Hallo zusammen,
da ich aktuell eine eye 10 tic im Zulauf habe, habe ich mich schon mal vorab umgeschaut was man an der Lampe ändern könnte. Titan ist ja ein toller Werkstoff. Etwas leichter wie Stahl und trotzdem so stabil und zäh wie dieser. Dazu kommt die tolle Eigenschaft das man Titan recht einfach selbst anodisieren kann. Die Farbe variiert je nach angelegter Spannung.
Ich habe mich dann am Wochenende mal ran gemacht und etwas Cola in ein Gefäß gekippt und getestet. Soll ja angeblich auch mit Cola gehen. Das Resultat war etwas ernüchternt da die Farben recht blass waren.
Ich habe mir dann etwas Batteriesäure besorgt und mit dieser das ganze noch mal getestet. Das Ergebniss kann sich sehen lassen. Anleitung dazu gibt es ja zu hauf im Internet, daher brauche ich das ganze nicht nochmal komplett durchkauen. Aber in Kurzform:
- Batteriesäue in ein Glas (Die Säure kann mit +50% Wasser verdünnt werden, Reihenfolge beachten!!!)
- großes Titanblech als Kathode auch ins Gefäss
- Zielobjekt gut reinigen. Am besten mit warmem Wasser und etwas Seife erst mal gut abbürsten. Danach ins Alkoholbad und nochmal alles abpinseln OHNE dabei das Werkstück zu berühren. Also eine Halterung bauen. Das reinigen ist das A & O !
- danach direkt ins destilierte Wasser und ein paar mal schwenken
- ab ins Säurebad Anode am Wekstück angeschlossen aber noch keine Spannung angelegt
- Spannung/Farbe einstellen
- Spannung anlegen und Strom beobachten
- sobald der Strom unter 80-100mA geht abschalten!
- Werkstück raus und mit viel klarem Wasser abspülen
- mit einer Wurzelbürste gut abschrubben
Ich erkläre mal noch ein zwei Punkte etwas näher. Das Reinigen ist wirklich das wichtigste bei der Sache um gleichmäßige Farben hin zu bekommen. Am besten wäre es wenn man das Werkstück vorher kurz anätzen könnte. Dann direkt ins dest. Wasser und danach ins Säurebad. Zeit wo das Titan an der Luft ist sollte man vermeiden.
Die Lampe oder was auch immer sollte erst ins Säurebad bevor Spannung angelegt wird. Nur so ist sichergestellt das die Farbe überall gleichmäßig wird. Die Kathode sollte eine großere Fläche als das Zielobjekt haben. Man kann wohl auch Aluminium oder Edelstahl an Kathode nehmen. Ich bleibe bei Titan.
Nach der anodisierung kann und sollte man das Werkstück gut abschrubben. Es wird dabei eine Oxidschicht gelöst. Ist diese entfernt leuchten die Farben deutlich mehr. Mann kann das mit einer Zahlbürste oder Wurzelbürste machen.
Der ganze Prozess dauert nur ein paar! Sekunden. Der Strom geht recht schnell runter <100mA. Danach sollte man recht Zeitnah abschalten. Je länger das Titan unter Spannung gehalten wird, je matter werden auch wieder die Farben!
Mit dem ganzen Verfahren kann man auch Kunst betreiben. Man kann z.B. mit einem Pinsel auf dem Titan malen. Auch das ist recht einfach. Werkstück an die Anode klemmen. Ein Pinsel nehmen bei dem die Haare in einem Metall eingefasst sind. Die Kathode an das Pinselblech und den Pinsel mit etwas Säure benetzen. Jetzt kann man auf dem Titan einfach malen.
Und nun zum negativen Teil des ganzen:
- hier wird mit Säure hantiert ! Schutzkleidung tragen. Augeschutz und Handschuhe sind ebenso pflicht.
- Die Spannung mit der hantiert wird kann bis knapp über 100 Volt gehen. je nachdem welche Farbe benutzt wird
- die Anodisierung ist nicht mehr einfach entfernbar da die Oxidschicht sehr widerstandsfähig ist.
Es gib in amerika ein Mittel namens "Multi-Etch". Das Pulver scheint keine Säure zu sein. Es wird wohl einfach mit Wasser angesetzt und erwärmt. Danach kommt für weinige Sekunden das Titan in die Brühe und schon ist die Anodisierung weg. Super, aber das Zeug gibt es nicht in deutschland. Hat hier jemand eine Idee wie man die Anodisierung ohne Flusssäure oder abschleifen entfernen kann?
Anbei meine ersten Tests:
mit einem alten Pinsel gemalt:
da ich aktuell eine eye 10 tic im Zulauf habe, habe ich mich schon mal vorab umgeschaut was man an der Lampe ändern könnte. Titan ist ja ein toller Werkstoff. Etwas leichter wie Stahl und trotzdem so stabil und zäh wie dieser. Dazu kommt die tolle Eigenschaft das man Titan recht einfach selbst anodisieren kann. Die Farbe variiert je nach angelegter Spannung.
Ich habe mich dann am Wochenende mal ran gemacht und etwas Cola in ein Gefäß gekippt und getestet. Soll ja angeblich auch mit Cola gehen. Das Resultat war etwas ernüchternt da die Farben recht blass waren.
Ich habe mir dann etwas Batteriesäure besorgt und mit dieser das ganze noch mal getestet. Das Ergebniss kann sich sehen lassen. Anleitung dazu gibt es ja zu hauf im Internet, daher brauche ich das ganze nicht nochmal komplett durchkauen. Aber in Kurzform:
- Batteriesäue in ein Glas (Die Säure kann mit +50% Wasser verdünnt werden, Reihenfolge beachten!!!)
- großes Titanblech als Kathode auch ins Gefäss
- Zielobjekt gut reinigen. Am besten mit warmem Wasser und etwas Seife erst mal gut abbürsten. Danach ins Alkoholbad und nochmal alles abpinseln OHNE dabei das Werkstück zu berühren. Also eine Halterung bauen. Das reinigen ist das A & O !
- danach direkt ins destilierte Wasser und ein paar mal schwenken
- ab ins Säurebad Anode am Wekstück angeschlossen aber noch keine Spannung angelegt
- Spannung/Farbe einstellen
- Spannung anlegen und Strom beobachten
- sobald der Strom unter 80-100mA geht abschalten!
- Werkstück raus und mit viel klarem Wasser abspülen
- mit einer Wurzelbürste gut abschrubben
Ich erkläre mal noch ein zwei Punkte etwas näher. Das Reinigen ist wirklich das wichtigste bei der Sache um gleichmäßige Farben hin zu bekommen. Am besten wäre es wenn man das Werkstück vorher kurz anätzen könnte. Dann direkt ins dest. Wasser und danach ins Säurebad. Zeit wo das Titan an der Luft ist sollte man vermeiden.
Die Lampe oder was auch immer sollte erst ins Säurebad bevor Spannung angelegt wird. Nur so ist sichergestellt das die Farbe überall gleichmäßig wird. Die Kathode sollte eine großere Fläche als das Zielobjekt haben. Man kann wohl auch Aluminium oder Edelstahl an Kathode nehmen. Ich bleibe bei Titan.
Nach der anodisierung kann und sollte man das Werkstück gut abschrubben. Es wird dabei eine Oxidschicht gelöst. Ist diese entfernt leuchten die Farben deutlich mehr. Mann kann das mit einer Zahlbürste oder Wurzelbürste machen.
Der ganze Prozess dauert nur ein paar! Sekunden. Der Strom geht recht schnell runter <100mA. Danach sollte man recht Zeitnah abschalten. Je länger das Titan unter Spannung gehalten wird, je matter werden auch wieder die Farben!
Mit dem ganzen Verfahren kann man auch Kunst betreiben. Man kann z.B. mit einem Pinsel auf dem Titan malen. Auch das ist recht einfach. Werkstück an die Anode klemmen. Ein Pinsel nehmen bei dem die Haare in einem Metall eingefasst sind. Die Kathode an das Pinselblech und den Pinsel mit etwas Säure benetzen. Jetzt kann man auf dem Titan einfach malen.
Und nun zum negativen Teil des ganzen:
- hier wird mit Säure hantiert ! Schutzkleidung tragen. Augeschutz und Handschuhe sind ebenso pflicht.
- Die Spannung mit der hantiert wird kann bis knapp über 100 Volt gehen. je nachdem welche Farbe benutzt wird
- die Anodisierung ist nicht mehr einfach entfernbar da die Oxidschicht sehr widerstandsfähig ist.
Es gib in amerika ein Mittel namens "Multi-Etch". Das Pulver scheint keine Säure zu sein. Es wird wohl einfach mit Wasser angesetzt und erwärmt. Danach kommt für weinige Sekunden das Titan in die Brühe und schon ist die Anodisierung weg. Super, aber das Zeug gibt es nicht in deutschland. Hat hier jemand eine Idee wie man die Anodisierung ohne Flusssäure oder abschleifen entfernen kann?
Anbei meine ersten Tests:
mit einem alten Pinsel gemalt: