Wurkkos DL10R Review

Leetfighter

Flashaholic
12 Januar 2021
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Nachdem mir die Wurkkos DL30 bei meinem Review ziemlich gut gefallen hat, konnte ich das Angebot von Wurkkos auch die DL10R zu reviewen einfach nicht ablehnen. Insbesondere, da ich ein großer Fan von einer internen Lademöglichkeit bin, und die DL30 dieses Feature leider nicht hat. Zusätzlich klang auch die versprochene Mehrleistung interessant.

*Die Lampe wurde mir von Wurkkos kostenlos zur Verfügung gestellt.*

Verpackung
Wurkkos üblich wurde die Lampe in einem schlichten Karton geliefert. Die Lampe war nochmal in Luftpolsterfolie verpackt, um sie vor Kratzern zu schützen. An Zubehör habe ich im Karton folgendes gefunden:

  • Ladekabel (USB A -> USB C)
  • Halteschlaufe
  • Bedienungsanleitung
  • Ersatz O-Ringe
  • Akkuisolationsplättchen Hinweiskarte
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Lampe
Design
Direkt beim ersten Eindruck ist mir aufgefallen, dass die Lampe recht lang ist, gerade im Vergleich mit der DL30. Dies ist vermutlich der Ladefunktion und dem recht tiefen Reflektor geschuldet. Das Design ist sehr schlicht. Meiner Meinung nach hätte ein Knurling für eine bessere Griffigkeit nicht geschadet. Die Dicke von Kopf und Heckkappe verhindern ein aus der Hand rutschen aber relativ zuverlässig.
Der Sinn des etwas abgeflachten Rings um den Kopf erschließt sich mir nicht. Ein wegrollen verhindert er kaum bis gar nicht und auch für eine verbesserte Wärmeableitung scheint er mir ziemlich unterdimensioniert. Effektiv erhöht er also nur das Gewicht und den Durchmesser der Lampe.
Die Öse für die Handschlaufe dürfte selbst für die stabilsten Handschlaufen ausreichend groß dimensioniert sein und wirkt auch selber sehr stabil. Die Kanten sind schön stumpf. Vom Design hätte mir hier aber eine Lösung mit einem erhöhten Rand mit eingefrästen Löchern besser gefallen, da dieser die Tailstandfähigkeit erhalten und die Möglichkeit geboten hätte, einen Magneten einzukleben.

Verarbeitung
Die Verarbeitungsqualität der Lampe ist größtenteils auf einem guten bis sehr guten Level. Ich konnte keine scharfen Kanten oder ähnliches finden. Die Anodisierung ist fehlerfrei und die Bedruckung sehr scharf. Nur einige weiße Linien im "Wurkkos" Schriftzug sind mir "negativ" aufgefallen. Dabei kann ich nicht sagen, ob es sich um Druckfehler oder überlackierte Minikratzer handelt. Da man sie aber nur bei wirklich genauen Hinsehen erkennen kann, trüben sie mein Bild der Lmape überhaupt nicht. Ganz im Gegensatz zum Drehring, welcher hier leider negativ hervorsticht. Mehr dazu unter Bedienung.

Die Gewinde sind sauber geschnitten und geschmiert bei mir angekommen und laufen dementsprechend flüssig. Beide Gewinde sind mit 2 O-Ringen gegen Wassereinbruch geschützt. Aufgrund der Anzahl von 4 O-Ringen, hätte ich mir auch 4 Ersatz O-Ringe als Lieferumfang gewünscht.

Der Akku sitzt eng genug im Rohr, dass nur bei starken Schütteln ein minimales Rappeln zu hören ist.

Maße
Wurkkos gibt die Maße der Lampe mit 140mm Länge, 41,5mm Durchmesser und einem Gewicht(ohne Akku) von 176g an. Diese kann ich im Rahmen meiner Messungenauigkeiten bestätigen. Zusätzlich habe ich mit Akku ein Gewicht von 250g ermittelt.

