Nitecore HC65 Selbstentladung

Boenne1987

Flashaholic*
29 Juli 2021
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Lünen NRW
Hallo!
Ich besitze seit knapp 2 Jahren die HC65 und bin da mehr als zufrieden mit. Leider habe ich jetzt schon einige Male festgestellt das die Lampe nach 1-2 Monaten ohne Benutzung einfach leer ist. Also habe ich direkt den Hersteller angeschrieben und mal gefragt ob das normal wäre oder da etwas defekt sein könnte. Als Antwort bekam ich nur zu hören ich solle mich an meinen Verkäufer (Amazon) wenden. Ja klar das hätte ich sowieso getan aber trothdem würde mich interessieren ob diese Selbstentladung normal ist, denn dann könnte man ja den Akku raus nehmen oder ein Stück Papier zwischen den Kontakt legen.
Ich habe dann Amazon kontaktiert und die schickten mir sehr unproblematisch eine ganz neue Lampe. Ja das hat mich natürlich schon mal gefreut. Aber jetzt wüsste ich gerne ob von euch einer ähnliche Probleme mit der Lampe hat oder ob der Akku auch nach langer Zeit noch Saft hat und zu gebrauchen ist. Wenn die sich selber entlädt und hinterher der Akku defekt ist, ist das ja auch nicht toll. Von meinen anderen Taschenlampen, darunter auch die Nitecore TM16 kenne ich das Problem nicht.

Viele Grüße und schon mal besten Dank!
 

casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
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Hannover
Viele Lampen mit elektronischem Schalter haben einen Standbystrom, es ist nur die Frage wie hoch der ist...

Wenn Du die Tailcap der Lampe leicht aufschraubst, dann sollte sie sich nicht mehr einschalten lassen, oder ?
Du brauchst dann also nicht den Akku entfernen, ein leichtes lösen der Tailcap reicht bei den allermeisten Lampen aus um den Stromkreis zu unterbrechen und damit auch den Standbystrom zu unterbinden. ;)

Gruß
Carsten
 

Boenne1987

Flashaholic*
29 Juli 2021
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Ok, ja das ist ja schon mal ein sehr guter Tipp, das werde ich später zu Hause mal testen. Danke dafür, ich werde berichten.

Jo tatsächlich, wenn ich die Kappe minimal löse ist der Strom weg. Na das ist ja schon mal super. Danke nochmal für den Tipp. Aber verstehen tue ich das nicht, da drückt eine kleine Feder vor den Minuspol des Akkus, wie kann durch diese kleine Drehung die Verbindung unterbrechen?
 
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casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
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Hannover
wie kann durch diese kleine Drehung die Verbindung unterbrechen?
Die Feder leitet den Strom in die Tailcap und da das Gewinde des Lampenkörpers anodisiert ist, wird der Strom von der Tailcap an den Lampenkörper nur über die blanke Stirnfläche des Akkurohres geleitet. Erreicht der Boden der Tailcap die blanke Stirnfläche des Akkurohres nicht mehr, ist der Stromkreis unterbrochen.

Gruß
Carsten
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
Leider habe ich jetzt schon einige Male festgestellt das die Lampe nach 1-2 Monaten ohne Benutzung einfach leer ist.
Wie bereits von Carsten erwähnt haben Lampen mit elektronischem Taster statt den Stromkreis mechanisch trennendem Schalter immer einen gewissen Ruhestrom (parasitic drain, Standby-Strom).

Normalerweise fällt dieser jedoch sehr gering aus, oftmals nur um 20 µA. Damit würden pro Jahr nur ca. 175 mAh Nennladung verloren gehen.

Selbst wenn die HC65 einen höheren Ruhestrom von z.B. 100 µA hätte (was schon recht viel wäre), wären das pro Jahr nur 876 mAh Nennladung Verlust.

