Ok, ich nehme das mal so hin - verstanden habe ich davon aber nix, sorry. Mir zeigen solchen Erklärungen immer wieder, dass ich zur Elektrotechnik nur einen extrem beschränkten Zugang habe.
Ich versuche es mal anders:
Wenn man Spannung misst, dann greift man nicht in einen bestehenden Stromkreis ein. Spannung fließt nicht irgendwo durch, man kann sie mit "Druck" vergleichen, der auf einer Leitung herrscht (ähnlich wie Wasserdruck, nur eben mit Elektronen).
Wenn man Wasserdruck auf einer Leitung messen möchte, dann muss der Druck nicht durch ein Messgerät fließen, der Druck ist überall gleich und kann an einer beliebigen "Abzweigung" gemessen werden.
Bei Strom ist das anders. Strom fließt durch das Messgerät hindurch, ähnlich wie das Wasser durch einen Wasserzähler/eine Wasseruhr fließen muss.
Wenn wir mal bei diesen Ersatzschaubild bleiben, dann hört man z.B. einen Wasserzähler/eine Wasseruhr, es rattert im Inneren, das fließende Wasser treibt ein Zählwerk an.
Das kostet Energie und durch den Wasserzähler wird auch der Querschnitt in diesem Bereich verengt, der Wasserzähler beeinflusst also die durch ihn fließende Wassermenge in einem gewissen Rahmen.
Ähnlich beeinflusst auch ein Amperemeter die Strommessung (in einem begrenzten Rahmen).
Bei geringen Strömen macht das wenig aus, Messungen von Standby-Strom oder Strom bei Moonlight können problemlos durch die Messspitzen und Leitungen erfolgen.
Aber bei höheren Strömen wird das Multimeter ggf. zur "Engstelle" und hat dadurch selbst Einfluss auf das Messergebnis.
Ein Zangenamperemeter arbeitet anders, das hat
@Onkel Otto ja schon angesprochen. Aufgrund des dort angewandten anderen Messprinzips ist ein Zangenamperemeter jedoch bei sehr kleinen Strömen erheblich ungenauer bis ungeeignet.
Aber für die Messung des "Tailcap-Stroms" einer Taschenlampen bei mittleren und höheren Leistungsstufen ist es besser geeignet, weil es die Messergebnisse nicht beeinflussen kann.
Und nochmal kurz zum Mutlimeter:
Es kommt auf deinen persönlichen Einsatzzweck an, man kann natürlich Hals über Kopf irgendwelche Gerätenamen in die Runde werfen, aber das greift viel zu kurz.
Solange es ausschließlich um Niederspannung geht (Gleichspannung bis ca. 40 V, Wechselspannung bis ca. 25 V), ist das bereits erwähnte
Aneng AN8008 problemlos geeignet.
Es ist klein, leicht, günstig, läuft mit AAA-Batterien, hat eine hohe Auflösung, ist sehr genau und hat einen großen Lieferumfang.
Sobald aber auch mal Messungen im Bereich der Netzspannung an Frage kommen, sollte man wegen der erhöhten Anforderungen an die elektrische Sicherheit mehr investieren und keine Kompromisse machen.
Für's eigene Leben sollte einem ein professionelles Mittelklassegerät nicht zu teuer sein. Da müssen dann ab ca. 70 - 80 € oder mehr investiert werden.
Mit welchem Termometerkabel ( ich nenne es mal so ) kann man gut die Temperatur messen? Oder ist ein MM dafür eh nicht zu gebrauchen?
Man kann nicht beliebige Thermometer-Fühler an beliebigen DMMs verwenden.
Manche DMMs arbeiten mit so genannten
NTCs, spezielle Widerstände, deren Wert sich (in einem begrenzten Bereich) linear mit der Temperatur verändert. Dort muss der Fühler genau an das DMM angeglichen sein.
Verbreitet ist die Messung mit Hilfe von
Thermoelementen vom Typ K und dort wäre es grundsätzlich möglich, die Fühler untereinander zu tauschen, also Typ K-Fühler von Multimeter A bei Multimeter B zu verwenden.
Da es jedoch in der Praxis diverse Stolpersteine gibt, empfiehlt sich die Verwendung des Originalfühlers, sonst wird es schnell ungenau.
Für präzisere Temperaturmessungen in einem größeren Bereich muss man auf anderen Techniken zurück greifen, z.B.
PT100 oder PT1000. Das sind spezielle Platin-Widerstände, die jedoch eine andere Elektronik erfordern und daher in DMMs nicht üblich sind.