Taugt das Multimeter was?

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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1,2% ist ja noch ok, über 2% Toleranz wäre schon mies.
Der Schallpegel +-5,5dB... war erwartest um 80€ für ein wahres MULTI-Meter?
Hätte es noch ein IR Themometer integriert und Zangenamperemeter, würde fast keine Messgröße/Messweise mehr fehlen

Der Genauigkeit vom MT52 würde ich eher trauen als einem 10€ Aldi Gerät, mit 2A kann es übrigens stundenland messen, ohne Schaden zu nehmen. >10A messe ich prinzipiell nicht so (da mit Zange), alleine weil meine 2 Multimeter gebrückte Sicherungen haben.

Meßgenauigkeiten von 1,5% hast Du schon vor 40 Jahren in Analogmultimetern gehabt. Ich denke, das ist einfach nicht mehr zeitgemäß, deutlich bessere Genauigkeiten sind heutzutage schon sehr kostengünstig herzustellen.

Aber oft ist es auch so, daß gerade diese von vornherein nicht so genauen Geräte über die Jahre viel stärker aus ihrer Spezifikation herauslaufen und auch nicht mehr justiert werden können.

Um die Auswirkung dieser 1,5% mal zu verdeutlichen:
Ein Akku der auf 4,200V geladen ist, kann mit einem Wert von 4,137V bis 4,263V auf einem derartigen Multimeter angezeigt werden. Für die Anforderung der Ladezustandsermittlung eines Akkus ist es damit schonmal unbrauchbar.

Aber zum Schallpegel: +-5,5dB, also 11dB Spanne - das entspricht einer Bandbreite von Faktor 12,6, also mehr als eine Verzehnfachung der Schalleistung. (Subjektiv entspricht eine Verzehnfachung des Schallpegels einer Verdoppelung der empfundenen Lautstärke).

Zur Orientierung: Schallpegelmesser werden in 4 Klassen unterteilt. Bei vernünftigen Geräten ist auch angegeben, welcher Klasse es entspricht.

Klasse 0: reine Laborgeräte, Bezugsnormale
Klasse 1: Messgenauigkeit +-0,5dB, Präzisionsschallpegelmesser. Nur diese Geräte sind für (Gerichtsverwertbare) Immissionsmessungen zugelassen.
Klasse 2: Messgenauigkeit +-1dB, überschlägige Bestimmung von Emissionsdaten, Überwachung von technischen Anlagen.
Klasse 3: Messgenauigkeit +-1,5dB, nur für Orientierungsmessungen. Nicht eichfähig.

Ein Schallpegelmessgerät der Klasse II kann man als eigenständiges Gerät bereits für 30€ kaufen.

Um die Dramatik der genannten 11 dB zu verdeutlichen, hier die Spanne der erlaubten Einwirkungszeiten von Schallpegeln (bevor es zu einem Gehörschaden kommt):

85 dB: 8 Stunden
97 dB: 30 Minuten

Wenige dB können hier sehr viel ausmachen, deswegen auch die doch sehr eng gefassten Genauigkeitsklassen.

Ein Schallpegelmeßgerät mit den Genauigkeitsdaten von +-5,5dB ist derart ungenau, daß es eigentlich nur für eine taube Person einen Nutzen hat (um festzustellen, ob Geräusche da sind). Ansonsten halte ich es für besser, gar kein Gerät zu haben, als eines das einen derart falsche Werte präsentiert. Hier wird einfach Augenwischerei betrieben, indem möglichst viele implementierte Features einen besonderen Mehrwert suggerieren sollen.

Link... Sengpielaudio - Schalldruckpegel und zulaessige Einwirkungszeit
 
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schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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Um es kurz zu machen:

Nein.

Bei einem Gerät ohne Genauigkeitsangabe ist normalerweise nur Schrott zu erwarten.

Bei diesen Geräten kann es Dir schnell passieren, daß es nach 5 Minuten in der Hand durch die Eigenerwärmung schon 3 °C mehr anzeigt. Derartiges Verhalten habe ich sogar schon bei Geräten die mit +-2,5°C Genauigkeit angegeben waren beobachtet - Laut Hersteller ist das normal. Damit ist so ein Gerät bestenfalls für Vergleichsmessungen (schnell auf das eine, dann das andere) zwischen zwei Objekten geeignet, aber nicht für absolute Temperaturmessungen.
 

schopi68

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Da fällt mir beim Durchblättern des MT-52 Datenblattes noch ein wichtiger Punkt auf: Die Anzahl der Messungen pro Sekunde.

