Es gibt ja mehrere Stufen im Acetonbad.. Als erstes wird der Dome spröde, dann lösen sich Stücke ab und am Ende fällt er ganz ab und Teile davon haben sich aufgelöst. Ich hatte den Eindruck, dass ein sehr kurzes Acetonbad ausreicht. Man kann dann mit einem Skalpell den Dome ablösen indem man einfach dagegen drückt ohne die Phosphorschicht berühren zu müssen. Manchmal bleiben kleine Reste zurück, meist gelingt es aber ohne. Vielleicht wäre das auch interessant, da die Phosphorschicht bei dem Verfahren ja kaum Kontakt zum Aceton hat. Ein Tiltshift ist dennoch vorhanden, deswegen hätte ich nicht gedacht, dass das Aceton viel damit zu tun hat.
Die Lichtfarbe der LED ist ja eigentlich ziemlich genau festgelegt. Je nach verwendetem Halbleitermaterial werden Photonen bestimmter Energieniveaus abgegeben und je nach Energie hat das Photon eine bestimmte Farbe/Wellenlänge. Die bleibt über die ganze LED und alle abgestrahlten Photonen sehr konstant. Über diese einfarbige (meistens blaue) LED wird dann eine Schicht Phosphor gelegt. Das blaue Licht der LED leuchtet dann durch die Phosphorschicht und je nach Dicke der Phosphorschicht wird mehr oder weniger Licht direkt durch gelassen. Der Rest des höher energetischen blauen Lichts regt die Phosphorschicht an, die dann niedriger energetisches gelbes Licht abgibt. Je dicker die Schicht umso mehr gelbes Licht und umso wärmer die Lichtfarbe.
Soweit die Theorie. Die LED emittiert AUSSCHLIESSLICH blaues Licht einer sehr konstanten (dominanten) Wellenlänge. Das blaue Licht trifft auf den Phosphor, ein Teil geht durch, der andere regt den Phosphor zum leuchten an, der gelbes Licht emittiert. Allerdings endet mein Wissen hier. Ich kann nicht sagen, ob das blaue Licht wiederum ein sehr enges Spektrum an gelbem Licht erzeugt oder ob da "zwischendurch" auch ein höheres Energieniveau abgegeben wird und sich ein Photon kürzerer Wellenlänge (grün) ablöst oder ein niedrigeres Energieniveau abgegeben wird und sich ein Photon längerer Wellenlänge (orange-rot) ablöst.
Wenn das NICHT der Fall ist, und wirklich konstant eine bestimmte Wellenlänge gelben Lichts emittiert wird, dürfte das Vorhandensein oder Fehlen eines Domes eigentlich keinen Unterschied machen, da die Wellenlängen des gelben und blauen Lichts gleich bleiben. Dann könnte tatsächlich nur das Aceton schuld am Tintshift haben. Ich kann aber nicht erklären, wie dieser Effekt durch eine Beschichtung wieder aufgehoben werden kann.
Also denke ich, dass man davon ausgehen muss, dass der Phosphor Licht unterschiedlicher Wellenlänge emittiert. Dann muss es etwas an der Schicht/Dome geben, das auf eine mir unbekannte Weise dafür sorgt, dass grünes Licht "gedämpft" (hier als Platzhalter für den nicht bekannten Vorgang) wird - unter der Annahme, dass eine Dedomte LED die selbe Lichtfarbe hat, wie eine LED des selben Farbtints BEVOR die mit dem Dome versehen wurde.
Da würde es dann auch wieder Sinn ergeben, dass sich durch das Hinzufügen einer Schicht mit ähnlichen Fähigkeiten die Lichtfarbe erneut verschiebt und in einem ähnlichen Bereich landet, wie mit Dome.
Hab ich irgendwo einen Denkfehler?
Weiß jemand mehr?
Jemand eine Idee was im Dome/am Material des Domes die Farbverschiebung auslöst?