Zeigt eure Lautsprecher und HiFi Komponenten

Onkel Otto

Moderator
Teammitglied
20 November 2015
9.339
10.550
113
Stadtallendorf
Diese Anlage begeistert mich immer wieder, und das seit 34 Jahren.

Ich sehe auf den Bildern mehr als eine Laterne : --> :thumbup:
Ich sehe auf den Bildern mehr als einen Kopfhörer : --> :thumbup: :thumbup:
Ich sehe auf den Bildern sehr gute historische Lautsprecher : --> :thumbup: :thumbup: :thumbup:

:)

Nein, das ist noch Serie 1. Als ich das Meßprotokoll sah (von 20-20.000 Hz) eine Abweichung im Schalldruck von maximal 0,8 dB (also fast linear), ...

Unglaublich. Frequenzgang (Datenblatt) 45Hz - 20.000 Hz, @ ±2 dB.
Hast Du eine Referenz oder bist Du in der Kommastelle verrutscht ?

Greetings
Klaus
 

Luminitis

Flashaholic*
15 November 2024
416
505
93
Saarland
Echt Hammer die Teile.:thumbup: Aber 20Hz mit 0,8dB ist schon krass. Das nötige Volumen dafür haben sie ja. Wie heißt es so schön: Hubraum lässt sich durch nichts ersetzen. Vielen Dank fürs zeigen.

LG Thomas
 
G

Gast 30531

Guest
Man muss allerdings auch erwähnen, das solche Messprotokolle in Schalltoten Räumen aufgezeichnet werden. In Wohnräumen wird dies dann ganz anders aussehen, auch wenn man die Lautsprecher auf den jeweiligen Raum und dem Hörplatz einmessen (lassen) kann. Was aber nichts daran ändert, das diese Lautsprecher grundsätzlich ziemlich gut sind :thumbsup:
 

TheBandit

Flashaholic
18 Dezember 2012
220
138
43
im Hochtaunus
Unglaublich. Hast Du eine Referenz oder bist Du in der Kommastelle verrutscht ?
Zum Kauf gab es damals die Meßprotokolle dazu, jeweils mit Seriennummer der einzelnen Box. Sicherlich verliefen die Kurven nicht synchron, aber B&W hatten die beiden Boxen entsprechend der Kurven gepaart.
Andere, auch namhafte Hersteller, hatten diese Protokolle nicht dabei; da gab es höchstens mal in einem Fachmagazin einen Test. Dort waren die Kurven aber eher sehr "kurvig", Abweichungen von bis zu 10 dB kein Thema.
Die Matrix 801 hatte sich ihre Lorbeeren auch als Studiomonitor erarbeitet.
Sicherlich gibt es heute bessere Boxen, aber ich stehe zu meinen Schätzen.

Echt Hammer die Teile.:thumbup: Aber 20Hz mit 0,8dB ist schon krass. Das nötige Volumen dafür haben sie ja. Wie heißt es so schön: Hubraum lässt sich durch nichts ersetzen. Vielen Dank fürs zeigen.
Das ist richtig; und auch Membranfläche ist durch nichts zu ersetzen. Dazu kommt, dass die Box mit ihren 50 kg auch nicht die leichteste ist.
Die Mitteltönermembran ist aus Kevlar, die des Hochtöners aus Titan. Das aufgesetzte Mittel-/Hochtongehäuse ist aus Faserbeton.
Die Tieftonmembran ist hingegen beschichtete Pappe.
Die Magneten sind, wie zu dieser Zeit üblich, Ferritmagnete. Neodymmagnete gab es damals noch nicht. Damit sind hohe Amplituden der Membranen nicht ohne weiteres möglich.
Die Anschlussterminals sind getrennt, einer für TT, einer für MT/HT, womit eine angepasste Verkabelung möglich ist.

Man muss allerdings auch erwähnen, das solche Messprotokolle in Schalltoten Räumen aufgezeichnet werden. In Wohnräumen wird dies dann ganz anders aussehen, auch wenn man die Lautsprecher auf den jeweiligen Raum und dem Hörplatz einmessen (lassen) kann. Was aber nichts daran ändert, das diese Lautsprecher grundsätzlich ziemlich gut sind :thumbsup:
Das ist richtig. Ich war schon erstaunt, wie unterschiedlich die Boxen in verschiedenen Räumen klingen. Eines jedoch ist dabei nicht verloren gegangen, das ist die Auflösung.
Einmessen lassen ist mit dem vorhandenen Equipment leider nicht möglich, da dies rein analoges Equipment ist.
Vor einer anderen Aufstellung/Plazierung steht eine höhere Macht :grinsen:.
Aber in dieser Konfiguration machen sie mir immer noch viel Spaß.