Ein Multimeter mit z.B. nur 1-2 Messungen pro Sekunde ist für viele Anwendungen, nämlich allen Messungen mit sich verändernden Spannungen (das können auch Justierarbeiten sein, aber auch mal nur schnell ein paar Spannungspegel prüfen), nicht wirklich zu gebrauchen. Tendenzen sind hier schlecht zu erkennen. Viele Digitalmultimeter sind deswegen zusätzlich mit einer Bargraph-Anzeige (Balkenanzeige+numerische Anzeige) ausgestattet, da hier für die meisten Personen Tendenzen besser zu erkennen sind.

Meine persönliche Erfahrung ist, daß ich für Einstellarbeiten keine Bargraph-Anzeige brauche, aber mindestens 10 Messungen pro Sekunde benötige. An Multimetern mit 5 Messungen/s verliere ich schon einiges an Spaß beim Messen. Das beginnt schon damit, daß beim Andrücken der Meßspitzen nicht so leicht zu erkennen ist, ob sie sauberen Kontakt haben.
 

schopi68

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1 Dezember 2011
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Ja, ich wollte bei Amazon über 29€kommen☺
Messen wollte ich alles was so im Haushalt zum messen gibt, nichts spezielles.

Wenn Du nicht gerade punktförmig und im Nahbereich messen willst, ist meine Empfehlung dieses IR-Meßgerät von Testo:
http://www.amazon.de/Testo-0560-8051-Mini-Infrarot-Thermometer-Genauigkeit/dp/B0033RA9K8
bzw. testo 805 - Infrarot-Temperatur-Messgerät

Hohe Genauigkeit, wasserdicht (mit Schutzhülle) und vor allem sehr klein und auch noch HACCP zugelassen. Das nehme ich auch schonmal gerne in den Supermarkt mit um die Temperaturen der Lebensmittel im Regal zu checken.

Bei einem anderen Gerät von Testo habe ich auch schonmal die Erfahrung gemacht, daß im Fall eines Defekts (nach der Garantie) direkt vom Hersteller ein günstiges Angebot für ein Neugerät als Ersatz gemacht wurde.

Nachtrag - für Messungen auf kleinen Flächen (Elektronik) setze ich ein GIM 530 MS ein.
 
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StoN3D

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6 März 2015
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Meßgenauigkeiten von 1,5% hast Du schon vor 40 Jahren in Analogmultimetern gehabt. Ich denke, das ist einfach nicht mehr zeitgemäß, deutlich bessere Genauigkeiten sind heutzutage schon sehr kostengünstig herzustellen.

Aber oft ist es auch so, daß gerade diese von vornherein nicht so genauen Geräte über die Jahre viel stärker aus ihrer Spezifikation herauslaufen und auch nicht mehr justiert werden können.

Um die Auswirkung dieser 1,5% mal zu verdeutlichen:
Ein Akku der auf 4,200V geladen ist, kann mit einem Wert von 4,137V bis 4,263V auf einem derartigen Multimeter angezeigt werden. Für die Anforderung der Ladezustandsermittlung eines Akkus ist es damit schonmal unbrauchbar.

Aber zum Schallpegel: +-5,5dB, also 11dB Spanne - das entspricht einer Bandbreite von Faktor 12,6, also mehr als eine Verzehnfachung der Schalleistung. (Subjektiv entspricht eine Verzehnfachung des Schallpegels einer Verdoppelung der empfundenen Lautstärke).

Zur Orientierung: Schallpegelmesser werden in 4 Klassen unterteilt. Bei vernünftigen Geräten ist auch angegeben, welcher Klasse es entspricht.

Klasse 0: reine Laborgeräte, Bezugsnormale
Klasse 1: Messgenauigkeit +-0,5dB, Präzisionsschallpegelmesser. Nur diese Geräte sind für (Gerichtsverwertbare) Immissionsmessungen zugelassen.
Klasse 2: Messgenauigkeit +-1dB, überschlägige Bestimmung von Emissionsdaten, Überwachung von technischen Anlagen.
Klasse 3: Messgenauigkeit +-1,5dB, nur für Orientierungsmessungen. Nicht eichfähig.

Ein Schallpegelmessgerät der Klasse II kann man als eigenständiges Gerät bereits für 30€ kaufen.

Um die Dramatik der genannten 11 dB zu verdeutlichen, hier die Spanne der erlaubten Einwirkungszeiten von Schallpegeln (bevor es zu einem Gehörschaden kommt):

85 dB: 8 Stunden
97 dB: 30 Minuten

Wenige dB können hier sehr viel ausmachen, deswegen auch die doch sehr eng gefassten Genauigkeitsklassen.

Ein Schallpegelmeßgerät mit den Genauigkeitsdaten von +-5,5dB ist derart ungenau, daß es eigentlich nur für eine taube Person einen Nutzen hat (um festzustellen, ob Geräusche da sind). Ansonsten halte ich es für besser, gar kein Gerät zu haben, als eines das einen derart falsche Werte präsentiert. Hier wird einfach Augenwischerei betrieben, indem möglichst viele implementierte Features einen besonderen Mehrwert suggerieren sollen.

Link... Sengpielaudio - Schalldruckpegel und zulaessige Einwirkungszeit
Richtig, der Wert KANN von 4,1... bis 4,2... variieren... kann.
Ich habe mit meinen VC820 und dem MT52 an 2 Akkus gemessen:
4S LiPo: MT52- 15,38V
VC820 15,41V

16340er: MT52: 3,951
VC820: 3,93 (Autorange hat 1 Nachkommastelle weggeschnitten)
Übrigens habe ich noch nie ein Gerät kalibriert, das reicht mir auch so.

Ich denke, zum Ladespannung nachmessen braucht man ein (sehr) genaues Multimeter, da wird man um ein teures Multim. nicht herumkommen.
Dann könnte man nämlich genau so sagen, das integrierte Voltmeter vom Xtar VP1/2 ist zu ungenau für die Akkuspannung messen
Man geht von dem Messfehler auch immer vom Worst case aus, also es bleibt lt Hersteller in diesem Rahmen, und ich finde, die Genauigkeit ist zwar nicht so berauschend, aber mehr als ausreichend für die meisten Anwendungen.

lG TOM
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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Richtig, der Wert KANN von 4,1... bis 4,2... variieren... kann.
Ich habe mit meinen VC820 und dem MT52 an 2 Akkus gemessen:
4S LiPo: MT52- 15,38V
VC820 15,41V

16340er: MT52: 3,951
VC820: 3,93 (Autorange hat 1 Nachkommastelle weggeschnitten)
Übrigens habe ich noch nie ein Gerät kalibriert, das reicht mir auch so.

Ich denke, zum Ladespannung nachmessen braucht man ein (sehr) genaues Multimeter, da wird man um ein teures Multim. nicht herumkommen.
Dann könnte man nämlich genau so sagen, das integrierte Voltmeter vom Xtar VP1/2 ist zu ungenau für die Akkuspannung messen
Man geht von dem Messfehler auch immer vom Worst case aus, also es bleibt lt Hersteller in diesem Rahmen, und ich finde, die Genauigkeit ist zwar nicht so berauschend, aber mehr als ausreichend für die meisten Anwendungen.

lG TOM

Ja, Du hast da wohl recht, 1% Genauigkeit dürften für die Ladekontrolle ausreichend sein.
Wo es dann kritisch wird, sind die Vergleiche, die wir hier im Internet anstellen. Betrachte ich z.B. diese Grafik hier, und nehme ich an, sie wäre nicht mit dem gleichen Gerät, sondern von unterschiedlichen Personen mit 1,5% Abweichung zufällig in entgegengesetzte Richtungen gemacht, dann liegen die Kurven über weite Strecken übereinander. Einzig der Entladeschluß wäre dann deutlich anders - aber wir bekämen eine falsche Aussage über die Spannungslage.

Auch sollte man nicht ausser Acht lassen, daß z.B. bei 1% Abweichung zwar zu einem bestimmten Zeitpunkt zwei Geräte nahezu gleich anzeigen können; - das kann sich aber ändern, wenn z.B. derzeit die Raumtemperatur auf 35°C ansteigt. Die Genauigkeitsangabe bezieht sich üblicherweise auf den gesamten Temperaturbereich für den das Gerät spezifiziert ist. Deswegen stehen so viele Geräte bei Überprüfungen auch so viel besser als spezifiziert da.

Ist aber ein interessanter Ansatz. Evtl. mache ich da mal eine Vergleichsmessung mit meinem alten Handmultimeter bei unterschiedlichen Temperaturen.

Das Kalibrieren von Meßgeräten dient in erster Linie der Überprüfung der korrekten Funktion durch die Feststellung und Dokumentierung der Abweichung vom Sollwert.
Erst in zweiter Linie wird die Kalibrierung als Basis zur Justage hergenommen. So kann mit ein Meßgerät direkt nach dem Kalibrieren ein deutlich genaueres Meßergebniss als spezifiziert erreicht werden (Vorausgesetzt Luftfeuchte und Temperatur bleiben gleich). Das kann auch dadurch gemacht werden, daß man die beim Kalibrieren erfasste Abweichung vom gemessenen Wert abzieht.
 
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Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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5.940
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nahe Köln
Um mal in die Genauigkeits-Diskussion reinzugrätschen: ich glaube, für den normalen Flashy, der einfach nur seine Akkus durchmessen will und sonst mit E-Technik nicht sonderlich viel am Hut hat, reicht so ein einfaches Multimeter (wie das verlinkte HoldPeak-Modell, von Aldi/Lidl und Konsorten) sicherlich völlig aus und ein teures, dafür genaueres Multimeter wäre übers Ziel hinausgeschossen.

Und darum ging es doch ursprünglich, nehme ich an. Für technikaffine Bastler, die an Taschenlampen herumbasteln, Schaltungen aufbauen und entwerfen sowie generell viel mit Elektronik zu tun haben, ist ein genaues und sicheres Multimeter sicher Pflicht. Aber nicht für einen 0815-Tala-Nutzer.
Oder irre ich mich?

Zum Gruße, Köf3
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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Oder irre ich mich?

Nein, da stimme ich Dir voll und ganz zu.

Selbst für den Allerwelts-Hobbyelektronikbastler der nur hin und wieder mal die Spannungen auf seinem Motherboard kontrolliert und ein paar LEDs blinken lassen will, genügt 1% Genauigkeit.

Wichtiger sind imho die schon genannten anderen Aspekte wie Sicherheit, automatische Meßbereichswahl, vorhandene Meßbereiche, evtl. Anzeigegeschwindigkeit.

(Sicherheit ist ein Aspekt, den ich selbst bei einem 0815 Multimeter für 10€ fordere - denn es kann nie ausgeschlossen werden, daß ich in 10 Jahren nicht mehr weiß, was ich da gekauft habe und das Gerät dann doch beim Hausbau in die Steckdose halte...)
 

StoN3D

Flashaholic*
6 März 2015
467
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Burgenland / AT
Ja bei Messungen der Kapazität, Ri usw. ist ein annehmbar genaues messgerät eher pflicht, damit auch aussagekräftige Messungen rauskommen, die jemand anders ebenfalls recht genau bestätigen kann.
aber dem otto normal verbraucher stört eine 1,5%ige genauigkeit wohl eher weniger.
Die Diskussion über messfehler und co lässt mich an meinen messergebnis der power bank etwas zweifeln, es überlädt lt. MT52 die Akkus auf 4,22x Volt.
Ein genaueres Multimeter wäre wirklich sinnvoll, wobei ich mir ziemlich sicher bin, die PB überlädt die Akkus, nur ein genauerer Wert wäre toll, bzw die Gewissheit, dass das ,messgerät nicht zu ungenau ist
LG tom
 

Telemarkus

Flashaholic*
12 Januar 2015
705
141
43
So, ich habe das Ding aus dem Lidl zu Probe gekauft.
Schon als ich die Leitungen in der Hand hatte, dachte ich das wird nichts.
Dünn und steif.
Bei der Strommessung zeigte mir das Gerät die gleiche Werte wie mein altes.
Bei der Barracuda mit 2 Akkus habe ich 2,2A gemessen.
Aber bei der Spannungsmessung zeigte mir das Gerät falsche Werte.
Der Sosine Lader lädt die Akkus bis 4,17V, genau diese Werte zeigen mir meine beide Multimeter(die habe ich auf der Arbeit mit dem Profigerät verglichen).
Das Lidl Gerät zeigt mit immer 4,20V.
Morgen werde ich es zurückbringen, starker Weichmachergeruch rundet das ganze ab.
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
4.141
5.940
113
nahe Köln
Also genau das, was wir bereits sagten. Danke für die Bestätigung! :D
Ne im Ernst, die Geräte (vor allem die im Preisbereich 5-15 Euro) sind in aller Regel unbrauchbar. Als Müll würde ich sie nicht bezeichnen, denn der 0815-User kann damit durchaus zufrieden sein.

Zum Gruße, Köf3
 

Tekas

Flashaholic**
23 November 2011
3.819
1.647
113
...Aber bei der Spannungsmessung zeigte mir das Gerät falsche Werte. Der Sosine Lader lädt die Akkus bis 4,17V, genau diese Werte zeigen mir meine beide Multimeter(die habe ich auf der Arbeit mit dem Profigerät verglichen).
Das Lidl Gerät zeigt mit immer 4,20V.
Morgen werde ich es zurückbringen, starker Weichmachergeruch rundet das ganze ab.

Diese negative Einschätzung kann ich nicht teilen, denn wenn die 4,17V wirklich stimmen, wären das ja nur 3 Hundertstel Volt Abweichung. Völlig unbedeutend für die Beurteilung von Ladezuständen bei LiIon-Akkus und absolut ausreichend für alle, die sonst gar nicht messen würden.
 

zerobrain

Flashaholic
27 März 2015
233
102
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Stuttgart
www.zerobrain.info
Zusatzgedanken....

Ich hatte mal an der Uni so ein Billigteil. Was niemand auffiel: das Ding hatte keine "Batterie wird leer" Anzeige. Der Messwert wurde aber rapide falsch, wenn die Batterie leerging.

Ich hatte bei einer Schaltung das regelbare Netzgerät nach dem Multimeter eingestellt (weil die mechanischen Anzeigen zu ungenau waren). Es hat dann gestunken und die Schaltung war hinüber....

Und eben das Thema Sicherheit. Man sollte mit diesen Dingern nie in Nähe der Steckdose kommen!
 

balloonix

Flashaholic**
18 Juli 2012
1.422
734
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Waldachtal im Schwarzwald
Bei den Billiggeräten soll es auch einige geben, die trotz Batteriewarnung schon ungenau werden, bevor die Batteriewarnung an geht.

Mein Fluke 289 ist da ganz rabiat. Erst kommt die Batteriewarnung und bevor es ungenau wird, mißt es gar nicht mehr. Aber das ist auch eine andere Preisklasse. Wenn ich es nciht im Job gebraucht hätte, hätte ich das Geld lieber in ein UT-71 plus eine (oder mehrere) neue Talas investiert.
 

StoN3D

Flashaholic*
6 März 2015
467
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Burgenland / AT
Also genau das, was wir bereits sagten. Danke für die Bestätigung! :D
Ne im Ernst, die Geräte (vor allem die im Preisbereich 5-15 Euro) sind in aller Regel unbrauchbar. Als Müll würde ich sie nicht bezeichnen, denn der 0815-User kann damit durchaus zufrieden sein.

Zum Gruße, Köf3

Aber wenn man sich schon mit so einem Gerät zufriedengibt, sollte man zumindest noch die Warnung dazugeben, nicht in Hochspannung, oder in ein typisches Wechselspannungsnetz zu messen, das kann wie schon öfters erwähnt, gefährlich für Gerät und speziell die Person die misst werden.

Niederspannung zu messen ist wohl noch ok, aber über 50V Gleich, oder 100V Wechselspannung würde ich damit nicht mehr messen, alleine wegen der eigenen Sicherheit.


@ Markus:
Kein Wunder bei dem Preis, so schlecht hätte ich es mir dennoch nicht vorgestellt.
Meßleitungen sind selbst um 5€ bei Amazon hochwertigere zu bekommen, also das ist echt ein Schrott-Gerät, wenn sogar hier gespart wird.
Selbst mein Mini-Multimeter von Voltcraft um 15€ herum mit CR2 Batterie, war hochwertig verarbeitet, und hatte hochflexible Silikonkabel, wenn auch bei den Litzen gespart wurde. mehr als 1A würde ich mich damit nicht messen trauen.
Würde ich mal die Batterien wechseln, würde es wsl. auch noch funktionieren liegt nur rum da unbrauchbar ungenau und filigran zu bedienen.

Und Weichmachergeruch ist mMn heutzutage ein NoGo, dass die billige Kunststoffproduktion das immer noch nicht im Griff hat, verstehe ich nicht.
lG Tom
 

urausb

Flashaholic**
18 September 2011
2.992
1.782
113
Kr. AB
Niederspannung zu messen ist wohl noch ok, aber über 50V Gleich, oder 100V Wechselspannung würde ich damit nicht mehr messen, alleine wegen der eigenen Sicherheit.

[Besserwissermodus ON] Niederspannung ist definiert bis 1000V, bei uns üblicherweise 230V/400V AC, in der Industrie auch noch 690V. Ab 1000V schimpft man das dann Mittelspannungsnetz.
Was Du meinst nennt sich Kleinspannung. Die Grenzen sind bei 50V Wechselspannung und für Gleichspannung bei 100 oder 120V, das weiß ich jetzt selbst nicht genau, die Niederspannungsrichtlinie setzt die Grenzen bei 75V DC. [Besserwissermodus OFF]

Macht aber nix, man weiß ja was gemeint ist.
 

StoN3D

Flashaholic*
6 März 2015
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Burgenland / AT
Ja, so in der Art.
*nochbesserererwissermodus on*
Da Wechselspannung einen 0-Durchgang hat, hat man hier eher die Chance den Kontakt zu trennen, als bei ständig anliegender Gleichspannung.

Ergo, die Wechselspannungsgrenze sollte die höhere sein, als die der Gleichspannung. Deswegen ist Gleichspannung ja auch gefährlicher.
*off*
lg TOm
 

urausb

Flashaholic**
18 September 2011
2.992
1.782
113
Kr. AB
Alle Super, aber keiner gibt Tipps zu vernünftigen Geräten.
30€ Klasse
50€ Klasse
70€ Klasse

Tragt mal was ein....

Keine Ahnung. Ich denke wenn man sich an Conrad Elektronik hält, fährt man nicht so schlecht (habe zwar einige Mulitmeter, benutze aber ausschließlich ein Fluke).
Von Eigenimporten aus China würde ich auf jeden Fall abraten...
 

balloonix

Flashaholic**
18 Juli 2012
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Waldachtal im Schwarzwald
Conrad ist schon mal nicht schlecht, Uni-T ist besser. Viele Voltcraft geräte sind von Uni-T und nur grau und mit Voltcraft Logo. Ein Tip von mit in der Klasse um 60,-- EUR ist das UT-61E. Ein recht genaues Gerät. Und es hat eine optsch gekoppelte Schnitstelle. Wenn man dann noch einen PC mit Profilab hat, ist das eine fantastische Sache.
 
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StoN3D

Flashaholic*
6 März 2015
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Sehe ich das richtig, ich brauche keine spezielle Software um die PC Schnittstellen zu nutzen, da gibts auch gratis Software? :)

mein VC820 hätte eine optische RS232 Schnittstelle, kann man das mit der o.g. Software nutzen?
Sowas wollte ich früher schon machen(Akkus entladen mit V/t Diagramm usw.), hab es aber nicht zum laufen bekommen mit beigelegter Software
Auf Papier mitschreiben, no way...

lG Tom
 

schopi68

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1 Dezember 2011
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Ergo, die Wechselspannungsgrenze sollte die höhere sein, als die der Gleichspannung. Deswegen ist Gleichspannung ja auch gefährlicher.
*off*
lg TOm

Nicht zu vergessen ist dabei der Skin-Effekt. Bei 50 Hz ergibt dieser rechnerisch (bei Metall) eine Eindringtiefe von 9,4mm. Bei schlechteren Leitern ist allerdings die Eindringtiefe deutlich größer.
 
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Heinrich

Flashaholic**
28 Juni 2013
2.059
848
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Ruhrpott
Da Wechselspannung einen 0-Durchgang hat, hat man hier eher die Chance den Kontakt zu trennen, als bei ständig anliegender Gleichspannung.

Ja das stimmt, da kann Gleichtrom schon beängstigend sein. anderseits nutzt man selbstverständlich auch geeignete Schalter.

Ergo, die Wechselspannungsgrenze sollte die höhere sein, als die der Gleichspannung. Deswegen ist Gleichspannung ja auch gefährlicher.

Die Grenze gilt bei 50V~ und 120V=, nicht ohne Grund, gerade das wechselnde ist für das Herz gefährlich.

mfg
 
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10 Mai 2014
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Bad Kreuznach
Alle Super, aber keiner gibt Tipps zu vernünftigen Geräten.
30€ Klasse PEAKTECH 2005
50€ Klasse UT 139C gerade bei reichelt im Angebot
70€ Klasse


Tragt mal was ein....

Ich würde eher das Uni-T nehmen wegen true rms Messung. Natürlich gibt es bessere oder welche mit mehr Funktionen. Bei dem Gerät hat man so die nötigsten Messungen mit drin, kannst sogar noch ne Strommesszange anschließen wenn jemand natürlich Spannung und Strom Analysieren will geht nichts über ein Oszi, das ist klar. Es muss auf dein Anwendungszweck bezogen sein, was allgemein wichtig ist natürlich die Schutzkategorie und ausreichende Genauigkeit. Ich denke, das ist ein ausreichendes Hobby Multimeter zu einem vernünftigen Preis.


Gruß,
Nico:thumbsup:
 

StoN3D

Flashaholic*
6 März 2015
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Burgenland / AT
Hey,

Nach der ganzen Diskussion über Genauigkeit usw. will ich ein genaueres Multimeter, aber wirklich Volt/Ampere, kein schnickschnack.

Gibt es günstigere, etwa gleich genaue Alternativen zu einem Fluke 115? Der Preis ist nämlich heftig, aber ich wäre es bereit für die Qualität zu zahlen falls es keine vergleichbaren gibt.

Es wird hauptsächlich Gleichspannung im Bereich unter 20V gemessen.
 

Nexxos1412

Flashaholic*
10 Mai 2014
608
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Bad Kreuznach
Hallo,
das von mir empfohlene UT 139C hat in etwa die selbe Genaugkeit wie das Fluke 115, kannst dir ja mal die Daten ansehen. Ich habe auch schon mit Fluke gearbeitet und finde das Preis Leistungsverhältnis nicht besonders gut.:D



Hey,

Nach der ganzen Diskussion über Genauigkeit usw. will ich ein genaueres Multimeter, aber wirklich Volt/Ampere, kein schnickschnack.

Gibt es günstigere, etwa gleich genaue Alternativen zu einem Fluke 115? Der Preis ist nämlich heftig, aber ich wäre es bereit für die Qualität zu zahlen falls es keine vergleichbaren gibt.

Es wird hauptsächlich Gleichspannung im Bereich unter 20V gemessen.
 
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schopi68

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Als erstes fällt mir ins Auge, daß bei Fluke der Überlastschutz genauer spezifiziert/angegeben ist und dieses auch über eine Balkenanzeige mit 32 Aktualisierungen/s hat. Ansonsten 4 Aktualisierungen/s beim fluke, 2-3 beim Uni-T. Ein Punkt, den jeder wirklich individuell im direkten Vergleich mal ausprobiert haben sollte. Mir ist das sehr wichtig, anderen möglicherweise nicht.

Man sieht bei den Daten irgendwie, daß dieses Fluke-Produkt (wie auch beworben) von Elektrikern entworfen wurde (nicht von Elektronikern). :rolleyes:

Das Uni-T hat DC-Bereiche von 60mV bis 600V, das Fluke von 600mV bis 600V. Im 600mV-Bereich ist das Fluke mit 2% Genauigkeit wirklich schlecht.

Wer also mal kleine Spannungen messen möchte (z.B. zur indirekten Strommessung), hat mit dem Fluke verloren.

