Moin.
Bei mir steht die Gebrauchstauglichkeit meist ganz oben im Lastenheft und da habe ich es einfach gerne, wenn ich ein Messer auch unter"Feldbedingungen" draußen wieder auf Gebrauchsschärfe bringen kann ohne das ich dafür mehrere Wassersteine oder ein Gerät wie den Lansky oder Worksharp mitschleppen muss. Das ist natürlich auch eine Sache des Anspruchs und ob man dies als Hobby regelrecht auf die Spitze treibt oder man eben nur ein scharfes Messer im Ergebnis haben will. Ich habe auch meist nur recht einfache Messer, die für fast nix zu schade sind - einige Mora, Hultafors, Sanrenmu, ein Real Steel und einige China Folder von Sanrenmu, Ganzo, Kyzer etc.
Stahlsorten bevorzuge ich ebenfalls, je nach Einsatz, die recht einfach zu schärfenden wie Kohlenstoffstahl (1095), 440C, AUS8 (am Ontario Rat), oder Sandvik 12C27 oder 14C28 mit denen ich durchweg gute Erfahrungen gemacht habe und die ich ohne wirklich viel Ahnung zu haben als guten Kompromiss ansehe.
An pulvermetallurgische Stähle habe ich mich bisher nie rangetraut, weil ich das Messer zum Schärfen bestimmt weggeben müsste. Da ich meine Messer benutzen möchte und nicht in der Vitrine ausstelle, mache ich mir nichts aus einer Spiegelpolitur.
Als nächstes, wenn das Budget es wieder zulässt und ich nicht soviele Taschenlampen kaufe, möchte ich mir ein hochwertigeres Pukko zulegen.
Jedoch ziehe ich die Messer immer auf einem Lederpaddel mit 4 Mikron Diamantspray ab.
Das Diamantspray würde mich allerdings tatsächlich interessieren, gibt´s eine Bezugsquelle und Anwendungsvideo?
Bisher kannte ich nur diese recht festen Sticks oder Paste.
oder ein System nach Wahl und versucht erst mal an günstigen Messern die auch einfach zu schärfen sind. Man beginnt mal sicher nicht mit irgendeinem ultraharten Material wie ZDP189 oder so. Mit der Zeit bekommt man Übung und entwickelt auch eine Präferenz zu bestimmten Methoden.
Welches der Systeme, Lansky, Worksharp usw. sind einfach erlernbar, simpel in der Anwendung und preiswert?
Bei gröberen Klingen, wie Äxte, Beile oder auch Bowiemessern habe ich mit der Flex und Papierschleifscheiben oder Diamantschleifpads (zum Polieren von Beton und Naturstein, habe ich zuhauff) tatsächlich gute Erfahrungen gemacht.
Ein befreundeter Holzbauer und Schreiner zieht seine Werkzeuge, vornehmlich Stecheisen, auf einer kleinen Tormek und anschließend auf einem Lederriemen ab. Das ist zwar insgesamt auf´s Werkzeug betrachtet nicht maximal ansehnlich aber die Schneide 100% sauber geschliffen und extrem scharf.