Eine Frage hätte ich mal an Onkel Otto:
Wenn ich die Bilder mit den Lautsprecher-Paraden sehe, hörst du sie auch dort? Oder bringst du sie in einen anderen Raum um die Verfälschung durch die anderen mitschwingenden Membranen zu verhindern? Oder hast du ein anderes Konzept?
 
Zuletzt bearbeitet:

Onkel Otto

Moderator
Teammitglied
20 November 2015
9.339
10.550
113
Stadtallendorf
Eine Frage hätte ich mal an Onkel Otto:
Wenn ich die Bilder mit den Lautsprecher-Paraden sehe, hörst du sie auch dort?

Ich habe drei Hörräume, vom denen ich nur zwei regelmäßig benutze, weil der dritte
in Bezug auf die erreichbare Klangqualität zu weit abfällt, da ich mit dem Rücken zu
sehr wandnah sitze.
Die Lautsprecher höre ich an unterschiedlichen Positionen. Oft kommen mir Nachts
die grandiosesten Ideen welche Lautsprecher ich wo gern hören möchte und morgens
heißt es dann voller Neugier: "wandernde Lautsprecher" :).

Dann, wenn alles Aufgebaut ist, höre ich und erkunde den Raum - wo sind die Moden
wie stark oder wo gibt es Auslöschungen. Oft verändere ich dann die Positionen der
Lautsprecher wiederholt und suche immer wieder nach dem Sweetspot im Raum, an
dem ich sitzen möchte.

Die großen Lautsprecher (insb. Elac Vela FS 409 und Magnat Signature 1109) haben
inzwischen feste Postionen, weil schwer, groß und teuer. Daher zunehmend auch
meine Zuwendung zu den "Naschwerken", bei denen das Umherräumen und fröhliche
Experimentieren viel angenehmer zu bewerkstelligen ist.

Oder bringst du sie in einen anderen Raum um die Verfälschung durch die anderen
mitschwingenden Membranen zu verhindern?

Bei den z.T. sehr unterschiedlichen Aufbauten haben sich die nebenstehenden Boxen
klanglich häufig im Sinne einer Bassfalle als förderlich erwiesen.

Oder hast du ein anderes Konzept?

Ich sehe es so, dass jeder Lautsprecher ein Angebot seiner akustischen Interpretation
elektrischer Signale präsentiert. Je nachdem welche Musik ich in welcher Stimmung
und bei welcher Lautstärke hören mag, wähle ich das Setup aus.

Grundsätzlich mag ich es, wenn der Anteil des direkten Schalls weit dominierend ist.
So habe ich z.B. an meiner bevorzugten Hörposition im Wohnzimmer bei einem
Abstand von ca. 2.5 m zu den Lautsprechern immer noch über 4 m Platz bis zur gut
bedämmten Rückwand des Raums.

Nicht selten ist mir der Klang und die Bühne der großen Lautsprecher wegen ihrer
Wucht und der Vielzahl an Details zu mächtig, so dass ich dann das schlanke und
präziese Klangbild kleiner Lautsprecher, z.B. das der Dynaudio Evoke 10 bevorzuge.

Hier aktuell mit dem Handy direkt aus der Hörposition

20250427_102849_nc_1200.jpg

Greetings
Klaus
 
  • Danke
Reaktionen: TheBandit

Onkel Otto

Moderator
Teammitglied
20 November 2015
9.339
10.550
113
Stadtallendorf
Danke. Damit gehörst zu den richtig weit Fortgeschrittenen

Gracias :)

Hier einmal der Sommerhörplatz aus der Sicht der Lautsprecher
(Canton Vento 896.2 & Vento 30 on top und Wharfedale Aura 2)

20250428_123831_xn_1200.jpg

Ein akustisch ebenso herausfordernder wie hoch interessanter Raum.
Der Sweetspot ist eng begrenzt: ±25 cm vor oder zurück, dann leiden
entweder die Bühne (-25cm) oder die Bässe (+25cm).
Auch haben die Türen, ob offen oder geschlossen einen deutlichen Einfluß.
Aber an der richtigen Position klingt es ganz ausgezeichnet :thumbup:.

Greetings
Klaus
 
G

Gast 30531

Guest
Was den Frequenzgang betrifft, da gab es z.b. Lautsprecher wie die Sentry III, die keine optimalen Frequenzeigenschaften hatte, aber trotzdem als High-End auf dem Markt kam . Allein ihr Erscheinungsbild und die Dynamik jagte Respekt ein.
Die damals sensationellen Bose 901 Series waren ohne elektronischem EQ auch keine Klangwunder. Mit EQ waren sie dagegen gut, wenn auch etwas bassschwach. Eher für klassische Musik prädestiniert.
Wie bei der Hummel, physikalisch kann die gar nicht fliegen, aber das weiß sie nicht und fliegt einfach. ;)

Meine gezeigten Lautsprecher klingen auch besser, als sie aussehen. Ich müsste da irgendwo sogar noch eine kurze Tonaufnahme während eines Festes haben.
Naja, soviel dazu.
 

Obro

Flashaholic*
20 Dezember 2017
609
324
63
Wie bei der Hummel, physikalisch kann die gar nicht fliegen, aber das weiß sie nicht und fliegt einfach.
Hummeln haben einen extrem schnellen Flügelschlag mit dem sie einen stehenden Wirbel unter dem Flügel erzeugen der ihnen den notwendigen Auftrieb gibt. Der Luftruck über dem Flügel wird vermindert, das ein Effekt entsteht wie bei Tragflächen mit konstantem Luftstrom über die Fläche. Physikalisch nichts ungewöhnliches. Auch Lautsprecher hebeln die Physik nicht aus. Den Klang macht der Raum in dem die Lautsprecher spielen.
Ein akustisch ebenso herausfordernder wie hoch interessanter Raum.
Der Sweetspot ist eng begrenzt: ±25 cm vor oder zurück, dann leiden
entweder die Bühne (-25cm) oder die Bässe (+25cm).
Auch haben die Türen, ob offen oder geschlossen einen deutlichen Einfluß.
Der Sweetspot liegt bei deinem Raum offensichtlich in einem Bereich mit wenig frühen Reflexionen und genau zwischen den Raummoden und Auslöschungen. Eine vielleicht bessere Möglichkeit wäre der Einsatz von Absorbern und Diffusoren.
 
Zuletzt bearbeitet:

aggerflash

Flashaholic*
30 November 2022
295
230
43
Ortenaukreis
Was den Frequenzgang betrifft, da gab es z.b. Lautsprecher wie die Sentry III, die keine optimalen Frequenzeigenschaften

Beim Selbstbau inkl. Eigenentwicklungen habe ich festgestellt, dass dieses reine starren auf den Frequenzgang den Spaß an der Sache vermiest.

Oftmals machen die Lautsprecher die nach Frequenzgang nicht perfekt mehr Spaß als die komplett gerade gelutschten Systeme
 
G

Gast 30531

Guest
Beim Selbstbau inkl. Eigenentwicklungen habe ich festgestellt, dass dieses reine starren auf den Frequenzgang den Spaß an der Sache vermiest.

Oftmals machen die Lautsprecher die nach Frequenzgang nicht perfekt mehr Spaß als die komplett gerade gelutschten Systeme
Es gibt nicht sehr viele Chassis, die ab Werk wirklich linear sind. Man kann das mit der Frequenzweiche alles gerade biegen, muss man auch bei Einbau der Chassis in ein Gehäuse.
Dies hat manchmal aber auch Nachteile auf die Wiedergabe, wenn dazu X-Bauteile in der Frequenzweiche bzw. im Signalweg nötig sind. Da nutzen dann auch keine High End Kondensatoren etc. nichts mehr. Dann lieber etwas weniger, und der Lautsprecher kann sich in Verbindung mit dem Verstärker besser entfalten.
So gibt es einen LS-Hersteller , die hatten einen recht bekannten und günstigen Breitbandlautsprecherchassis eines Deutschen Herstellers etwas präpariert, modifiziert, und das ganze dann recht teuer in Ihrem eigenem Fertiglautsprecherangebot im High End Bereich angeboten.

Ich habe eben einmal geschaut, Ein anderes Lautsprecherpaar für 108000 € , :pfeifen: Frequenzgang 34-20000 Hz +- 3db.
Das Gehäuse ist natürlich mordmäßig verarbeitet und sehr schwer. Aber auch dann, ich kenne keine so teuren HiFi- Chassis auf der Welt, die preislich pro Box auf über 5000 Euro kommen würden bei einem Dreiwegesystem. Meinetwegen die Frequenzweiche auch noch mal bei 500 € . Der Restwert in Namen und vermutlich viel Handarbeit. ;)
 

Onkel Otto

Moderator
Teammitglied
20 November 2015
9.339
10.550
113
Stadtallendorf
Oh, Post !

A6709477_nc_1200.jpg

Das ist gut :).

Wegen der recht schlechten Bewertungen bei Idealo war ich bei dem Händler
etwas zögerlich. Doch auf meine Anfragen wurde rasch und freundlich geantwortet,
sowie die "ungeöffnete OVP" bestätigt.

Da der Preis im "Rausverkauf" täglich Tag um einen weiteren Euro reduziert wurde
und in jeder Farbe jeweils nur ein Paar vorhanden war : "no risk, no fun" --> go.

A6709483_nc_1200.jpg

Sieht gut aus: tatsächlich "Neu und ungeöffnete OVP".

Ok, grob das Beuteschema prüfen:
- weiss : ✓
- abgerundete Kanten : ✓
- hochglanz : ✓

A6709486_nc_1200.jpg

... und mit einem AMT Hochtöner :verliebt: und man hat gar ca. 6m recht ordentliches Kupferkabel
in einem Säckchen beigelegt, damit es auch gleich losgehen kann.

Die Sonoro Orchestra Gen1 beim Einspielen ...

A6709492_nc_1200.jpg

Als "klangliche Abstützung" hier mit der Dynaudio Emit 20.

Es mag Leute geben, die ohne eine sehr gut bekannte und während des Einspielens unveränderliche
Referenz auskommen und die Klangentwicklung unmittelbar wahrnehmen können, doch das kann
ich nicht. Wenn ich die reinen Unterschiede höre, dann kann ich auch kleine Veränderungen in Bühne
und Klang viel leichter bemerken.

Greetings
Klaus
 
  • Danke
Reaktionen: aggerflash

Dachfalter

Flashaholic***
30 September 2014
7.549
5.024
113
Allgäu
Oh! Da hab ich leider den Anschluss verpasst. Meine Frau hat vor etwa 20 Jahren meine Magnat Sigma800 nebst Grundig Fine Arts auf den Dachboden verbannt und da stehen sie nun...

Ich komm eigentlich nur noch in den Genuss von Kopfhörermusik (leider...)
 
  • Danke
Reaktionen: Onkel Otto

Onkel Otto

Moderator
Teammitglied
20 November 2015
9.339
10.550
113
Stadtallendorf
Meine Frau hat vor etwa 20 Jahren meine Magnat Sigma800 nebst
Grundig Fine Arts auf den Dachboden verbannt und da stehen sie nun...

Grundgütiger, oh wie herzlos, wie gemein!
Auf dem Dachboden stehen die LS denkbar schlecht. Nicht gut, gar nicht gut.
Nein, das haben sie nicht verdient, siehe Stereoplay 2/88.
Soll ich mal mit Deiner Frau sprechen* ?

Oh! Da hab ich leider den Anschluss verpasst.

Ja, das hatte ich auch, bis mich der Kauf des Denon DRA-800H im Feb. 2022
zu meinem Glück wieder ins hier und jetzt katapultiert hat.

Greetings
Klaus

[* Scherz]
 
  • Danke
Reaktionen: Dachfalter
G

Gast 30531

Guest
Eine Frage hätte ich mal an Onkel Otto:
Wenn ich die Bilder mit den Lautsprecher-Paraden sehe, hörst du sie auch dort? Oder bringst du sie in einen anderen Raum um die Verfälschung durch die anderen mitschwingenden Membranen zu verhindern?
Das ist eine durchaus interessantes Phänomen. Vor allen, wenn 2 Lautsprecher dicht nebeneinander stehen, könnte es tatsächlich Auslöschungen im Bassbereich geben, möglicherweise auch Überhöhungen. Durch das Mitschwingen der Membranen im Resonanzbereich, die ja gerade bei Standard Hi-Fi Tieftönern meistens weich aufgehängt sind. Dieses Verhalten wird ja auch bei Passivmembranen genutzt, um eine saubere Bassreflexwiedergabe zu erzeugen.

Ein Testaufbau mit 2 Lautsprechern dicht nebeneinander, wobei einer verpolt angeschlossen wird , ergibt fast Null Bass .

