
Sowohl treiberseitig als auch in der Tailcap befindet sich jeweils eine recht dicke vergoldete Feder. Diese gewährleisten wie bereits oben erwähnt einen Längenausgleich für verschieden lange Akkus.
In der Tailcap befindet sich außerdem ein Magnet. Dieser ist ausreichend stark um die Lampe an einer senkrechten, blanken und planen Metalloberfläche zu befestigen. Für viel mehr reicht es jedoch nicht. Für runde Oberflächen ist er zu schwach.
Dies war die einzige Stelle am Fahrrad, an der die Lampe gerade so gehalten hat. Auch an den diversen Stahlteilen am Sattel wollte sie nicht stark genug haften.
Auch massiver Stahl ist nicht ausreichend um die Lampe zu halten, sobald er etwas gebogen ist. Kurz nach dem Bild hat ein Windstoß die PT40 weggeweht. Ich konnte sie zum Glück gerade noch so auffangen.
Zumindest an planen Stahl Oberflächen haftet der Magnet.
Für glattes Stahlblech im Auto ist der Magnet auch ausreichend stark. Einen Motorraum kann man damit perfekt ausleuchten.
An einer Heizung kann sie nur über Kopf hängen. An den runden senkrechten Flächen fällt sie ab.
So ist der Magnet leider verschenktes Potential, da er nicht stark genug für viele Anwendungszwecke ist. Das können viele Konkurrenten besser. Ein praktisches Feature ist jedoch, dass sich die Feder in der Tailcap leicht entfernen und dann der Magnet entnehmen lässt. Das ist insbesondere dann praktisch, wenn man jegliche Metall Zerspanung betreibt, da ansonsten durch den Magneten Späne und Metallstaub an der Tailcap haften.
Der mitgelieferte Kopfgurt mit Über-Kopf-Band ist sehr hochwertig verarbeitet. Er besitzt an der Innenseite einen gummierten Streifen um rutschfester zu sein und die Acebeam Schriftzüge sowie Zierstreifen reflektieren im Licht. Der Gurt ist außerdem komplett perforiert wodurch er luftiger ist und man darunter nicht ganz so stark schwitzt. Die Lampe wird vorne mittels Gummi Ösen befestigt.
Stromversorgung
Die Acebeam PT40 wird mit einem 18650 Li-Ion Akku betrieben und besitzt keinen eigenen Ladeport.
Beim Hersteller selbst lässt sich der Acebeam ARC18650H-310A Akku mit 3100mAh, max 20A Entladestrom und Ladeanschluss optional dazu bestellen. Laut meines Vapcell S4 Plus lässt sich aus ihm bei 1A Entladestrom jedoch lediglich eine Ladung von 2851 mAh entnehmen. Mit 92% der vom Hersteller angegebenen erreichten Ladung ist er damit mein aktuell am stärksten abweichender Markenakku. Da er noch neu ist, dürfte sich die Lage nach einigen Ladezyklen aber noch etwas verbessern.
Der Acebeam Akku ist geschützt, 69 mm lang und lässt sich per USB-C (auch per USB-C zu USB-C Kabel) aufladen. Dies geschieht mit 5,1V bei 1A. Der aktuelle Ladestand lässt sich mit einer sich neben dem Pluspol befindlichen LED abschätzen.
Sehr praktisch ist auch die Powerbank Funktion per beiliegendem Adapter. Damit lässt sich beispielsweise der Akku eines Smartphones mit 4,92V 1,4A am USB A Anschluss laden.
Sowohl in der Tailcap als auch treiberseitig sind vergoldete Federn zu finden. Dadurch lässt sich auch ein 65 mm langer Molicel INR18650-M35A Akku problemlos verwenden. Zu erwähnen ist jedoch, dass der Acebeam Akku recht dick ist und dadurch andere Akkus etwas Spiel zur Seite haben und bei starkem Schütteln etwas im Akkurohr klappern. Das ist jedoch nicht weiter schlimm und lässt sich ansonsten auch sehr einfach mit einem um den Akku gewickelten Blatt Papier lösen.
