Vorstellung Fenix TK20R

mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Hallo,

heute erreichte mich die neue Fenix TK20R:

DSC_0454.JPG


Es handelt sich um eine Lampe mit interner Lademöglichkeit. Ein Akku und ein USB-Kabel zum Aufladen werden mitgeliefert. Es ist also ein Komplettpaket - selbst Einsteiger in die LiIO-Akku-Technik benötigen kein weiteres Zubehör wie seperate Akkus oder Ladegeräte.

Die Leistungsdaten sind wie folgt:

1000 ANSI-Lumen, dank XP-L Hi v3 LED.
Laut Herstellerangabe 24.500 Lux, was für eine Reichweite nach ANSI-Norm (in welcher Entfernung kommen noch 0,25 Lux an) von 310 Metern sorgt.

Ein- und ausgeschaltet wird die Lampe über den mechanischen Tail-Clicky. Die Lampe besitzt 4 Leuchtstufen. Diese werden durch Drücken des seitlichen Schalters am Lampenkopf durchgeschaltet, und zwar:
10 Lumen
150 Lumen
350 Lumen
sowie 1000 Lumen.

Die Schaltreihenfolge ist immer von Low nach High. Die Lampe besitzt Mode-Memory; das bedeutet, sie schaltet sich immer in der zuletzt benutzten Leuchstufe ein.

Ein Doppelklick auf den Seitenschalter aktiviert den Strobo-Mode. Dieser fließt jedoch nicht in das Mode Memory der Lampe ein. Man kann die Lampe also nicht so voreinstellen, dass sie beim Einschalten in Strobo startet.

Bei dem Clicky handelt es sich um einen Forward-Clicky, so dass Momentlicht (durch Antippen und Gedrückt halten des Clicky) sowie Morsen möglich ist.

Die Lampe besitzt eine digitale Regelung für annähernd gleichbleibende Lichtleistung, selbst mit leer werdenden Akkus. In einem von mir durchgeführten Test schafft die Lampe mit einem relativ leeren Akku, welcher noch 3,65V hatte, beim Einschalten noch 82% der maximalen Helligkeit, die sie mit vollem Akku schafft. (Im Vergleich; eine Thrunite TN12 schafft mit diesem Akku noch 70% der Maximalhelligkeit. Eine Armytek Predator Pro mit Konstantregelung schafft mit diesem Akku noch 94% der Maximalhelligkeit.)

Außerdem hat die Lampe eine echte temperaturabhängige Regelung. Bei Erreichen von Temperaturen über 65 Grad Celsius regelt die Lampe die Leistung stufenweise in kleinen Schritten herunter. Eine weitere Neuerung bei Fenix ist, dass die Lampe die Leistung dann auch von alleine wieder hochregelt, sobald die Temperatur wieder unter 65 Grad gesunken ist. Dies kennt man bisher eigentlich nur von Zebralight-Lampen.

Trotz der Temperatursteuerung hat die Lampe zusätzlich einen timergesteuerten Step-Down. Dies dient wahrscheinlich einer möglichst langen Laufzeit mit einer Akkkuladung.

Auf flashlightshop.de (von dort habe ich mir die Lampe gekauft) steht, dass die Leistung nach 20 Minuten herabregelt. Meiner Beobachtung erfolgt dieser Step-Down jedoch schon früher, und zwar irgendwo zwischen 7 und 10 Minuten. Genaue Laufzeittests mit Ventilatorkühlung stehen noch aus (diese reiche ich noch nach).

Der Lieferumfang ist wie folgt:

DSC_0457.JPG


Neben der Lampe befindet sich im Lieferumfang ein Holster, die Anleitung und Garantiekarte, ein Aufsteck-Clip, ein Lanyard, sowie Ersatz-Oringe und ein USB-Kabel. Ein Netzteil befindet sich nicht im Lieferumfang. Man benötigt also entweder einen PC mit USB-Anschluß, oder einen beliebigen Handy-USB-Ladeadapter für die Steckdose.

Außerdem dabei ist ein geschützter Fenix-Akku im 18650-Format, mit einer Kapazität von 2900mAh. Der Akku befindet sich bereits in der Lampe. Aufgeschraubt und Bilder von den Innereien habe ich nicht gemacht; dies überlasse ich wiestom98 in seinem Review. :)

Der Akku ist aber ein Button-Top Akku. Da in der Lampe jedoch Federn sind, und zwar sowohl vorne am Kopf als auch im Tailclicky, funktionieren auch Flattop-Akkus in der Lampe problemlos.

DSC_0459.jpg


Der Zigarrengriff ist aus Metall, und ist abschraubbar, falls man den Zigarrengriff nicht wünscht. Im aufgeschraubten Zustand ist er fest, und bewegt sich nicht (anders als bei Klarus). Der aufgeschraubte Zigarrengriff fixiert außerdem den Aufsteck-Clip etwas, so dass ein versehentliches Lösen des Clips nicht vorkommen sollte.

Noch ein genauerer Blick auf die LED:

DSC_0469.JPG


Und auf das Heck der Lampe, mit dem Ladeanschluß, welcher sich unter einem Gumminippel verbirgt:

DSC_0468.JPG


DSC_0470.JPG


Die Lampe ist nicht tailstandfähig.

Der Gumminippel für den Ladeanschluß ragt etwas über die Ränder der Tailcap hinaus. Das führt bei mir dazu, dass ich beim Abschrauben der Tailcap ungewollt immer auch den USB-Ladeanschluss offen lege.

In der Praxis dürfte das jedoch kein Problem sein, da man die Tailcap ja nie abschrauben muss, da der Akku in der Lampe geladen werden kann.

Um den vorderen Seitenschalter herum befindet sich eine Kontroll-Lampe:

DSC_0479.JPG


Beim Laden leuchtet sie rot, und beim Ladeende grün:

DSC_0481.JPG


Außerdem leuchtet diese Kontrollanzeige auch beim Einschalten der Lampe für ein paar Sekunden, um Informationen über den Zustand des Akkus zu liefern. Diese Kontrollanzeige kann drei Zustände annehmen:

Grün (alles in Ordnung; Akku noch voll)
Rot (Akku fast leer), sowie
Rot blinkend (Alarmstufe rot; gleich geht das Licht aus).

Eine angenehme und durchdachte Besonderheit ist außerdem, dass man zum Aufladen des Akkus die Lampe nicht einschalten muss (wie dies z.B. bei der Thrunite TC10 und TC12 der Fall ist).

Bei dem mitgelieferten Fenix-Akku handelt es sich um einen ganz normalen Standard-18650-Standard-Akku; also kein Spezialformat. Es können in der Lampe also beliebige andere 18650-Akkus verwendet und geladen werden.

Noch ein Gruppenbild mit anderen, vergleichbaren Lampen:

DSC_0484.JPG


DSC_0486.JPG


Das sind von links nach rechts:

Fenix TK16, TK15UE, TK20R, Klarus XT11S, sowie EagTac T200C2.

Lichtbild und Lichtfarbe ist ganz ähnlich wie die Klarus XT11S:

Klarus XT11S:

IMG_3469.JPG


Fenix TK20R:

IMG_3470.JPG


Ein genauerer Blick auf den Spot der beiden Lampen (links die XT11S, rechts die TK20R) ...

IMG_3466.JPG


... zeigt, dass der Spot der TK20R etwas größer ist als der der Klarus XT11S. Tatsache ist, dass der Spot der TK20R schon außergewöhnlich groß ist für eine Lampe mit XP-L Hi LED. Man vermutet fast, es handele sich um eine XM-L2 LED. Dadurch ist die TK20R vielleicht sogar noch etwas alltagstauglicher als die XT11S. In Sachen Reichweite steht die TK20R der XT11S jedoch in nichts nach.


Mein persönliches Fazit: Ein bis in die Details durchdachtes (Temperatursteuerung mit Auf- und Abwärtsregelung, Laden von beliebigen Standard-18650-Akkus, und zwar ohne, dass die Lampe zum Laden eingeschaltet werden muss) Lampen-Komplettpaket, mit ordentlich Helligkeit und Reichweite, bei einem alltagstauglichen Lichtbild. Eine Lampe, die man auch Taschenlampen-Anfängern empfehlen kann. Der Akku-Ladestop der Lampe ist auch entsprechend konservativ gestaltet. Je nach Akku kam ich beim Beenden des Ladevorgangs in der Lampe auf 4,16 bis 4,18V.

Viele Grüße,
Markus
 
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circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
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Da sage nochmal einer, Fenix halte sich bedeckt mit Neuigkeiten :) .

Wenn sie welche bringen, machen sie es richtig und es passt.

Danke für die Vorstellung, Markus.

Viele Grüße,

Stephan
 

mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Und hier noch ein Laufzeitgraph:

runtime.PNG


Die Lampe stand für die Messung draußen auf dem Balkon (hier hat es heute Abend geschneit, ehrlich!) und wurde mit einem Ventilator gekühlt, um die Auswirkung der Temperatursteuerung außen vor zu lassen.

Nach 40 Minuten habe ich die Lampe mal für einen Moment aus-, und wieder eingeschaltet (man sieht's an der leichten "Delle" im Graph bei Minute 40). Die Lampe macht nach dem Einschalten ziemlich genau bei der gleichen Helligkeit wieder weiter.

Eine zeitgesteuerte Abregelung (wie es auf der fenix-Seite steht) hat die Lampe definitiv nicht. Wenn sie runterregelt, ist es nur aufgrund der Temperatursteuerung.

Die Messung wurde mit dem mitgelieferten Fenix-Akku mit 2900mAh gemacht.

Nach 84 Minuten sackt die Hellgkeit spontan auf ca. 160 Lumen ab. Aus- und wieder Einschalten zeigt an dieser Stelle keine Veränderung mehr; die Lampe schaltet wohl abhängig von der Akkuspannung runter.

Nach insgesamt 109 Minuten schaltet die Lampe dann nochmals herunter, auf einen "Notlicht-Modus" mit ca. 6 Lumen.

Nach 2 Stunden habe ich den Test dann beendet (die Lampe lief zu dem Zeitpunkt immer noch mit 6 Lumen) und den Akku entnommen; er hatte im Leerlauf dann noch 3.34V.
 
12 November 2016
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Ein herzliches Danke an Markus für diese super Vorstellung der
Fenix TK20R.
Das wird wohl meine erste richtige Leuchte der Neuzeit. Meine Maglite ist ja schon ca 20 Jahre alt.

Jetzt brauche ich nur noch eine gute Shopempfehlung, wo Preis und Leistung stimmen und die Bestellung geht raus.
Draußen ist es schon wieder sehr dunkel und es fehlt die Erleuchtung !:flashaholic:

VG
Sven
 
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Gast5

Guest
Vielen Dank für das tolle Review und die Fotos. Macht immer wieder Spaß von Dir zu lesen.

Die Lampe gefällt mir ausgesprochen gut, obwohl sie am Ende knapp gegen die Klarus XT11S verloren hat. Diese hat den besseren Tailclicky nach meinem Geschmack.

Grüße
Boerne
 
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12 November 2016
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Guten Morgen,

mein Dank an Boerne !:thumbsup:
Jetzt ist es doch eine Klarus XT11S geworden.

Irgendwie sagt mir das UI besser zu.

Schaun wir mal, ich freu mich drauf.:tala:


VG Sven
 

schnag

Flashaholic*
27 Juli 2011
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Saarbrücken
Meine EA45S bringt im Ceiling Bounce Test (mit einem Sunche Light Meter HS1010) 138 Lux, mit Enelope Pro Akkus.
Die TK20R bringt es nur auf 117 Lux (mit einem EagTac 3500 mAh Akku).
Setze ich allerdings einen Button-Top Samsung 30Q ein, kommt sie auf 147 Lux.

Was ist hier los? Der EagTac Akku sollte doch die gleiche Leistung abgeben können/sollen als der 30Q?!
 

mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Ein Akku ohne Schutzschaltung hat eine höhere Spannungslage als der gleiche Akku mit einer Schutzschaltung versehen.
Die Helligkeit der Lampe hängt von der Akkuspannung ab. Der Akku kann schon die gleiche Leistung abgeben, aber bei dem Akku mit Schutzschaltung bringt dabei die Spannung etwas stärker ein.

Das ist allerdings keine Eigenheit der TK20R; das ist im Prinzip bei jeder 18650-fähigen Lampe so.
 

schnag

Flashaholic*
27 Juli 2011
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Saarbrücken
Danke für die Antwort mkr!
Ich hatte gedacht, die EagTac 3500 sind die absoluten Super-Akkus mit Schutz. Aber solch einen großen Unterschied zu einem 30Q hatte ich nicht erwartet.
 

mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Ich hatte gedacht, die EagTac 3500 sind die absoluten Super-Akkus mit Schutz
Das war er "früher" mal. Inzwischen gibt es tatsächlich bessere - Olight HDC 3500, Soshine 3600 (die neuere Edition).

Außerdem, der Eagtac 3500 hat eine 3500er Zelle, während der 30Q ja nur ein 3000er ist. Gute 3000er haben immer noch eine bessere Spannungslage als 3500er. Vergleiche den EagTac 3500 mal mit einer Sanyo 18650-GA, welches ebenfalls eine 3500er Zelle ist (wahrscheinlich sogar genau die gleiche Sanyo -GA Zelle), dann ist der Unterschied schon nicht mehr so groß.
 
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mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Es gibt anscheinend neuere Soshine 3600. Die ersten Soshine 3600 hatten ein fehlerhaftes PCB-Layout. Die neuen Soshine 3600er, die ich habe, sind mess- und sichtbar besser als die EagTac 3500 und Soshine 3400.

Hier im Forum gibt es einen "Welche Akkus für die Olight X7"-Thread, da habe ich das ausführlich durchgekaut. Die Soshine 3400 bringen zum Beispiel in der Olight X7 den Turbo S-Modus nicht; die Soshine 3600 hingegen schon.
 
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mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Keine Ahnung, woran man die neuen von außen erkennt. Ist das gleiche Problem wie bei der aktualisierten Nitecore Tip; die neueren haben das Lockout-Problem nicht mehr. Inzwischen ist es in der Elektronik-Branche leider usus, dass mitten in der Produktion ganz erheblich nachgebessert wird, ohne die neue Serie als solche zu kennzeichnen.
 
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mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Bei beiden ist noch die Frage, ob die überhaupt in der M43 passen bzw funktionieren. Die Olight sind länger als die EagTac, und die Soshine gibt es nur als FlatTop.

Die einzigen vernünftigen Akkus für die M43 sind meiner Meinung nach sowieso entweder LG HG2 oder Samsung 30Q; beide in der Button-Top-Ausführung. Du hast sowieso eine der letzten M43, in die überhaupt geschützte passen.
 
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mkr

Flashaholic***²
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Nanda Parbat
Die Soshine meinte ich, dur sagst nur Flat Top?
Ja, ist 'ne Grauzone. :) Für mich sind die irgenwie Zwitter. :) Der Button Top ist für einige Lampen zu breit (paßt manchmal nicht in die in der Lampe dafür vorgesehene Vertiefung).
die oben genannten möchte ich nicht, wegen ungeschützt...
Dann hättest du dir keine M43 zulegen dürfen. Wenn es eine Lampe gibt, die für ungeschützte Akkus prädestiniert ist, dann ist es die M43.
 
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