Dass bei deiner Lampe aber schon nach wenigen Monaten der Akku leer ist, deutet auf einen Defekt hin. Oftmals sind es die kleinen Keramik-Kondensatoren in der Elektronik, die im Laufe der Zeit Defekte erleiden können, z.B. weil die Lampe mal gestürzt ist oder sonstige Schläge abbekommen hat.
Manchmal erleiden dadurch die Kondensatoren Risse und werden "undicht", der Strom "leckt" dann dort ungenutzt, so dass der Ruhestrom stark ansteigt.

Genauer kann man das aus der Ferne nicht einschätzen, dazu müsste man den realen Ruhestrom messen und mit anderen Lampen vergleichen, aber soweit möchtest du sicher nicht gehen.

Das Lösen der Tailcap wie von Carsten beschrieben hilft natürlich grundsätzlich den Ruhestrom vollständig zu unterbrechen, behebt aber den eigentlichen Defekt (sofern hier vorliegend) nicht.
 

Boenne1987

Flashaholic*
29 Juli 2021
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Die Feder leitet den Strom in die Tailcap und da das Gewinde des Lampenkörpers anodisiert ist, wird der Strom von der Tailcap an den Lampenkörper nur über die blanke Stirnfläche des Akkurohres geleitet. Erreicht der Boden der Tailcap die blanke Stirnfläche des Akkurohres nicht mehr, ist der Stromkreis unterbrochen.

Gruß
Carsten
Ja jetzt verstehe ich es, das macht Sinn.

Wie bereits von Carsten erwähnt haben Lampen mit elektronischem Taster statt den Stromkreis mechanisch trennendem Schalter immer einen gewissen Ruhestrom (parasitic drain, Standby-Strom).

Normalerweise fällt dieser jedoch sehr gering aus, oftmals nur um 20 µA. Damit würden pro Jahr nur ca. 175 mAh Nennladung verloren gehen.

Selbst wenn die HC65 einen höheren Ruhestrom von z.B. 100 µA hätte (was schon recht viel wäre), wären das pro Jahr nur 876 mAh Nennladung Verlust.

Dass bei deiner Lampe aber schon nach wenigen Monaten der Akku leer ist, deutet auf einen Defekt hin. Oftmals sind es die kleinen Keramik-Kondensatoren in der Elektronik, die im Laufe der Zeit Defekte erleiden können, z.B. weil die Lampe mal gestürzt ist oder sonstige Schläge abbekommen hat.
Manchmal erleiden dadurch die Kondensatoren Risse und werden "undicht", der Strom "leckt" dann dort ungenutzt, so dass der Ruhestrom stark ansteigt.

Genauer kann man das aus der Ferne nicht einschätzen, dazu müsste man den realen Ruhestrom messen und mit anderen Lampen vergleichen, aber soweit möchtest du sicher nicht gehen.

Das Lösen der Tailcap wie von Carsten beschrieben hilft natürlich grundsätzlich den Ruhestrom vollständig zu unterbrechen, behebt aber den eigentlichen Defekt (sofern hier vorliegend) nicht.
Runtergefallen oder ähnliches ist sie mir eigentlich nie aber gut möchte ich nicht ausschließen. Habe ja schon ein Ersatz zugeschickt bekommen weswegen ich leider den Ruhestrom nicht mehr messen kann. Bei einer Taschenlampe den Ruhestrom messen stell ich mir auch garnicht so einfach vor, wie macht ihr das? Beim Auto ist das ja einfach weil alles so groß und beschaulich ist.
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Bei einer Taschenlampe den Ruhestrom messen stell ich mir auch garnicht so einfach vor, wie macht ihr das? Beim Auto ist das ja einfach weil alles so groß und beschaulich ist.
Bei einem Auto macht man das ja in der Regel auch mit Hilfe einer DC-Strommesszange indirekt.
Das geht bei einer Taschenlampe wegen der extrem kleinen Ströme im Standby nicht!

Bei einer Taschenlampe würde man mit Hilfe eines normalen Digitalmultimeters im µA-Messbereich messen.
Also DMM auf µA stellen, die Messkabel in die passenden Buchsen für µA-Messung stecken, die Tailcap abschrauben und das schwarze Kabel auf den Minuspol des Akkus drücken und das rote Kabel auf die blanke Stirnseite des Akkurohrs drücken.
 

Boenne1987

Flashaholic*
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Bei einem Auto macht man das ja in der Regel auch mit Hilfe einer DC-Strommesszange indirekt.
Das geht bei einer Taschenlampe wegen der extrem kleinen Ströme im Standby nicht!

Bei einer Taschenlampe würde man mit Hilfe eines normalen Digitalmultimeters im µA-Messbereich messen.
Also DMM auf µA stellen, die Messkabel in die passenden Buchsen für µA-Messung stecken, die Tailcap abschrauben und das schwarze Kabel auf den Minuspol des Akkus drücken und das rote Kabel auf die blanke Stirnseite des Akkurohrs drücken.
Ja stimmt, bei einer Taschenlampe muss ich ja nicht auf den Ruhestrom warten. Wenn wir beim Auto Ruhestrom messen muss man ja warten bis alle Systeme im Standby sind und und und. Aber da braucht man bei einer Lampe ja nicht drauf warten und kann die Kabel dranhalten, ablesen und fertig. Werde ich mal testen.

Moin! Also ich habe grad mal versucht da etwas zu messen aber es wird nichts angezeigt. Entweder bin ich zu doof oder aber es fließt wirklich kein Strom.
Wünsche einen schönen Sonntag!
 

pho

Moderator
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29 Oktober 2019
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486xx
Multimeter auf DC gstellt und die richtigen Messbuchsen genommen?
Oder kann dein Multimeter vielleicht nicht so geringe Ströme?
 

pho

Moderator
Teammitglied
29 Oktober 2019
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486xx
Das sollte es eigentlich können, die beiden mittleren Buchsen verwenden und auf µA Stellen. Vielleicht startet der in den Modus in AC, dann muss noch einmal Select gedrückt werden bis DC im Display steht.

Das du gar nichts misst kann ich mir nicht vorstellen.
 

steidlmick

Flashaholic***
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Also ich habe grad mal versucht da etwas zu messen aber es wird nichts angezeigt.
Wenn die üblichen Fehlerquellen ausgeschlossen sind, dann kommt es auch oft vor, dass einfach die Sicherung für den µA/mA-Bereich durchgebrannt ist.
So etwas zeigt sich dadurch, dass die Messbereiche für Widerstand, Spannung etc. normal arbeiten, während im µA/mA-Bereich keine Anzeige erfolgt.

Das kann man leicht selbst überprüfen:
- Die rote Messleitung in die Buchse für Ohm/Spannung/Hz/Cap. einstecken.
- Das Gerät auf Widerstandmessung einstellen.
- Mit der Spitze der roten Messleitung die Metallhülse der Buchse des µA/mA-Bereichs berühren.
- Widerstandsanzeige von < 1MOhm = Sicherung OK
- Widerstandsanzeige OL = Sicherung defekt
 
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Boenne1987

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Ja grad die Sicherung geprüft und festgestellt das sie defekt ist. Habe sie ausgebaut und werde mir eine neue besorgen. Dann mess ich nochmal. Einmal das Dingen ausgeliehen und schwupps alles kaputt. Blöd!
 

Boenne1987

Flashaholic*
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So, heute habe ich mir eine neue Sicjerung besorgt und man höre und staune es klappt wieder. Freut mich…
Habe natürlich sofort mal nachgemessen und mit Entsetzen festgestellt das die Lampe im ausgeschalteten Zustand einen Ruhestrom hat von kurzzeitig 6mA und dann wieder für einige zeit um die 270 Mikroampere. Das wechselt immer. Das würde ja erklären das die Lampe nach einigen Wochen leer ist. War bei der alten so ist jetzt bei der neuen auch so. Scheint mir also normal zu sein. Finde ich aber schon extrem. Ist das bei euren Kopflampen auch so?
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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...festgestellt das die Lampe im ausgeschalteten Zustand einen Ruhestrom hat von kurzzeitig 6mA und dann wieder für einige zeit um die 270 Mikroampere. Das wechselt immer.
Soweit ich weiß gehen die kurzzeitigen 6 mA auf eine Art blinkendes Positionslicht zurück, das ist insoweit OK und gewollt.