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LED & Treiber
In der Lampe werkelt eine XHP70.2 LED. Das ist im Vergleich zu anderen LEDs ein richiger Klopper. Da es diese LED nur in 6 und 12V Versionen gibt, muss in der Lampe ein Boost Treiber verbaut sein, der die Helligkeit auch bei sinkender Akkuspannung konstant hält.

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Akku & Ladefunktion
Mit Spannung versorgt wird die Lampe von einem mitgelieferten Wurkkos 21700 Akku. Bei Lieferung betrug seine Spannung 3,84V und er war mit einem kleinen Plättchen am Pluspol isoliert.

Diese ungewöhnliche Ort für so ein Plättchen ist natürlich der internen Ladefunktion geschuldet, die keine Isolation am Minuspol zulässt. In der Bedienungsanleitung wird auch korrekt auf diesen Umstand hingewiesen, auf der Akkuisolationsplättchen Hinweiskarte allerdings nicht, da es sich um die Standard Karte handelt, die auf ein PLättchen am Minuspol hinweist. Hier könnte ich mir vorstellen, dass es bei Ottonormalverbraucher zu Irritationen führen kann, weshalb mein Vorschlag wäre auf diese Karte zu verzichten oder eine angepasste Version beizulegen.

Geladen werden kann die Lampe über den unter der Hackkappe integrierten USB C Port. Dabei funktioniert sowohl USB A -> C, wie auch USB C -> C. Die Lampe zieht mit mäßig leerem Akku 1,74A bzw. 1,78A. Der Ladezustand wird dabei über eine neben dem Port integrierte LED angezeigt.

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Bedienung
Hier liegt mein größter Kritikpunkt. Zunächst muss ich sagen, dass ich seit meinem DL30 Review ein Fan der Drehringsteuerung bin. Sie ist sehr intuitiv und dadurch relativ stressicher und auch von Nicht-Flashies sicher und ohne Erklärung zu benutzen. Grundsätzlich wurde auch beim Design der Stuerung nicht viel falsch gemacht. Drei Leuchtstufen, die sich in einem angenehmen Abstand mit dem Drehring ansteuern lassen. Leider fühlt sich diese Steuerung bei meiner Lampe nicht so gut an, wie ich es von meiner DL30 gewohnt bin. Die Einrastpunkte sind sehr fest. So fest, dass es mit einem Finger sehr schwer ist die Leuchtstufe zu wechseln, und man, wenn man es schafft, gerne bis zum Anschlag weiterdreht. Wenn man zwei Finger verwendet, hat man dieses Problem nicht, aber auch dann fühlt sich das Drehen relativ kratzig an. Außerdem kann man den Ring an beiden Enden leicht überdrehen, was ungesund klingende Geräusche verursacht.

Das ist natürlich Meckern auf einem recht hohen Niveau, und die Lampe ist dadurch keineswegs unbenutzbar, allerdings hat Wurkkos mit der DL30 gezeigt, dass sie das deutlich besser können.

Eine kleine "Gefahr" möchte ich wieder nicht unerwähnt lassen, und zwar die Empfindlichkeit gegenüber anderen Magneten. Während ich bei diesem Bedienkonzept ein versehentliches Einschalten durch unbeabsichtigtes Drehen des Rings für eher unwahrscheinlich halte, schaltet sich die Lampe auch ein, wenn man einen Magneten an die richtige Stelle neben den Lampenkopf hält. Bei der Leistung der Lampe kann das durchaus zu einem Brand oder ähnlichem führen.


Zubehör
Da das benötigte und gelieferte Zubehör der Lampe recht überschaubar ist, hier einmal in aller Kürze das Wichtigste:

Die Bedienungsanleitung kommt in mehreren Sprachen, unter anderem auch Deutsch. Es wird alles Wichtige erklärt, irgendwelche Fehler sind mir nicht aufgefallen, weder inhaltlich noch sprachlich.

Das USB Kabel tut was es soll und wirkt ausreichend wertig.

Wie ich bereits in anderen Tauchlampenreviews verlauten lies, bin ich ein Fan der beiliegenden Handschlaufe. Sie wirkt deutlich wertiger und stabiler, als die Standard Billigschlaufen, die man sonst bekommt. Zusätzlich lässt sie sich durch die größeren möglichen Öffnungsweiten auch einfacher Nutzen.