Wir hatten dieses Problem einmal in der Firma, wo ich eine Zeitlang war, bei einem Subwoofer mit 2 15`er Bässen. Der laut Discobetreiber angeblich kaum Bass erzeugte trotz aufgedrehtem Verstärker. Da hatte der Boxenbauer oder wer auch immer ein Chassis verpolt angeschlossen. Das die Lautsprecher diese Tortur überlebt hatten, ein Wunder. Nach richtigem Anschluß ein Leuchten in den Augen des Discobesitzers.
 

Onkel Otto

Moderator
Teammitglied
20 November 2015
9.339
10.550
113
Stadtallendorf
Nach gut zwei Tagen Einspielzeit war rasch klar, dass die Sonoro Orchestra Gen1
mindestens eine Klasse über der für die "psycho-akustische Abstützung" verwendete
Dynaudio Emit 20 spielt.

Also denn, auf, auf :
nächste Vergleichsrunde mit der schön universell spielenden Canton Vento 30.

A6709518_nc_1200.jpg

Überraschung: diese beiden Lautsprecher klingen dermaßen ähnlich und auch die
Bühne ist nahezu identisch, dass ich sie nicht statistisch sicher unterscheiden kann.

Die Unterschiede sind derart marginal, dass sie sich durch unterschiedliches Einwinkeln
oder eine sanfte Abdämmung der BR Öffnung mehr als kompensieren lassen.

Tendenziell spielt die Vento 30 einen hauch tiefer, aber die Orchestra hat den besser
kontrollierten Bass. Die Orchestra ist in den Höhen minimal agiler, ohne - und das
ist toll - die Sibilanten schärfer werden zu lassen.
Also, ein "Claudia Jung & Nik P : Sommerwein Proof" ---> der AMT taugt was :thumbup:.

Das akustische Design des Orchestras ist eindeutig auf keine/kaum Einwinklung
abgestimmt, denn sonst wird der AMT im Nahfeld zu mächtig. Diese Ausrichtung,
z.B. auf einem Sideboard, ist von Sonoro so gedacht. Passt also.

Interessant ist, dass diese beiden Lautsprecher trotz der sehr unterschiedlichen Konzepte:
MT/TT: Sonoro Papier mit PE-Beschichtung vs. Canton Titanium-Graphit und
HT: Sonoro AMT (85 cm², mehr wird leider nicht verraten) vs. Canton Keramik Kalotte
einen so sehr ähnliche Klang liefern. Das habe ich so noch nicht gehört.

Als letzte Stufe dann die Paarung mit der Dynaudio Evoke 10. Die Kef LS50 Meta und die
Elac Vela BS 403.2 lasse ich vorerst aus.

A6709522_nc_1200.jpg

Hier, wie zu erwarten, ein deutlicher Unterschied in der Bühne, denn die Evoke 10 kann deren
Tiefe besonders gut darstellen, ist aber dafür nicht ganz so punktgenau.

Die Sonoro hat das Zeug eine ungemein breite und insb. mittig sehr präzise Bühne darzustellen.
Ja, die machen mir Freude und werden ins Setup integriert ....

... nach knapp zwei Tagen mit etwas Geschiebe, Gehöre, Eingewinkle und Gemäch
spät abends dann der aktuelle Zustand mit dem ich sehr zufrieden bin :).

A6709530_nc_1200.jpg
Denon DRA-900H mit KEF R5 und Nubert nuVero 110
Marantz Stereo 70s (1) mit Dynaudio Evoke 10 und Elac Vela 409
Marantz Stereo 70s (2) mit Sonoro Orchestra Gen1 und Magnat Signature 1109


Greetings
Klaus
 
  • Danke
Reaktionen: BerndDasBrot
G

Gast 30531

Guest
Man könnte zu diesen ganzen Lautsprechern auch The White Wall in Anlehnung an das Album The Wall von Pink Floyd sagen. ;)

Hast Du da einen Umschalter, oder schließt Du die Lautsprecher jeweils manuell an, wenn Du mal wechseln willst ?
 
  • Danke
Reaktionen: Onkel Otto

Onkel Otto

Moderator
Teammitglied
20 November 2015
9.339
10.550
113
Stadtallendorf
Hast Du da einen Umschalter, oder schließt Du die Lautsprecher jeweils manuell an, wenn Du mal wechseln willst ?

Hmm, was soll dieses Bild sagen ?