Der Acebeam ARC18650H-310A kostet rund 25€ Aufpreis. Wer bereit ist diesen zu bezahlen bekommt jedoch ein für mich sehr gelungenes System. Es gibt an der Acebeam PT40 keinen USB Ladeport, der unter einer Gummikappe versteckt ist und in der Hosentasche unbeabsichtigt auf gehen kann und auch keinen proprietären Magnetladeanschluss zu dem man meistens sowieso kein passendes Ladekabel dabei hat. So ist die Lampe absolut wasserdicht und lässt sich trotzdem mit jedem herkömmlichen Smartphone Ladegerät laden.
Einziger Kritikpunkt ist hierbei, dass der Beginn des Gewindes recht fein ausgeführt ist und bereits nach ca. 10 Mal auf und zu schrauben erste Abnutzungsspuren zeigt.
Außerdem hätte ich statt dem 18650 Akku einen 21700er bevorzugt. Damit wäre die Laufzeit bei nicht viel größeren Abmessungen deutlich gesteigert worden.
Größenvergleich
Die PT40 ist eine recht lange aber sehr schmale Lampe, was sie super hosentaschentauglich macht.
Von links nach rechts:
Acebeam PT40 (18650), Wurkkos HD20 (21700), Sofirn SP40(A)
Bedienung (UI)
Die Bedienung der Lampe erfolgt sehr einfach und intuitiv:
Lampe AUS -> Switch drücken -> AN (letztverwendeter Modus)
Lampe AUS -> Switch halten -> Moon
Lampe AUS -> Switch >3s halten -> Lockout
Lampe AUS -> Doppelklick -> Turbo
Lampe AUS -> Dreifachklick -> SOS
Lampe AN -> Switch drücken -> AUS
Lampe AN -> Switch halten -> Helligkeitsstufen vorwärts durchschalten
Lampe AN -> Doppelklick -> Turbo
Lampe AN -> Dreifachklick -> SOS
SOS, Turbo und Moon werden nicht gespeichert.
Auf Blinkies wird demnach größtenteils verzichtet. Lediglich ein SOS Modus existiert, welcher in einer Werkstattlampe durchaus berechtigt ist.
Eine Akkuladestandsanzeige gibt es leider nicht. Die Lampe beginnt lediglich zu blinken, sobald der Akku nahezu leer ist. Hier hätte ich mir beispielsweise einen beleuchteten Schalter gewünscht, der mit seiner Farbe den Ladestand wiedergibt. Damit könnte man früher abschätzen wann der Akku entladen sein wird.
Die sieben Helligkeitsstufen (lt. Hersteller) sind folgende:
Die stark asymmetrische Befestigung hat jedoch zur Folge, dass die Lampe immer etwas schief hängt und der Lichtstrahl nicht mittig vom Kopf des Nutzers abgestrahlt wird. In der Praxis fühlt sich das jedoch deutlich weniger schlimm an als es auf Bildern aussieht, da die Lampe nicht so schief am Kopf hängt wie man es erwarten würde.
Besonders wenn man im Nahbereich arbeitet merkt man aber, dass das Licht von der Seite und nicht aus der Blickachse zu kommen scheint, wodurch sich auf der gegenüberliegenden Seite Schatten bilden.
Die Stirnlampenfunktion ist ein nettes Extra. Wenn man jedoch häufig eine Lampe auf dem Kopf braucht, sollte man sich jedoch lieber eine spezialisierte Stirnlampe besorgen.
Sofern man einen Rucksack auf dem Rücken hat oder ein Oberteil mit Brusttaschen trägt, kann man die PT40 mittels des Clips befestigen und hat durch das flutige Licht trotzdem alles vor sich ausgeleuchtet.
Lichtbild und Leistung
Das Lichtbild der PT40 ist für den Einsatzzweck als Werkstattlampe super geeignet. Es ist mit 1,23 cd/lm (laut Hersteller) sehr flutig und durch die TIR Linsen ist der Spill sehr breit und weich und somit nicht so kantig wie es bei einer Reflektor Lampe der Fall wäre. Mit 6000K ist das Licht leicht kaltweiß. Weil es jedoch trotz LH351D LED frei von jeglichem Farbstich ist, ist es sehr angenehm. Durch den hohen CRI von über 90, reproduziert das Licht auch natürliche Farben.
In jeglichen Helligkeitsstufen ist das Licht frei von PWM.
Die Leistung von 3000 Lumen im Turbomodus ist gewaltig. Damit kann man wirklich jede Werkstatt ausleuchten! Durch die hohe Lumenleistung in dem verhältnismäßig kleinen Gehäuse ist die Wärmeentwicklung jedoch ebenfalls enorm. Nach rund zwei Minuten bei Raumtemperatur wird der Turbomodus sichtbar auf etwa das Niveau des High Modus runter geregelt. Dabei hat das Gehäuse eine Temperatur von 57°C erreicht. Lässt man die Lampe dann weiter laufen, kühlt sie sich auf rund 50°C ab, das Batterierohr ist dann aber immer noch so heiß, dass die Lampe nicht mehr in der bloßen Hand gehalten werden kann. Hat man die PT40 per Magnet an einer Oberfläche befestigt und auf voller Leistung laufen lassen, kann man sie also nicht mehr ohne Handschuhe entfernen.
All das spricht für eine sehr gute Wärmeleitung und ist bei den gegebenen Leistungsdaten zu erwarten gewesen.
Einen Moonlight Modus besitzt die PT40 mit einer niedrigsten Stufe von 15 lm nicht. Das ist bei einem Worklight meiner Meinung nach aber auch nicht weiter tragisch.
Den berüchtigten Grünstich der Samsung LH351D bei niedrigen Leistungsstufen konnte ich nicht feststellen. Bei allen Bildern, mit Ausnahme des Beam- und Wallshots, leuchtet die Acebeam in den niedrigen bis mittleren Helligkeiten.
Auch an der weißen Wand sieht das Lichtbild sehr sauber und homogen aus.
Hier nun ein Beamshot vom Waldweg. Alle Aufnahmen sind bei gleichen Belichtungseinstellungen im Turbomodus der jeweiligen Lampe mit vollem Akku gemacht worden.
Acebeam PT40:
Sofirn SP40A:
Wurkkos HD20 (Flood LED)
Wurkkos HD20 (Throw LED)
Wurkkos HD20 (Flood + Throw LED)
Nun alle Beamshots im Direktvergleich als GIF. Die PT40 ist wirklich gewaltig hell!
Fazit
Pro
:
Neutral:
Contra
:
Die Acebeam PT40 ist eine tolle Lampe für die Werkstatt und wird bei mir definitiv viel genutzt werden. Sie ist super verarbeitet, sehr hell, hosentaschenfreundlich und kann bei Bedarf auch als Kopflampe genutzt werden. Trotzdem gibt es Raum für Detailverbesserungen.
Sehr schade ist z.B. dass der Magnet ziemlich schwach ist und die Kühlrippen eine geschmeidige Nutzung des Clips verhindern.
Die Lampe ist aktuell direkt beim Hersteller im Sale und für rund 55€ zu haben.
Ich habe sie freundlicherweise kostenfrei von Acebeam zum testen zur Verfügung gestellt bekommen.
Die PT40 ist mit drei verschiedenen LED’s erhältlich:
- 6*SAMSUNG LH351D CRI≥90 6000K
- 6*Luminus SST-20 4000K CRI 95
- 6*NICHIA 219C CRI ≥90
Technische Daten (Herstellerangaben)
| Modell | Acebeam PT40 |
| LED | 6 x SAMSUNG LH351D |
| Farbtemperatur | 6000K |
| Akku | 18650 Li-Ion (geschützt) |
| Treiber | Gleichstrom Treiber ohne PWM |
| Material | Aluminium (nicht näher spezifiziert) |
| Reflektor | 6 x TIR Linse (frosted) |
| Glas | Mineralglas (vergütet) |
| Leuchtstufen | 4 + Hidden Ultra Low, Turbo und SOS |
| Helligkeit Max | 3000 Lumen |
| Helligkeit Min | 15 Lumen |
| Reichweite | 121m (3.680cd) |
| Laufzeit | Max 80 Stunden (15 lm) - Min 1,5 Stunden (3000 lm mit Stepdown) |
| Mode Memory | Ja |
| Schalter | Headswitch (elektronisch) |
| Lockout | Ja, Tailcap lösen |
| Ladefunktion | Nein, gegen Aufpreis lieferbarer Akku jedoch mit USB C |
| Stoßfest | Ja, 1,0 m |
| Wasserdicht | Ja, IPX-68 (2m) |
| Durchmesser | 32,8 mm Kopf, 24,0 mm Batterierohr |
| Länge | 126,8 mm |
| Gewicht | 95 g ohne Akku, 145g mit original Akku |
Verpackung und Lieferumfang
Die Lampe kommt in einem schicken Pappkarton und ist dort in einem Kunststoff Schuber verstaut. Das Zubehör befindet sich in einem kleinen extra Karton.
