Welches Multimeter ist das richtige?

Felurian

Flashaholic
10 Februar 2013
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Niedersachsen
Puuuuhhh,
nach der Lieferung der PD 32 UE mit dem Enerpower Akku und Lader, hätte ich auch gerne noch ein brauchbares Meßgerät.
Leider raucht mir schon etwas der Schädel.
Mastech 8229 habe ich vorerst ausgeschlossen.
Jetzt stehen die Uni-T Geräte zur Überlegung an.
Worin bestehen die Unterschiede zwischen UT 61 A und B; C und D und was kann E (mehr Counts, USB und TRMS) sonst noch besser?

Habe auch schon nach einem gebrauchten Fluke geguckt, aber die werden wohl zu teuer werden.
50€ will ich wohl ausgeben um ein halbwegs vernünftiges zu bekommen.
Gerne hätte ich aber den Unterschied der A und B; C und D; sowie E Modelle gewusst.

Brauche das Messgerät für die TL Akkus und eventuelle Fehlersuche bei mir zu Hause (USB und TRMS brauch ich eher nicht).
Würde denken das C ist eher das was ich brauchen kann.

Kann mich jemand erleuchten?

Gruß Felurian

........und wie ist das mit den Counts und Digits?
Was zeigt das DMM beim Messwert 4,2 V bei 6000 Counts
und was bei 22000 Counts an?
Die Erklärung die ich bereits gefunden habe leuchtet mir nicht so ganz ein.
 
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Maiger

Ehrenmitglied
27 Dezember 2011
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........und wie ist das mit den Counts und Digits?
Was zeigt das DMM beim Messwert 4,2 V bei 6000 Counts
und was bei 22000 Counts an?
Die Erklärung die ich bereits gefunden habe leuchtet mir nicht so ganz ein.

Bei 6000 Counts bist du im Meßbereich bis 6V (600V - 60V - 6V - 600mV)
Anzeige: 4,200

Bei 22000 Counts bist du im Meßbereich bis 22V (220V - 22V - 2,2V - 220mV)
Anzeige: 04,200
 
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DB2DX

Flashaholic
1 Dezember 2012
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Hallo,
bei 6000 counts zeigt Dir das UT61C die 4 Volt und drei Nachkommastellen an
z.B 4.198 oder 4.202 im Meßbereich bis 6 Volt
Das UT61E hat 22.000 Counts. Der für Dich hier erforderliche Meßbereich
wäre 22 Volt, da der niedrigere nur bis 2,2 Volt geht.
Die Anzeige deiner Akkuspannung wäre dann der gleiche wie beim UT61C.
also auch z.B 04.198 oder 04.202.
Meßtoleranzen sind hier nicht berücksichtigt - das UT61E ist präziser,
aber für deine Ansprüche sollte das UT61C genügen

Sorry - zu lange getippt
 
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Felurian

Flashaholic
10 Februar 2013
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Ok, da kann ich was mit anfangen.
Dann werde ich das UT 61 C wohl mal ins Auge fassen.
Es sei denn ich kann noch ein gebrauchtes Fluke77 III oder 87 III günstig schießen.
Weiß wer ob die für meine Messungen geeignet sind?
Danke.

Habe bei Fluke noch 19999 Counts entdeckt.
Sind das dann 199,99 V; 19,999V; 1,9999V; 199,99mV?
Kann ich damit auch 400 V Messungen vornehmen?
Nur mal zur Info!
 
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Felurian

Flashaholic
10 Februar 2013
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OK, dann hab ich`s jetzt.
Kann noch wer was zu den genannten Fluke DMM beisteuern?
Nochmal Danke.


..........vielleicht so eine schöne Erklärung auch noch zu den Digits (+1;+5 o.ä.)?!
Dann bin ich auch etwas erleuchtet.
 
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balloonix

Flashaholic**
18 Juli 2012
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Waldachtal im Schwarzwald
OK, dann hab ich`s jetzt.
Kann noch wer was zu den genannten Fluke DMM beisteuern?

Fluke ist in Sachen Messgeräte eine ganz andere Liga. Wahrscheinlich wird ein Fluke beim Messen eines Akkus auf dem Tisch nichts anderes anzeigen als das UT61. Die Unterschiede kommen, wenn das Gerät mal sher warm oder sehr kalt wird. Und wenn es älter wird. Und wenn du das Gerät kalibrieren lassen willst. Beim Fluke geht das i.d.R. über eine Schnittstelle, da wird das Gerät angestöpselt, ein Programm durchlaufen lassen und fertig. Wenn es Abweichungen gibt, wird das Softwaremäßig ohne Öffnen des Gerätes gleich korrigiert. Beim UT sind ein paar Trimmer im Gerät. Da wird das Kalibrieren deutlich teuerer und wenn justiert werden muß wird das extra kosten. Dann gibt es Unterschiede beim messen von Wechselspannungen. Ist die Frequenz mal etwas höher oder sind Störungen drauf dann wird das messen schnell zum Schätzen. Und dann gibts große Unterschiede in Sachen Sicherheit. Fällt ein Fluke aus 1m Höhe runter, passiert dem Gerät nichts. Ein UT könnte dann hin sein. Genau so elektrische Sicherheit. Im UT können Sicherungen verbaut sein, die bei ein paar hundert Volt nicht nur durchbrennen sondern glech verbrennen und dabei dann das Gerät zerstören. Für das, was die 10A Sicherung fürs Fluke 87 kostet, kannst du bei Pollin ein komplettes Multimeter kaufen. Das Meiste, was ein Fluke (oder auch z.B. Gossen Metrawatt) zu bietn hat, braucht man als Hobbyanwender nicht. Wenn ein Fluke billig zu haben ist, schadet es nicht die Features zu haben, den Mehrpreis würd ich für Hobbyzwecke nicht ausgeben. Sagt mir jedenfalls meine Erfahrung die ich mit den aktuell 5 UT Geräten und 3 Fluke gemacht habe.
 

Felurian

Flashaholic
10 Februar 2013
102
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Niedersachsen
Hast du das Video in Beitrag 17 schon geguckt?

Der gute Mann hat das sicherlich gut erklärt. Hätte ich das Erzählte noch verstanden, hätte mich es vielleicht wietergebracht. Ich hatte mir es auch im Vorfeld bereits angesehen, aber durch die Verständigungsprobleme wieder weggeschaltet. Nun habe ich es mir erneut angesehen, kann auch etwas daraus mitnehmen, aber erleuchtet bin ich leider noch nicht.
Bin leider kein Englischprofi. Sorry

@balloonix

da hast du ziemlich verständlich zusammengefasst, wo der Unterschied besteht.
Danke

Erweiterung:
Ein Messgerät mit dem Messumfang 000,00 ... 999,99 V hat 5 Digit (5 Stellen). - aus Wikipedia -
Wie steht dies denn jetzt in Zusammenhang mit den Counts?
Habe ich 22000 Counts und 1 Digit, zeigt es dann 6 Stellen an?
Habe ich 6000 Counts und 5 Digit, zeigt es dann 5 Stellen an und ein 6000 Counts +1 Digit ebenfalls 5 Stellen?
Nur mit dem Unterschied bei den Messbereichen 6; 60V.......... / und 2,2V; 22V...........
Könnte man es so auslegen?
Und was bedeuten dann 1 ½ oder 3 ¾ Digits?

Ich hoffe die Fragen sind nicht all zu dämlich! Hab mich daran etwas festgebissen.
Würde es gerne verstehen.
 
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DB2DX

Flashaholic
1 Dezember 2012
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Hier die Erklärung dazu - besser kann man das eigentlich nicht erklären

Ich habe mir gerade mal den Einfluss der Messgenauigkeit angeschaut.

Das UT58E wird bei Gleichspannungsmessung mit dem Messfehler ±(0,05%+3digit) angegeben.
Mal angenommen wir wollen die Ladeschlussspannung eines Akkus mit 4,2 V messen. Was wird das Messgerät anzeigen?

0,05% von 4,2 V sind 0,0021 V.
Der kleinste mögliche Messbereich um 4,2 V zu messen, ist bei UT58E der 20-Volt-Bereich (19.999). Die Digits schlagen also mit 0,003 V zu Buche.
Der gesamte Messfehler beträgt also ±0,0051 V.
Bei 4,2 V wird das UT58E irgend etwas zwischen 4,195 V und 4,205 V anzeigen.

Beim UT61C (Messfehler ±(0,5+1digit)) wirkt sich der Fehler dramatischer aus.
0,5% von 4,2 V sind 0,021 V.
Der kleinste mögliche Messbereich beim UT61C um 4,2 V zu messen, ist der 6-V-Bereich (5.999). Die Digits bewirken also einen Fehler von 0,001 V.
Der gesamte Messfehler beträgt ±0,022 V.
Das UT61C wird also bei 4,2 V irgend etwas zwischen 4,178 V und 4,222 V anzeigen.

Ich merke gerade, das mein Messgerät (UT61B, wegen 4000 Counts noch ungenauer wie UT61C) eigentlich nur ein Schätzeisen ist. Ich sollte mir was besseres zulegen. ;)

Nur so zum Spaß die ganze Rechnung nocheinmal für ein Messgerät aus dem niedrigen Preissegment, beispielhaft das Voltcraft VC-11:
Messgenauigkeit ±(2,5%+2digits)
2,5% von 4,2 V sind 0,105 V
Das Messgerät wird die 4,2 V im 20-V-Bereich (19.99) messen. Die Digits wirken sich mit 0,02 V aus. Der gesamte Messfehler beträgt ±0,125 V.
Bei 4,2 V-Ladeschlussspannung wird das Messgerät einen Wert zwischen 4,08 V und 4,33 V anzeigen.
Jeder kann selber entscheiden ob das genau genug ist, um den Füllstand eines Akkus oder die Gleichheit von Akkus festzustellen.

Die Digits bezeichnen den Meßfehler der letzen Stelle(n) der Anzeige nach oben oder unten unabhängig von der
Grundgenauigkeit in % des Gerätes. Diese Ungenauigkeit muß nicht sein - darf aber
 
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balloonix

Flashaholic**
18 Juli 2012
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Waldachtal im Schwarzwald
Früher war das mal einfacher, da konnten die Wandler in den billigen Messgeräten bis 1024 zählen. Das hatte mit den Bits des Wandlers zu tun, jedes Bit mehr verdoppelt die Zahl der Schritte. Jedes Leuchtsegment am Display war teuer. Also hat man auf die letzten paar Schritte verzichtet und das Display hatte 3 Stellen, konnte also bis 999 anzeigen. Bei Messungen einer Batterie hatte man z.B. 1,56V, also nur 2 Nachkommastellen.

Dann hat man die Genauigkeit verbessert, sie hatten ein Bit mehr und die Wandler konnten bis 2048 zählen. Weil Display Segmente teuer waren, hat man dem Display zu den 3 Stellen eine vierte vorne angestellt, die nur eine "1" anzeien konnte. Das hat man dann 3 1/2 stellig genannt. Das Display konnte bis 1999 anzeigen. Also z.B. 1,999V oder 199,9V. Beim Messen der Batterie hattem an slao z.B. 1,563V, also 3 Nachkommastellen. Der Wandler konnte doppelt so viel, das Display hatte nur eine "1" mehr und man hatte die zehnfache Auflösung in vielen oft genutzten Bereichen. Die Messbereiche waren dafür angepasst, also z.b. bis 2V, bis 20V, bis 200V und bis 1000V Im Messbereich bis 1000V hatte man dann keine Nachkommastelle mehr.

