Die Firma Imalent und Gatzetec.de haben kostenfrei die neue BTL50 zum Test zur Verfügung gestellt. Interessierte Forumsmitglieder können diese Lampe gern zum Ausprobieren im Rahmen eines Passarounds ausleihen. Zur Anmeldung geht es hier lang.
Gatzetec bietet den TLF-Mitgliedern mit dem Code "TLF" einen Rabatt von 10%.
Die BTL50 ist eine stark fokussierte LED-Lampe, deren Lichtkegel mit einem Drehring am Heck in mehreren Stufen über eine elektronische Diffraktionslinse auf flutiges Licht umgestellt werden kann. Das Funktionsprinzip einer solchen digitalen Diffraktionslinse ist nicht neu, beispielsweise haben Acebeam oder Manker dies schon genutzt, allerdings in bedeutend größeren Lampenmodellen. Der Preis der BTL50 liegt aktuell bei Markteinführung bei ca. 110€.
Der Lieferumfang besteht aus: Lampe, USB-C Ladekabel, Trageschlaufe, Bedienungsanleitung.
Daten und Eigenschaften
(Herstellerangaben)
- Maximalleistung: 3.000 Lumen ANSI
- Leuchtweite: max. fokussiert 705 m / 124.270 cd, minimal fokussiert 313 m
- Emitter: 1* unbekannte US-amerikanische LED mit kaltweißer Lichtfarbe
- Energieversorgung: 1* fest verbauter 18650 Li-Io-Akku mit 3.000 mAh Kapazität
- 5 Leuchtstufen + verstecktes Strobe, Memory (außer Turbo, Strobe)
- Schnellladung über USB-C, 5 - 12V, Ladedauer < 2 h
- elektronisch sperrbar
- Bedienung über Heck-/Drehschalter
- Akku-Leer-Warnung
- Überhitzungsschutz regelt die Leistung herunter
- Gehäuse hart-anodisiertes Alu
- IP56 (= geschützt vor Staub, starkem Strahlwasser)
- Maße 110 * 35 * 38,5 mm (L * B * H), Gewicht 240 g
Leuchtstufen und Leuchtdauer
Die Lampe liegt mit überraschend hohem Gewicht wie ein massiver Klotz in der Hand. Soll heißen, man hat das Gefühl, ein ziemlich solides Leuchtgerät in der Hand zu halten. Das Gehäuse ist aus Aluminium mit einer mattenschwarzen Anodisierung. Die obere Hälfte mit dem Schriftzug BTL50 bzw. Imalent ist ein bündig eingeklebtes Stück Gummi. Ob dies zusätzlichen Grip gibt oder nur als Designelement zu betrachten ist, mag dahingestellt bleiben. Der Einsatz ist außer in schwarz alternativ auch in blau, grau oder goldbraun erhältlich.
Front- und Heckseite des Gehäuses sind mit kleinen Torx verschraubt. An der Heckseite finden wir den Kombischalter sowie eine Status-LED. Die Unterseite der Lampe beherbergt die mit einem sehr stabilen Gummi verschlossene USB-C-Ladebuchse. Auffällig ist die sehr grobe Strukturierung auf dieser Seite des Gehäuses, die mich entfernt an eine Picatinny-Schiene erinnert. Ein Trageclip ist bei der BTL50 nicht vorgesehen, für eine Fangschnur sind jedoch zwei Bohrungen vorhanden. Ein Holster für den Transport und zum Schutz vor Gebrauchsspuren ist nicht im Lieferumfang.
Vor der digitalen Linse liegt eine vergütete Glasscheibe. Was wie feine Kratzer aussieht, dürfte sich auf der digitalen Linse selbst befinden. Mich würde interessieren, ob das produktionstechnisch nicht anders möglich oder eine Sache des Umgangs beim Einbau der Linse war.
Größenvergleich: Das Design der BTL50 ähnelt der BL50
Bedienung
Gesteuert wird die BTL50 mittels Kombi-Heckschalter. Über den Taster Ein/Aus/Leuchtstufen, über den Ring die Fokussierung. Das User-Interface ist weit verbreiteter Standard im positiven Sinne und intuitiv. Für die Bedienung der Lampe benötigt man im Prinzip keine Bedienungsleitung.