Der Lieferumfang umfasst folgendes:
- Lampe inkl. verschraubtem Clip
- Acebeam ARC18650H-310A USB-C Akku (optional)
- USB A auf USB C Ladekabel (mit zusätzlichem USB A Anschluss für Powerbank Funktion)
- Kopfband (mit Über-Kopf-Band)
- Bedienungsanleitung (Englisch und Mandarin)
- Hinweiskärtchen für Inbetriebnahme
- Garantiekarte
- 2x Ersatz O-Ringe
Verarbeitung
Bei der PT40 handelt es sich um meine erste Acebeam Lampe. Der Marke eilt ein sehr guter Ruf voraus, auch im Bezug auf die Qualität. Das kann ich nun absolut bestätigen. Die Verarbeitung der Lampe ist wirklich hervorragend. Die matt schwarze Anodisierung war bei der Lieferung fehlerfrei, es gibt keine scharfen Kanten und das Tailcap Gewinde war gut gefettet. Sie sieht insgesamt hochwertig und edel aus.
Die Wandstärke ist leider sehr gering. Insbesondere im Bereich der Kopfgurt Aufnahme. Das Akkurohr besitzt einen Innendurchmesser von 19,1 mm, die Kopfgurt Aufnahme (= dünnste Stelle) einen Außendurchmesser von 20,05 mm. Das ergibt eine Wandstärke von lediglich 0,475 mm. An der dicksten Stelle (Knurling) ist der Außendurchmesser 21,95 mm, was eine Wandstärke von 1,425 mm ergibt.
Zum Vergleich andere selbst gemessene Wandstärken an der jeweils dünnsten Stelle: Sofirn SP40 und Wurkkos HD20 jeweils 0,975 mm, Sofirn TK70 2,9 mm.
Die PT40 fühlt sich trotzdem stabil und robust an. Bei einer Lampe die dem harten Werkstattalltag trotzen soll, hätte ein bisschen mehr Material aber nicht geschadet.
Das Knurling und die Kühlrippen sind relativ grob und kantig. Das sieht nicht nur schick aus, sondern sorgt auch für guten Grip.
Die PT40 lässt sich ohne Weiteres lediglich in zwei Teile zerlegen. Das Gewinde zwischen Batterierohr und Lampenkopf scheint verklebt zu sein. Der schwarz lackierte oder pulverbeschichtete Clip ist mit zwei kleinen Inbus Schrauben befestigt.
Der Clip lässt sich jedoch nicht sehr komfortabel nutzen, da er genau über den Kühlrippen angebracht ist und somit beim Anbringen an z.B. einer Hosentasche oder einem Rucksack immer hängen bleibt.
Eine dedizierte Befestigungsmöglichkeit für ein Lanyard gibt es an der Lampe selbst nicht. Da der Clip aber über mehrere Ausschnitte verfügt, ließe sich dort ein Lanyard befestigen. Durch die Verschraubung des Clips braucht man auch nicht befürchten, dass der Clip abfällt.
Der große unbeleuchtete Knopf ist ein oben auf dem Lampenkopf angebrachter E-Switch mit sehr kurzem Hub aber einem deutlich spürbaren haptischen Feedback und einem für mich perfekten Widerstand. Er ist an der Position sehr gut zu finden und leicht vertieft angebracht, was ein versehentliches Einschalten erschwert.
Statt eines Reflektors nutzt die Lampe für jede LED eine TIR Linse. Da diese aus Kunststoff und dementsprechend kratzempfindlich sind, werden sie durch eine blass lila vergütete Glasscheibe geschützt, die in eine breite Aluminium Bezel eingefasst ist. Die Bezel ist mit vier Torx TR Schrauben befestigt.
Sowohl treiberseitig als auch in der Tailcap befindet sich jeweils eine recht dicke vergoldete Feder. Diese gewährleisten wie bereits oben erwähnt einen Längenausgleich für verschieden lange Akkus.
In der Tailcap befindet sich außerdem ein Magnet. Dieser ist ausreichend stark um die Lampe an einer senkrechten, blanken und planen Metalloberfläche zu befestigen. Für viel mehr reicht es jedoch nicht. Für runde Oberflächen ist er zu schwach.
Dies war die einzige Stelle am Fahrrad, an der die Lampe gerade so gehalten hat. Auch an den diversen Stahlteilen am Sattel wollte sie nicht stark genug haften.
Auch massiver Stahl ist nicht ausreichend um die Lampe zu halten, sobald er etwas gebogen ist. Kurz nach dem Bild hat ein Windstoß die PT40 weggeweht. Ich konnte sie zum Glück gerade noch so auffangen.
Zumindest an planen Stahl Oberflächen haftet der Magnet.
Für glattes Stahlblech im Auto ist der Magnet auch ausreichend stark. Einen Motorraum kann man damit perfekt ausleuchten.
An einer Heizung kann sie nur über Kopf hängen. An den runden senkrechten Flächen fällt sie ab.
So ist der Magnet leider verschenktes Potential, da er nicht stark genug für viele Anwendungszwecke ist. Das können viele Konkurrenten besser. Ein praktisches Feature ist jedoch, dass sich die Feder in der Tailcap leicht entfernen und dann der Magnet entnehmen lässt. Das ist insbesondere dann praktisch, wenn man jegliche Metall Zerspanung betreibt, da ansonsten durch den Magneten Späne und Metallstaub an der Tailcap haften.
Der mitgelieferte Kopfgurt mit Über-Kopf-Band ist sehr hochwertig verarbeitet. Er besitzt an der Innenseite einen gummierten Streifen um rutschfester zu sein und die Acebeam Schriftzüge sowie Zierstreifen reflektieren im Licht. Der Gurt ist außerdem komplett perforiert wodurch er luftiger ist und man darunter nicht ganz so stark schwitzt. Die Lampe wird vorne mittels Gummi Ösen befestigt.
Stromversorgung
Die Acebeam PT40 wird mit einem 18650 Li-Ion Akku betrieben und besitzt keinen eigenen Ladeport.
Beim Hersteller selbst lässt sich der Acebeam ARC18650H-310A Akku mit 3100mAh, max 20A Entladestrom und Ladeanschluss optional dazu bestellen. Laut meines Vapcell S4 Plus lässt sich aus ihm bei 1A Entladestrom jedoch lediglich eine Ladung von 2851 mAh entnehmen. Mit 92% der vom Hersteller angegebenen erreichten Ladung ist er damit mein aktuell am stärksten abweichender Markenakku. Da er noch neu ist, dürfte sich die Lage nach einigen Ladezyklen aber noch etwas verbessern.
Der Acebeam Akku ist geschützt, 69 mm lang und lässt sich per USB-C (auch per USB-C zu USB-C Kabel) aufladen. Dies geschieht mit 5,1V bei 1A. Der aktuelle Ladestand lässt sich mit einer sich neben dem Pluspol befindlichen LED abschätzen.
Sehr praktisch ist auch die Powerbank Funktion per beiliegendem Adapter. Damit lässt sich beispielsweise der Akku eines Smartphones mit 4,92V 1,4A am USB A Anschluss laden.
Sowohl in der Tailcap als auch treiberseitig sind vergoldete Federn zu finden. Dadurch lässt sich auch ein 65 mm langer Molicel INR18650-M35A Akku problemlos verwenden. Zu erwähnen ist jedoch, dass der Acebeam Akku recht dick ist und dadurch andere Akkus etwas Spiel zur Seite haben und bei starkem Schütteln etwas im Akkurohr klappern. Das ist jedoch nicht weiter schlimm und lässt sich ansonsten auch sehr einfach mit einem um den Akku gewickelten Blatt Papier lösen.
Der Acebeam ARC18650H-310A kostet rund 25€ Aufpreis. Wer bereit ist diesen zu bezahlen bekommt jedoch ein für mich sehr gelungenes System. Es gibt an der Acebeam PT40 keinen USB Ladeport, der unter einer Gummikappe versteckt ist und in der Hosentasche unbeabsichtigt auf gehen kann und auch keinen proprietären Magnetladeanschluss zu dem man meistens sowieso kein passendes Ladekabel dabei hat. So ist die Lampe absolut wasserdicht und lässt sich trotzdem mit jedem herkömmlichen Smartphone Ladegerät laden.
Einziger Kritikpunkt ist hierbei, dass der Beginn des Gewindes recht fein ausgeführt ist und bereits nach ca. 10 Mal auf und zu schrauben erste Abnutzungsspuren zeigt.
Außerdem hätte ich statt dem 18650 Akku einen 21700er bevorzugt. Damit wäre die Laufzeit bei nicht viel größeren Abmessungen deutlich gesteigert worden.
Größenvergleich
Die PT40 ist eine recht lange aber sehr schmale Lampe, was sie super hosentaschentauglich macht.
Von links nach rechts:
Acebeam PT40 (18650), Wurkkos HD20 (21700), Sofirn SP40(A)
Bedienung (UI)
Die Bedienung der Lampe erfolgt sehr einfach und intuitiv:
Lampe AUS -> Switch drücken -> AN (letztverwendeter Modus)
Lampe AUS -> Switch halten -> Moon
Lampe AUS -> Switch >3s halten -> Lockout
Lampe AUS -> Doppelklick -> Turbo
Lampe AUS -> Dreifachklick -> SOS
Lampe AN -> Switch drücken -> AUS
Lampe AN -> Switch halten -> Helligkeitsstufen vorwärts durchschalten
Lampe AN -> Doppelklick -> Turbo
Lampe AN -> Dreifachklick -> SOS
SOS, Turbo und Moon werden nicht gespeichert.
Auf Blinkies wird demnach größtenteils verzichtet. Lediglich ein SOS Modus existiert, welcher in einer Werkstattlampe durchaus berechtigt ist.
Eine Akkuladestandsanzeige gibt es leider nicht. Die Lampe beginnt lediglich zu blinken, sobald der Akku nahezu leer ist. Hier hätte ich mir beispielsweise einen beleuchteten Schalter gewünscht, der mit seiner Farbe den Ladestand wiedergibt. Damit könnte man früher abschätzen wann der Akku entladen sein wird.
Die sieben Helligkeitsstufen (lt. Hersteller) sind folgende:
- Turbo 3.000 lm - 1,5 h Laufzeit (3.680 cd, 121 m)
- High 1.100 lm - 2,0 h Laufzeit (1.460 cd, 76 m)
- Med2 580 lm - 2,5 h Laufzeit (810 cd, 57 m)
- Med1 220 lm - 6,25 h Laufzeit (289 cd, 34 m)
- Low 80 lm - 17 h Laufzeit (158 cd, 25 m)
- Ultra-Low 15 lm - 80 h Laufzeit (??? cd, ?? m)
- SOS 1500 lm - 2 h Laufzeit (??? cd, ?? m)
Die stark asymmetrische Befestigung hat jedoch zur Folge, dass die Lampe immer etwas schief hängt und der Lichtstrahl nicht mittig vom Kopf des Nutzers abgestrahlt wird. In der Praxis fühlt sich das jedoch deutlich weniger schlimm an als es auf Bildern aussieht, da die Lampe nicht so schief am Kopf hängt wie man es erwarten würde.
Besonders wenn man im Nahbereich arbeitet merkt man aber, dass das Licht von der Seite und nicht aus der Blickachse zu kommen scheint, wodurch sich auf der gegenüberliegenden Seite Schatten bilden.
Die Stirnlampenfunktion ist ein nettes Extra. Wenn man jedoch häufig eine Lampe auf dem Kopf braucht, sollte man sich jedoch lieber eine spezialisierte Stirnlampe besorgen.
Sofern man einen Rucksack auf dem Rücken hat oder ein Oberteil mit Brusttaschen trägt, kann man die PT40 mittels des Clips befestigen und hat durch das flutige Licht trotzdem alles vor sich ausgeleuchtet.
Lichtbild und Leistung
Das Lichtbild der PT40 ist für den Einsatzzweck als Werkstattlampe super geeignet. Es ist mit 1,23 cd/lm (laut Hersteller) sehr flutig und durch die TIR Linsen ist der Spill sehr breit und weich und somit nicht so kantig wie es bei einer Reflektor Lampe der Fall wäre. Mit 6000K ist das Licht leicht kaltweiß. Weil es jedoch trotz LH351D LED frei von jeglichem Farbstich ist, ist es sehr angenehm. Durch den hohen CRI von über 90, reproduziert das Licht auch natürliche Farben.
In jeglichen Helligkeitsstufen ist das Licht frei von PWM.
Die Leistung von 3000 Lumen im Turbomodus ist gewaltig. Damit kann man wirklich jede Werkstatt ausleuchten! Durch die hohe Lumenleistung in dem verhältnismäßig kleinen Gehäuse ist die Wärmeentwicklung jedoch ebenfalls enorm. Nach rund zwei Minuten bei Raumtemperatur wird der Turbomodus sichtbar auf etwa das Niveau des High Modus runter geregelt. Dabei hat das Gehäuse eine Temperatur von 57°C erreicht. Lässt man die Lampe dann weiter laufen, kühlt sie sich auf rund 50°C ab, das Batterierohr ist dann aber immer noch so heiß, dass die Lampe nicht mehr in der bloßen Hand gehalten werden kann. Hat man die PT40 per Magnet an einer Oberfläche befestigt und auf voller Leistung laufen lassen, kann man sie also nicht mehr ohne Handschuhe entfernen.
All das spricht für eine sehr gute Wärmeleitung und ist bei den gegebenen Leistungsdaten zu erwarten gewesen.
Einen Moonlight Modus besitzt die PT40 mit einer niedrigsten Stufe von 15 lm nicht. Das ist bei einem Worklight meiner Meinung nach aber auch nicht weiter tragisch.
Den berüchtigten Grünstich der Samsung LH351D bei niedrigen Leistungsstufen konnte ich nicht feststellen. Bei allen Bildern, mit Ausnahme des Beam- und Wallshots, leuchtet die Acebeam in den niedrigen bis mittleren Helligkeiten.
Auch an der weißen Wand sieht das Lichtbild sehr sauber und homogen aus.
Hier nun ein Beamshot vom Waldweg. Alle Aufnahmen sind bei gleichen Belichtungseinstellungen im Turbomodus der jeweiligen Lampe mit vollem Akku gemacht worden.
Acebeam PT40:
Sofirn SP40A:
Wurkkos HD20 (Flood LED)
Wurkkos HD20 (Throw LED)
Wurkkos HD20 (Flood + Throw LED)
Nun alle Beamshots im Direktvergleich als GIF. Die PT40 ist wirklich gewaltig hell!
Fazit
Pro
- Schickes Gehäuse mit toller Verarbeitung
- Kompakte und sehr Hosentaschen freundliche Abmessungen
- Schönes gleichmäßig breites Lichtbild ohne Tintshift
- High CRI Licht
- Auswahl an verschiedenen Emittern
- Magnet in Tailcap (und ist entfernbar!)
- Gleichtromtreiber
- Frei von PWM
- Gute UI
- Powerbank Funktion des Akkus (sofern mitbestellt)
Neutral:
- 21700 Akku wäre für größere Laufzeit schön gewesen
- Keine LED zur Anzeige des Ladezustands
- Relativ geringe Wandstärke
- Sehr hohe Gehäusetemperatur nach Nutzung in hohen Leistungsstufen
Contra
- Befestigung am Kopfgurt friemelig und durch starke Asymmetrie nicht ganz optimal
- Tailcap Magnet zu schwach
- Befestigung des Clips durch Kühlrippen zu hakelig
Die Acebeam PT40 ist eine tolle Lampe für die Werkstatt und wird bei mir definitiv viel genutzt werden. Sie ist super verarbeitet, sehr hell, hosentaschenfreundlich und kann bei Bedarf auch als Kopflampe genutzt werden. Trotzdem gibt es Raum für Detailverbesserungen.
Sehr schade ist z.B. dass der Magnet ziemlich schwach ist und die Kühlrippen eine geschmeidige Nutzung des Clips verhindern.
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