Liebe Forumisten des gleißenden Lichts,
heute folgt nun endlich mein Review der Acebeam Defender P18.
Falls euch manche Abschnitte in diesem Review irgendwie vertraut vorkommen, so könnte dies den Grund haben, dass sich die Acebeam P18 und P17 in manchen Belangen ähneln und ich aus Gründen der Einfachheit geeignete Abschnitte im Prinzip kaum (z.B. Lieferumfang) oder gar nicht (z.B. Bedienung) verändert habe.
Dennoch hoffe ich, dass ich die für euch interessanten und im Zusammenhang mit der Lampe wesentlichen Punkte im Rahmen meiner Möglichkeiten halbwegs informativ rüberbringe.

EINLEITUNG
Die Acebeam Defender P18 ist neben der P16 und der P17 mittlerweile die dritte Lampe aus der taktischen "P"-Reihe, die Acebeam in relativ kurzer Zeit herausgebracht hat. Diese drei Lampen ähneln sich vom Bedienkonzept her sehr, während sich die ältere, namentlich ebenfalls verwandte Acebeam Defender P15 vor allem vom Design her, aber auch mit ihrem (optionalen) Zwei-Schalter-Konzept doch recht deutlich von den drei neueren P-Lampen unterscheidet.
Hier noch kurz die Links zu meinen anderen Acebeam P-XX Reviews:
Acebeam Defender P15 Review
Acebeam Defender P16 Review
Acebeam Defender P17 Review
Am deutlichsten wird die Gemeinsamkeit von P16, P17 und P18 bzw. der Unterschied zur P15 aufgrund des für Acebeam neuartigen Zwei-Schalter-Konzepts, welches der Hersteller klangvoll als "Dual Tail Switch Design" bezeichnet. Im Klartext bedeutet das, dass die Acebeam P18 wie ihre beiden "unmittelbaren" Geschwister über zwei Heckschalter verfügt: einen klassischen Druckschalter und eine Wippe. Die Einzelheiten zu deren genauen Funktionen findet ihr im Abschnitt "Bedienung / User Interface".
Das Zwei-Schalter-Design mit Hauptschalter und Wippe, das Acebeam nun bei den neueren Modellen der P-Serie anwendet, ist bei den Modellen P16, P17 und P18 äußerlich im Prinzip identisch. Bei der P15 war der zweite Heckschalter wie gesagt noch ein optionales Zubehör gewesen, welches nicht einmal zum Lieferumfang gehörte.

LIEFERUMFANG ACEBEAM DEFENDER P18
Der Lieferumfang ist bei der Acebeam Defender P18 ebenso wie bei der P17 wieder mal recht übersichtlich gehalten. Im Endeffekt steckt bei beiden Lampen sogar noch weniger in der Box als es bei der Acebeam Defender P16 der Fall war.
In der mit einem Verschlussmagneten versehenen Originalverpackung ist trotzdem alles enthalten, was zwingend benötigt wird: Der mitgelieferte Akku ist bei der Lieferung bereits in der Lampe eingelegt (Isolierplättchen vorhanden). Ein zur Lampe passendes Holster gehört leider nicht zum Lieferumfang und ist meines Wissens leider auch noch nicht einmal optional erhältlich. Da sollte Acebeam zwingend "nachbessern". So muss man sich leider anderweitig nach einem passenden Holster umschauen. Das hat mich schon bei der Acebeam P16 und auch bei der Acebeam P17 gestört!
Früher™ gehörten Holster bei Acebeam meist zum Standardlieferumfang. Wer also noch eine Auswahl älterer Acebeam-Lampen mitsamt Zubehör sein Eigen nennt, wird da vielleicht fündig. Mich hat das fehlende Holster so genervt, dass ich mal das Zubehör meiner älteren Acebeams durchgeschaut habe und siehe da: Zum Beispiel passt das Holster der Acebeam L35 ganz gut zur Acebeam P18, da beide Lampen ähnliche Dimensionen hinsichtlich Länge und Kopfgröße aufweisen.
Dass auch diesmal kein Lanyard dabei ist, verwundert mich nicht. Denn im Gegensatz zur Heckkappe der P17 besitzt die Heckkappe der Acebeam P18 keine Öffnung(en) für eine solche Fangschlaufe. Zwar könnte man zur Not am Clip was dranfummeln, aber das wäre nicht sehr ergonomisch fürchte ich.
Zum Lieferumfang gehört somit standardmäßig Folgendes:

ABMESSUNGEN / GEWICHT
Die folgenden Messungen habe ich mangels professionellerem Equipment bestmöglich mit dem guten alten Gliedermaßstab und einer digitalen Briefwaage (1 g - 5000 g) durchgeführt.
Acebeam P18 Maße und Gewicht

HERSTELLERANGABEN ZU LEISTUNG / REICHWEITE
Der Hersteller verspricht bei der Acebeam Defender P18 eine (natürlich kurzzeitige) Höchstleistung von 5000 Lumen und gibt als maximale Reichweite 445 Meter an. Die nachfolgenden Angaben wurden laut Acebeam in Übereinstimmung mit den bekannten ANSI/NEMA FL1 Test-Standards gemessen und können demnach abhängig vom spezifischen Modell, verwendeten Akku und der Testumgebung variieren. Das Übliche also.
Für den Tactical 2 Mode habe ich eine gesonderte Tabelle erstellt, da die High Stufe mit 2000 Lumen läuft (anstelle von 2200 Lumen wie in Daily Mode und Tactical 1 Mode).
TABELLE FÜR DAILY MODE UND TACTICAL 1 MODE:
*STROBE Nur im "Tactical 1 Mode" / *S.O.S. Nur im "Daily Mode"
TABELLE FÜR TACTICAL 2 MODE:

ENERGIEVERSORGUNG
Die Energieversorgung der Acebeam Defender P18 erfolgt mittels 21700er Lithium-Ionen Akku. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den Original-Akku oder einen beliebigen 21700er Akku handelt. Die Lampe akzeptiert ohne zu Murren sowohl längere geschützte als auch kürzere ungeschützte Akkus. Vorbildlich, so gehört sich das!
Der von Acebeam mitgelieferte Original-Akku mit 5100mAh Kapazität besitzt keinen USB-C Ladeport, da an der Acebeam Defender P18 selbst ein (versteckter) USB-C-Port vorhanden ist. Die Geschwister P16 und P17 haben keinen eigenen Ladeport, dafür werden Akkus mit USB-C-Port mitgeliefert. Die Acebeam P15 hat eine proprietäre Ladevorrichtung. Ob man nun einen USB-C-Port an der Lampe bevorzugt oder überhaupt braucht, muss jeder selbst wissen. Ich könnte zwar drauf verzichten, da ich meine Akkus in 99% der Fälle extern lade. Andererseits hat nicht jeder Nutzer ein spezielles Ladegerät.
Die Schraubabdeckung des USB-C-Ports gefällt mir nicht so richtig gut. Obwohl ich eine solche stabile Schraubabdeckung besser finde, als einen anfälligen Gummipropfen, stört es mich ein bisschen, dass die Abdeckung im geöffneten Zustand vollständig vom Gewinde gelöst ist und dadurch locker rumklappert. Sie fällt zwar nicht ab, aber irgendwie wirkt das nicht sonderlich wertig auf mich.

Während des Ladevorgangs (hier mit dem mitgelieferten Originalkabel von USB-A am Bluetti zu USB-C an der Acebeam P18) leuchtet die kleine Status-LED konstant rot. Wenn der Ladevorgang beendet ist, leuchtet die Status-LED erwartungsgemäß konstant grün.

Der Akku wird bei der Acebeam P18 wie bei den meisten Lampen üblich mit dem Pluspol zum Lampenkopf zeigend eingelegt! Beidseitige Federn (Kopf und Tailcap) sorgen bei der Acebeam P18 wie auch schon bei der P17 dafür, dass die Lampe auch bei Erschütterungen oder Schlägen gegen die Lampe nicht ausgeht. Auch mit einem kürzeren, ungeschützten Samsung 40T Akku zeigte die P18 keine Ausfallerscheinungen.

Wie erwähnt, muss es sich dabei nicht um den Original-Acebeam-Akku handeln, wie schon bei der Acebeam Defender P16 und P17 funktionieren auch andere Akkus problemlos. Das empfinde ich nach wie vor als ideale und kundenfreundliche Lösung. Denn somit ist sichergestellt, dass man auch noch in Jahren passende Ersatzakkus für diese Lampe finden wird und nicht auf die (möglicherweise schwierigere) Verfügbarkeit irgendwelcher Spezialakkus angewiesen ist.
OPTIK / HAPTIK / HANDLING
Wie schon die Modelle P16 und P17 gefällt mir auch die Acebeam P18 Defender optisch gut. Sie sieht vielleicht nicht spektakulär aus, aber das muss sie auch nicht. Der aufgrund der vier LEDs dickere Kopf dürfte für manche BOSler im Einsatz eher unpraktisch sein. Da denke ich, dass die P16 und P17 in der Hinsicht im Vorteil sind. Wer Platz für die Lampe hat oder diese so tragen bzw. unterbringen kann, dass sie nicht stört, kann bei der P18 ein ähnliches Handling wie bei der P17 erwarten, da das Akkurohr identisch ist von der Größe und auch von der Struktur her.
Das heißt, auch hier hat der Griffbereich am Batterierohr und an der Tailcap eine sehr griffige Struktur. Dadurch, dass das Batterierohr im Griffbereich am schmalsten ist und der dicke Kopf die Hand stoppt, kann man die Lampe ganz gut anpacken. Wem die Acebeam P16 Defender vom Format her zu klein, zu kurz, zu knapp war, dem dürfte die Acebeam P18 genau wie die P17 besser (in der Hand) liegen.

Die Kühlrippen im Kopfbereich sind zwar nicht sehr stark ausgeprägt, aber sie beeinflussen die Wärmeableitung gegenüber einem glatten Kopf auf jeden Fall positiv. Der Bezelring des Lampenkopfs der Acebeam P18 hat diesmal keine "Siliziumnitrid-Keramikperlen" zum Glasbrechen verpasst bekommen, wie es noch bei der Acebeam P17 der Fall war. Normale Scheiben einschlagen dürfte bis zu einer gewissen Dicke aber auch mit der P18 noch funktionieren. Müsste man eigentlich mal testen, inwiefern das mit der P17 vielleicht besser geht als mit der P18...
Im Bereich des Lampenkopfes befindet sich neben Hersteller und Modellbezeichnung auch die Seriennummer und der obligatorische HOT-Warnhinweis. Die Acebeam P18 hat im Gegensatz zur P17 kein Innengewinde am Kopf, somit ist – anders als bei der P17 – kein Filtereinsatz vorgesehen.
Wie schon bei der Acebeam P16 und der P17 ist die Tailcap der P18 fast gar nicht geschmiert und lässt sich daher nur etwas widerwillig aufschrauben. Ich habe es ja bereits im Review der P17 bemängelt und mache es hier erneut: Bei meiner Acebeam L16 war die Tailcap damals out of the box super geschmiert, so dass sich die Tailcap butterweich schrauben ließ.

Mechanischer Lockout ist bei der Acebeam Defender P18 wie schon bei der P17 sowohl an der Tailcap als auch am Kopf durch leichtes Aufdrehen möglich. Wenn man den Stromflussauf auf diese Weise unterbricht während die Lampe noch angeschaltet ist, leuchtet sie nach dem Zudrehen direkt dann auch direkt weiter.
Der Zwei-Wege-Clip der Acebeam P18 Defender ist der Gleiche wie bei der P17. Er ist nicht wie bei der Acebeam P16 fest vorinstalliert, sondern nur drangesteckt wie auch bei der P17. Er lässt sich somit ohne großen Aufwand, ohne Auseinandernehmen der Lampe entfernen und anbringen.
Zum Anklippen finde ich den Clip nicht so gut, aber das liegt vielleicht eher an meiner Abneigung gegen das Anklippen mit solchen "normalen" Clips. Ich benutze solche Clips deshalb meist eher, um bei manchen Lampen einen besseren Griff zu bekommen oder durch die Ausrichtung des Clips die Position eines Schalters schneller zu finden. Das ist zwar eher bei Seitenschaltern hilfreich, aber bei der P18 mit ihren zwei Heckschaltern kann der Clip auch beim Auffinden der Wippe helfen. Man muss nur im Hinterkopf behalten, wo die Wippe im Verhältnis zum Clip sitzt – und der Clip sollte nicht "verrutscht" sein, was bei einem nicht fest installierten Clip natürlich passieren kann.
Für mich liegt die Acebeam Defender P18 gut in der Hand, wenig überraschend sehr vergleichbar mit der P17 und aufgrund der größeren Abmessung auch wiederum etwas besser als die P16. Dieser Griffvorteil aufgrund etwas größerer Abmessungen macht sich noch mehr bemerkbar, wenn ich leicht gepolsterte Handschuhe trage. Dann liegt die P18 spürbar angenehmer in der Hand als die P16. Ohne Handschuhe liegen beide für mich gut genug in der Hand. Die beiden Heckschalter sind mit und ohne Handschuhe (Größe 9/10) gut erreichbar und lassen sich vernünftig drücken. Wie schon bei der Acebeam P16 könnte es mit sehr dicken Handschuhen aber mitunter schwierig sein, zuverlässig nur die Wippe zu bedienen.
BEDIENUNG / USER INTERFACE
Die Bedienung der Acebeam P18 Defender ist identisch mit der Bedienung der Acebeam P17 Defender und fast identisch mit der Acebeam P16 Defender. Sie besitzt ebenfalls zwei Schalter: den hervorstehenden Hauptschalter (Tactical Switch) und die Wippe (Function Switch).
Die Unterschiede zur P16: Zum einen besitzt die P18 wie die P17 insgesamt fünf statt vier Helligkeitsstufen wie es noch bei der P16 der Fall war. Zum anderen kann man als Nutzer der beiden größeren Kaliber sogar zwischen drei anstatt zwei Betriebsmodi wählen und auch der Prozess des Auswählens läuft geringfügig anders ab, als noch bei der P16.
Wechsel zwischen "Tactical Mode" und "Daily Mode"
"Tactical 1 Mode" / 1. Taktischer Modus:
"Tactical 2 Mode" / 2. Taktischer Modus:
"Daily Mode" / Alltagsmodus
Alles in Allem bietet die Acebeam Defender P18 ein für mein Empfinden durchaus durchdachtes Bedienkonzept.
Ob die gebotenen Möglichkeiten den persönlichen Geschmack treffen und/oder die Anforderungen an den Job erfüllen (ich denke insbesondere an Polizisten und Sicherheitsbedienstete), dürfte individuell verschieden sein. Mir gefällt es. Der gegenüber der P16 zusätzlich verfügbare Tactical 2 Mode kann eine willkommene Bereicherung sein.