Der Ring für die Fokussierung rastet satt und ohne zu kratzen in 4 Stellungen, das finde ich sehr gut umgesetzt. Der Taster für die Helligkeitseinstellung ist durch den bündigen Einbau dagegen nicht sehr ergonomisch und dürfte mit Handschuhen nur mäßig zu betätigen sein. Das Schaltgefühl selbst ist einwandfrei und knackig.
Bei eingeschalteter Lampe leuchtet die Indikator-LED neben dem Schalter dauerhaft, grün = voller Akku, rot = bitte aufladen. Ebenso während des Ladevorgangs, nur dann mit umgekehrten Farben.
Ein Sofortzugriff auf die niedrigste Stufe ist leider nicht möglich. Hier empfehle ich Imalent, von aus über gedrückt halten (1H) diese Funktion zu ergänzen.
Eigene Messungen
(grobe Schätzungen mit Hobbyequipment, daher ohne Gewähr)
Leuchtergebnis
Das Konzept mit der elektrisch verstellbaren Optik funktioniert tatsächlich. In fokussiertester Einstellung leuchtet die BTL50 sehr weit und der Spot ist anders als bei LEP-Lampen mit fixer Optik groß genug, um keinen Tunnelblick-Effekt erleiden zu müssen. Eine Stufe defokussierter hat man quasi den Charakter einer Allround-Lampe, mit der zweiten Defokussierstufe dann eigentlich schon einen richtigen Fluter. Die defokussierteste Stufe hat in meinen Augen nur geringen Mehrwert und bietet ganz außen noch mehr Streulicht. Insofern hätten mir 3 anstatt 4 Stufen gereicht.
Störende Unregelmäßigkeiten gibt es nicht in den Lichtkegeln. Verbesserungswürdig ist die Lichtqualität, da die Lichtfarbe vor allem in den niedrigeren Helligkeitsstufen auch nachmessbar leicht in den grünlichen Bereich verschoben ist. Insgesamt kann man mit der Lichtqualität noch leben, würde ich sagen.
Von oben nach unten von fokussiert nach defokussiert.
Fazit
Ja, die BTL50 macht schon Spaß mit ihrer umschaltbaren Leuchtcharakteristik und vor allem wegen des fokussierten Spots, der an einen Theaterscheinwerfer erinnert. Die von mir mit Laien-Equipment nachgeprüften Leistungsdaten scheinen (ohne Gewähr!) zwar unter den Herstellerangaben zu liegen, dennoch hat die Lampe genug Dampf. 100 kLux aus so einer kleinen Lampe ist schon enorm. Für meinen Geschmack hätte man auf die diffuseste Einstellung der Linse verzichten können. Unverzichtbar für eine perfekte Lampe ist für mich allerdings der (hier nicht vorhandene) Sofortzugriff auf die niedrigste Leuchtstufe. Auch ein Holster im Lieferumfang hätte ich begrüßt. Toll hätte ich gefunden, wenn man auf der Unterseite der Lampe anstatt der groben Strukturierung ein informatives Display wie bei der BL50 verbaut hätte.
Ob ein nicht-auswechselbarer weil fest verbauter Akku objektiv ein Nachteil ist, darüber wird die Flashie-Gemeinschaft immer uneins bleiben. Ich selbst fände die Austauschmöglichkeit besser, andererseits geht ein Hersteller mit integriertem Akku in mehrerer Hinsicht immer auf Nummer sicher. Wenn ich noch etwas bemäkeln wollte, dann wäre es wohl die leicht grünliche Lichtfarbe. Mich stört es, andere vielleicht nicht.
Mehrheitlich sehe ich bei der Lampe Positives wie etwa die Umschaltmöglichkeit Spot/Flood, solide Haptik, schnelle Aufladung und den imposanten fokussierten Lichtstrahl.
Gatzetec bietet den TLF-Mitgliedern mit dem Code "TLF" einen Rabatt von 10%.
Die BTL50 ist eine stark fokussierte LED-Lampe, deren Lichtkegel mit einem Drehring am Heck in mehreren Stufen über eine elektronische Diffraktionslinse auf flutiges Licht umgestellt werden kann. Das Funktionsprinzip einer solchen digitalen Diffraktionslinse ist nicht neu, beispielsweise haben Acebeam oder Manker dies schon genutzt, allerdings in bedeutend größeren Lampenmodellen. Der Preis der BTL50 liegt aktuell bei Markteinführung bei ca. 110€.
Der Lieferumfang besteht aus: Lampe, USB-C Ladekabel, Trageschlaufe, Bedienungsanleitung.
Daten und Eigenschaften
(Herstellerangaben)
- Maximalleistung: 3.000 Lumen ANSI
- Leuchtweite: max. fokussiert 705 m / 124.270 cd, minimal fokussiert 313 m
- Emitter: 1* unbekannte US-amerikanische LED mit kaltweißer Lichtfarbe
- Energieversorgung: 1* fest verbauter 18650 Li-Io-Akku mit 3.000 mAh Kapazität
- 5 Leuchtstufen + verstecktes Strobe, Memory (außer Turbo, Strobe)
- Schnellladung über USB-C, 5 - 12V, Ladedauer < 2 h
- elektronisch sperrbar
- Bedienung über Heck-/Drehschalter
- Akku-Leer-Warnung
- Überhitzungsschutz regelt die Leistung herunter
- Gehäuse hart-anodisiertes Alu
- IP56 (= geschützt vor Staub, starkem Strahlwasser)
- Maße 110 * 35 * 38,5 mm (L * B * H), Gewicht 240 g
Leuchtstufen und Leuchtdauer
Front- und Heckseite des Gehäuses sind mit kleinen Torx verschraubt. An der Heckseite finden wir den Kombischalter sowie eine Status-LED. Die Unterseite der Lampe beherbergt die mit einem sehr stabilen Gummi verschlossene USB-C-Ladebuchse. Auffällig ist die sehr grobe Strukturierung auf dieser Seite des Gehäuses, die mich entfernt an eine Picatinny-Schiene erinnert. Ein Trageclip ist bei der BTL50 nicht vorgesehen, für eine Fangschnur sind jedoch zwei Bohrungen vorhanden. Ein Holster für den Transport und zum Schutz vor Gebrauchsspuren ist nicht im Lieferumfang.
Bedienung
Gesteuert wird die BTL50 mittels Kombi-Heckschalter. Über den Taster Ein/Aus/Leuchtstufen, über den Ring die Fokussierung. Das User-Interface ist weit verbreiteter Standard im positiven Sinne und intuitiv. Für die Bedienung der Lampe benötigt man im Prinzip keine Bedienungsleitung.
Der Ring für die Fokussierung rastet satt und ohne zu kratzen in 4 Stellungen, das finde ich sehr gut umgesetzt. Der Taster für die Helligkeitseinstellung ist durch den bündigen Einbau dagegen nicht sehr ergonomisch und dürfte mit Handschuhen nur mäßig zu betätigen sein. Das Schaltgefühl selbst ist einwandfrei und knackig.
Bei eingeschalteter Lampe leuchtet die Indikator-LED neben dem Schalter dauerhaft, grün = voller Akku, rot = bitte aufladen. Ebenso während des Ladevorgangs, nur dann mit umgekehrten Farben.
| Ausgangslage | Aktion | Ergebnis |
|---|---|---|
| aus | Klick | an (mit Memory) |
| aus/an | Doppelklick | Turbo |
| aus | Dreifachklick | Einschaltsperre an/aus |
| aus | gedrückt halten | --- nichts --- |
| an | Klick | aus |
| an | Dreifachklick | --- nichts --- |
| an | gedrückt halten | Wechsel dunkel zu hell, loslassen |
| Turbo | Doppelklick | Stroboskop |
| Stroboskop | Klick | aus |
| Stroboskop | Doppelklick | Turbo |
Ein Sofortzugriff auf die niedrigste Stufe ist leider nicht möglich. Hier empfehle ich Imalent, von aus über gedrückt halten (1H) diese Funktion zu ergänzen.