Nutzung
Das Lichtbild gefällt mir relativ gut. Ich würde es als "allroundig" bezeichnen Der Spot ist ziemlich groß und angenehm Neutralweiß. An diesen schließt sich eine auch recht große Corona an, die leider einen deutlichen Tintshift in gelbe/gelb-grünliche aufweist. Der Spill ist wieder neutraler, lediglich zum äußersten Rand geht es ganz leicht ins Violette.

Durch die hohe Leistung wird die Lampe in Medium und insbesondere in High schnell relativ warm. Für mich sogar unangenehm warm. Die Wärme verteilt sich dabei gut auf die ganze Lampe.

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Links DL10R, Rechts DL30


Fazit
Insgesamt ist die Lampe trotz ihres Verbesserungspotenzials ziemlich gut und würde auch trotz der größeren Dimensionen aufgrund der integrierten Ladefunktion vermutlich meine DL30 als Winter EDC ersetzen. Aufgrund der Probleme mit dem Drehring, muss ich da aber erst noch etwas weiter ausprobieren und in der Praxis vergleichen. Hier würden mich auch die Erfahrungen interessieren, die andere Besitzer dieser Lampe gemacht haben. Im nächsten Beitrag gibt es noch einige Beamshots, aquch im Vergleich zur DL30, dass ihr euch ein eigenes Bild machen könnt.
 

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Leetfighter

Flashaholic
12 Januar 2021
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Auch hier der Hinweis, das DRK hat nichts mit der Lampe, dem Hersteller oder dem TLF zu tun.

DL10R indoor
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WK30 indoor
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Weiter im nächsten Beitrag
 

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pho

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29 Oktober 2019
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Danke für deine Mühen.

Meine Erfahrung mit dem Drehring ist, dass nach einer gewissen Nutzungsdauer er sich "einfährt" und etwas leichtgängiger wird.
Ich mag das stramme Gefühl aber auch recht gern, weil so verstellt man die Lampe nicht so schnell versehentlich.

Deine Vermutung mit den Boost-Treiber ist richtig. Die Lampe hat auch eine richtige Temperaturregelung. Hier habe ich ein Laufzeitdiagramm unter verschiedenen Bedingungen gemacht.

Gruß
pho
 
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Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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Tolles Review, danke dafür. :)

Die DL30 ist definitiv OK, aber bei der DL10R m hat man dann wenigstens einen vernünftigen Boosttreiber. :)
Dass der Selektorring so hart ausfällt, könnte auch einfach nur Serienstreuung sein...bei der Sofirn SD05 ist er ja sehr ähnlich zur DL30.

Ich frage mich an dieser Stelle, wieso andere Hersteller nicht nachziehen.
Es gibt ja aktuell z.B. von Fenix die PD40R V3.0 und von Rovyvon die GL1 sowie die S21 sowie S23 (die beidej letzteren Modelle haben ja eher einen Wippschalter mit drei Stufen, aber gehen zumindest tendenziell in die Richtung Selektorring).
Leider sieht man bei den beiden genannten Herstellern auch nur Luminus-LEDs...
 
2 August 2025
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Vielen Dank für das ausführliche Review. Ich habe online mehrere Wurkkos Modelle zum Tauchen gefunden und kann mich zwischen der DL10R und der DL70 einfach nicht entscheiden. Hast du oder sonst jemand eventuell tatsächliche Erfahrungen damit beim Tauchen? Mir geht es hauptsächlich um Nachttauchgänge aber auch im deutschen See bei Dunkelheit (ab 20 m oder so) Dankeschön falls jemand einen Rat hat. :)
 
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Leetfighter

Flashaholic
12 Januar 2021
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Ich kann dir da leider nicht helfen, mit Tauchen hatte ich bisher nur sehr wenig am Hut...
Eventuell fragst du hier mal in einem separaten Thema oder in diesem Beitrag. Du dürfte die Wahrscheinlichkeit höher sein, jemanden zu finden, der eine oder beide Lampen im praktischen Einsatz hatte. Oder du versuchst es in einem dedizierten Tauchforum.