Richtig messen mit einem DMM

Dieses Thema im Forum "Messgeräte" wurde erstellt von angerdan, 28. Januar 2012.

  1. Ist mMn völlig normal, denn je nachdem wo und wie man bei solchen TaLa-Strommessungen die Prüfspitzen an die Kontaktflächen hält, kann man ganz unterschiedliche Messwerte erhalten. Also einfach noch ein paarmal messen, irgendwann stabilisieren sich die Werte und man kann die Ausreisser von den korrekten und wiederholbaren Messwerten unterscheiden. Dabei ist es von Vorteil, den kleineren Messbereich als Referenz zu nehmen, ansonsten kämpft man zusätzlich auch noch gegen die Meßungenauigkeit des DMM, denn ein paar Counts mehr oder weniger verfälschen im großen Bereich das kleine Ergebnis ungemein:confused:.
     
  2. Ja - das war auch mein Gedanke.
    Aber ich habe die Messungen wieder und wieder versucht.
    Immer mit dem annähernd gleichen Ergebnis.
    Ich habe die Messspitzen auch gegen 4mm2 Kupferkabel von 20cm Länge
    getauscht. Die Meßwerte ändern sich nicht.
     
  3. Das die Werte sich nicht groß ändern ist schon mal gut, sagt aber noch nichts über die absolute Genauigkeit aus...

    ...hast Du vielleicht noch ein zweites DMM im Zugriff? Dann mit dem anderen Gerät nochmal messen und bei der Gelegenheit, auch gleich mal die Batterie deines DMM überprüfen.
     
  4. Acebeam
    Ja - ich hatte ein UT61E. Dieses hatte ich wegen genau der gleichen Abweichungen umgetauscht. Hatte es damals aber nur mit der Lampe und nicht mit meinen jetzt benutzten "Referenzen" getestet.
    Die Batterie ist neu und voll (sicherheitshalber getestet)
     
  5. Genau so wird es sein. Mehr Widerstand im Messgerät = weniger Spannung an der Lampe = sie muss mehr Strom für gleiche Leistung ziehen. Daher weniger Strom im höheren Strommessbereich (kleinerer Messwiderstand).

    Die Lampe ist eben keine ohmsche Last.
    Auch bei einer ohmschan Last würden sich Unterscheide ergeben, aber andersrum, nämlich weniger Strom im niedrigeren Messbereich.
     
    DB2DX hat sich hierfür bedankt.
  6. So wie es aussieht, zieht deine Lampe in der ersten Stufe (Low) so um die 25mA und in der Zweiten ~200mA. Diese Abstufung würde mir auch gut gefallen;).
     
  7. Heist dann für mich:
    Messung an der Tailcab mit DMM verändert den Stromfluß.
    Der Stromfluß mit geschlossener Tailcab (normaler Gebrauch) ist ein anderer.
    Eine korrekte Messung wäre dann ja nur mit einer Meßzange möglich.

    Vielen Dank :thumbup:
     
  8. Was für eine Last stellt die Lampe dann dar???
     
  9. Konstante Leistung.
     
  10. Wenn die LAmpe geregelt ist, dann versucht sie eine konstante Leistung zu ziehen. Erhöht sic hder Widerstand in den Leistungen, sinkt die Spannung. Das gleicht der Treiber aus, in dem er einen höheren Strom zieht. Es passiert also genau das Gegenteil, von dem was man erwarten könnte.

    Im oberen Leistungsbereich ist es dann oft genau umgekehrt. Eine XM-L die aus einer Zelle gespeist wird, läuft oft direct Drive. Kommt da etwas mehr Widerstand in die Leitung, sinkt die Spanung an der LED und da die Durchlasskurve nicht linear ist sondern steil ansteigt, sinkt der Strom stärker als es der zusätzliche Widerstand erwarten lassen würde.

    Und irgendwo dazwischen gibt es einen schmalen Bereich, wo der Widerstand möglicherweise gar keinen Einfluß auf den Strom hat.

    Wenn man also genaue Messergebnisse haben will, muß man die Messbedingungen auch real gestalten.
     
    DB2DX hat sich hierfür bedankt.
  11. Die Antwort passt aber nicht zu meiner Frage???
     
  12. Doch. Die Lampe (d.h. deren Treiber) zieht konstante Leistung aus dem Akku. Hat balloonix im Post vor Deinem näher beschrieben.
     
  13. Ja schon aber was für eine Last stellt die Lampe dann dar wenn es keine ohmsche ist??? Konstante Leistung ist keine Last???
     
  14. Naja, ist eine Frage, wie man die Frage definiert. Bei Wechselströmen unterscheidet man gerne zwischen Ohmsch, induktiv und kapazitiv. Das betrifft aber nur die Frage nach dem Phasenwinkel und das gbit es prinzipbedingt bei Gleichstrom nicht.

    MAn kann nach Lastcharakteristik unterscheiden. Also konstanter Widerstand, konstanter Strom, konstante Spannung, konstante Leistung. Oer nach Umweltbedingungen, also z.b. PTC oder NTC.

    Und für einen TaLa Treiber im niedrigen Lastbereich ist nun mal hauptsächlich interessant, das er mit konstanter Last geregelt ist. Wenn du was anderes hören willst ,dann solltest du die FRage etwas detaillierter stellen.
     
    light-wolff hat sich hierfür bedankt.
  15. Olight Shop
    Light-wolff schreibt hier das eine Lampe keine ohmsche Last ist.
    Wenn er dies so schreibt soll er doch einfach schreiben was es für eine Last ist. Da wir uns wie schon erkannt im Gleichspannungsektor befinden fällt induktiv oder kapazitiv aus.

    Was also außer einen ohmschen Widerstand messe ich dann an der Lampe???
     
  16. Eine Taschenlampe mit Treiber ist eine aktive/geregelte Last.
    Mit einem Linearregler ist der Strom bei ausreichender Eingangsspannung konstant und nicht abhängig von der Spannung.
    Mit einem Schaltregler ist, zumindest in einem gewissen Bereich der Eingangsspannung, die Leistungsaufnahme annähernd konstant und der aufgenommene Strom ist umso niedriger je höher die Eingansspannung ist.
     
    light-wolff hat sich hierfür bedankt.
  17. Habe ich doch schon 2x geschrieben. Und balloonix auch. Und Tohuwabohu jetzt auch noch. Reicht das nicht?

    Ich hatte nicht geschrieben "eine" Lampe, sondern "die", es ging um die EagleTac G25C2 MKII. Die hat einen Schaltregler und entnimmt im relevanten Betriebsbereich annähernd konstante Leistung aus dem Akku, d.h. das Produkt aus Strom und Spannung ist konstant. Das ist nicht ohmsch (konstanter Widerstand), wo der Quotient aus Spannung und Strom konstant wäre.
    Mehr kann man dazu nicht sagen.

    Auch eine nackte LED wäre nicht ohmsch, die hat eine Diodenkennlinie.
     
  18. Eine ohmsche Last heißt, dass der Strom linear von der Spannung abhängig ist.

    Das ist außer bei Widerständen in der Halbleiterei eher die Ausnahme. Mann kann keine Charakterisitk für TaLa Treiber angeben weil es unterschiedliche Treiber gibt und je nach Betriebszustand ein Treiber sogar unterschiedliche Charakteristika haben kann. Zu fragen welch Charakteristik hat ein TaLa Treiber ist wie zu fragen, welche Farbe haben die Autos von Opel.
     
  19. Hmm ich denke so halbwegs hab ich verstanden wie du das meinst.
     
  20. Nun habe ich auch noch mal eine Frage, die zunächst naiv klingen mag, die auf einer Aussage eines Elektromeisters basiert, der allerdings für seine mitunter ungewöhnlichen Ansichten bekannt war (mittlerweile in Rente):

    Er sagte mir mal, das Messen von Primärzellen mit einem Multimeter, also z.B. die Feststellung, ob eine Monozelle ihre 1,5 V bringt, sei sehr schädlich, da dies einem Kurzschluss der Zelle gleichkäme.

    Was ist davon zu halten? :peinlich:
     
  21. Wenn du die Spannung mißt (Volt-Bereich), passiert der Batterie gar nichts. So gesehen ist die Aussage Blödsinn.

    Wenn du direkt den Strom mißt (Ampere-Bereich) so wie hier, ist das wie ein Kurzschluß.
    Das macht aber keiner, der von Elektrotechnik nur etwas Ahnung hat.
     
    #61 Maiger, 2. Februar 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. Januar 2016
  22. Ah, gut; die Gefahr besteht bei mir nicht, da ich bisher immer nur die Spannung gemessen habe und weil mein MM gar keine Stromstärke messen kann (nur Spannung und Widerstand). Danke!
     
    #62 FSt, 2. Februar 2013
    Zuletzt bearbeitet: 2. Februar 2013
  23. Ein Kurzschluss ist wenn der Widerstand zwischen den beiden Polen gegen null geht.

    Zur Erklärung:

    Es gibt den Unterschied zwischen Strom und Spannungsmesseung.
    Bei der Strommessung wird die Leitung aufgetrennt und das Messgerät hineingehängt, in Reihe also (Stromzangen jetzt mal nicht beachtet).
    Dabei ist ein möglichst niedriger Widerstand gewünscht, da sonst die Messwerte verfälscht werden.

    Bei der Spannungsmessung wird das Messgerät parallel geschaltet, was bedeutet, es ist sozusagen eine zweite Möglichkeit für den Strom an sein gewünschtes Ziel zu kommen. Für die Genauigkeit ist hier gewünscht den Strom, der über das Messgerät fließt sehr klein zu halten, deshalb sind Voltmeter hochohmig.

    Laut I=U/R folgt so bei einem Voltmeter ein wirklich vernachlässigbarer Strom der den Akku auch nicht schädigen kann, fast jeder Treiber bestromt im niedrigsten Modus höher.


    Zusammenfassung:

    Spannungsmessung am Akku: bedenkenlos durchführbar
    Strommessung am Akku: hochgefährlich

    Es grüßt ein angehender Elektroniker
     
    #63 Moraty, 2. Februar 2013
    Zuletzt bearbeitet: 2. Februar 2013
  24. Da habe ich mich gerade über meinen Freudschen Fehler aufgeregt, selbst beim Tippen von "Widerstand" an den typischen Fehler ("Wiederstand") gedacht und es dann prompt wider besseres Wissen falsch geschrieben zu haben, und dann kommt da ein angehender Elektroniker und schreibt "geschalten" anstatt "geschaltet". :cool:

    Danke auch Dir!
     
  25. Nur damit keine Verwirrung aufkommt.

    ... wenn man das Amperemeter direkt an die Batterie hält.

    In Reihe zum Verbraucher geschaltet ist es ok, solange der Meßbereich passt.

    :thumbup:
     
    #65 Maiger, 2. Februar 2013
    Zuletzt bearbeitet: 2. Februar 2013
  26. Hallo!
    Eine kurze Frage:
    Wenn man an einer Lampe einen halb so hohen Strom misst wie sie eigentlich haben sollte, dann liegt das doch an viel zu dünnen und langen Messschnüren die beim Messgerät dabei waren und an der zu kleinen Kontaktfläche mit dem Prüfspitzen, oder?
    Habe es mit einem Billigst Schätzeisen für 10 € aus dem Baumarkt und mit dem Mastech MS8229 probiert, sie zeigen das gleiche an.
    Gruß Ansgar
     
  27. Handelt es sich um eine Lampe mit zwei akkus hintereinander? Oder willst du den Tailcap Strom vergleichen?

    Marcus
     
  28. Ups,
    habe nicht nachgedacht, ja ich wollte den Strom an der Tailcap vergleichen, eine einzellige Lampe und eine mit 2 Akkus in Reihe.
    Bei 2 Akkus in Reihe verdoppelt sich ja die Spannung. Man misst dann ja nur halb so viel Strom an der Tailcap, oder!?
    Aber die dünnen langen Kabel verfälschen das Ergebnis auch, oder?
    Sorry das ist mir jetzt peinlich.. :(
     
  29. Es ist wirklich so wie bei HKJ geschrieben, hatte auf Empfehlung eines Forumusers ein Zangenmultimeter gekauft. Im Vergleich zum DMM bekam ich identische Ergebnisse bis zu einer gewissen amp Stärke. Zum Beispiel bekam ich mit dem Zangenmultimeter 3,22 amp, mit dem DMM nur 2,1 amp auf der Turbo Stufe der Lampe. Bei den unteren Helligkeitsstufen waren beide Multimeter aber identisch.
     
    #70 sharpanator, 12. September 2016
    Zuletzt bearbeitet: 12. September 2016
  30. Hast du alle vorkommenden Widerstände beachtet? Sind die Geräte beide genau genug bei dieser Art Messung?
     
    #71 The_Driver, 12. September 2016
    Zuletzt bearbeitet: 12. September 2016
  31. Ich glaube, sharpanator will damit sagen, dass es sich bei ihm tatsächlich so verhalten hat, wie man es erwartet: durch den zusätzlichen Widerstand des Multimeters wird die Messung massiv verfälscht, besonders bei hohen Strömen.
     
    The_Driver hat sich hierfür bedankt.
  32. Genau, ich bezog mich auf die verlinkte Website von HKJ, da wird genau das erwähnt. Deswegen sollte man auch an ein Zangenmultimeter denken, das wußte ich bis vor kurzem auch nicht. :pfeifen:
     
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