LEUCHTKRAFT / AUSLEUCHTUNG / LICHTFARBE
Mit 4x SFT40 vereint die Acebeam P18 laut Herstellerangaben eine nicht unerhebliche Menge an Lumen (5000) mit einer ordentlichen Reichweite (629 Meter). Mir gefällt die für eine noch recht kompakte Lampe bemerkenswerte Helligkeit und die damit einhergehende Reichweite der Acebeam Defender P18 tatsächlich sehr gut. Die bei so einem Leuchtprofil unvermeidlichen "Multi-Emitter-Eselsohren" stören mich persönlich draußen überhaupt nicht. Weiter unten habe ich noch ein paar vergleichende Beamshots eingefügt. Ich hoffe, dass ich irgendwann noch ein paar schöne Aufnahmen ergänzen kann wenn das Wetter besser mitspielt.
Die SFT40er erzeugen natürlich das übliche klare Kaltweiß. Also nichts zum gemütlich einkuscheln, sondern zum Hellmachen. Dass ich neutralweißes Licht bevorzuge, ist kein Geheimnis. Aber wie schon bei der P17 und der P16 stört mich die kalte Lichtfarbe bei solchen taktischen Lampen nicht so sehr bzw. ich kann damit leben.
Die LEDs sind für mein Empfinden ziemlich perfekt zentriert und der Reflektor in allen Abschnitten sehr sauber. Da zeigt Acebeam wieder das hohe Niveau, das ich von ihnen erwarte!

Die Ausleuchtung ist sowohl im Nahbereich als auch in der Ferne mehr als brauchbar. Die LOW Stufe mit 100 Lumen ist beim Wandern überall da mehr als genug, wo man mit den 2 Lumen von ULTRA LOW nicht genügend sieht.
Ich fände es perfekt, wenn man die Acebeam P18 so "programmieren" könnte, dass man die Helligkeit von Hauptschalter und Wippe frei belegen kann. Das wäre für mich das Nonplusultra in der Hinsicht. Aber auch so habe ich mit der Acebeam P18 Defender je nach Anwendungsgebiet eigentlich immer ein vernünftiges Setup für mich gefunden. Ich musste mich ja auch gegenüber der P17 nicht wirklich viel umgewöhnen und somit war das eigentlich immer der Daily Mode, bei dem ich mir zusätzlich zum ULTRA-LOW der Wippe die gewünschte Helligkeit via klassissches Memory auf den Hauptschalter gelegt habe.
BEAMSHOTS ACEBEAM P18 / ACEBEAM P17 / ACEBEAM P16 / ACEBEAM L16
Da es zurzeit fast immer regnerisch, diesig, neblig, Waschküche oder sonstwas für Wetter ist, habe ich leider nur eine Location mit Vergleichsbeamshots im Angebot. Ich hoffe aber, dass man zumindest einen kleinen Eindruck von den Unterschieden der Teilnehmer aus dem Hause Acebeam bekommt.
Bis dahin wo der Weg abknickt und der Baum mittig zu stehen scheint, sind es ca. 170 Meter Entfernung.
Acebeam P18 Beamshot

Acebeam P17 Beamshot

Acebeam P16 Beamshot

Acebeam L16 Beamshot

FAZIT / MEINE MEINUNG
Falls ihr meine anderen "Acebeam PXX-Reviews" gelesen habt, wisst ihr ja schon, dass mir das neue Zwei-Schalter-Konzept von Acebeam sehr gut gefällt. Folglich ist das auch bei der Acebeam P18 so. Verbesserungswürdig wäre mMn noch, dass man Wippe und Hauptschalter nach Wahl mit den bevorzugten Helligkeiten belegen kann. Für mich passt es zwar mit niedrigster Stufe auf Wippe und Wunschhelligkeit auf Hauptschalter dank Memory. Aber noch mehr Flexibilität wäre dennoch von Vorteil.
Die Kombination aus 4x SFT40 macht schon ordentlich Licht und bietet gute Reichweite. Ich weiß zwar nicht, ob man das mehr an Reichweite der Acebeam P18 z.B. im Vergleich zur P17 unbedingt brauchen kann. Aber andererseits ist haben ja besser als brauchen, nicht wahr?
Natürlich kann der größere Kopf ein Deal-Braker sein. Ich selber habe zum Glück genug Platz, um mich da frei für eine von Beiden zu entscheiden. Aber in der Praxis ist es bisher so, dass ich meistens beide Lampen einpacke, weil ich mich nicht richtig zwischen P18 und P17 entscheiden kann.
Auf jeden Fall kommt bei der Acebeam P18 weder die Nahdistanz noch die Entfernung zu kurz. Wenn ich mir dagegen meine geliebte alte L16 anschaue, dann staune ich zwar über deren Reichweite – aber gleichzeitig stehe ich drumherum ziemlich im Dunkeln. Die P17 kann halt auch hell im Nahbereich, aber ihr fehlt die Reichweite der P18. Und die P16 beeindruckt zwar für ihre Größe mit einer ordentlichen Reichweite (und deren 50 Lumen "ULTRA"-LOW ist hell genug für so ziemlich jede Situation wo man nichts in der Ferne absuchen muss), aber im Nahbereich ist es nicht sonderlich hell.
Insgesamt bin ich also durchweg zufrieden mit allen drei Lampen. Wahrscheinlich werde ich sogar alle drei behalten. Ich könnte zumindest spontan nicht sagen, welche ich abgeben würde, wenn ich mich zwischen P18 und P17 entscheiden müsste... Ich bin außerdem schon sehr gespannt ob Acebeam in absehbarer Zeit noch ein weiteres Modell der P-Reihe raushaut.
Zum Abschluss würde ich mir zumindest wünschen, dass Acebeam Holster ins Sortiment aufnimmt, die auf die P18, P17 und P16 zurechtgeschnitten sind. Das wäre das Mindeste. Besser wäre es, wenn zu jeder Lampe ein passendes Holster beiliegen würde. Das ging ja früher auch und so ein Holster kostet sicherlich nicht die Welt, zumal die Lampen der P-Reihe nun wahrlich keine "Billig-Lampen" sind.