Eigene Messungen
(grobe Schätzungen mit Hobbyequipment, daher ohne Gewähr)
Herstellerangaben: | Eco 15 lm | Low 250 lm | Mid 550 lm | High 1.000 lm | Turbo 3.000 lm |
| gemessene lm max spot | 15 | 235 | 455 | 905 | 2.600 |
| gemessene lm max flood | 14 | 215 | 405 | 780 | 2.250 |
| gemessene Lux max spot | 600 | 9.250 | 17.900 | 34.750 | 100.000 |
| gemessene Lux max flood | 117 | 1.480 | 3.150 | 6.100 | 17.500 |
- Farbtemperatur in der Leuchtstufe High ca. 5.600-5.700K mit Ra62-63
- DUV 0.0113 fokussiert, 0.0098 defokussiert
- PWM-Flimmern in niedrigster Leuchtstufe mit 600 Hz jedoch bei niedriger Modulationstiefe
- Stroboskop-Frequenz 13 Hz
- Ladestrom 1,75A/12,1V (~21W)
Leuchtergebnis
Das Konzept mit der elektrisch verstellbaren Optik funktioniert tatsächlich. In fokussiertester Einstellung leuchtet die BTL50 sehr weit und der Spot ist anders als bei LEP-Lampen mit fixer Optik groß genug, um keinen Tunnelblick-Effekt erleiden zu müssen. Eine Stufe defokussierter hat man quasi den Charakter einer Allround-Lampe, mit der zweiten Defokussierstufe dann eigentlich schon einen richtigen Fluter. Die defokussierteste Stufe hat in meinen Augen nur geringen Mehrwert und bietet ganz außen noch mehr Streulicht. Insofern hätten mir 3 anstatt 4 Stufen gereicht.
Störende Unregelmäßigkeiten gibt es nicht in den Lichtkegeln. Verbesserungswürdig ist die Lichtqualität, da die Lichtfarbe vor allem in den niedrigeren Helligkeitsstufen auch nachmessbar leicht in den grünlichen Bereich verschoben ist. Insgesamt kann man mit der Lichtqualität noch leben, würde ich sagen.
Von oben nach unten von fokussiert nach defokussiert.
Fazit
Ja, die BTL50 macht schon Spaß mit ihrer umschaltbaren Leuchtcharakteristik und vor allem wegen des fokussierten Spots, der an einen Theaterscheinwerfer erinnert. Die von mir mit Laien-Equipment nachgeprüften Leistungsdaten scheinen (ohne Gewähr!) zwar unter den Herstellerangaben zu liegen, dennoch hat die Lampe genug Dampf. 100 kLux aus so einer kleinen Lampe ist schon enorm. Für meinen Geschmack hätte man auf die diffuseste Einstellung der Linse verzichten können. Unverzichtbar für eine perfekte Lampe ist für mich allerdings der (hier nicht vorhandene) Sofortzugriff auf die niedrigste Leuchtstufe. Auch ein Holster im Lieferumfang hätte ich begrüßt. Toll hätte ich gefunden, wenn man auf der Unterseite der Lampe anstatt der groben Strukturierung ein informatives Display wie bei der BL50 verbaut hätte.
Ob ein nicht-auswechselbarer weil fest verbauter Akku objektiv ein Nachteil ist, darüber wird die Flashie-Gemeinschaft immer uneins bleiben. Ich selbst fände die Austauschmöglichkeit besser, andererseits geht ein Hersteller mit integriertem Akku in mehrerer Hinsicht immer auf Nummer sicher. Wenn ich noch etwas bemäkeln wollte, dann wäre es wohl die leicht grünliche Lichtfarbe. Mich stört es, andere vielleicht nicht.
Mehrheitlich sehe ich bei der Lampe Positives wie etwa die Umschaltmöglichkeit Spot/Flood, solide Haptik, schnelle Aufladung und den imposanten fokussierten Lichtstrahl.
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