Sicherheit erhöhen?`

Heiopei

Flashaholic*
4 März 2011
849
226
43
wahrscheinlich bin hier im falschen Themenkomplex, aber mir fiel keine geeignetere Stelle ein: ( falls es eine geben sollte, bitte verschieben)

Angenommen man möchte die Sicherheit im Umgang mit Lithium-Ionen Akkus noch weiter erhöhen, obwohl man natürlich die gängigen Vorsichtsmaßnahmen beachtet, insbesondere bei Lampen die mit mehr als einer Zelle betrieben werden.

Ich spiele im besonderen auf das mögliche Szenario des Ausgasens des Akkus an: Würde ein einfaches Loch, welches man den Lampenhost treibt, also ne Art Überdruckventil, die ,,Rohrbombengefahr,, nicht weiter minimieren bzw ausschließen? Um die IPX Klasse einigermaßen hoch zu halten, könnte das Loch ja irgendwie (mit ner Art Korken) verschlossen werden.

Ich möchte keine Paranoier verbreiten; hätte lediglich gerne ne Antwort auf die Frage.
 

Noerstroem

Ehrenmitglied
31 Mai 2010
7.719
2.553
113
Bayern
Ja, würde es.
Aber: dann kommt die Gefahr hinzu beim bohren in einen Zylinder abzurutschen und sich zu verletzen oder etwas zu beschädigen.
Warum nicht einfach CR123 verwenden?
 
Zuletzt bearbeitet:

Heiopei

Flashaholic*
4 März 2011
849
226
43
also die Gefahr beim Bohren abzurutschen kann man sicherlich nicht 100%ig ausschließen, dürfte aber beinahe gegen Null gehen, wenn man das Akkurohr abschraubt und in nen Schraubstock klemmt. Wohlgemerkt ich würde die Bohrung nicht mit einer ,,mobilen,, Bohrmaschine vornehmen, sondern ner festen, bei der der Bohrer nur direkt nach unten vordringen kann.

CR123? Die Anzahl die ich benötige passen von der Länge nicht, außerdem wären dann zuviel Volt vorhanden und CR123 sind nicht aufladbar und damit unwirtschaftlich. Im Vergleich zu nem 26550er ist deren Kapazität sehr gering.

Ach so: Ich habe nicht vor das bei einer 200 Euro + Lampe zu machen, sondern in einer preiswerteren Lampe. Ästhetische Gründe spielen also keine Rolle.
 
Zuletzt bearbeitet:
P

P607

Guest
Ein 2mm Loch o.ä. gibt es an einigen E-Zigaretten.
Bei einer Tala könnte man eine Bohrung mit schwarzem Silikon verschliessen, muss dann aber regelmässig erneuert werden. Karosseriedichtmasse (Scheibenkleber etc) hält besser, würde aber nicht so leicht den Weg freigeben.

Ich habe bei mehr als 60 Li-Ion Vergewaltigungen genau ein einziges Mal ein Ausgasen erlebt und die Zelle, respektive das Akku-Gehäuse, wurde dabei derart heiss, dass ich es ohnehin nicht in der Hand halten konnte. Das ganze passierte eher gemächlich.
Wenn das Ding ruckartig auseinander gehen sollte, im Volksmund explodieren genannt, nützt so eine kleine Druckentlastungsfläche wie eine Bohrung genau gar nix. Ich gehe davon aus, dass dann eher die Tailcap aus dem Alu-Gewinde gerissen wird und Sektkorken ähnlich weg fliegt.

Klar, es gab spektakuläre Dinge - irgendwo hier habe ich Bilder eines explodierten Akkus gesehen, war aber in einem Ladegerät wenn ich mich recht erinnere. Und jeder Fall ist einer zuviel, keine Frage.
Wenn man aber wissen will wie sinnvoll so eine Aktion ist, müsste man die Anzahl (hochwertiger) Akkus gegen die Anzahl der tatsächlichen Unfälle (mit solchen hochwertigen Akkus) halten. Ich glaube, dann relativiert sich die Notwendigkeit von Bohrungen in Talas.
 

Wild

Flashaholic*
26 August 2010
730
529
93
NRW
Also ein Loch würde ich mir nicht in die Tala bohren... Eher würde ich in Qualität hochwertige Zellen und Ladegeräte investieren. Die Akku zudem wöchentlich durch messen. Wenn ich dann noch bedenken hätte, würde ich auf Normale AA Zellen umsteigen ;) Aber Moment, die können ja auch auslaufen... :D
 
Zuletzt bearbeitet:

Gabba

Flashaholic*
1 Juli 2012
795
252
0
Bockenem
Ich glaube auch nicht das so eine Bohrung sinnvoll ist.
Bei einer Explosion bringt so eine kleine Öffnung nichts.
Und dem Ausgasen müsste m.w.n. ein thermal runaway zuvorgehen.

Eine Frage an die Experten: kann eine im thermal runaway befindliche Zelle eigentlich noch Leistung abgeben? D.h., läuft die Lampe weiter?

Auch ist mir kein Fall bekannt wo so etwas mit einem Qualitätsakku, der ordentlich behandelt wurde (ordentlicher Lader, messen mit dem DMM), passiert ist.

Grüße,
Philipp
 

Basti

Flashaholic**
9 Oktober 2011
1.170
760
113
Berlin
Ich hatte auch schon den gedanken wegen einer Entlüftungsbohrung aber wie schon gesagt schützt sie nur bei langsamen Ausgasen und nicht gegen Explosion. Bei langsamen Druckaufbau sollte bei den meisten Taschenlampen aber auch der Tailcapgummi aufblähen und platzen bevor die Rohrbombe hoch geht. Man sollte nur mal kontrollieren ob die Hersteller auch eine Entlüftung bis zum Tailcapgummi umgestzt haben. Zur not könnte man ja im Innenleben der Tala ein paar Bohrungen setzen fals der Druck nicht bis zum Tailcapgummi kommt. Bei meinen Eigenkonstruktionen habe ich da schon drauf geachtet.