Aber die 270 µA sind sehr viel, das ist nicht normal.
In diesem Review wird von einem Dauerverbrauch von rund 16 µA und kurzzeitigen Spitzen auf knapp 7 mA berichtet!
Das würde ja erklären das die Lampe nach einigen Wochen leer ist. War bei der alten so ist jetzt bei der neuen auch so. Scheint mir also normal zu sein. Finde ich aber schon extrem.
Das ist auch aus meiner Sicht deutlich zu viel für eine aktuelle Lampe, andere Hersteller erreichen Werte von 20 - 40 µA oder weniger.

Möglicherweise wurden bei aktuellen Modellen der HC65 weniger hochwertige Bauteile verbaut, die leichter verfügbar waren, das kommt schon mal vor.
 

Boenne1987

Flashaholic*
29 Juli 2021
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Das Posilicht war eigentlich ausgeschaltet aber gut es war trotzdem so und ich finde es schon recht viel. Aber scheinbar findest du/ihr es ja auch zu viel. Ich bin nicht der große Englischversteher aber so wie ich das verstehe wird auf der verlinkten HP auch von einer Laufzeit von 2-3 Monaten gesprochen. Das wäre ja bei mir auch so. Meine TM16 braucht gefühlt garkeinen Strom und alles ist bestens, haben die solche Qualitätsunterschiede von Lampe zu Lampe?
 

steidlmick

Flashaholic***
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Meine TM16 braucht gefühlt garkeinen Strom und alles ist bestens, haben die solche Qualitätsunterschiede von Lampe zu Lampe?
Das kann man nicht pauschalisieren und ich bin auch sehr voreingenommen gegenüber Nitecore und kann das daher nicht vollkommen objektiv bewerten.

Da ich häufig Taschenlampen repariere und auch häufig Nitecore-Produkte dabei waren, kann ich leider nur resümieren, dass deren Qualitätsanmutung außen und deren Verarbeitungsqualität der Elektronik - meiner subjektiven Erfahrung nach - zwei komplett verschiedene Welten sind.

Insofern überrascht mich deine Beobachtung nicht besonders, aber ob das bei Nitecore "normal" ist, dass kann ich nicht einschätzen. Mir kommt Nitecore allerdings sicher nicht in's Haus...

Wenn dir aber die Lampe sonst zusagt und du mit dem zusätzlichen Schritt des mechanischen Lockout per Tailcap-Drehung leben kannst, dann versuche doch vielleicht mal, ob du dich daran gewöhnen kannst.
 

Boenne1987

Flashaholic*
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Ok, das ist ja eine sehr interessante Aussage. Denn eigentlich bin ich mit Nitecore sehr zufrieden da hätte ich jetzt nicht gedacht das die Innerlich so mies sind. Aber gut, glaube das gerne jemandem der die Teile repariert.

Wie sind die Olight Lampen? Da bin ich eigentlich auch sehr zufrieden mit meiner Warrior X Pro.
 

Boenne1987

Flashaholic*
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Ahja ok, das ist ja mal gut zu wissen. Vielen Dank! Dann werde ich in Zukunft meine Tailcap lösen und gut. Aber eine Nitecore wird es wohl in Zukunft nicht mehr werden.
 

steidlmick

Flashaholic***
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Aber eine Nitecore wird es wohl in Zukunft nicht mehr werden.
Ich möchte nochmals deutlich hervorheben, dass ich meine persönlichen, subjektiven Erfahrungen wiedergebe und ganz sicher nicht den gesamten Markt abbilden kann!

Ich muss aber leider auch ganz klar und eindeutig zusammenfassen, dass die Lampen dieses Herstellers in meiner Reparaturpraxis auffallend negativ abschneiden, negativer auch als alle anderen, egal ob billig oder teuer...
 
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