Ich hatte das Review in einem anderen Thread bereits angedroht 
Die T12 Stationen betrachte ich mal als bekannt. Es ist eine insbesondere im Hobbybereich ausgesprochen beliebte Station zu einem unschlagbar günstigen Preis/Leistungsverhältnis.
Ihr Vorteil liegt in den verwendeten aktiven Lötspitzen. Sie verwendet Spitzen die dem Hakko T12 bzw. baugleichen T15 Standard entsprechen. Diese sind ausgesprochen günstig und gut.
Die Sequre besticht durch minimalistische Abmessungen. Im Gegensatz zu den üblichen Minis verfügt sie neben dem obligaten 18-24V Anschluss via 2,5/5,5mm Hohlbuchse auch über einen USB-C PD3.0 Anschluss. Dies bietet daher auch die Gelegenheit, die Firmware upzudaten. Ich hab da momentan keine Zeit mich reinzuknien, ich hab auch kein Update gefunden, vielleicht kann aber ein anderer Forumit irgendwann seine Erfahrungen nachreichen
Auf die Gefahr hin, daß ich mich wiederhole, nochmals das Gruppenbild zu Größeneinschätzung: VLNR: TS80P - Segure - Mini T12 - T12 - Weller - Ersa.
Im Vordergrund: 21700er.

Zum Gewicht, ich hatte gerade nur eine grobe Briefwaage zur Hand, bitte nicht aufs Gramm festnageln:
TS80P: 22g ohne Spitze
Segure: 62g
Mini T12: 96g
T12: 361g
Weller: 1,9kg(!) – Ersa etwas weniger.
Noch ein paar Gruppenbilder:




Lieferumfang:
Das gute Stück kommt serienmäßig in einem winzigen Hardcase Mäppchen, mit Kolben, Spitzen, LIPO Adapterkabel, einer Kurzanleitung auf englisch und chinesisch, sowie der obligaten minimalistischen Ablage.

Auf den ersten Blick macht die Station schon einen recht wertigen Eindruck.
Ganz an das Qualitätsniveau von MiniWare reicht sie nicht heran – trotzdem:
Im Vergleich zu den anderen T12 Stationen sticht sie deutlich hervor. Anodisierung und Passungen am Gehäuse sind auf einem ganz anderen Niveau.
Zum Kolben: Auch dieser wirkt deutlich wertiger. Endlich mal einer, der nicht nach „Rohr“ aussieht (obwohl er auch nichts anderes ist). Der Knickschutz passt endlich mal, lediglich die Abschlußschraube vorne wirkt etwas billig. Der Griffbereich ist zwar auch hier nichts anderes wie ein schnödes Stück Silikonschlauch, allerdings hat dieser eine samtige Oberfläche. Das fasst sich gar nicht mal schlecht an.
Die Zuleitung ist merklich dünner wie sonst, dafür aber PVC. Da sie recht flexibel ist, ergibt sich hieraus in der Summe IMHO weder ein Vor- noch Nachteil.
Von oben nach unten: KSGER stainless – Sequre – TS80P

Der Auszugswiederstand der Spitzen geht bei meinem Exemplar in Ordnung, der Wiederstand ist ein guter Kompromiss. Wer noch keinen T12 Kolben in der Hand gehalten hat: Die Spitzen werden grundsätzlich nur per Friktion gehalten. (die Gurken mit Schraubhülse lasse ich mal außen vor). Dies führt teilweise schon zu Extremen, die einer subtilen Nachbearbeitung bedürfen.
Kurzum: Das Teil liegt gut in der Hand und wirkt recht wertig.
Jetzt kommt aber noch das große aaaaber:
Die Spitzen ragen weit aus dem Kolben heraus, das entspricht einem „normalen“ Lötkolben – siehe Foto.
Für Grobes geht das in Ordnung, für Feinarbeiten ist das allerdings suboptimal. Da wäre eine wie bei der Konkurrenz deutlich tiefer versenkte Lötspitze von Vorteil.
Das ist IMHO jammerschade und wäre in Anbetracht der Tatsache daß es von dem Hersteller nur diesen einen Kolben gibt eigentlich ein kleiner Gau.
Eigentlich. Eigentlich kocht da nämlich jeder Hersteller sein eigenes Süppchen und belegt die Pins um, nimmt andere Stecker, etc… nur damit bloß niemand auf den Gedanken kommt einen fremden Kolben anzuschließen. Hier gilt grundsätzlich: Mischen impossible.
Eigentlich. Sequre war allerdings so gnädig, das Ksger Layout zu übernehmen – Bingo!
Damit steht einem das volle Sortiment dieses Herstellers zur Verfügung.
Somit ist dieser Malus behebbar wenn auch nicht umsonst. Meine persönliche Empfehlung ist die „handle 3“. Vorsicht, das ist momentan das 7. Modell in der oberen Reihe.
Kommen wir zur Station:
Der schrumpfungskur zum Opfer gefallen ist der Netzschalter. Das finde ich schade, wenn auch verständlich. Trotzdem: Irgendeinen fummeligen Winzling hätte man auch noch unterbringen können.
Glücklicherweise bleibt das Teil in der Standardeinstellung beim einstöpseln kalt, das sollte man im Menu auch tunlichst so lassen, sonst reicht u.U. eine winzige Netzschwankung um das Teil unkontrolliert losbrutzeln zu lassen.
Standfestigkeit: Da kann man bei dem Knirps nicht viel erwarten. Auf die üblichen „Gleiter“ (anders kann man die Standardfüße der Stationen nicht bezeichnen) wurde dankenswerterweise verzichtet.
Für ‚nen Quickie unterwegs geht es auch so. Unter meinen Minis habe ich EPDM Zellkautschuk (haftendes Moosgummi), bei dem Lütten bin ich noch einen Schritt weiter gegangen und habe ihm so ein halbes Haftpad vermacht. Passt
Der seitliche USB Anschluss: Das wirkt schon etwas improvisiert. Wer nicht gleich das Display um eine Watt-Anzeige am Kabel erweitern möchte, der schaue sich mal ggf. nach einem hochstromfähigen Winkeladapter um.
UI: Das hat mich positiv überrascht. Einfach und gut.
Ein- sowie ausgeschaltet wir der Kolben per Druck auf das Drehrad. Die Temperatur wird per Drehung eingestellt, das funzt sowohl an wie auch aus.
Was nicht jedermanns Sache sein dürfte: Die kleinste einstellbare Rastung beträgt 10 °C (wer will, kann sogar 50 ° einstellen) Das wird zwar generell überbewertet, trotzdem: In 5 ° Schritten die Temperatur ändern zu können fänd‘ ich schon schön.
Display: Ein Bild sagt mehr wie 1000 Worte:

Das sind jetzt die Standardeinstellungen. Die Anzeige ist nicht verkehrt. Sie ist scharf, wobei die kleinen Zahlen auf Armlänge dem Sehvermögen schon einiges abverlangen.
Einstellungen: Ich geh da jetzt nicht gesondert auf jeden Punkt ein, das meiste ist Standard.
Beim einstöpseln sollte das gute Stück wie gesagt auf OFF bleiben, die Rastung zumindest auf 10 ° C verringert werden.
Ach ja, es gibt noch einen „PowerVolt“ Menüpunkt mit dem sich die Spannung um bis zu 5V steigern lassen soll. Nun, auf dem Display wird mehr angezeigt, auf die Leistung hat dies allerdings keinerlei Einfluss. Ich hab daher überhaupt keine Ahnung, wofür dies gut sein soll.
Apropos Leistung: Die angegebenen technischen Daten sind stimmig.
Von 25 ° auf 300 ° komme ich bei rund 20V in rund 14s – unabhängig ob Notebook Netzteil oder USB, bei 24V sind es nur noch ca. 10s.
Das geht in Ordnung, das entspricht den Werten der Minis.
Am Rande, der Vollständigkeit halber, weil ich eh grad am messen war:
Meine Ksger Station mit integriertem Netzteil schafft das in 7s.
Ein Fazit würde ich mir am liebten sparen, das muss jeder nach seinen persönlichen Bedürfnissen entscheiden.
Ich mag den Zwerg, ich steh halt auch auf Drehregler
Nur einen anderen Kolben würde ich mir halt noch gönnen.
Im übrigen hab ich garantiert die Hälfte vergessen, daher bitte keine Scham nachzufragen.

Die T12 Stationen betrachte ich mal als bekannt. Es ist eine insbesondere im Hobbybereich ausgesprochen beliebte Station zu einem unschlagbar günstigen Preis/Leistungsverhältnis.
Ihr Vorteil liegt in den verwendeten aktiven Lötspitzen. Sie verwendet Spitzen die dem Hakko T12 bzw. baugleichen T15 Standard entsprechen. Diese sind ausgesprochen günstig und gut.
Die Sequre besticht durch minimalistische Abmessungen. Im Gegensatz zu den üblichen Minis verfügt sie neben dem obligaten 18-24V Anschluss via 2,5/5,5mm Hohlbuchse auch über einen USB-C PD3.0 Anschluss. Dies bietet daher auch die Gelegenheit, die Firmware upzudaten. Ich hab da momentan keine Zeit mich reinzuknien, ich hab auch kein Update gefunden, vielleicht kann aber ein anderer Forumit irgendwann seine Erfahrungen nachreichen
Auf die Gefahr hin, daß ich mich wiederhole, nochmals das Gruppenbild zu Größeneinschätzung: VLNR: TS80P - Segure - Mini T12 - T12 - Weller - Ersa.
Im Vordergrund: 21700er.

Zum Gewicht, ich hatte gerade nur eine grobe Briefwaage zur Hand, bitte nicht aufs Gramm festnageln:
TS80P: 22g ohne Spitze
Segure: 62g
Mini T12: 96g
T12: 361g
Weller: 1,9kg(!) – Ersa etwas weniger.
Noch ein paar Gruppenbilder:




Lieferumfang:
Das gute Stück kommt serienmäßig in einem winzigen Hardcase Mäppchen, mit Kolben, Spitzen, LIPO Adapterkabel, einer Kurzanleitung auf englisch und chinesisch, sowie der obligaten minimalistischen Ablage.

Auf den ersten Blick macht die Station schon einen recht wertigen Eindruck.
Ganz an das Qualitätsniveau von MiniWare reicht sie nicht heran – trotzdem:
Im Vergleich zu den anderen T12 Stationen sticht sie deutlich hervor. Anodisierung und Passungen am Gehäuse sind auf einem ganz anderen Niveau.
Zum Kolben: Auch dieser wirkt deutlich wertiger. Endlich mal einer, der nicht nach „Rohr“ aussieht (obwohl er auch nichts anderes ist). Der Knickschutz passt endlich mal, lediglich die Abschlußschraube vorne wirkt etwas billig. Der Griffbereich ist zwar auch hier nichts anderes wie ein schnödes Stück Silikonschlauch, allerdings hat dieser eine samtige Oberfläche. Das fasst sich gar nicht mal schlecht an.
Die Zuleitung ist merklich dünner wie sonst, dafür aber PVC. Da sie recht flexibel ist, ergibt sich hieraus in der Summe IMHO weder ein Vor- noch Nachteil.
Von oben nach unten: KSGER stainless – Sequre – TS80P

