Noch ein paar Eindrücke zur
Warrior Ultra :
Die Ultra-Versionen der Lampenmodelle bei Olight bekommen eine schwarze und leichter zu öffnende Pappschachtel.

Lieferumfang
- Olight Warrior Ultra Taschenlampe
- MCC3 magnetisches USB-Ladekabel
- ORB 217C50 Li-Io Spezialakku mit 5000mAh
- Nylon-Holster, Trageclip (vormontiert)
- mehrsprachige Bedienungsanleitung, Sicherheitshinweise

Allgemeine Informationen
- Bedienung über Seitenschalter und/oder Tailcapschalter
- je 4 Indikator-LEDs neben dem Seitenschalter für Leuchtstufen + Ladezustand
- TIR-Linse vor einem weißen "Reflektor"
- Aluminium-Gehäuse, hart anodisiert
- wasserdicht nach IPX8
- abnehmbarer Trageclip
- magnetische Endkappe
- Preis: 159,95 €
Die Warrior Ultra kommt mit einer matten bis seidenglänzenden Oberfläche, die einen hochwertigen Eindruck verschafft. Olight selbst sagt dazu "OAL™, eine exklusive Aluminiumlegierung, fast doppelt so hart wie 6061er-Aluminium". Auf einen Fall- oder Kratztest möchte ich dennoch lieber verzichten. Auf jeden Fall sieht das edel aus. Außer der olivgrünen Version bei der Testlampe gibt es noch eine marineblaue Version und eine in "Stealth Grey". Bei der Verarbeitung gibt es wie eigentlich immer bei Produkten nichts zu kritisieren, Fehler sind mir keine aufgefallen. Der auf den Bildern zu sehende Zweiwege-Clip war von Anfang an montiert, bei Nichgefallen lässt er sich abziehen. Aus meiner Sicht ist er willkommen, um der Lampe einen effektiven Wegrollschutz zu verschaffen. Außerdem kann man ihn so ausrichten, dass man im Dunkeln den Seitenschalter besser findet.
Der Seitenschalter ist nämlich wie schon bei den vorangegangenen Warrior 3(S)-Modellen sehr flach. Das ist ästhetisch zwar hübsch aber praktisch eher von Nachteil. Insofern fände ich - vor allem bei einem Modell mit laut Hersteller "taktischem" Anspruch - einen hervorstehenden Taster praxistauglicher.

Die Zacken des Bezelkranzes sind etwas größer als bei der Warrior 3S. Die Optik aus LED, weißem Reflektor und TIR (Kollimatorlinse) ist quasi identisch zur Warrior 3(S).
Hier kann man am Beispiel der Warrior 3 sehen, was sich hinter der Front verbirgt. Auch die W-Ultra hat kein Glas vor der TIR-Linse. Als LED dürfte wieder eine Luminus SFT79 als Lichtemitter dienen.

Der mittlere Bereich der TIR-Linse ist mattiert, was wahrscheinlich das Leuchtbild verbessern soll. In dem schwarzen Bereich (auf 5 Uhr) kann man als kleinen Punkt den Näherungssensor erkennen, der auf den höheren Lichtstufen die Leistung herunterregelt, sobald innerhalb einer kurzen Distanz (etwa 20-30 cm) ein Hindernis im Weg ist.

Wie bei den Vormodellen: der in diesem Fall strukturierte Hecktaster (2-Stufen-Schalter) dient gleichermaßen für die Bedienung als auch zum internen Aufladen für den Magnet-USB-Lader.

Die Farbe des Holsters ist Geschmackssache.

4 LED-Segmente links für die eingestellte Leuchtstufe, rechts für den Ladezustand.

Die Kontakte am Lampenkopf (links) habe ich bei den vorherigen Warrior 3 noch anders gesehen.

Hierzu dürfte schon alles gesagt sein...

Vergleich zur Warrior 3S.