Ich vermute, wenn man es runterwirft und drauftritt, wird das Fluke aber die bessere Figur machen. :D
 
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StoN3D

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6 März 2015
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An sich würde ich schon gerne mehr Aktualisierungen/s als 2, da meine beiden Multis das in etwa haben, und 4x/s hört sich gut an, kann ich mir auch praktisch vorstellen.
aber das UT 139C ist wohl die bessere Wahl, vermutlich sieht dieses Multimeter nie Wechselspannung, eher kleinstspannung, von daher ist das wohl die beste Wahl.
 

schopi68

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Apropos... hier ein Geheimtip. *g
HP 5306A multi-meter/counter | eBay

Das HP5306A Multimeter hat eine einstellbare Sample-Rate. Wird höchste Präzision (5 digits) gefordert, dann macht es 2 Messungen/s. Dreht man es auf maximale Geschwindigkeit, dann macht es bei 4 digits 20 Messungen/s.

Hat allerdings keinen Strommeßbereich.

1987 konnte ich mit dem Teil mal ein paar Wochen lang arbeiten; - das war das Gerät, bei dem mir bewusst wurde, wie wichtig die Wiederholgeschwindigkeit ist. Zu dieser Zeit kamen die ersten digitalen Handmultimeter bei der breiten Masse an und aufgrund der langsamen Meßgeschwindigkeit wurden die Geräte von vielen für schlechter als analoge Geräte für Einstellarbeiten beurteilt. Alle sprachen davon, wie wichtig diese Balkenanzeige bei solchen Geräten für das Erkennen von Tendenzen ist.
Zuvor in der Ausbildung durften wir immer mit dem HP 3435A arbeiten, das machte ca. 1 Messung/s.
Mit den 20 Messungen/s hatte ich auf einmal überhaupt keine Probleme mehr selbst schwierigere Justagearbeiten durchzuführen. Ich erinnere mich da an den Prototypen eines medizinischen Ultraschallscanners, bei dem ich das Vergnügen hatte, das Gerät mit sechs sich gegenseitig beeinflussenden Potis abzugleichen... *schmacht*

Genauigkeit des Gerätes:
DC 10V: 0,03%
DC 100V: 0,03%
DC 1000V: 0,097%

AC 10V: 0,98%
AC 100V: 1,5%
AC 1000V: 1,5%

Ohms:
10 kOhm: 0,5%
100 kOhm: 0,5%
10 MOhm: 0,75%

Frequenz:
40 Hz bis 10 MHz: +-1 count

Temperaturkoeffizient: 0,002% / °C

Vorgestellt wurde dieses Meßgerät im Juni 1973 als Einschub für das 5300er Basisgerät.

Das 5300er Meßsystem war als "lilliput"-Low-Cost-System entworfen und Modular aufgebaut. Es kam 1971 auf den Markt.

In das Anzeigegerät, den "Mainframe" konnte die Meßeinheit als Einschub geschoben werden.
US-Preis für das 5306A Einschubmodul waren damals 450$.
Preis für das 5300 Basisgerät waren 395$.
Die ersten Jahre gab es nur Einschübe zur Frequenzmessung, bis hinauf zu 500 MHz.

Zusätzlich gab es noch ein Batteriepack, das zwischen ober- und unterteil gesetzt werden konnte. Für den rückseitigen BCD-Ausgang gab es auch passende Drucker.

Man beachte auch noch das Punktmatrixdisplay. ;)

Mensch, jetzt wo ich das sehe, brennt's mir gerade unter den Fingernägeln... Ob das Gerät in der Auktion immer noch seine Genauigkeitsangaben erfüllt? :Paket:

Nachtrag... mensch :oops: ich sehe gerade, für all diese wunderbaren Geräte gibt es überhaupt keine "Dokumente" auf youtube. Wenn diese Geräte in einigen Jahren alle das zeitliche gesegnet haben, kann niemand mehr sehen, wie leistungsfähig (oder nicht) die damalige Technik doch war.
 
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schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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nördlich v. München
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Weil ich es gerade sehe... nur um einen Vergleich zu machen.

Das analoge Gerät hier, ein Unigor A43 (von Metrawatt) hat DC 1% und AC 1,5% Genauigkeit. ;)

Möglicherweise habe ich deswegen immer so ein ungutes Gefühl der Ungenauigkeit, wenn ich mal wieder DMMs mit 1% sehe.
(Dennoch bitte nicht kaufen... die Eingangswiderstände in den kleinen Meßbereichen sind zu klein für heutige Anwendungen in der Elektronik).