Noch ein Bit mehr ergab dann 4096 Schritte. Die Geräte hatten dann Displays bis 3999. Das Gerät hatte dann 3 3/4 Stellen und 3999Counts. Bis dahin war alles recht einfach, die Angabe der Displaystellen hat ausgereicht, das Gerät zu beschreiben. Als dann noch mehr Bits dazu kamen, war das mit den Displays nicht mehr so einfach in 2 oder 3 Kategorien zu packen. Die Diplays sind kein wirklicher Kostenfaktor, Displays die nur ein paar Ziffern für den Messwert hatten gibt es heute fast nicht mehr, jedes Gerät hat ein eigens dafür gestaltetes Display, die Stellenzahl wirkt sich nicht mehr auf die Kosten aus, selbst Sondersymbole für Batteriezustand etc. sind fast ohne Ende möglich. Einige Geräte haben schon Punktmatrixdisplays und können auch Texte darstellen.

Eine Angabe +5 Digits gehört zur Genauigkeit. Also z.B. 1% +5 Digits heißt, das Gerät mißt mit 1% Genauigkeit und zusätzlich kann es noch bis 5 Zählschritte mehr anzeigen.

Digits sind normalerweise die Stellen der Anzeige, bei der Angabe der Genauigkeit verwendet man Digits dann für Zählschritte, die zu der %-Angabe noch als zusätzliche Ungenauigkeit dazu kommen. Und Counts sind normalerweise die Anzahl der Zählschritte. Alles etwas kompliziert und dazu werden die Begriffe auch nicht immer ganz einheitlich gebraucht.
 
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Felurian

Flashaholic
10 Februar 2013
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Niedersachsen
Ok, jetzt fällt langsam der Groschen.:)
Das werde ich mir nochmal ganz genau und einige Male durchlesen, dann hab ich`s. Ich danke euch beide (DB2DX und balloonix)
Natürlich auch Ziliax der diesen Beitrag ja schon früher erstellt hat. Diesen hatte ich auch vor ein paar Tagen schon gelesen, aber da war ich mit den Meßgeräten noch nicht so weit vorgedrungen.
Daher hatte ich leider dort nicht noch einmal nachgesehen.
Danke euch allen 3 für die Erklärungen.
Das hat sehr geholfen.:thumbsup:

Schönen Sonntag noch.
 
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26 Januar 2013
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3
Bei mir sind heute die beiden LIPO-Checker angekommen.
Ich hab vorerst zwei Jumper Kabel drangesteckt. Magnete zum verlöten liegen aber auch schon bereit.

Schaden die doch recht starken Magnete nicht den Geschützten 18650 Zellen bzw. den Lipo-Checker?

Meine beiden zeigen immer die gleichen Werte an. Das die Genauigkeit von ±0.005v erreicht wird wage ich jedoch zu bezweifeln.

Ich beobachte die momentan bei ebay Flunke und Gossen / Metrawatt Multimeter. Wenn das nichts wird Kauf ich mir ein UT61E.

 

Dunuin

Flashaholic**
3 April 2013
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Hamburg
Was ich an meinem teuren Multimeter am meisten schätze, das ist der gesonderte Ein/Aus-Schalter. Die Billigdinger haben meinst nur dieses eine Drehrad und wenn man es z.B. ausgeschaltet hat und dann einen Wiederstand messen will, dann muss man sich erst durch alle anderen Messmodi dazwischen durchschalten. Ich arbeite aber oft mit festen Klemmen und da will ich dann direkt in den gewünschten Modus und nicht erst vorbei an Spannungsmessung etc.

So stellt man dann vorher ein was man Messen möchte und muss nur noch mit dem 2. Schalter einschalten. Und ordentliche Genauigkeit ist auch nicht schlecht, besonders wenn man die winzigen Standbyströme messen will.

Autorange sowie min/max Logging würde ich auch nicht missen wollen.