PRO
NEUTRAL
CONTRA
heute folgt nun endlich mein Review der Acebeam Defender P18.
Falls euch manche Abschnitte in diesem Review irgendwie vertraut vorkommen, so könnte dies den Grund haben, dass sich die Acebeam P18 und P17 in manchen Belangen ähneln und ich aus Gründen der Einfachheit geeignete Abschnitte im Prinzip kaum (z.B. Lieferumfang) oder gar nicht (z.B. Bedienung) verändert habe.
Dennoch hoffe ich, dass ich die für euch interessanten und im Zusammenhang mit der Lampe wesentlichen Punkte im Rahmen meiner Möglichkeiten halbwegs informativ rüberbringe.

EINLEITUNG
Die Acebeam Defender P18 ist neben der P16 und der P17 mittlerweile die dritte Lampe aus der taktischen "P"-Reihe, die Acebeam in relativ kurzer Zeit herausgebracht hat. Diese drei Lampen ähneln sich vom Bedienkonzept her sehr, während sich die ältere, namentlich ebenfalls verwandte Acebeam Defender P15 vor allem vom Design her, aber auch mit ihrem (optionalen) Zwei-Schalter-Konzept doch recht deutlich von den drei neueren P-Lampen unterscheidet.
Hier noch kurz die Links zu meinen anderen Acebeam P-XX Reviews:
Acebeam Defender P15 Review
Acebeam Defender P16 Review
Acebeam Defender P17 Review
Am deutlichsten wird die Gemeinsamkeit von P16, P17 und P18 bzw. der Unterschied zur P15 aufgrund des für Acebeam neuartigen Zwei-Schalter-Konzepts, welches der Hersteller klangvoll als "Dual Tail Switch Design" bezeichnet. Im Klartext bedeutet das, dass die Acebeam P18 wie ihre beiden "unmittelbaren" Geschwister über zwei Heckschalter verfügt: einen klassischen Druckschalter und eine Wippe. Die Einzelheiten zu deren genauen Funktionen findet ihr im Abschnitt "Bedienung / User Interface".
Das Zwei-Schalter-Design mit Hauptschalter und Wippe, das Acebeam nun bei den neueren Modellen der P-Serie anwendet, ist bei den Modellen P16, P17 und P18 äußerlich im Prinzip identisch. Bei der P15 war der zweite Heckschalter wie gesagt noch ein optionales Zubehör gewesen, welches nicht einmal zum Lieferumfang gehörte.

LIEFERUMFANG ACEBEAM DEFENDER P18
Der Lieferumfang ist bei der Acebeam Defender P18 ebenso wie bei der P17 wieder mal recht übersichtlich gehalten. Im Endeffekt steckt bei beiden Lampen sogar noch weniger in der Box als es bei der Acebeam Defender P16 der Fall war.
In der mit einem Verschlussmagneten versehenen Originalverpackung ist trotzdem alles enthalten, was zwingend benötigt wird: Der mitgelieferte Akku ist bei der Lieferung bereits in der Lampe eingelegt (Isolierplättchen vorhanden). Ein zur Lampe passendes Holster gehört leider nicht zum Lieferumfang und ist meines Wissens leider auch noch nicht einmal optional erhältlich. Da sollte Acebeam zwingend "nachbessern". So muss man sich leider anderweitig nach einem passenden Holster umschauen. Das hat mich schon bei der Acebeam P16 und auch bei der Acebeam P17 gestört!
Früher™ gehörten Holster bei Acebeam meist zum Standardlieferumfang. Wer also noch eine Auswahl älterer Acebeam-Lampen mitsamt Zubehör sein Eigen nennt, wird da vielleicht fündig. Mich hat das fehlende Holster so genervt, dass ich mal das Zubehör meiner älteren Acebeams durchgeschaut habe und siehe da: Zum Beispiel passt das Holster der Acebeam L35 ganz gut zur Acebeam P18, da beide Lampen ähnliche Dimensionen hinsichtlich Länge und Kopfgröße aufweisen.
Dass auch diesmal kein Lanyard dabei ist, verwundert mich nicht. Denn im Gegensatz zur Heckkappe der P17 besitzt die Heckkappe der Acebeam P18 keine Öffnung(en) für eine solche Fangschlaufe. Zwar könnte man zur Not am Clip was dranfummeln, aber das wäre nicht sehr ergonomisch fürchte ich.
Zum Lieferumfang gehört somit standardmäßig Folgendes:
- Acebeam Defender P18 Lampe
- Zwei-Wege-Clip (vorinstalliert)
- 21700er Akku (5100 mAh) ohne USB-C-Port
- Ladekabel (USB-A auf USB-C)
- 2x O-Ring
- Bedienungsanleitung
- Garantiekarte

ABMESSUNGEN / GEWICHT
Die folgenden Messungen habe ich mangels professionellerem Equipment bestmöglich mit dem guten alten Gliedermaßstab und einer digitalen Briefwaage (1 g - 5000 g) durchgeführt.
Acebeam P18 Maße und Gewicht
- Länge: 14,5 cm
- Durchmesser Kopf: 5,0 cm
- Durchmesser Batterierohr (an der Heckkappe gemessen): 2,9 cm
- Gewicht mit/ohne Akku: 258 g/185 g

HERSTELLERANGABEN ZU LEISTUNG / REICHWEITE
Der Hersteller verspricht bei der Acebeam Defender P18 eine (natürlich kurzzeitige) Höchstleistung von 5000 Lumen und gibt als maximale Reichweite 445 Meter an. Die nachfolgenden Angaben wurden laut Acebeam in Übereinstimmung mit den bekannten ANSI/NEMA FL1 Test-Standards gemessen und können demnach abhängig vom spezifischen Modell, verwendeten Akku und der Testumgebung variieren. Das Übliche also.
Für den Tactical 2 Mode habe ich eine gesonderte Tabelle erstellt, da die High Stufe mit 2000 Lumen läuft (anstelle von 2200 Lumen wie in Daily Mode und Tactical 1 Mode).
TABELLE FÜR DAILY MODE UND TACTICAL 1 MODE:
| ULTRA-LOW | LOW | MED | HIGH | TURBO | STROBE* | S.O.S.* | |
| LUMEN | 2 | 100 | 580-100 | 2200-1250-100 | 5000-1250-100 | 2000 | 2000 |
| LAUFZEIT | 20 Tage | 1,5 Tage | 5,5h+20m | 9m+1h45m+1h | 1m+1h55m+1h | 2h47m | 2h30m |
| REICHWEITE (m) | k.A. | 107 | 214 | 402 | 629 | 390 | 390 |
| CANDELA (cd) | k.A. | 2862 | 11449 | 40401 | 98910 | 38025 | 38025 |
*STROBE Nur im "Tactical 1 Mode" / *S.O.S. Nur im "Daily Mode"
TABELLE FÜR TACTICAL 2 MODE:
| ULTRA-LOW | LOW | HIGH | |
| LUMEN | 2 | 100 | 2000-1500-100 |
| LAUFZEIT | 20 Tage | 1,5 Tage | 10m+1h20m+1h |
| REICHWEITE (m) | k.A. | 107 | 390m |
| CANDELA (cd) | k.A. | 2862 | 38025 |

ENERGIEVERSORGUNG
Die Energieversorgung der Acebeam Defender P18 erfolgt mittels 21700er Lithium-Ionen Akku. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den Original-Akku oder einen beliebigen 21700er Akku handelt. Die Lampe akzeptiert ohne zu Murren sowohl längere geschützte als auch kürzere ungeschützte Akkus. Vorbildlich, so gehört sich das!
Der von Acebeam mitgelieferte Original-Akku mit 5100mAh Kapazität besitzt keinen USB-C Ladeport, da an der Acebeam Defender P18 selbst ein (versteckter) USB-C-Port vorhanden ist. Die Geschwister P16 und P17 haben keinen eigenen Ladeport, dafür werden Akkus mit USB-C-Port mitgeliefert. Die Acebeam P15 hat eine proprietäre Ladevorrichtung. Ob man nun einen USB-C-Port an der Lampe bevorzugt oder überhaupt braucht, muss jeder selbst wissen. Ich könnte zwar drauf verzichten, da ich meine Akkus in 99% der Fälle extern lade. Andererseits hat nicht jeder Nutzer ein spezielles Ladegerät.
Die Schraubabdeckung des USB-C-Ports gefällt mir nicht so richtig gut. Obwohl ich eine solche stabile Schraubabdeckung besser finde, als einen anfälligen Gummipropfen, stört es mich ein bisschen, dass die Abdeckung im geöffneten Zustand vollständig vom Gewinde gelöst ist und dadurch locker rumklappert. Sie fällt zwar nicht ab, aber irgendwie wirkt das nicht sonderlich wertig auf mich.

Während des Ladevorgangs (hier mit dem mitgelieferten Originalkabel von USB-A am Bluetti zu USB-C an der Acebeam P18) leuchtet die kleine Status-LED konstant rot. Wenn der Ladevorgang beendet ist, leuchtet die Status-LED erwartungsgemäß konstant grün.

Der Akku wird bei der Acebeam P18 wie bei den meisten Lampen üblich mit dem Pluspol zum Lampenkopf zeigend eingelegt! Beidseitige Federn (Kopf und Tailcap) sorgen bei der Acebeam P18 wie auch schon bei der P17 dafür, dass die Lampe auch bei Erschütterungen oder Schlägen gegen die Lampe nicht ausgeht. Auch mit einem kürzeren, ungeschützten Samsung 40T Akku zeigte die P18 keine Ausfallerscheinungen.

Wie erwähnt, muss es sich dabei nicht um den Original-Acebeam-Akku handeln, wie schon bei der Acebeam Defender P16 und P17 funktionieren auch andere Akkus problemlos. Das empfinde ich nach wie vor als ideale und kundenfreundliche Lösung. Denn somit ist sichergestellt, dass man auch noch in Jahren passende Ersatzakkus für diese Lampe finden wird und nicht auf die (möglicherweise schwierigere) Verfügbarkeit irgendwelcher Spezialakkus angewiesen ist.
OPTIK / HAPTIK / HANDLING
Wie schon die Modelle P16 und P17 gefällt mir auch die Acebeam P18 Defender optisch gut. Sie sieht vielleicht nicht spektakulär aus, aber das muss sie auch nicht. Der aufgrund der vier LEDs dickere Kopf dürfte für manche BOSler im Einsatz eher unpraktisch sein. Da denke ich, dass die P16 und P17 in der Hinsicht im Vorteil sind. Wer Platz für die Lampe hat oder diese so tragen bzw. unterbringen kann, dass sie nicht stört, kann bei der P18 ein ähnliches Handling wie bei der P17 erwarten, da das Akkurohr identisch ist von der Größe und auch von der Struktur her.
Das heißt, auch hier hat der Griffbereich am Batterierohr und an der Tailcap eine sehr griffige Struktur. Dadurch, dass das Batterierohr im Griffbereich am schmalsten ist und der dicke Kopf die Hand stoppt, kann man die Lampe ganz gut anpacken. Wem die Acebeam P16 Defender vom Format her zu klein, zu kurz, zu knapp war, dem dürfte die Acebeam P18 genau wie die P17 besser (in der Hand) liegen.

Die Kühlrippen im Kopfbereich sind zwar nicht sehr stark ausgeprägt, aber sie beeinflussen die Wärmeableitung gegenüber einem glatten Kopf auf jeden Fall positiv. Der Bezelring des Lampenkopfs der Acebeam P18 hat diesmal keine "Siliziumnitrid-Keramikperlen" zum Glasbrechen verpasst bekommen, wie es noch bei der Acebeam P17 der Fall war. Normale Scheiben einschlagen dürfte bis zu einer gewissen Dicke aber auch mit der P18 noch funktionieren. Müsste man eigentlich mal testen, inwiefern das mit der P17 vielleicht besser geht als mit der P18...
Im Bereich des Lampenkopfes befindet sich neben Hersteller und Modellbezeichnung auch die Seriennummer und der obligatorische HOT-Warnhinweis. Die Acebeam P18 hat im Gegensatz zur P17 kein Innengewinde am Kopf, somit ist – anders als bei der P17 – kein Filtereinsatz vorgesehen.
Wie schon bei der Acebeam P16 und der P17 ist die Tailcap der P18 fast gar nicht geschmiert und lässt sich daher nur etwas widerwillig aufschrauben. Ich habe es ja bereits im Review der P17 bemängelt und mache es hier erneut: Bei meiner Acebeam L16 war die Tailcap damals out of the box super geschmiert, so dass sich die Tailcap butterweich schrauben ließ.

Mechanischer Lockout ist bei der Acebeam Defender P18 wie schon bei der P17 sowohl an der Tailcap als auch am Kopf durch leichtes Aufdrehen möglich. Wenn man den Stromflussauf auf diese Weise unterbricht während die Lampe noch angeschaltet ist, leuchtet sie nach dem Zudrehen direkt dann auch direkt weiter.
Der Zwei-Wege-Clip der Acebeam P18 Defender ist der Gleiche wie bei der P17. Er ist nicht wie bei der Acebeam P16 fest vorinstalliert, sondern nur drangesteckt wie auch bei der P17. Er lässt sich somit ohne großen Aufwand, ohne Auseinandernehmen der Lampe entfernen und anbringen.
Zum Anklippen finde ich den Clip nicht so gut, aber das liegt vielleicht eher an meiner Abneigung gegen das Anklippen mit solchen "normalen" Clips. Ich benutze solche Clips deshalb meist eher, um bei manchen Lampen einen besseren Griff zu bekommen oder durch die Ausrichtung des Clips die Position eines Schalters schneller zu finden. Das ist zwar eher bei Seitenschaltern hilfreich, aber bei der P18 mit ihren zwei Heckschaltern kann der Clip auch beim Auffinden der Wippe helfen. Man muss nur im Hinterkopf behalten, wo die Wippe im Verhältnis zum Clip sitzt – und der Clip sollte nicht "verrutscht" sein, was bei einem nicht fest installierten Clip natürlich passieren kann.
Für mich liegt die Acebeam Defender P18 gut in der Hand, wenig überraschend sehr vergleichbar mit der P17 und aufgrund der größeren Abmessung auch wiederum etwas besser als die P16. Dieser Griffvorteil aufgrund etwas größerer Abmessungen macht sich noch mehr bemerkbar, wenn ich leicht gepolsterte Handschuhe trage. Dann liegt die P18 spürbar angenehmer in der Hand als die P16. Ohne Handschuhe liegen beide für mich gut genug in der Hand. Die beiden Heckschalter sind mit und ohne Handschuhe (Größe 9/10) gut erreichbar und lassen sich vernünftig drücken. Wie schon bei der Acebeam P16 könnte es mit sehr dicken Handschuhen aber mitunter schwierig sein, zuverlässig nur die Wippe zu bedienen.
BEDIENUNG / USER INTERFACE
Die Bedienung der Acebeam P18 Defender ist identisch mit der Bedienung der Acebeam P17 Defender und fast identisch mit der Acebeam P16 Defender. Sie besitzt ebenfalls zwei Schalter: den hervorstehenden Hauptschalter (Tactical Switch) und die Wippe (Function Switch).
Die Unterschiede zur P16: Zum einen besitzt die P18 wie die P17 insgesamt fünf statt vier Helligkeitsstufen wie es noch bei der P16 der Fall war. Zum anderen kann man als Nutzer der beiden größeren Kaliber sogar zwischen drei anstatt zwei Betriebsmodi wählen und auch der Prozess des Auswählens läuft geringfügig anders ab, als noch bei der P16.
Wechsel zwischen "Tactical Mode" und "Daily Mode"
Den Wechsel der Betriebsmodi bewerkstelligt man bei der Acebeam P18, indem man zunächst die Wippe bei ausgeschalteter Lampe ca. 3 Sekunden lang gedrückt hält (dabei besser nicht direkt in die Lampe schauen!) und dann den Hauptschalter einmal voll durchdrückt, als würde man die Lampe einschalten. Das Licht der Lampe beginnt dann zu pulsieren und man kann die Wippe loslassen. Drückt man jetzt erneut die Wippe, so signalisiert die Lampe entweder S.O.S. (Daily Mode), Strobe (Tactical 1 Mode) oder High (Tactical 2 Mode). Durch einzelnes Drücken der Wippe wechselt man zwischen diesen drei Auswahlmöglichkeiten. Durch Drücken des Hauptschalters wählt man den jeweiligen Modus und die Lampe schaltet sich aus.
"Tactical 1 Mode" / 1. Taktischer Modus:
Ist die Lampe AUS, schaltet der Hauptschalter die Lampe AN wenn man ihn voll durchdrückt. Antippen des Hauptschalters von AUS gestattet das Morsen/Aufblitzen dank "Momentary"-Funktion. Die zuletzt gewählte Helligkeit wird immer gespeichert, das geht für alle Stufen von LOW bis TURBO. Die ULTRA-LOW Stufe kann nicht auf den Hauptschalter gelegt werden.
Ist die Lampe AUS, schaltet man durch Drücken der Wippe den STROBE ein. Dabei funktioniert die Wippe zunächst wie ein Momentary STROBE, die P18 geht also direkt wieder aus wenn man die Wippe loslässt. ABER: Hält man die Wippe mindestens 3 Sekunden lang gedrückt, so bleibt der STROBE Modus permanent an, bis man den STROBE und die Lampe durch erneutes Drücken der Wippe ausschaltet. Einmaliges Antippen oder zweimaliges Durchdrücken des Hauptschalters beendet den STROBE ebenfalls. Nach dem ersten Durchdrücken des Hauptschalters kann man die Helligkeit durch Drücken der Wippe verstellen und zugleich den STROBE verlassen, ohne die Lampe erst ausschalten zu müssen!
Ist die Lampe AN, schaltet man durch Antippen der Wippe durch die verschiedenen Helligkeitsstufen. Die gewählte Stufe bleibt wie bereits erwähnt gespeichert. Durch Gedrückthalten der Wippe schaltet man den STROBE ein, dieser bleibt dann dauerhaft an, bis man die Lampe entweder durch Durchdrücken des Hauptschalters komplett ausschaltet oder durch Antippen der Wippe zur zuvor eingestellten Helligkeitsstufe zurückkehrt.
Im Tactical 1 Mode ist KEIN ULTRA-LOW vorhanden.
Ist die Lampe AUS, schaltet man durch Drücken der Wippe den STROBE ein. Dabei funktioniert die Wippe zunächst wie ein Momentary STROBE, die P18 geht also direkt wieder aus wenn man die Wippe loslässt. ABER: Hält man die Wippe mindestens 3 Sekunden lang gedrückt, so bleibt der STROBE Modus permanent an, bis man den STROBE und die Lampe durch erneutes Drücken der Wippe ausschaltet. Einmaliges Antippen oder zweimaliges Durchdrücken des Hauptschalters beendet den STROBE ebenfalls. Nach dem ersten Durchdrücken des Hauptschalters kann man die Helligkeit durch Drücken der Wippe verstellen und zugleich den STROBE verlassen, ohne die Lampe erst ausschalten zu müssen!
Ist die Lampe AN, schaltet man durch Antippen der Wippe durch die verschiedenen Helligkeitsstufen. Die gewählte Stufe bleibt wie bereits erwähnt gespeichert. Durch Gedrückthalten der Wippe schaltet man den STROBE ein, dieser bleibt dann dauerhaft an, bis man die Lampe entweder durch Durchdrücken des Hauptschalters komplett ausschaltet oder durch Antippen der Wippe zur zuvor eingestellten Helligkeitsstufe zurückkehrt.
Im Tactical 1 Mode ist KEIN ULTRA-LOW vorhanden.
"Tactical 2 Mode" / 2. Taktischer Modus:
Ist die Lampe AUS, schaltet der Hauptschalter die Lampe AN wenn man ihn voll durchdrückt. Antippen des Hauptschalters von AUS gestattet das Morsen/Aufblitzen dank "Momentary"-Funktion. Die Lampe startet dabei IMMER auf HIGH, egal ob man antippt oder durchdrückt.
Ist die Lampe AN, schaltet volles Durchdrücken des Hauptschalters die Lampe AUS.
Ist die Lampe AN, schaltet man durch Antippen der Wippe von HIGH runter auf LOW und ULTRA-LOW. Allerdings bleibt keine der niedrigen Stufen gespeichert, die Lampe startet nach AUS also wieder bei HIGH.
Ist die Lampe AUS, schaltet man durch Drücken der Wippe ebenfalls HIGH ein. Hierbei bleibt HIGH nur solange an, wie man die Wippe tatsächlich gedrückt hält.
Im Tactical 2 Mode ist KEIN STROBE vorhanden.
Ist die Lampe AN, schaltet volles Durchdrücken des Hauptschalters die Lampe AUS.
Ist die Lampe AN, schaltet man durch Antippen der Wippe von HIGH runter auf LOW und ULTRA-LOW. Allerdings bleibt keine der niedrigen Stufen gespeichert, die Lampe startet nach AUS also wieder bei HIGH.
Ist die Lampe AUS, schaltet man durch Drücken der Wippe ebenfalls HIGH ein. Hierbei bleibt HIGH nur solange an, wie man die Wippe tatsächlich gedrückt hält.
Im Tactical 2 Mode ist KEIN STROBE vorhanden.
"Daily Mode" / Alltagsmodus
Ist die Lampe AUS, schaltet der Hauptschalter die Lampe AN wenn man ihn voll durchdrückt. Antippen des Hauptschalters von AUS gestattet das Morsen/Aufblitzen dank "Momentary"-Funktion. Die zuletzt gewählte Helligkeit wird immer gespeichert, das geht für alle Stufen von LOW bis TURBO. Die ULTRA-LOW Stufe kann nicht auf den Hauptschalter gelegt werden.
Ist die Lampe AUS, schaltet man durch Drücken der Wippe auf ULTRA-LOW ein. Dabei funktioniert die Wippe zunächst wie ein Momentary ULTRA-LOW, die P18 geht also direkt wieder aus wenn man die Wippe loslässt. ABER: Hält man die Wippe mindestens 3 Sekunden lang gedrückt, so bleibt derULTRA- LOW Modus permanent an, bis man die Lampe durch erneutes Drücken der Wippe ausschaltet. Einmaliges Antippen oder zweimaliges Durchdrücken des Hauptschalters beendet den Strobe ebenfalls.
Nach dem ersten Durchdrücken des Hauptschalters kann man die Helligkeit durch Drücken der Wippe verstellen, ohne die Lampe erst ausschalten zu müssen!
Ist die Lampe AN, schaltet man durch Antippen der Wippe durch die verschiedenen Helligkeitsstufen. Die gewählte Stufe bleibt wie bereits erwähnt gespeichert. Durch Gedrückthalten der Wippe schaltet man das S.O.S. Signal ein, dieses bleibt dann dauerhaft an, bis man die Lampe entweder durch Durchdrücken des Hauptschalters komplett ausschaltet oder durch Antippen der Wippe zur zuvor eingestellten Helligkeitsstufe zurückkehrt.
Im Daily Mode ist KEIN STROBE vorhanden.
Ist die Lampe AUS, schaltet man durch Drücken der Wippe auf ULTRA-LOW ein. Dabei funktioniert die Wippe zunächst wie ein Momentary ULTRA-LOW, die P18 geht also direkt wieder aus wenn man die Wippe loslässt. ABER: Hält man die Wippe mindestens 3 Sekunden lang gedrückt, so bleibt derULTRA- LOW Modus permanent an, bis man die Lampe durch erneutes Drücken der Wippe ausschaltet. Einmaliges Antippen oder zweimaliges Durchdrücken des Hauptschalters beendet den Strobe ebenfalls.
Nach dem ersten Durchdrücken des Hauptschalters kann man die Helligkeit durch Drücken der Wippe verstellen, ohne die Lampe erst ausschalten zu müssen!
Ist die Lampe AN, schaltet man durch Antippen der Wippe durch die verschiedenen Helligkeitsstufen. Die gewählte Stufe bleibt wie bereits erwähnt gespeichert. Durch Gedrückthalten der Wippe schaltet man das S.O.S. Signal ein, dieses bleibt dann dauerhaft an, bis man die Lampe entweder durch Durchdrücken des Hauptschalters komplett ausschaltet oder durch Antippen der Wippe zur zuvor eingestellten Helligkeitsstufe zurückkehrt.
Im Daily Mode ist KEIN STROBE vorhanden.
Alles in Allem bietet die Acebeam Defender P18 ein für mein Empfinden durchaus durchdachtes Bedienkonzept.
Ob die gebotenen Möglichkeiten den persönlichen Geschmack treffen und/oder die Anforderungen an den Job erfüllen (ich denke insbesondere an Polizisten und Sicherheitsbedienstete), dürfte individuell verschieden sein. Mir gefällt es. Der gegenüber der P16 zusätzlich verfügbare Tactical 2 Mode kann eine willkommene Bereicherung sein.