A6709572_nc_1200.jpg
Ich stecke nicht um und switche nicht.
3 Zuspieler mit jeweils A und B macht 6 Paar Lautsprecher, siehe Bildunterschrift im Vorpost :cool:
Greetings
Klaus
 
G

Gast 30531

Guest
Ah-ja, über die Verstärker. Früher in den Hi-Fi Studios gab es immer diese Umschaltkonsolen. Ist wohl heute teils auch noch so.
 

Onkel Otto

Moderator
Teammitglied
20 November 2015
9.339
10.550
113
Stadtallendorf
Ah-ja, über die Verstärker. Früher in den Hi-Fi Studios gab es immer diese Umschaltkonsolen. Ist wohl heute teils auch noch so.

Ja, da gibt es sicher hochwertige Lösungen, die mitsamt Pegelausgleich kaum
etwas an Klangqualität kosten, doch ich hätte bei soetwas immer etwas Zweifel
und könnte meinen Gewissenswurm wohl nicht hinreichend beruhigen, so dass
ich dann doch wieder "direkt" verkabeln würde.

Trotz dieses evtl. unberechtigten Unbehagens hätte ich eine solche Lösung sicher
angedacht, wenn ich vor gut 3 Jahren ...

P1100309_nc_1200.jpg

... schon gewusst hätte, wohin die Reise geht :).

A6709531_nc_1200.jpg

Greetings
Klaus
 
G

Gast 30531

Guest
Es gab aber auch ab und zu das Gemunkel, das man mit diesen Umschaltkonsolen in HiFi Geschäften durch gewisse Eingriffe Lautsprecher bevorzugen konnte. :pfeifen: Was aber wohl in seriösen Geschäften wohl eher nicht vorkam.
Unabhängig davon, kann man die Verkabelung in solchen Geschäften wesentlich unauffälliger verlegen als in Privaträumen. Da wird das einmal fest verlegt, und bei Bedarf werden eben nur andere Lautsprecher an die gleichen Kabel angeschlossen.
Ich war schon ewig nicht mehr in einem richtigen HiFi Laden. Ich kenne das so aus früheren Zeiten in Düsseldorf. HiFi Geschäfte sind ja heutzutage eher selten geworden. Und wo ich jetzt wohne, gibt es so etwas nicht mehr.

Hmm, was soll dieses Bild sagen ?

Anhang anzeigen 173406
Ich stecke nicht um und switche nicht.
3 Zuspieler mit jeweils A und B macht 6 Paar Lautsprecher, siehe Bildunterschrift im Vorpost :cool:
Greetings
Klaus
Ganz schöne Kabelei :thumbsup: , bei einem Lautsprecher ist die Bassreflexöffnung bedämpft, Aber sehr wertig , alles zusammen.
 

Onkel Otto

Moderator
Teammitglied
20 November 2015
9.339
10.550
113
Stadtallendorf
Sowohl bei den Standboxen als auch bei den "Naschwerken" (Regallautsprecher) habe ich
mein Augenmerk immer auf ein paar für mich interessante Kandidaten, bei denen ich dann
den Markt und die Preisentwicklung, insb. bei nahenden oder vollzogenen Modellwechseln
beobachte, um im Fall der Fälle wieder in diese fiese Abofalle zu dappen [Scherz].

Bei den Naschwerken habe ich z.B. die Canton Vento 20, T+A Pulsar R21, Wharfedale Aura 1,
Dynaudio Evoke 20, Acoustic Energy AE500 in Beobachtung.

Zu dieser Liste gehörte auch die Monitor Audio Silver 100 (7G).

Gehörte?

Ja, denn ich fand in den Kleinanzeigen die Möglichkeit an einem PA teilzunehmen.
Hier meinen besonderen Dank an Herrn Kohlgraf :).

Beim Auspacken bereits der short-term-waf : "Och, die sehen ja ganz nett aus."

A6700325_nc_1200.jpg

Der matte Lack ist, wie auch die Terminals und die Chassis, sauber verarbeitet.
Mein Exemplar zeigte zwar schon ein paar wönzige Spuren des PA, doch das mag vorkommen.

Um es vorweg zu nehmen: der long-term-waf ist nicht uneingeschränkt positiv, weil die
unregelmäßige Verteilung der Löcher um den Hochtöner auf die Dauer recht unruhig wirkt.