Der Auszugswiederstand der Spitzen geht bei meinem Exemplar in Ordnung, der Wiederstand ist ein guter Kompromiss. Wer noch keinen T12 Kolben in der Hand gehalten hat: Die Spitzen werden grundsätzlich nur per Friktion gehalten. (die Gurken mit Schraubhülse lasse ich mal außen vor). Dies führt teilweise schon zu Extremen, die einer subtilen Nachbearbeitung bedürfen.
Kurzum: Das Teil liegt gut in der Hand und wirkt recht wertig.
Jetzt kommt aber noch das große aaaaber:
Die Spitzen ragen weit aus dem Kolben heraus, das entspricht einem „normalen“ Lötkolben – siehe Foto.
Für Grobes geht das in Ordnung, für Feinarbeiten ist das allerdings suboptimal. Da wäre eine wie bei der Konkurrenz deutlich tiefer versenkte Lötspitze von Vorteil.
Das ist IMHO jammerschade und wäre in Anbetracht der Tatsache daß es von dem Hersteller nur diesen einen Kolben gibt eigentlich ein kleiner Gau.
Eigentlich. Eigentlich kocht da nämlich jeder Hersteller sein eigenes Süppchen und belegt die Pins um, nimmt andere Stecker, etc… nur damit bloß niemand auf den Gedanken kommt einen fremden Kolben anzuschließen. Hier gilt grundsätzlich: Mischen impossible.
Eigentlich. Sequre war allerdings so gnädig, das Ksger Layout zu übernehmen – Bingo!
Damit steht einem das volle Sortiment dieses Herstellers zur Verfügung.
Somit ist dieser Malus behebbar wenn auch nicht umsonst. Meine persönliche Empfehlung ist die „handle 3“. Vorsicht, das ist momentan das 7. Modell in der oberen Reihe.
Kommen wir zur Station:
Der schrumpfungskur zum Opfer gefallen ist der Netzschalter. Das finde ich schade, wenn auch verständlich. Trotzdem: Irgendeinen fummeligen Winzling hätte man auch noch unterbringen können.
Glücklicherweise bleibt das Teil in der Standardeinstellung beim einstöpseln kalt, das sollte man im Menu auch tunlichst so lassen, sonst reicht u.U. eine winzige Netzschwankung um das Teil unkontrolliert losbrutzeln zu lassen.
Standfestigkeit: Da kann man bei dem Knirps nicht viel erwarten. Auf die üblichen „Gleiter“ (anders kann man die Standardfüße der Stationen nicht bezeichnen) wurde dankenswerterweise verzichtet.
Für ‚nen Quickie unterwegs geht es auch so. Unter meinen Minis habe ich EPDM Zellkautschuk (haftendes Moosgummi), bei dem Lütten bin ich noch einen Schritt weiter gegangen und habe ihm so ein halbes Haftpad vermacht. Passt
Der seitliche USB Anschluss: Das wirkt schon etwas improvisiert. Wer nicht gleich das Display um eine Watt-Anzeige am Kabel erweitern möchte, der schaue sich mal ggf. nach einem hochstromfähigen Winkeladapter um.
UI: Das hat mich positiv überrascht. Einfach und gut.
Ein- sowie ausgeschaltet wir der Kolben per Druck auf das Drehrad. Die Temperatur wird per Drehung eingestellt, das funzt sowohl an wie auch aus.
Was nicht jedermanns Sache sein dürfte: Die kleinste einstellbare Rastung beträgt 10 °C (wer will, kann sogar 50 ° einstellen) Das wird zwar generell überbewertet, trotzdem: In 5 ° Schritten die Temperatur ändern zu können fänd‘ ich schon schön.
Display: Ein Bild sagt mehr wie 1000 Worte:

Das sind jetzt die Standardeinstellungen. Die Anzeige ist nicht verkehrt. Sie ist scharf, wobei die kleinen Zahlen auf Armlänge dem Sehvermögen schon einiges abverlangen.
Einstellungen: Ich geh da jetzt nicht gesondert auf jeden Punkt ein, das meiste ist Standard.
Beim einstöpseln sollte das gute Stück wie gesagt auf OFF bleiben, die Rastung zumindest auf 10 ° C verringert werden.
Ach ja, es gibt noch einen „PowerVolt“ Menüpunkt mit dem sich die Spannung um bis zu 5V steigern lassen soll. Nun, auf dem Display wird mehr angezeigt, auf die Leistung hat dies allerdings keinerlei Einfluss. Ich hab daher überhaupt keine Ahnung, wofür dies gut sein soll.
Apropos Leistung: Die angegebenen technischen Daten sind stimmig.
Von 25 ° auf 300 ° komme ich bei rund 20V in rund 14s – unabhängig ob Notebook Netzteil oder USB, bei 24V sind es nur noch ca. 10s.
Das geht in Ordnung, das entspricht den Werten der Minis.
Am Rande, der Vollständigkeit halber, weil ich eh grad am messen war:
Meine Ksger Station mit integriertem Netzteil schafft das in 7s.
Ein Fazit würde ich mir am liebten sparen, das muss jeder nach seinen persönlichen Bedürfnissen entscheiden.
Ich mag den Zwerg, ich steh halt auch auf Drehregler
Im übrigen hab ich garantiert die Hälfte vergessen, daher bitte keine Scham nachzufragen.

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