Datenvergleich Warrior 3(S) gegen Warrior Ultra:
| . | Warrior 3 | Warrior Ultra |
|---|
| Max. Leistung | 2.300 Lumen | 2.500 Lumen |
| Leuchtstufen | 1 - 15 - 200 - 800* - 2.300* lm | 1 - 15 - 200 - 800* - 2.500* lm |
| Leuchtdauer | 55d - 130h - 13h - 166/39 - 2,5/160/39* min | 55d - 130h - 13h - 168/39 - 2.5/162/39* min |
| LED-Typ | "hochperformante LED", kaltweiß | "hochperformante LED", neutralweiß |
| Lichtintensität | 23.000 cd | 26.000 cd |
| Leuchtweite | 300 m | 320 m |
| Strobe | ja, 13 Hz | ja, 13 Hz |
| Interne Aufladung | ja, per magn. USB-A | ja, per magn. USB-A |
| Akku-Typ | spezieller 21700 Li-Io Akku mit 5.000 mAh | spezieller 21700 Li-Io Akku mit 5.000 mAh |
| Maße L x Kopf x Body | 139 x 29,5 mm | 140 x 29 mm |
| Gewicht mit Akku | 176 g | 178 g |
*mit Stepdown
Bedienung / User Interface
Die mehrsprachige Bedienungsleitung kann man
auf der Olight-Homepage herunterladen.
Seitenschalter
- kurzer Druck = ein/aus (mit Memory, außer für Turbo)
- gedrückt halten wenn an = Ramping/Leuchtstufenwechsel low - mid - high
- gedrückt halten wenn aus = Firefly
- Doppelklick = Turbo, nochmals Doppelklick führt zurück zur vorherigen Stufe
- Dreifachklick = Strobe, Klicken oder halten zum Verlassen
Heckschalter mit zwei Konfigurationen
Konfiguration 1 (Werkseinstellung)
- kurz leicht drücken = ein Mid/aus
- kurz stark drücken = ein Turbo/aus
- gedrückt halten = Momentlicht
Konfiguration 2
- kurz leicht drücken = Turbo
- kurz stark drücken = Strobe
- gedrückt halten = Momentlicht
Wechsel zwischen Konf. 1 und 2:
Gleichzeitig Tailcapschalter durchdrücken und Seitenschalter klicken. Wenn der Heckschalter losgelassen wird, ist die andere Konfiguration ausgewählt.
Lock/Unlock (Einschaltsperre):
Seitenschalter von aus 2 Sekunden gedrückt halten zum De-/Aktivieren der Einschaltsperre.
Linke LED-Indikatoren für Leuchtstufen:
1 LED = Moonlight oder Low
2 LEDs = Mid
3 LEDs = High
4 LEDs = Turbo
Rechte LED-Indikatoren für Restkapazität
1 LED (rot) = <10 %
1 LED (grün) = 10 - 25 %
2 LEDs = 25 - 50 %
3 LEDs = 50 - 75 %
4 LEDs = >75 %
Beide LED-Seiten zugleich bleiben nach Einschalten der Lampe für einige Sekunden an.
Internes Aufladen
Das magnetische MCC3 Ladekabel (Länge 50 cm) verbindet man über den USB-A Stecker mit einer 5V USB-Energiequelle. Während des Ladevorgangs leuchtet die LED des Kabels rot, bei vollem Akku grün.
Eigene Messungen
(mit Hobby-Equipment, daher ohne Gewähr)
- Strobe-Frequenz: 13 Hz
- Luxmessung: Moon 9 / Low 186/ Mid 2.260 / High 8.080 / Turbo 28.500 cd
- Lumen OTF (ceiling bounce): 1,5 / 21 / 235 / 845 / 2.890 lm
- Ladestrom: knapp 2 A
Mit einer Laufzeitmessung kann ich momentan leider nicht dienen.
PWM (Pulsweitenmodulation)
Bei Moonlight habe ich PWM mit knapp 800Hz gemessen. Empfindlichere Leute könnten hier ein leichtes Flimmern sehen, etwa wenn man die Lampe sehr schnell bewegt und direkt in den Strahl schaut. Mir ist allerdings nichts beim normalen Leuchten aufgefallen. Die anderen Stufen sind quasi flimmerfrei.
Lichtqualität
DUV Spot = 0,0069 / DUV Corona = 0,0070 / DUV Spill = 0,0047
Leuchteindruck
Ich habe im Vergleich zur Warrior 3S nur marginale Unterschiede in der Art des Lichtkegels feststellen können. Man kann daher sagen, dass sie hier identisch sind bis auf eine etwas weniger warme Lichtfarbe bei der Ultra. Etwas mehr Helligkeit im Turbo gibt es auch, aber es ist wie zu erwarten kein großer Sprung. Alles in allem eine prima Lampe ohne Dinge, die mir wirklich missfielen.