Ich habe die Monitor Audio Silver 100 (7G) mit drei ausgewählten Lautsprechern verglichen.
Hier im Thread :
1) Sonoro Orchestra
2) Canton Vento 30
3) Dynaudio Evoke 10


A6700347_nc_1200.jpg

1) Tonal sind sich die Silver 100 und die Orchestra ziemlich ähnlich.

Die Silver 100 hat mehr Bassfundament, ohne - und das freut mich - aufgebläht zu wirken.
Besser als z.B. die jüngst getestet Dynaudio Emit 20, die zwar noch hinreichend weit entfernt
von "dröhnig" war, aber die Gehäuseresonanzen übermäßig nutzte, um größer zu wirken.
Anmerkung: so ähnlich, wenn auch schwächer macht dies auch Elac bei der Solano BS 283.2.
Die Elac Vela BS 403.2 verzichtet hingegen darauf.

Die Mitten und die Stimmwiedergabe sind sehr ähnlich. Passt schon. Nicht was den Brustkorb
von Rainhard Fendrich zu dick oder Sarah Connor 30 Jahre älter wirken lässt.

Die Höhen sind im Vergleich deutlich zurückhaltend. Das wird hier besonders deutlich, weil der
AMT der Sonoro gern mal etwas vorlaut ist - sich durch weniger starkes Einwinkeln aber leicht
drosseln lässt.

Am auffälligsten ist aber der Unterschied in der Bühne. Die Bühne der Silver 100 ist viel breiter.
Jedoch leidet die Ortbarkeit in der Mitte darunter sehr. Weniger schön. Vielleicht ist die Basis
in dieser Hörposition für die Silver 100 schon zu breit. Eine Veränderung der Einwinkelung hat
die Sache leider nicht verbessert.


A6700357_nc_1200.jpg

2) Gut, dann treibe ich es mal auf die Spitze und vergleiche mit der Canton Vento 30, die eine
mittelmässig bereite, leider nur wenig tiefe, aber insb. mittig sehr präzise Bühne bietet.

Ja, tonal nicht ganz unähnlich, wobei hier auffällt, dass die Silver 100 manche Detail bereits
verschluckt oder nur mit Suchen wahrnehmen lässt.

Die Präzision der mittigen Bühne ist hier aber wie der Unterschied von Tag und Nacht.
Währen die Vento 30 die Stimmen mit einer realistischen Breite in den Raum stellt, muss ich
bei der Silver schon das Wort "matschig" bemühen. Manch einer mag das mögen, doch ich
bin beim Hören immer auf Positionssuche - das ist unbefriedigend und ermüdend.

Andererseits darf die Bühnenmitte dem Hörer aber auch nicht direkt vor die Füße projiziert
werden, so wie es z.B. die Dali Opticon MK II gern tut. Auch das ist nicht schön. Die Vento macht
es imho (noch) richtig, wobei die Tiefenstaffelung schon etwas auf der Strecke beleibt.


A6700386_nc_1200jpg.jpg

3) .... nun denn, dann mal anders: Dynaudio Evoke 10.
Auch hier sind die Höhen eher dezent, lassen Details aber nicht vermissen.
Der Bass ist natürlich schlanker, dafür aber etwas genauer.
Die Bühne ist noch breiter als die der Silver 100, das Zentrum ist noch diffuser, aber - und hier
kommt der Punkt: bemerkenswert tief gestaffelt, so dass die Geometrie bei Stimmen wieder
passend erscheint. Gut gemacht, Evoke 10.


Alles in allem würde ich die Silver 100 als einen schönen, gut verarbeiteten und ordentlich
klingenden Allrounder bezeichnen, der einen raumfüllenden Bass hat, in den Höhen niemals
nervig wird, den man aber - so die dargestellte Bühne von essentieller Bedeutung ist - zuvor
unbedingt in Ruhe zu Hause hören sollte, um eine gute Wahl zu treffen.


--> Update der persönlichen "Naschwerk"-Ranking-Liste hier im Thread:

Elac Vela BS 403.2
Dynaudio Evoke 10
Canton Vento 30
Elac Solano BS 283.2
Sonoro Orchestra
Monitor Audio Silver 100 (7G)
Dali Opticon 2 MK2
Kef LS50 Meta
Dynaudio Emit 20
Q Acoustics 3030i
Kef Q350

Und nun : weiter zum nächsten Tester. Nett war's und Spaß gemacht hat's :)

A6700412_nc_1200.jpg

Greetings
Klaus