C Baby NiMH Zellen für sehr hohe Ströme >10A

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.453
5.284
113
Essen
Ich suche C (Baby) NiMh Zellen für sehr hohe Ströme mit gleichzeitig möglichst hoher Kapazität. Die Selbstenladrate sollte auch nicht zu hoch sein, nach einen halben Jahr sollte noch was drin sein. Hat jemand Erfahrungen mit spezifischen Zellen oder kennt Tests von Zellen, die aktuell verfügbar sind?

Die Besten, von denen ich weiß, sind wohl die Tenergy Premium C Zellen. Sie haben noch einen niedrigeren Innenwiderstand als die Tenergy Centura LSD Zellen. Beide kriegt man allerdings nur aus den USA mit hohen Versandkosten, EUSt etc.

Laut HKJ könnten die Turnigy Sub-C Zellen mit 5Ah von Hobbyking allerdings deutlich besser sein als die meisten (größeren!) C-Zellen. Diese passen allerdings so nicht in mein Akkuladegerät. Dazu sind sie auch noch konkurrenzlos günstig. Ich frage mich ob es sich lohnt auf diese eine dicke Messingscheibe zu löten, um sie so als normale C-Zellen nutzen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
8.454
5.147
113
Ich suche C (Baby) NiMh Zellen für sehr hohe Ströme mit gleichzeitig möglichst hoher Kapzität. Die Selbstenladrate sollte auch nicht zu hoch sein, nach einen halben Jahr sollte noch was drin sein. Hat jemand Erfahrungen mit spezifischen Zellen oder kennt Tests von Zellen, die aktuell verfügbar sind?

Die Besten, von denen ich weiß, sind wohl die Tenergy Premium C Zellen. Sie haben noch einen niedrigeren Innenwiderstand als die Tenergy Centura LSD Zellen. Beide kriegt man allerdings nur aus den USA mit hohen Versandkosten, EUSt etc.

Laut HKJ könnten die Turnigy Sub-C Zellen mit 5Ah von Hobbyking allerdings deutlich besser sein als die meisten (größeren!) C-Zellen. Diese passen allerdings so nicht in mein Akkuladegerät. Dazu sind sie auch noch konkurrenzlos günstig. Ich frage mich ob es sich lohnt auf diese eine dicke Messingscheibe zu löten, um sie so als normale C-Zellen nutzen zu können.
Kann man Messing so einfach verlöten, ohne dass die Temperatur für den Akku zu hoch wird und ihn beschädigt?
Bei Kupfer funktioniert das, mit Messing habe ich persönlich leider noch keine Erfahrungen sammeln können.
Falls Ja würde ich es machen. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Danke
Reaktionen: The_Driver

Flummi

Moderator
Teammitglied
26 Oktober 2015
6.569
8.309
113
Nähe Hannover
Nun, du hast keine konkrete Anwendung genannt. Turnigy ist die Eigenmarke von Hobbyking, einem chinesischem RC-Modellbau Anbieter. Diese Sub-C Zellen sind demgemäß für hohe Ströme ausgelegt. Es sind aber keine LSD Zellen und schon nach einer Woche kann ein merklicher Teil der Ladung verloren sein. Modellbauer laden diese Zellen vor Verwendung nach.

Bei Bastel-Adapter-Lösungen gilt es auch die Wärmeabführung und Konnektierung zu bedenken. Die Zellen können sehr warm werden und erfordern bei hohem Strom widerstandsarme Verbindungen (im Modellbau: punktverschweißte Zellenpacks mit Hochlaststeckern).

Wenn hohe Strombelastbarkeit gefordert ist, sind Sub-C Zellen also möglicherweise eine gute Wahl. Für Alltagsgeräte eher nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
6.316
5.439
113
Bielefeld, NRW
Ich kann dir zwar keine NiMH-C-Zellen empfehlen, die deine Kriterien erfüllen, aber habe lange Zeit mit diversen Modellbau-Sub-C-Zellen gearbeitet und kann zumindest bestätigen, dass diese Sub-C-Zellen in der Regel sehr hochstromfest sind, u.a. auch weil diese früher häufig in Akku-Werkzeugmaschinen (Akkuschrauber etc.) benutzt wurden.

ABER diese hochstromfesten NiMH-Zellen waren nie lagerfähig, d.h. hatten eine sehr hohe Selbstentladungsrate und waren nach wenigen Wochen wieder leer.

Ich fürchte du wirst eine Kröte schlucken müssen, Hochstromfestigkeit und LSD-Eigenschaften passen eher nicht zusammen.
 

Silvette

Flashaholic*
8 November 2021
686
595
93
Deutsch-Wagram, Niederösterreich
Ich habe ähnliche Erfahrungen mit den C-Zellen in Wergzeuakkus und aus dem Modellbau gemacht.
Es gibt schon welche mit guter Hochstromfähigkeit, allerdings ist wie bereits erwähnt die Selbstendladungsrate sehr hoch.
Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass hauptsächlich die letzten 20 Prozent der Ladung bis voll extrem schnell wieder entladen sind.
Das ging bei meinen Akkus innerhalb Stunden bis weniger Tage.
Je niedriger der Ladestand wurde, desto langsamer wurde dann auch die Selbstentladung.
Die Zellen hatten sich dann bei etwa 50% bis 60% Ladestand stabilisiert und die Selbstentladung ging ab dann nur mehr langsam weiter, war aber immer noch vorhanden.
Trotzdem war eine neue Vollladung vor jeder Verwendung Pflicht wenn man die ganze Kapazität/Leistung nutzen wollte.

Ich muss aber auch sagen, dass die Erfahrungen schon einige Jahre her sind und ich nicht weiß ob diese Problematik immer noch so besteht, jetzt nutze ich ausser AA und AAA Eneloops keine NiMh mehr.
 
  • Danke
Reaktionen: The_Driver

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.453
5.284
113
Essen
Danke schon mal für eure Antworten. Es ist also so, wie ich es mir schon gedacht habe. Die besonders leistungsfähigen Zellen entladen auch auch schneller. Wobei es im CPF schon die Beobachtung gab, dass sich bei den noch größeren D-Zellen die LSD-Zellen mit leicht verminderter Kapazität teilweise nicht wirklich lohnen. Die normalen Zellen gleichen ihre Selbstentladung durch höhere Kapazität aus. Man hat dort allerdings keine Zellen aus dem RC-Bereich untersucht.

Meine Anwendung:
Ich hatte vor Jahren mal eine Lampe, welche eine Luminus SST-90 im Direct-Drive mit vier C-Zellen in Serie Betrieb. Um das ganze ein wenig zu kontrollieren wurde die dicke Feder der Maglite-Endkappe nicht überbrückt. Nun werde ich bald wieder so eine Lampe haben und vorraussichtlich ihre LED durch eine Luminus CBT-140 (high-cri) ersetzen, welche noch mehr Strom verträgt (>30A). In diesem Sinne ist die Leistungsfähigkeit der Akkus sehr interessant.
 
Zuletzt bearbeitet:

0ssi1973

Flashaholic**
11 Oktober 2015
3.556
1.774
113
Wellmitz/ Landgut
Kann man Messing so einfach verlöten, ohne dass die Temperatur für den Akku zu hoch wird und ihn beschädigt?
Kann man, muss nur schnell gehen. Habe es mal mit Muttern gemacht um mehr Druck auf die Federn zu bekommen. Muttern auf Herdplatte erhitzt, 100 Watt Lötkolben und Lötwasser ( selber hergestellt, höhere Konzentration ). Mutter heiß aufgelegt und sofort Lötzinn reinlaufen lassen. Die Akkus wurden nicht mal lauwarm.

20220804_163929.jpg

Meine Akkus mit NiMh Subzellen, haben bei meinem Makitaschrauber fast 10 Jahre gehalten. Selbst nach mehrmonatigen Nichtgebrauch war keine große Selbstentladung vorhanden.
Wahrscheinlich sind die Industriezellen noch besser, als die für den Endverbraucher.

Besteht nicht die Möglichkeit, bei der Lampe auf 2mal 26650 umzubauen.
 
  • Danke
Reaktionen: The_Driver und Buteo

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.453
5.284
113
Essen
Ich sehe es ehrlich gesagt als Vorteil, dass die Lampe keine Lithiumakkus verwendet. Das spezielle Entladeprofil von NiMh Akkus ist quasi ein Tiefenladeschutz. Wenn die Lampe spürbar dunkler wird, sind sie leer. Davor bleibt sie nach dem anfänglichen Abfall konstant hell.

Die Idee mit den Muttern und dem Vorheizen gefällt mir. :thumbup:

Ich Frage mich allerdings auch, ob diese Sub-C Zellen nicht schon zu stark sein könnten für meine Lampe. Ihre Spannung unter Last ist 0,2V pro Zelle höher als die typischer C-Zellen, die HKJ getestet hat.
 
Zuletzt bearbeitet:

0ssi1973

Flashaholic**
11 Oktober 2015
3.556
1.774
113
Wellmitz/ Landgut
Wenn ich es richtig verstehe, schreibst Du, das es sich um einen Drehschalter mit 36 Stufen handelt. Ist ja dann nichts weiter als ein Poti. Wenn Du denn Schalter nicht voll aufdrehst, kann eigentlich nichts passieren.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.453
5.284
113
Essen
Wenn ich es richtig verstehe, schreibst Du, das es sich um einen Drehschalter mit 36 Stufen handelt. Ist ja dann nichts weiter als ein Poti. Wenn Du denn Schalter nicht voll aufdrehst, kann eigentlich nichts passieren.
Nein, es ist eine simple PWM-Schaltung. Sie pulst also einfach den Strom, der in der höchsten Stellung dauerhaft fließt. Die Lampe wird natürlich oft mit voller Leistung betrieben, ist ja schon eine Liebhaberlampe für Spaß. Nach ein paar Minuten wird sie halt heiß und man regelt runter. In der Praxis funktioniert das sehr gut. Nur die zu niedrige PWM-Frequenz nervt in den niedrigen Stufen etwas.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.453
5.284
113
Essen
Dann müsste es doch auf kleineren Stufen funktionieren, nur bei volle Pulle wird es dann kritisch.
Volle Pulle ist bei dieser Lampe, wie bei so vielen, doch der "Witz". Darauf will ich ja nicht verzichten. Vor allem, wenn ich die so ziemlich ineffizienteste LED verbaue, die man so kriegen kann (30lm/W).