Tint Shift beim Dedomen vermeiden

RS.FREAK

Flashaholic***
24 Dezember 2014
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In der oberen Hälfte des Landes
Hast du schonmal probiert den Dom so ab zu schneiden das noch ein hauch über der Led bleibt? Bei einer kaltweißen XHP50 habe ich das gemacht, die Lichtfarbe ist exakt gleich geblieben und der Throw hat sich verbessert.
 
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Stone

Flashaholic*
5 Oktober 2010
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Ja, die LED aus Post #33 ist so behandelt. Ich würde sagen sie ist gefühlt auch wärmer geworden von der Farbtemperatur.

Gruß Matthias
 
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Stone

Flashaholic*
5 Oktober 2010
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So mal ein kurzes Update. Dank Spenden hab ich jetzt einige Probanden die ich misshandelt kann;).
Sind sogar sieben mit gleichem Bin dabei die super für die Tests sind:thumbup:.

Nochmal vielen Dank an alle die sich gemeldet haben und mir LEDs geschickt haben. Ich hoffe bei den Tests kommen gute Resultate raus von denen alle profitieren können.
Wenn noch jemand Ideen für Tests hat her damit :), dann werden die ausprobiert.

Gruß Matthias
 
  • Danke
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lampenfieber

Flashaholic
19 Dezember 2012
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Hi,
das jeweilige Material sollte auf Temperaturbeständigkeit getestet werden, bevor es auf die
LED appliziert wird :
Bleiben z.B. Struktur und Transparenz dauerhaft stabil ?
(Einige Materialien neigen zum vergilben, eintrüben o. Rissbildung, wenn sie oberhalb der zulässigen Temperatur behandelt werden.)
Dabei sollte das Material mehrmals einige Minuten mit 150 – 200 °C gestreßt werden.
Es ist von Vorteil, separat jeweils 2 „Probelinsen“ herzustellen.
Dazu einfach kleinen Pfützen auf einen glatten, ebenen Untergrund platzieren.
(Von Backpapier o. Glas können die viele Materialien auch ohne Trennmittel nach dem Aushärten abgenommen werden.)
Von den erhaltenen Probekörpern bleibt Einer zum Vergleich, der Andere wird getempert.
Nun kannst Du nach dem Versuch beide Kandidaten gegen das Licht halten und miteinander vergleichen.
So ist es möglich, kleinste Abweichungen zu erkennen, bevor evtl. die komplette LED als „ungeeignet“ im Müll verschwindet.
Bei dieser Methode kann man gleichzeitig die Viskosität und somit die Verlaufseigenschaften des Materials beurteilen u.ggf. mittels leichter Wärmeeinwirkung beeinflussen.

Grüße
 

Stone

Flashaholic*
5 Oktober 2010
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So nach einem Bestückungsmarathon und aufbrauchen fast meiner ganzen Alukernplatinen sind alle LEDs ready.
Der linke Haufen wird für normale test verwendet, da alle möglichen Bins dabei sind. Die rechts sind 7/8 das gleiche Bin und damit gut für die Abschlusstests um so einen direkten Vergleich zu haben.
Alle Alukernplatinen haben eine eigene Nummer um sie jederzeit zuordnen zu können.
full


Erster Test :
Derzeit geplant für zwei der linken LEDs .
Hat die Verweildauer im Aceton eine Auswirkung auf den Tint Shift.
Dabei wird je einen LED für 30 min und eine zweite für mehrere Tage dem Aceton ausgesetzt. Wenn ein Unterschied feststellbar ist wird die 30 min LED auch nochmal für die gleiche Zeit dem Aceton ausgesetzt um zu testen ob es reproduzierbar ist.

Hab auch noch ein interessantes Thema im CPF gefunden.
Darin ist die Aussage, das der Tint Shift ein Resultat davon ist, dass mehr Photonen wieder in die Phosphorschicht reflektiert werden und es dadurch der Tint wärmer wird. Das hat mehrere Faktoren wie die Form des Domes und der Übergang vom optisch dichtere Material in da weniger dichte Material (Luft). D. h. In unserem Fall das beschichten kann einen Effekt haben, in dem wir statt einer optischen Grenzfläche (Phosphorschicht -> Luft), zwei schaffen (Phosphorschicht - >Kleber - >Luft) und damit die Reflektionen zurück in die Phosphorschicht reduzieren.
An der Form können wir nicht viel machen sonst sind wir wieder am Anfang.

