Die Firma ThruNite hat uns die aktuelle Version der TN30 und TN31 zum Testen geschickt. Vielen Dank, thank you Fern!
Wie schon bei den Vorgängerversionen erhält der Käufer seine Lampen gut geschützt jeweils in einem (etwas geschrumpften) schaumstoffgedämmten Transportköfferchen. All zu viel sollte man diesen Behältern nicht zumuten, aber sie sind sicher besser als ein schnöder Papierkarton.
Links TN31, rechts TN30
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Links TN31 neu, rechts TN31 alt
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In der TN30 und TN31 werden in der aktuellen Version CREE XM-L2 und nicht mehr XM-L eingesetzt. Beide Lampen sind als kalt- oder neutralweiße Version erhältlich. In diesem Vergleich wollen wir uns eine kaltweiße TN30 und eine neutralweiße TN31 anschauen.
oben TN31nw, unten TN30
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Unterschiede XM-L zu XM-L2 Versionen
Abgesehen von der erhöhten Leistung und Luxwerten aufgrund der neuen LEDs fällt bei der TN30 auf, dass die Reflektoren nicht mehr glatt sondern leicht strukturiert sind. Zudem leuchtet sie in der Turbostufe nun sofort auf 100% Helligkeit anstatt wie zuvor mit verzögertem Hochfahren.
neuer LOP-Reflektor bei der TN30
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links TN31 neu, rechts eine Vor-Vorversion
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links neu, rechts eine Vor-Vorversion
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Platz satt für den Karabinerhaken
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Aufbau / Verarbeitung
Im Grunde sind aus den bisherigen Reviews alle wichtigen Informationen bekannt. Es hat sich größtenteils nichts geändert, deshalb in aller Kürze:
Beide Lampen verwenden den gleichen Träger für die 3 erforderlichen 18650 Li-Io-Akkus. Die Batterierohre sind ebenfalls kompatibel. In der TN30 sind drei LEDs im Lampenkopf untergebracht, wobei sich deren leicht strukturierte Reflektoren ("Orangenhaut") überlappen. Der Lampenkopf der TN31 beherbergt eine einzelne LED im sehr großen und glatten Reflektor. An der Zentrierung der LEDs und der Verarbeitungsqualität gibt es kaum etwas auszusetzen. Die Schalter in der Tailcap und der Selektorring zur Verstellung der Leuchtstufen sind eher von der knackigen Sorte.
Ein paar Impressionen:

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rauher Geselle: Selektorring
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griffiges Knurling
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Tailcap mit großzügigen Ösen
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links TN31, rechts TN30
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Kopf von hinten mit vergoldetem Federkontakt
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gewollt oder nicht?
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Blick ins Batterierohr
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Akku-Träger
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Bedienung
Ein- und Ausschalten über die Tailcap
Selektorring über die spürbare Rasterung nach rechts drehen steigert die Helligkeit - außer bei der vorletzten Stufe, da ist plötzlich dunkel was man auch als Standby bezeichnen kann. Ich frage mich, wofür man diese Funktion mitten in der Schaltreihenfolge braucht. Im Standby zieht die Lampe noch 65 µA, was zu vernachlässigen ist. Will man sicher gehen, dass die Lampe nicht versehentlich angeht, schaltet man besser an der Tailcap aus. Dreht man nach der Dunkelheit noch weiter nach rechts, wird man durch die letzte Stufe "Stroboskop" aufgeschreckt. Wer's braucht...
Video:
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Herstellerinformationen TN30 + TN31:
- CREE XM-L2 LED
- IC gesteuerte Elektronik
- geregelte Lichtleistung
- Überhitzungsschutz
- Spannungsbereich: 8-13V (TN31: 4-13V)
- Standby-Verbrauch: 65 µA
- Energieversorgung: 3x 18650 Li-Io-Akkus
- 6 Helligkeitsstufen + Standby + Stroboskop
- Ein-/Ausschalten über Endschalter (taktischer Forward-clicky)
- Auswahl der Leuchtstufen über Selektorring
- Momentlicht, Morsefähigkeit
- übersteht Stürze aus bis zu 1,20 Meter Höhe
- wasserdicht nach IPX-8
- Gehäuse aus HAIII anodisiertem Aluminium
- gehärtetes Frontglas, beidseitig beschichtet
- strukturierter Griff (Knurling)
- mechanischer Verpolungsschutz
Lieferumfang:
- Lampe
- Transportkoffer
- Holster
- Fangschnur mit Karabinerhaken
- Ersatzdichtungen
- Bedienungsanleitung
Lieferumfang TN30
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Lieferumfang TN31
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ordentliche Holster sind auch dabei
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Lichtleistung und Laufzeit
Die Angaben beziehen sich auf die kaltweiße Version, die neutralweiße sollte cirka 10% weniger hell sein.
TN30:
- Lichtleistung max.: 3.338 Lumen (Vorversion: 3.000)
- Reichweite max.: 440 Meter (Vorversion: 370)
- 42.000 cd (Vorversion: 35.000)
- leicht strukturierte (OP) Reflektoren
- Länge: 178 mm, Kopfdurchmesser 64.5 mm
- Gewicht ohne Akkus: ~560 g
- 3 LED's in überlappenden Reflektoren
TN31:
- Lichtleistung max.: 1.376 Lumen (Vorversion 1.147 lm)
- Reichweite max.: 840 Meter (Vorversion: 700)
- 90.000 cd (Vorversion 75.000)
- glatter (smooth) und tiefer Einzelreflektor
- Länge: 201.7 mm, Kopfdurchmesser 79 mm
- Gewicht ohne Akkus: 453 g
- Edelstahl-Bezelring
Eigene Messungen:
Toleranzen und Ungenauigkeiten möglich, deshalb ohne Gewähr
- Eurolite LM-200 Luxmeter
- Messdistanz 5 m (Umrechnung auf 1 m)
TN30: 52.250 Lux
TN31: 117.500 Lux (neutralweiß, kaltweiß dürfte bei ~130.000 liegen)
Lichtmengenmessung (volle Akkus, Deckenreflexion):
In den niedrigeren Leuchtstufen konnte ich kein Flackern (PWM) feststellen.
sehr gut: keine PWM
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Leuchteindruck:
Für die TN30 ergibt sich ein zwiespältiger Eindruck. Aus kurzer Entfernung an der weißen Wand haben wir schon weitaus gleichmäßigere Multi-Emitter-Lampen gesehen. Ursache für das Blumenmuster/Eselsohren oder wie man den Beam charakterisieren möchte ist die Überlappung der Einzelreflektoren.
Man kann aber beruhigt sein, denn in der Praxis (draußen) sieht das viel besser aus als der Wallshot befürchten lässt. Die TN31 ist dagegen ohne Fehl und Tadel.
Leuchtentfernung ~70 cm

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Entfernung zur Hauswand knapp unter 10m

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Entfernung zur Laterne ~12 m
Achtung: bei diesem Bild waren die Akkus nicht voll
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Löcher in den Busch machen
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enger und langer Waldweg

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Persönliche Eindrücke:
Es folgen rein subjektive Wertungen. Kritik ist gern willkommen.
Konstruktion:
Die TN30 und insbesondere die TN31 sind von ihrer Größe schon recht imposante Leuchtgeräte. Bei der TN30 sehe ich die Größe als zwingend notwendig an, denn die Lampe steuert die drei LED's mit sehr hoher Leistung an. Zum einen braucht man hierfür eine gewisse Anzahl potenter Akkus und zum anderen muss ja die entstehende Abwärme durch geeignete Maßnahmen (in der Regel Masse) abgeführt werden. Dies gelingt bei der TN30 ganz gut, auch wenn sie etwas zu kämpfen hat – was auch in der leicht abfallenden Helligkeit im Dauerbetrieb zu erkennen ist. Deshalb kommt man um eine gewisse Mindestgröße bei einer so leuchtstarken Lampe nur schwer herum. Eine kleinere Bauform mag technisch machbar sein (siehe Lupine Betty), aber dann nur aufwändig und zu einem Mehrfachen des Preises einer TN30. Für die Leistung und die gebotene Qualität – das muss ich sagen – ist die TN30 ein vergleichsweise günstiger Taschenscheinwerfer.
Zwischenfrage: Warum hat nur die TN31 einen Edelstahl-Bezel und nicht auch die TN30?
Die TN31 hätte imho kompakter ausfallen können. Der Durchmesser des Reflektors bestimmt zwar die Größe des Lampenkopfes, doch als Energieversorgung hätten 2 anstatt 3 Akkus die LED sicher auch mit ausreichend hohem Strom versorgen können. Dadurch hätte der Body schlanker gestaltet werden können. Wie es auch sei, das derzeitige Design ermöglicht es sicher, durch geringere Produktionsentwicklungskosten die TN31 entsprechend günstig anbieten zu können.
Als Evolutionsstufe für die TN30 und TN31 wäre zu überlegen, ob unter Verzicht auf den Akku-Träger nicht noch ein schlankerer und kürzerer Body möglich ist.
Bedienung:
Zum Ein- und Ausschalten der Lampen wird der Benutzer in der Regel zwei Hände zu Hilfe nehmen müssen. Würde er einhändig nach dem Schalter in der Endkappe fummeln, bestünde Gefahr, dass die schwere und große Lampe aus der Hand fällt. Unabhängig davon ist die Auswahl der Modi über den Selektorring problemlos mit einer Hand möglich. Grundsätzlich ist auch die Bedienung über Tailcap-Schalter + Selektorring eine gute Sache.
Thema Selektorring. Wie man schon im Video hören kann, läuft der Ring etwas hart bzw. kratzig. Für meinen Geschmack würde mehr Fett für einen geschmeidigeren und satteren Lauf nicht schaden. Ob die Rasterung leichtgängiger oder schwerer gehen sollte, ist Geschmackssache. Mir ist leichtgängig lieber als schwer rastend, es gibt sicher auch andere Besitzer, die es härter mögen weil sich der Ring dann nicht so leicht unbeabsichtigt verstellt.
Wie schon ein Tester in einem anderen Forum zutreffend bemängelte, warum kommt bei einer Lampe, die mit dem Rechtsdreh des Selektorrings heller wird, nach der hellsten Stufe plötzlich Dunkelheit oder Discoflackerlicht? Man stelle sich eine Situation vor, wo man rasch maximales Licht benötigt und wo bei einem Dreh nach ganz rechts nicht die erhoffte Erleuchtung sondern Dunkelheit oder Desorientierung droht.
Standby und Stroboskop gehören meiner Meinung nach nicht an diese Stelle. Denkbar wäre Standby als Linksanschlag. Und noch ein Flehen an ThruNite: Bitte bitte, warum lasst ihr 90-95% aller User unter einem unerwünschten Stroboskop leiden wo kaum jemand so eine Leuchtfunktion benötigt? Wenn schon Blitz-und-Blink-Show, dann bitte nur als "hidden strobe", um unbeabsichtigtes Disco-Geblitze zu vermeiden. Als Alternative wäre denkbar, dass man vor dem Schalten auf Standby/Strobe erst einen größeren Widerstand überwinden müsste. Dafür würde eine einzige tiefere Bohrung im Mechanismus ausreichen. Bisher vermittelt nämlich jede Stufe das gleiche Schaltgefühl.
Output:
Was die TN30 an Licht vorn rausschmeißt, ist wirklich beeindruckend. Es gibt derzeit nur sehr wenige hellere serienbelassene LED-Taschenlampen als diese. Zum ungefähren günstigsten deutschen Marktpreis von 170€ liegt sie in der Leistungsfähigkeit fast gleichauf mit z.B. einer Nitecore TM26, die allerdings mit 400€ mehr als doppelt soviel kostet. Die drei überlappenden Reflektoren ermöglichen eine wirklich hohe Reichweite. Auf der anderen Seite beschert ihr dies auf einer weißen Wand und im Nahbereich einen etwas unansehlichen Beam. Sie ist mit dieser Eigenschaft nicht allein, ein ähnliches Leuchtbild zeigt sich auch bei z. B. Fenix TK75, JetBeam RRT-3 und anderen Lampen mit überlappenden Reflektoren. Den white-wall-Fanatikern sei gesagt, dass das Blütenmuster des Beams im praktischen Gebrauch (etwa im Wald, siehe oben) kaum noch stört.
Es empfiehlt sich dringend, wegen der hohen Stromabgabe ausschließlich Qualitätsakkus zu verwenden. Das sollte eigentlich bei allen Hochleistungstaschenlampen eine Selbstverständlichkeit sein und dient zudem der eigenen Sicherheit. Es wäre auch inkonsequent, eine Lampe für womöglich mehrere Hundert € zu erwerben und gleichzeitig 5€ zugunsten eines Billigakkus zu sparen. Ein Porsche fährt schlecht auf Holzreifen.
Die TN31 ist für mich unter den noch ausreichend kompakten und bezahlbaren Lampen ganz klar die Empfehlung für einen richtig guten Weitstrahler. Es gibt zwar einige (sehr) wenige noch weiter reichende Lampen, aber nur bei viel unhandlicherer Größe und zu einem höheren Preis (z.B. Olight SR95SUT für 400€). Die Qualität des beams mit dem sehr sauberen Spill macht ebenso Freude.
Bei beiden Lampen finde ich angenehm und nützlich, dass eine sehr niedrige Low-Stufe zur Verfügung steht. Die TN31 hält in dieser Stufe fast 12 Wochen lang durch. Die Lampen decken bezogen auf die Lichtleistung damit das volle Spektrum an Einsatzmöglichkeiten ab, vom dezenten Superlow/Moonlight (z.B. als Nachtlicht, Positionslicht, Lesen usw.) bis hin zur Turbostufe zum Ausleuchten eines Fußballfeldes. Die einzelnen Leuchtstufen sind gleichmäßig und sinnvoll ausgelegt.
Als EDC für die Jackentasche zum immer-dabei-haben sind beide zu wuchtig. Ansonsten bekommt man für einen fairen Preis zwei sehr gute und empfehlenswerte LED-Scheinwerfer.
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persönliche Wertung der Testexemplare (Schulnote 1-6)
*bezogen auf den günstigsten deutschen Händlerpreis
**Abwertung durch Standby + Strobe im Schaltweg
Danke fürs Lesen! Anregungen und Kritik sind gern willkommen.
Wie schon bei den Vorgängerversionen erhält der Käufer seine Lampen gut geschützt jeweils in einem (etwas geschrumpften) schaumstoffgedämmten Transportköfferchen. All zu viel sollte man diesen Behältern nicht zumuten, aber sie sind sicher besser als ein schnöder Papierkarton.
Links TN31, rechts TN30----------------------------------------------------------------------------------------------------
Links TN31 neu, rechts TN31 alt----------------------------------------------------------------------------------------------------
In der TN30 und TN31 werden in der aktuellen Version CREE XM-L2 und nicht mehr XM-L eingesetzt. Beide Lampen sind als kalt- oder neutralweiße Version erhältlich. In diesem Vergleich wollen wir uns eine kaltweiße TN30 und eine neutralweiße TN31 anschauen.
oben TN31nw, unten TN30----------------------------------------------------------------------------------------------------
Unterschiede XM-L zu XM-L2 Versionen
Abgesehen von der erhöhten Leistung und Luxwerten aufgrund der neuen LEDs fällt bei der TN30 auf, dass die Reflektoren nicht mehr glatt sondern leicht strukturiert sind. Zudem leuchtet sie in der Turbostufe nun sofort auf 100% Helligkeit anstatt wie zuvor mit verzögertem Hochfahren.
neuer LOP-Reflektor bei der TN30----------------------------------------------------------------------------------------------------
links TN31 neu, rechts eine Vor-Vorversion----------------------------------------------------------------------------------------------------
links neu, rechts eine Vor-Vorversion----------------------------------------------------------------------------------------------------
Platz satt für den Karabinerhaken----------------------------------------------------------------------------------------------------
Aufbau / Verarbeitung
Im Grunde sind aus den bisherigen Reviews alle wichtigen Informationen bekannt. Es hat sich größtenteils nichts geändert, deshalb in aller Kürze:
Beide Lampen verwenden den gleichen Träger für die 3 erforderlichen 18650 Li-Io-Akkus. Die Batterierohre sind ebenfalls kompatibel. In der TN30 sind drei LEDs im Lampenkopf untergebracht, wobei sich deren leicht strukturierte Reflektoren ("Orangenhaut") überlappen. Der Lampenkopf der TN31 beherbergt eine einzelne LED im sehr großen und glatten Reflektor. An der Zentrierung der LEDs und der Verarbeitungsqualität gibt es kaum etwas auszusetzen. Die Schalter in der Tailcap und der Selektorring zur Verstellung der Leuchtstufen sind eher von der knackigen Sorte.
Ein paar Impressionen:

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rauher Geselle: Selektorring----------------------------------------------------------------------------------------------------
griffiges Knurling----------------------------------------------------------------------------------------------------
Tailcap mit großzügigen Ösen----------------------------------------------------------------------------------------------------
links TN31, rechts TN30----------------------------------------------------------------------------------------------------
Kopf von hinten mit vergoldetem Federkontakt----------------------------------------------------------------------------------------------------
gewollt oder nicht?----------------------------------------------------------------------------------------------------
Blick ins Batterierohr----------------------------------------------------------------------------------------------------
Akku-Träger----------------------------------------------------------------------------------------------------
Bedienung
Ein- und Ausschalten über die Tailcap
Selektorring über die spürbare Rasterung nach rechts drehen steigert die Helligkeit - außer bei der vorletzten Stufe, da ist plötzlich dunkel was man auch als Standby bezeichnen kann. Ich frage mich, wofür man diese Funktion mitten in der Schaltreihenfolge braucht. Im Standby zieht die Lampe noch 65 µA, was zu vernachlässigen ist. Will man sicher gehen, dass die Lampe nicht versehentlich angeht, schaltet man besser an der Tailcap aus. Dreht man nach der Dunkelheit noch weiter nach rechts, wird man durch die letzte Stufe "Stroboskop" aufgeschreckt. Wer's braucht...
Video:
Herstellerinformationen TN30 + TN31:
- CREE XM-L2 LED
- IC gesteuerte Elektronik
- geregelte Lichtleistung
- Überhitzungsschutz
- Spannungsbereich: 8-13V (TN31: 4-13V)
- Standby-Verbrauch: 65 µA
- Energieversorgung: 3x 18650 Li-Io-Akkus
- 6 Helligkeitsstufen + Standby + Stroboskop
- Ein-/Ausschalten über Endschalter (taktischer Forward-clicky)
- Auswahl der Leuchtstufen über Selektorring
- Momentlicht, Morsefähigkeit
- übersteht Stürze aus bis zu 1,20 Meter Höhe
- wasserdicht nach IPX-8
- Gehäuse aus HAIII anodisiertem Aluminium
- gehärtetes Frontglas, beidseitig beschichtet
- strukturierter Griff (Knurling)
- mechanischer Verpolungsschutz
Lieferumfang:
- Lampe
- Transportkoffer
- Holster
- Fangschnur mit Karabinerhaken
- Ersatzdichtungen
- Bedienungsanleitung
Lieferumfang TN30----------------------------------------------------------------------------------------------------
Lieferumfang TN31----------------------------------------------------------------------------------------------------
ordentliche Holster sind auch dabei----------------------------------------------------------------------------------------------------
Lichtleistung und Laufzeit
Die Angaben beziehen sich auf die kaltweiße Version, die neutralweiße sollte cirka 10% weniger hell sein.
| TN30 | TN30 | TN31 | TN31 | |
| Leuchtstufe | Lumen | Laufzeit (h) | Lumen | Laufzeit (h) |
| 1 | 1,2 | 1.200 | 0,6 | 2.000 |
| 2 | 45 | 75 | 23 | 144 |
| 3 | 422 | 10 | 175 | 22 |
| 4 | 1.118 | 3,5 | 439 | 9 |
| 5 | 1.896 | 2,3 | 744 | 5 |
| 6 | 3.338 | 1 | 1.376 | 2 |
| Standby | 0 | ? | 0 | ? |
| Strobe | 3.338 | 1,8 | 1.376 | 4 |
TN30:
- Lichtleistung max.: 3.338 Lumen (Vorversion: 3.000)
- Reichweite max.: 440 Meter (Vorversion: 370)
- 42.000 cd (Vorversion: 35.000)
- leicht strukturierte (OP) Reflektoren
- Länge: 178 mm, Kopfdurchmesser 64.5 mm
- Gewicht ohne Akkus: ~560 g
- 3 LED's in überlappenden Reflektoren
TN31:
- Lichtleistung max.: 1.376 Lumen (Vorversion 1.147 lm)
- Reichweite max.: 840 Meter (Vorversion: 700)
- 90.000 cd (Vorversion 75.000)
- glatter (smooth) und tiefer Einzelreflektor
- Länge: 201.7 mm, Kopfdurchmesser 79 mm
- Gewicht ohne Akkus: 453 g
- Edelstahl-Bezelring
Eigene Messungen:
Toleranzen und Ungenauigkeiten möglich, deshalb ohne Gewähr
- Eurolite LM-200 Luxmeter
- Messdistanz 5 m (Umrechnung auf 1 m)
TN30: 52.250 Lux
TN31: 117.500 Lux (neutralweiß, kaltweiß dürfte bei ~130.000 liegen)
Lichtmengenmessung (volle Akkus, Deckenreflexion):
| Modell | ___Lux___ | Lumen (geschätzt) | Bemerkung |
| ThruNite TN30 cw | __170 | ____2.890 | m. Sanyo unprot. |
| ThruNite TN31 nw | ___64 | ____1.088 | m. Sanyo unprot. |
| Nitecore TM26 | __172 | ____2.924 | m. Panasonic unprot. |
| Nitecore EC25w | ___45 | _____765 | |
| Eagletac TX25C2 cw | ___62 | ____1.054 | XM-L2, 2x Li-Io |
| Fenix PD35 | ___59 | ____1.003 | |
| Fenix PD32UE | ___42 | _____714 | |
| Zebralight SC52w | ___25 | _____425 | mit 14500 |
| JetBeam PA40w | ___24 | _____408 |
In den niedrigeren Leuchtstufen konnte ich kein Flackern (PWM) feststellen.
sehr gut: keine PWM----------------------------------------------------------------------------------------------------
Leuchteindruck:
Für die TN30 ergibt sich ein zwiespältiger Eindruck. Aus kurzer Entfernung an der weißen Wand haben wir schon weitaus gleichmäßigere Multi-Emitter-Lampen gesehen. Ursache für das Blumenmuster/Eselsohren oder wie man den Beam charakterisieren möchte ist die Überlappung der Einzelreflektoren.
Man kann aber beruhigt sein, denn in der Praxis (draußen) sieht das viel besser aus als der Wallshot befürchten lässt. Die TN31 ist dagegen ohne Fehl und Tadel.
Leuchtentfernung ~70 cm

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Entfernung zur Hauswand knapp unter 10m

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Entfernung zur Laterne ~12 m
Achtung: bei diesem Bild waren die Akkus nicht voll----------------------------------------------------------------------------------------------------
Löcher in den Busch machen----------------------------------------------------------------------------------------------------
enger und langer Waldweg

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Persönliche Eindrücke:
Es folgen rein subjektive Wertungen. Kritik ist gern willkommen.
Konstruktion:
Die TN30 und insbesondere die TN31 sind von ihrer Größe schon recht imposante Leuchtgeräte. Bei der TN30 sehe ich die Größe als zwingend notwendig an, denn die Lampe steuert die drei LED's mit sehr hoher Leistung an. Zum einen braucht man hierfür eine gewisse Anzahl potenter Akkus und zum anderen muss ja die entstehende Abwärme durch geeignete Maßnahmen (in der Regel Masse) abgeführt werden. Dies gelingt bei der TN30 ganz gut, auch wenn sie etwas zu kämpfen hat – was auch in der leicht abfallenden Helligkeit im Dauerbetrieb zu erkennen ist. Deshalb kommt man um eine gewisse Mindestgröße bei einer so leuchtstarken Lampe nur schwer herum. Eine kleinere Bauform mag technisch machbar sein (siehe Lupine Betty), aber dann nur aufwändig und zu einem Mehrfachen des Preises einer TN30. Für die Leistung und die gebotene Qualität – das muss ich sagen – ist die TN30 ein vergleichsweise günstiger Taschenscheinwerfer.
Zwischenfrage: Warum hat nur die TN31 einen Edelstahl-Bezel und nicht auch die TN30?
Die TN31 hätte imho kompakter ausfallen können. Der Durchmesser des Reflektors bestimmt zwar die Größe des Lampenkopfes, doch als Energieversorgung hätten 2 anstatt 3 Akkus die LED sicher auch mit ausreichend hohem Strom versorgen können. Dadurch hätte der Body schlanker gestaltet werden können. Wie es auch sei, das derzeitige Design ermöglicht es sicher, durch geringere Produktionsentwicklungskosten die TN31 entsprechend günstig anbieten zu können.
Als Evolutionsstufe für die TN30 und TN31 wäre zu überlegen, ob unter Verzicht auf den Akku-Träger nicht noch ein schlankerer und kürzerer Body möglich ist.
Bedienung:
Zum Ein- und Ausschalten der Lampen wird der Benutzer in der Regel zwei Hände zu Hilfe nehmen müssen. Würde er einhändig nach dem Schalter in der Endkappe fummeln, bestünde Gefahr, dass die schwere und große Lampe aus der Hand fällt. Unabhängig davon ist die Auswahl der Modi über den Selektorring problemlos mit einer Hand möglich. Grundsätzlich ist auch die Bedienung über Tailcap-Schalter + Selektorring eine gute Sache.
Thema Selektorring. Wie man schon im Video hören kann, läuft der Ring etwas hart bzw. kratzig. Für meinen Geschmack würde mehr Fett für einen geschmeidigeren und satteren Lauf nicht schaden. Ob die Rasterung leichtgängiger oder schwerer gehen sollte, ist Geschmackssache. Mir ist leichtgängig lieber als schwer rastend, es gibt sicher auch andere Besitzer, die es härter mögen weil sich der Ring dann nicht so leicht unbeabsichtigt verstellt.
Wie schon ein Tester in einem anderen Forum zutreffend bemängelte, warum kommt bei einer Lampe, die mit dem Rechtsdreh des Selektorrings heller wird, nach der hellsten Stufe plötzlich Dunkelheit oder Discoflackerlicht? Man stelle sich eine Situation vor, wo man rasch maximales Licht benötigt und wo bei einem Dreh nach ganz rechts nicht die erhoffte Erleuchtung sondern Dunkelheit oder Desorientierung droht.
Standby und Stroboskop gehören meiner Meinung nach nicht an diese Stelle. Denkbar wäre Standby als Linksanschlag. Und noch ein Flehen an ThruNite: Bitte bitte, warum lasst ihr 90-95% aller User unter einem unerwünschten Stroboskop leiden wo kaum jemand so eine Leuchtfunktion benötigt? Wenn schon Blitz-und-Blink-Show, dann bitte nur als "hidden strobe", um unbeabsichtigtes Disco-Geblitze zu vermeiden. Als Alternative wäre denkbar, dass man vor dem Schalten auf Standby/Strobe erst einen größeren Widerstand überwinden müsste. Dafür würde eine einzige tiefere Bohrung im Mechanismus ausreichen. Bisher vermittelt nämlich jede Stufe das gleiche Schaltgefühl.
Output:
Was die TN30 an Licht vorn rausschmeißt, ist wirklich beeindruckend. Es gibt derzeit nur sehr wenige hellere serienbelassene LED-Taschenlampen als diese. Zum ungefähren günstigsten deutschen Marktpreis von 170€ liegt sie in der Leistungsfähigkeit fast gleichauf mit z.B. einer Nitecore TM26, die allerdings mit 400€ mehr als doppelt soviel kostet. Die drei überlappenden Reflektoren ermöglichen eine wirklich hohe Reichweite. Auf der anderen Seite beschert ihr dies auf einer weißen Wand und im Nahbereich einen etwas unansehlichen Beam. Sie ist mit dieser Eigenschaft nicht allein, ein ähnliches Leuchtbild zeigt sich auch bei z. B. Fenix TK75, JetBeam RRT-3 und anderen Lampen mit überlappenden Reflektoren. Den white-wall-Fanatikern sei gesagt, dass das Blütenmuster des Beams im praktischen Gebrauch (etwa im Wald, siehe oben) kaum noch stört.
Es empfiehlt sich dringend, wegen der hohen Stromabgabe ausschließlich Qualitätsakkus zu verwenden. Das sollte eigentlich bei allen Hochleistungstaschenlampen eine Selbstverständlichkeit sein und dient zudem der eigenen Sicherheit. Es wäre auch inkonsequent, eine Lampe für womöglich mehrere Hundert € zu erwerben und gleichzeitig 5€ zugunsten eines Billigakkus zu sparen. Ein Porsche fährt schlecht auf Holzreifen.
Die TN31 ist für mich unter den noch ausreichend kompakten und bezahlbaren Lampen ganz klar die Empfehlung für einen richtig guten Weitstrahler. Es gibt zwar einige (sehr) wenige noch weiter reichende Lampen, aber nur bei viel unhandlicherer Größe und zu einem höheren Preis (z.B. Olight SR95SUT für 400€). Die Qualität des beams mit dem sehr sauberen Spill macht ebenso Freude.
Bei beiden Lampen finde ich angenehm und nützlich, dass eine sehr niedrige Low-Stufe zur Verfügung steht. Die TN31 hält in dieser Stufe fast 12 Wochen lang durch. Die Lampen decken bezogen auf die Lichtleistung damit das volle Spektrum an Einsatzmöglichkeiten ab, vom dezenten Superlow/Moonlight (z.B. als Nachtlicht, Positionslicht, Lesen usw.) bis hin zur Turbostufe zum Ausleuchten eines Fußballfeldes. Die einzelnen Leuchtstufen sind gleichmäßig und sinnvoll ausgelegt.
Als EDC für die Jackentasche zum immer-dabei-haben sind beide zu wuchtig. Ansonsten bekommt man für einen fairen Preis zwei sehr gute und empfehlenswerte LED-Scheinwerfer.
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persönliche Wertung der Testexemplare (Schulnote 1-6)
| Kriterium | TN30 | TN31nw |
| Verarbeitung | __2 | ___2 |
| Output | __1- | ___2 |
| Beamqualität | __4 | ___2 |
| Lichtfarbe | __3+ | ___2 |
| Ergonomie | __4+ | ___4 |
| Bedienung/UI** | __4 | ___4 |
| Ausstattung/Zubehör | __3 | ___3 |
| Preis/Leistung* | __2+ | ___2 |
*bezogen auf den günstigsten deutschen Händlerpreis
**Abwertung durch Standby + Strobe im Schaltweg
Danke fürs Lesen! Anregungen und Kritik sind gern willkommen.
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