LEUCHTKRAFT / AUSLEUCHTUNG / LICHTFARBE
Mit 4x SFT40 vereint die Acebeam P18 laut Herstellerangaben eine nicht unerhebliche Menge an Lumen (5000) mit einer ordentlichen Reichweite (629 Meter). Mir gefällt die für eine noch recht kompakte Lampe bemerkenswerte Helligkeit und die damit einhergehende Reichweite der Acebeam Defender P18 tatsächlich sehr gut. Die bei so einem Leuchtprofil unvermeidlichen "Multi-Emitter-Eselsohren" stören mich persönlich draußen überhaupt nicht. Weiter unten habe ich noch ein paar vergleichende Beamshots eingefügt. Ich hoffe, dass ich irgendwann noch ein paar schöne Aufnahmen ergänzen kann wenn das Wetter besser mitspielt.
Die SFT40er erzeugen natürlich das übliche klare Kaltweiß. Also nichts zum gemütlich einkuscheln, sondern zum Hellmachen. Dass ich neutralweißes Licht bevorzuge, ist kein Geheimnis. Aber wie schon bei der P17 und der P16 stört mich die kalte Lichtfarbe bei solchen taktischen Lampen nicht so sehr bzw. ich kann damit leben.
Die LEDs sind für mein Empfinden ziemlich perfekt zentriert und der Reflektor in allen Abschnitten sehr sauber. Da zeigt Acebeam wieder das hohe Niveau, das ich von ihnen erwarte!

Die Ausleuchtung ist sowohl im Nahbereich als auch in der Ferne mehr als brauchbar. Die LOW Stufe mit 100 Lumen ist beim Wandern überall da mehr als genug, wo man mit den 2 Lumen von ULTRA LOW nicht genügend sieht.
Ich fände es perfekt, wenn man die Acebeam P18 so "programmieren" könnte, dass man die Helligkeit von Hauptschalter und Wippe frei belegen kann. Das wäre für mich das Nonplusultra in der Hinsicht. Aber auch so habe ich mit der Acebeam P18 Defender je nach Anwendungsgebiet eigentlich immer ein vernünftiges Setup für mich gefunden. Ich musste mich ja auch gegenüber der P17 nicht wirklich viel umgewöhnen und somit war das eigentlich immer der Daily Mode, bei dem ich mir zusätzlich zum ULTRA-LOW der Wippe die gewünschte Helligkeit via klassissches Memory auf den Hauptschalter gelegt habe.
BEAMSHOTS ACEBEAM P18 / ACEBEAM P17 / ACEBEAM P16 / ACEBEAM L16
Da es zurzeit fast immer regnerisch, diesig, neblig, Waschküche oder sonstwas für Wetter ist, habe ich leider nur eine Location mit Vergleichsbeamshots im Angebot. Ich hoffe aber, dass man zumindest einen kleinen Eindruck von den Unterschieden der Teilnehmer aus dem Hause Acebeam bekommt.
Bis dahin wo der Weg abknickt und der Baum mittig zu stehen scheint, sind es ca. 170 Meter Entfernung.
Acebeam P18 Beamshot

Acebeam P17 Beamshot

Acebeam P16 Beamshot

Acebeam L16 Beamshot

FAZIT / MEINE MEINUNG
Falls ihr meine anderen "Acebeam PXX-Reviews" gelesen habt, wisst ihr ja schon, dass mir das neue Zwei-Schalter-Konzept von Acebeam sehr gut gefällt. Folglich ist das auch bei der Acebeam P18 so. Verbesserungswürdig wäre mMn noch, dass man Wippe und Hauptschalter nach Wahl mit den bevorzugten Helligkeiten belegen kann. Für mich passt es zwar mit niedrigster Stufe auf Wippe und Wunschhelligkeit auf Hauptschalter dank Memory. Aber noch mehr Flexibilität wäre dennoch von Vorteil.
Die Kombination aus 4x SFT40 macht schon ordentlich Licht und bietet gute Reichweite. Ich weiß zwar nicht, ob man das mehr an Reichweite der Acebeam P18 z.B. im Vergleich zur P17 unbedingt brauchen kann. Aber andererseits ist haben ja besser als brauchen, nicht wahr?
Natürlich kann der größere Kopf ein Deal-Braker sein. Ich selber habe zum Glück genug Platz, um mich da frei für eine von Beiden zu entscheiden. Aber in der Praxis ist es bisher so, dass ich meistens beide Lampen einpacke, weil ich mich nicht richtig zwischen P18 und P17 entscheiden kann.
Auf jeden Fall kommt bei der Acebeam P18 weder die Nahdistanz noch die Entfernung zu kurz. Wenn ich mir dagegen meine geliebte alte L16 anschaue, dann staune ich zwar über deren Reichweite – aber gleichzeitig stehe ich drumherum ziemlich im Dunkeln. Die P17 kann halt auch hell im Nahbereich, aber ihr fehlt die Reichweite der P18. Und die P16 beeindruckt zwar für ihre Größe mit einer ordentlichen Reichweite (und deren 50 Lumen "ULTRA"-LOW ist hell genug für so ziemlich jede Situation wo man nichts in der Ferne absuchen muss), aber im Nahbereich ist es nicht sonderlich hell.
Insgesamt bin ich also durchweg zufrieden mit allen drei Lampen. Wahrscheinlich werde ich sogar alle drei behalten. Ich könnte zumindest spontan nicht sagen, welche ich abgeben würde, wenn ich mich zwischen P18 und P17 entscheiden müsste... Ich bin außerdem schon sehr gespannt ob Acebeam in absehbarer Zeit noch ein weiteres Modell der P-Reihe raushaut.
Zum Abschluss würde ich mir zumindest wünschen, dass Acebeam Holster ins Sortiment aufnimmt, die auf die P18, P17 und P16 zurechtgeschnitten sind. Das wäre das Mindeste. Besser wäre es, wenn zu jeder Lampe ein passendes Holster beiliegen würde. Das ging ja früher auch und so ein Holster kostet sicherlich nicht die Welt, zumal die Lampen der P-Reihe nun wahrlich keine "Billig-Lampen" sind.

PRO
- Starkes Allround-Lichtbild, brauchbarer Mix aus heller Nahfeldausleuchtung und guter Reichweite
- drei unterschiedliche Modi wählbar (zwei taktische Modi, ein Alltags-Modus)
- Ansprechende Verarbeitungsqualität, alles wirkt robust
- Beidseitige Federn stellen sicher, dass die Lampe auch bei Erschütterungen nicht ausgeht
- USB-C-Ladeport vorhanden
- kein Spezialakku wie noch bei der P15 nötig, es können ungeschützte Flattop Akkus ohne Ladeport benutzt werden
NEUTRAL
- USB-C-Port Ladeabdeckung klappert locker rum, wenn vollständig aufgeschraubt
- Tailcap-Gewinde nicht wirklich ausreichend geschmiert
- UVP kein Schnäppchen, aber der für sich alleine kostspielige Akku ist inklusive
CONTRA
- passendes Holster weder dabei noch bei Acebeam optional zu kaufen
Ja, der Kabukimann - der kann!!!