Falls jemand mehr Ahnung von Optik hat und was dazu beitragen kann immer her damit.

Gruß Matthias
 
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  • Danke
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Cawi

Flashaholic*
18 Januar 2012
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München
Es gibt ja mehrere Stufen im Acetonbad.. Als erstes wird der Dome spröde, dann lösen sich Stücke ab und am Ende fällt er ganz ab und Teile davon haben sich aufgelöst. Ich hatte den Eindruck, dass ein sehr kurzes Acetonbad ausreicht. Man kann dann mit einem Skalpell den Dome ablösen indem man einfach dagegen drückt ohne die Phosphorschicht berühren zu müssen. Manchmal bleiben kleine Reste zurück, meist gelingt es aber ohne. Vielleicht wäre das auch interessant, da die Phosphorschicht bei dem Verfahren ja kaum Kontakt zum Aceton hat. Ein Tiltshift ist dennoch vorhanden, deswegen hätte ich nicht gedacht, dass das Aceton viel damit zu tun hat.


Die Lichtfarbe der LED ist ja eigentlich ziemlich genau festgelegt. Je nach verwendetem Halbleitermaterial werden Photonen bestimmter Energieniveaus abgegeben und je nach Energie hat das Photon eine bestimmte Farbe/Wellenlänge. Die bleibt über die ganze LED und alle abgestrahlten Photonen sehr konstant. Über diese einfarbige (meistens blaue) LED wird dann eine Schicht Phosphor gelegt. Das blaue Licht der LED leuchtet dann durch die Phosphorschicht und je nach Dicke der Phosphorschicht wird mehr oder weniger Licht direkt durch gelassen. Der Rest des höher energetischen blauen Lichts regt die Phosphorschicht an, die dann niedriger energetisches gelbes Licht abgibt. Je dicker die Schicht umso mehr gelbes Licht und umso wärmer die Lichtfarbe.

Soweit die Theorie. Die LED emittiert AUSSCHLIESSLICH blaues Licht einer sehr konstanten (dominanten) Wellenlänge. Das blaue Licht trifft auf den Phosphor, ein Teil geht durch, der andere regt den Phosphor zum leuchten an, der gelbes Licht emittiert. Allerdings endet mein Wissen hier. Ich kann nicht sagen, ob das blaue Licht wiederum ein sehr enges Spektrum an gelbem Licht erzeugt oder ob da "zwischendurch" auch ein höheres Energieniveau abgegeben wird und sich ein Photon kürzerer Wellenlänge (grün) ablöst oder ein niedrigeres Energieniveau abgegeben wird und sich ein Photon längerer Wellenlänge (orange-rot) ablöst.
Wenn das NICHT der Fall ist, und wirklich konstant eine bestimmte Wellenlänge gelben Lichts emittiert wird, dürfte das Vorhandensein oder Fehlen eines Domes eigentlich keinen Unterschied machen, da die Wellenlängen des gelben und blauen Lichts gleich bleiben. Dann könnte tatsächlich nur das Aceton schuld am Tintshift haben. Ich kann aber nicht erklären, wie dieser Effekt durch eine Beschichtung wieder aufgehoben werden kann.

Also denke ich, dass man davon ausgehen muss, dass der Phosphor Licht unterschiedlicher Wellenlänge emittiert. Dann muss es etwas an der Schicht/Dome geben, das auf eine mir unbekannte Weise dafür sorgt, dass grünes Licht "gedämpft" (hier als Platzhalter für den nicht bekannten Vorgang) wird - unter der Annahme, dass eine Dedomte LED die selbe Lichtfarbe hat, wie eine LED des selben Farbtints BEVOR die mit dem Dome versehen wurde.
Da würde es dann auch wieder Sinn ergeben, dass sich durch das Hinzufügen einer Schicht mit ähnlichen Fähigkeiten die Lichtfarbe erneut verschiebt und in einem ähnlichen Bereich landet, wie mit Dome.

Hab ich irgendwo einen Denkfehler?
Weiß jemand mehr?
Jemand eine Idee was im Dome/am Material des Domes die Farbverschiebung auslöst?
 
  • Danke
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Chewbacca

Flashaholic**
23 September 2010
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Leverkusen, Nrw
Bin zwar kein Experte, aber ich fände es mal total spannend eine ausgeschaltete Led mit fokussiertem Licht verschiedener Wellenlänge zu bestrahlen und das dann durch ein spektrummeter zu betrachten, nur der Phospor wär natürlich noch interessanter, aber den wird man wohl kaum im Ganzen abkriegen.

Gruß Jerome
 

Wieselflinkpro

Flashaholic***
1 Dezember 2014
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Das mit dem blauen Licht kann ich bestätigen. Ich habe mal eine Nichia 219B HiCRI mit einer sehr rustikalen mechanischen Methode dedomed. Am Ende leuchtete sie auch deutlich blau.
 

lampenfieber

Flashaholic
19 Dezember 2012
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Hi,
kurzer Zwischenstand :

Die wohl erste XM-L2 HI LED.:)



Die Ränder sind noch etwas unsauber, das geht noch besser, spielt aber eigentlich keine Rolle.
Wichtiger sind andere Aspekte.
Derzeit arbeite ich weiter an der „Serienreife“und weiteren div. Problemchen.
Der Prozeß ist allerdings sehr Aufwändig und es benötigt eine potente Drehschieber - Vakuumpumpe, die mind. -0,9 Bar bereitstellen kann.
Schon vorweg :
Bei dieser Methode kann der Tintshift zu 100% rückgängig gemacht werden !
Dabei bleibt der Gesamtoutput und die Bündelung im Vergleich zur nackten dedom´ten LED erhalten.
Das Geheimnis ist gelüftet !
Mehr dazu später, wenn alle Messen gesungen sind.

Grüße
 

lampenfieber

Flashaholic
19 Dezember 2012
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Stimmt, XP-G2 ist tatsächlich interessanter, da ja die aktuelle Cree XP-L Hi quasi eine XM-L2
auf XP – Footprint ist und bereits den Markt erobert.
XP-G2 sollte aber auch möglich sein. Nur eine Nummer kleiner.
Die ausschlaggebenden Parameter sind auf allen LED´s anwendbar.
Im Moment sind allerdings ersmal die bestehenden Unannehmlichkeiten zu klären, bevor es da weitergehen kann.

Ich kann mir nich´ mal die Haare raufen, da ich nur 3mm auf der Omme habe.

Es geht im Wesentlichen darum, Kleinstmengen in Tropfengröße zuverlässig nach der Applikation zu evakuieren, da sich beim Applizieren wiederum winzige Luftblasen einschließen.
Hier ein Fehlversuch bei einer alten XM-L (100 fache Vergr.):


Und es geht um Wiederholgenauigkeit im 10tel mm – Bereich.:pinch:

Grüße
 

Nexxos1412

Flashaholic*
10 Mai 2014
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Bad Kreuznach
Hallo,
super lampenfieber weiter so :):). Sieht sehr vielversprechend aus. Also derzeit ist für mich die beste Methode, mit einer Klinge ( Einseitig geschliffen ) und einer Handelsüblichen 15x1mm U Scheibe ( Bohrungsdurchmesser ist egal , kann ja nachträglich auf LED Durchmesser aufgebohrt werden ) den Dome abzuschneiden. Es bleiben zwar manchmal unsaubere Ränder überstehen, jedoch macht das nichts am Lichtbild aus. Natürlich ist deine Methode die Perfekte :thumbup::thumbsup::thumbsup::thumbsup:

PS: ich liebe die Farbe von XM-L2 U2 nachdem sie dedomet wurde mit Nitroverdünnung, einfach so ein herrliches Neutralweiß ( habe alle meine XM-L Lampen nun dedoment wegen dieser geilen Farbe ) :eek: :klatschen: