1. Vorwort
Liebe Flashis. Ich möchte Euch hier die Ultrafire WF-800L vorstellen. Da es mein erstes Review ist, bitte ich um Nachsicht. Konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge sind natürlich sehr erwünscht! Darüber hinaus fehlt mir (neben Messgeräten etc), aufgrund des für mich noch recht jungen Hobbys der direkte Vergleich zu einer Masse anderer Lampen. Hinzuziehen kann ich nur meine Fenix PD30, die kürzlich verkaufte Tiablo A9 und Maglite 4 D. Diese eignen sich aufgrund der verschiedenen Verwendungszwecke aber eher für Vergleiche betrefflich der Herstellungsqualität als der Leistung. Das meiste von meinem bescheidenen Wissen über Taschenlampen ist also durch stundenlanges surfen entstanden und daher eher theoretischer Natur.
Ein so objektives und detailliertes Review, wie man es hier von fortgeschritten Infizierten Flashis kennt, ist mir daher nicht möglich. Sollte noch jemand im Besitz dieser Lampe sein, Ergänzungen, eigene Erfahrungen etc., dürfen hier sehr gerne gepostet werden!
2. Bestellung / Lieferung
Die Lampe hab ich bei einem renommierten Internetauktionshaus in Hong Kong bestellt. Der Kaufpreis betrug ganze 35€ (in Deutschland ab 55€ erhältlich), der Versand via Luftpost war kostenlos. Die Bezahlung war ausschließlich per Paypal möglich, was ich angesichts des sicheren und schnellen Transfers als gut empfinde. Kurze 15 Tage später war das Paket da. Der Zoll hat das Paket mit einem grünen Aufkleber: "von zollamtlicher Behandlung befreit" verziert. Danke dafür
Meine Freundin hat auf ihre gleichzeitig bestellten Schuhe innerhalb Deutschlands länger gewartet und auch noch Versand bezahlt 
3. Lieferumfang
Hier kann ich mich kurz fassen, denn es gibt schlicht und ergreifend keinen Lieferumfang. Im Karton befand sich die Lampe und ein Holster, eingepackt in Luftpolsterfolie. Gebrauchsanleitung, Lanyard, O-Ringe: Fehlanzeige.
Das beiliegende Holster stellt dafür die erste Überraschung dar, es macht einen deutlich höherwertigen Eindruck als das meiner Fenix PD30 oder Tiablo A9. Es besteht außen aus Cordura und innen aus einem Stoff, der wie Nylon anmutet. Eine recht massive Wandstärke macht das Holster sehr formstabil. Die Lampe passt wie angegossen, mit offenem Verschluss hält die WF-800L kopfüber sicher ohne herauszufallen. Was mir fehlt, ist ein seitlich angebrachtes Fach für Ersatzakkus. Insgesamt trotzdem ein gelungenes Holster!
4. Erster Eindruck / Verarbeitung
Die Lampe ist 14,8 cm lang, der Körper hat einen Durchmesser von 2,0-2,5 cm, der Lampenkopf 4,4 cm. Damit ist die Lampe sicherlich keine EDC, aber trotzdem noch recht handlich.
Mir fehlt, wie anfangs erwähnt, der Vergleich zu einer Vielzahl anderer Lampen, daher kann ich die Verarbeitungsqualität nur bedingt beurteilen. Die leicht gefetteten Gewinde scheinen ordentlich geschnitten zu sein, man merkt dennoch einen – wenn auch marginalen - Unterschied beim Auf- und Zudrehen im Vergleich zur noch leichtgängigeren PD30 und A9. Bei den letztgenannten ist auch das Gewinde anodisiert, bei der UltraFire ist das nicht der Fall.
Ansonsten ist die Anodisierung des Typs HA-III absolut einwandfrei. Auch nach mehreren Wochen intensiver Nutzung, unter anderem beim Biken, ist nicht die kleinste Macke zu erkennen. Die Farbe der Anodisierung lässt sich wohl am besten als titan-grau bezeichnen, eine nette Abwechslung zum sonst verbreiteten einheitsschwarz, wie ich finde.
Die eine Seite der Lampe lässt HWAWYS als Hersteller erkennen. UltraFire ist ein Sammelbegriff von mehreren Herstellern, die sich unter diesem Namen zusammengeschlossen haben. Die Qualität selbiger soll gravierend schwanken. HWAWYS (wie immer man das aussprechen mag) genießt unter diesen Herstellern meiner Kenntnis nach den besten Ruf. Die WF-800L bestätigt das.
Auf der gegenüberliegenden Seite ist die eingebaute SSC-P7 LED genannt und der zu verwendende Akku.
Die Konataktfedern sind vergoldet.
Die LED ist nicht so hundertprozentig exakt zentriert wie bei meiner Fenix und Tiablo, trotz dem macht die gesamte Verarbeitung einen sehr hochwertigen und vertrauenserweckenden Eindruck.
Der gute Qualitätseindruck setzt sich beim Unterwassertest fort. Die Lampe läuft nach zehn Minuten noch immer einwandfrei. Es konnte keine Feuchtigkeit in Kopf oder Körper der UltraFire eindringen. Einsätze bei starkem Regen, im Boot oder ähnlichem sind daher ohne Bedenken möglich. Ich bitte die Schleichwerbung für Erdinger zu entschuldigen, ich präferiere ohnehin Paulaner
5. Bedienung / Technik
Die Lampe lässt sich per Kopfschalter bedienen. Durchdrücken des selbigen schaltet die Lampe ein, mit leichtem Antippen wechselt man die Leuchtmodi. Zur Verfügung stehen „High“, „Low“ und „Strobe“. Der Endkappenschalter lässt sich sehr leichtgängig bedienen, das Zappen macht regelrecht Spaß. Die Abstimmung der Leuchtstufen ist meiner Einschätzung nach sehr gelungen. Bei der PD30 nervt mich die Überfrachtung mit Leuchtstufen, die ich größtenteils ohnehin nie benutze. Ein Modus der wirklich ordentlich Power macht, einer der trotzdem noch heller ist als jede alte Maglite, und Strobe… reicht doch völlig. Ich persönlich stehe - im Gegensatz zu vielen Forenkollegen hier - auf Strobe. (vielleicht liegt es an meinem Alter, dass ich noch etwas verspielter bin
).
Der Schalter hat eine Memoryfunktion, die Lampe erleuchtet beim Wiedereinschalten also im zuletzt benutzen Modus. Ein großer Vorteil gegenüber der PD30 und der Tiablo A9, die diese Funktion nicht haben.
Der Rand der Endkappe schließt mit dem Schalter ab, unbeabsichtigtes Einschalten sollte daher ausgeschlossen sein. Tailstand ist möglich. Darüber hinaus besitzt die Lampe einen fluoreszierenden Nachtring.
Die Lampe soll ausschließlich mit 18650 Akkus betrieben werden. Ich benutze auf Empfehlung von Herr Schiermeier (schiermeier.biz) die von EagleTac. Herauszufinden war passiert, wenn man doch CR123 Batterien benutzt, war mir zu riskant.
6. Leuchtkraft / Leuchtdauer
Die vom Hersteller angegebenen 800 Lumen sind wahrscheinlich maßlos übertrieben, was bei vielen Randherstellern aber wohl ein Trend zu sein scheint. Dennoch macht die Ultrafire enorm hell. Deutlich heller als alle Lampen, die ich bisher in den Händen hatte (auch wenns noch eine recht überschaubare Anzahl ist :-D). Als ich bei abgedunkeltem Raum den Strobe ne Weile laufen lassen habe, war mir danach richtig schlecht. Direkt reingucken, bei an Dunkelheit gewohnten Augen muss ziemlich pervers sein. Ein gewisser Wert zur Selbstverteidigung ist daher wohl auch nicht zu verneinen.
Das absolut überragende an der WF-800L ist die große Fläschenausleuchtung, bei trotzdem sehr souveräner Reichweite. Die Abstimmung von Beam und Spill ist für meine Zwecke genau richtig. Sie scheint zwar nicht so weit wie die Tiablo A9, bringt aber wesentlich mehr Licht ins Ziel. Bei der Ausleuchtung des nahen und mittleren Bereichs stellt sie meine PD30 nicht unbedingt in den Schatten, macht aber doch deutlich sichtbar mehr Licht. Die angegebenen knapp 600 Lumen mehr sind natürlich Quatsch. Im Vergleich zu anderen SSC-P7 Lampen (z.B. der MTE) hat die UF-800L bedingt durch den tiefen Reflektor einen besseren Throw, bei trotzdem guter Nahbereichsausleuchtung. Zusammen mit meinem Fenix-Fahrradhalter AF-01 ist sie ein ausgezeichnetes Leuchtsystem für mein Crossfahrrad. Seit ich das Teil habe fahre ich fast lieber nachts
. Auf „High“, kann man echt jeden Grashalm auf viele Meter erhellen. Der „Low“ Modus reicht auch noch locker zum sicheren Fahren, oder bei Gegenverkehr – (der in rheinländischen Weinbergen, nachts, bei der Jahreszeit, wenn dann eher aus Tieren besteht
)
Die von Ultrafire angegebenen 90 min Leuchtdauer auf Stufe „high“ sind realistisch, ich habe zwar keine Stoppuhr mitlaufen lassen, war aber gute 60 min damit aufm Rad unterwegs und sonst auch noch einige Zeit rumgeleuchtet. Auch die von Ultrafire angegeben digitale Regelung stimmt augenscheinlich, LUX-Messungen können natürlich durchaus etwas anderes ergeben. Am Ende hat die Lampe innerhalb weniger Minuten deutlich an Leuchtkraft verloren, bis sie schließlich ganz ausging. Der „low“ Modus lässt sich danach trotzdem noch bedienen. Für wie lange wollte ich nicht ausreizen, da ich mich mit der Handhabung der 18650 Akkus noch nicht sicher fühle.
Angaben über die Leuchtdauer auf der „low“ Stufe wären rein spekulativ, Angaben im Internet habe ich nicht gefunden.
7. Beamshots
Leider hat es hier das ganze Wochenende geregnet. Beamshots werde ich daher nachliefern, sollte Interesse bestehen? Was stört, ist ein deutlich erkennbares Donuthole im Beam. Draußen kaum sichtbar, Flashaholics stört das natürlich trotzdem
8. Fazit
Zusammenfassend muss ich sagen, dass mir die Lampe trotz anfänglicher Skepsis sehr gut gefällt. Ich hab sie jetzt schon mehrere Akkuladungen lang am Fahrrad durch ruckelige Feld und Wiesenwege gejagt, keinerlei Beanstandungen. Verarbeitungsqualität, Leuchtkraft und Leuchtdauer gehen absolut in Ordnung. Darüber hinaus kann der mit Bravour bestandene Unterwassertest, eine Memoryfunktion und ein wirklich brauchbares Holster überzeugen. Die Zentrierung der Linse und die Qualität der Gewinde mag nicht ganz an Olight, Fenix, Lumapower und andere etablierte Marken herankommen. Man baut vielleicht auch nicht so eine Beziehung wie zu einer in Tragekoffer ausgelieferten M21 Warrior auf. Das fehlende Zubehör stört mich aber nur bedingt, ein passendes Lanyard und Ersatz O-Ringe lassen sich bei Bedarf sicher auch anderweitig besorgen. Als Elitesoldat würde ich damit wohl nicht los ziehen, als semi-solventer Student habe ich aber meine helle Freude daran :-D Mit 35 € eine absolute Preis/Leistungsempfehlung! Auch die 20 € mehr beim Bezug in Deutschland ist die Lampe meiner Meinung nach durchaus wert!

Vielen Dank fürs Lesen!!
Liebe Flashis. Ich möchte Euch hier die Ultrafire WF-800L vorstellen. Da es mein erstes Review ist, bitte ich um Nachsicht. Konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge sind natürlich sehr erwünscht! Darüber hinaus fehlt mir (neben Messgeräten etc), aufgrund des für mich noch recht jungen Hobbys der direkte Vergleich zu einer Masse anderer Lampen. Hinzuziehen kann ich nur meine Fenix PD30, die kürzlich verkaufte Tiablo A9 und Maglite 4 D. Diese eignen sich aufgrund der verschiedenen Verwendungszwecke aber eher für Vergleiche betrefflich der Herstellungsqualität als der Leistung. Das meiste von meinem bescheidenen Wissen über Taschenlampen ist also durch stundenlanges surfen entstanden und daher eher theoretischer Natur.
Ein so objektives und detailliertes Review, wie man es hier von fortgeschritten Infizierten Flashis kennt, ist mir daher nicht möglich. Sollte noch jemand im Besitz dieser Lampe sein, Ergänzungen, eigene Erfahrungen etc., dürfen hier sehr gerne gepostet werden!
2. Bestellung / Lieferung
Die Lampe hab ich bei einem renommierten Internetauktionshaus in Hong Kong bestellt. Der Kaufpreis betrug ganze 35€ (in Deutschland ab 55€ erhältlich), der Versand via Luftpost war kostenlos. Die Bezahlung war ausschließlich per Paypal möglich, was ich angesichts des sicheren und schnellen Transfers als gut empfinde. Kurze 15 Tage später war das Paket da. Der Zoll hat das Paket mit einem grünen Aufkleber: "von zollamtlicher Behandlung befreit" verziert. Danke dafür
3. Lieferumfang
Hier kann ich mich kurz fassen, denn es gibt schlicht und ergreifend keinen Lieferumfang. Im Karton befand sich die Lampe und ein Holster, eingepackt in Luftpolsterfolie. Gebrauchsanleitung, Lanyard, O-Ringe: Fehlanzeige.
Das beiliegende Holster stellt dafür die erste Überraschung dar, es macht einen deutlich höherwertigen Eindruck als das meiner Fenix PD30 oder Tiablo A9. Es besteht außen aus Cordura und innen aus einem Stoff, der wie Nylon anmutet. Eine recht massive Wandstärke macht das Holster sehr formstabil. Die Lampe passt wie angegossen, mit offenem Verschluss hält die WF-800L kopfüber sicher ohne herauszufallen. Was mir fehlt, ist ein seitlich angebrachtes Fach für Ersatzakkus. Insgesamt trotzdem ein gelungenes Holster!
4. Erster Eindruck / Verarbeitung
Die Lampe ist 14,8 cm lang, der Körper hat einen Durchmesser von 2,0-2,5 cm, der Lampenkopf 4,4 cm. Damit ist die Lampe sicherlich keine EDC, aber trotzdem noch recht handlich.
Mir fehlt, wie anfangs erwähnt, der Vergleich zu einer Vielzahl anderer Lampen, daher kann ich die Verarbeitungsqualität nur bedingt beurteilen. Die leicht gefetteten Gewinde scheinen ordentlich geschnitten zu sein, man merkt dennoch einen – wenn auch marginalen - Unterschied beim Auf- und Zudrehen im Vergleich zur noch leichtgängigeren PD30 und A9. Bei den letztgenannten ist auch das Gewinde anodisiert, bei der UltraFire ist das nicht der Fall.
Ansonsten ist die Anodisierung des Typs HA-III absolut einwandfrei. Auch nach mehreren Wochen intensiver Nutzung, unter anderem beim Biken, ist nicht die kleinste Macke zu erkennen. Die Farbe der Anodisierung lässt sich wohl am besten als titan-grau bezeichnen, eine nette Abwechslung zum sonst verbreiteten einheitsschwarz, wie ich finde.
Die eine Seite der Lampe lässt HWAWYS als Hersteller erkennen. UltraFire ist ein Sammelbegriff von mehreren Herstellern, die sich unter diesem Namen zusammengeschlossen haben. Die Qualität selbiger soll gravierend schwanken. HWAWYS (wie immer man das aussprechen mag) genießt unter diesen Herstellern meiner Kenntnis nach den besten Ruf. Die WF-800L bestätigt das.
Auf der gegenüberliegenden Seite ist die eingebaute SSC-P7 LED genannt und der zu verwendende Akku.
Die Konataktfedern sind vergoldet.
Die LED ist nicht so hundertprozentig exakt zentriert wie bei meiner Fenix und Tiablo, trotz dem macht die gesamte Verarbeitung einen sehr hochwertigen und vertrauenserweckenden Eindruck.
Der gute Qualitätseindruck setzt sich beim Unterwassertest fort. Die Lampe läuft nach zehn Minuten noch immer einwandfrei. Es konnte keine Feuchtigkeit in Kopf oder Körper der UltraFire eindringen. Einsätze bei starkem Regen, im Boot oder ähnlichem sind daher ohne Bedenken möglich. Ich bitte die Schleichwerbung für Erdinger zu entschuldigen, ich präferiere ohnehin Paulaner
5. Bedienung / Technik
Die Lampe lässt sich per Kopfschalter bedienen. Durchdrücken des selbigen schaltet die Lampe ein, mit leichtem Antippen wechselt man die Leuchtmodi. Zur Verfügung stehen „High“, „Low“ und „Strobe“. Der Endkappenschalter lässt sich sehr leichtgängig bedienen, das Zappen macht regelrecht Spaß. Die Abstimmung der Leuchtstufen ist meiner Einschätzung nach sehr gelungen. Bei der PD30 nervt mich die Überfrachtung mit Leuchtstufen, die ich größtenteils ohnehin nie benutze. Ein Modus der wirklich ordentlich Power macht, einer der trotzdem noch heller ist als jede alte Maglite, und Strobe… reicht doch völlig. Ich persönlich stehe - im Gegensatz zu vielen Forenkollegen hier - auf Strobe. (vielleicht liegt es an meinem Alter, dass ich noch etwas verspielter bin
Der Schalter hat eine Memoryfunktion, die Lampe erleuchtet beim Wiedereinschalten also im zuletzt benutzen Modus. Ein großer Vorteil gegenüber der PD30 und der Tiablo A9, die diese Funktion nicht haben.
Der Rand der Endkappe schließt mit dem Schalter ab, unbeabsichtigtes Einschalten sollte daher ausgeschlossen sein. Tailstand ist möglich. Darüber hinaus besitzt die Lampe einen fluoreszierenden Nachtring.
Die Lampe soll ausschließlich mit 18650 Akkus betrieben werden. Ich benutze auf Empfehlung von Herr Schiermeier (schiermeier.biz) die von EagleTac. Herauszufinden war passiert, wenn man doch CR123 Batterien benutzt, war mir zu riskant.
6. Leuchtkraft / Leuchtdauer
Die vom Hersteller angegebenen 800 Lumen sind wahrscheinlich maßlos übertrieben, was bei vielen Randherstellern aber wohl ein Trend zu sein scheint. Dennoch macht die Ultrafire enorm hell. Deutlich heller als alle Lampen, die ich bisher in den Händen hatte (auch wenns noch eine recht überschaubare Anzahl ist :-D). Als ich bei abgedunkeltem Raum den Strobe ne Weile laufen lassen habe, war mir danach richtig schlecht. Direkt reingucken, bei an Dunkelheit gewohnten Augen muss ziemlich pervers sein. Ein gewisser Wert zur Selbstverteidigung ist daher wohl auch nicht zu verneinen.
Das absolut überragende an der WF-800L ist die große Fläschenausleuchtung, bei trotzdem sehr souveräner Reichweite. Die Abstimmung von Beam und Spill ist für meine Zwecke genau richtig. Sie scheint zwar nicht so weit wie die Tiablo A9, bringt aber wesentlich mehr Licht ins Ziel. Bei der Ausleuchtung des nahen und mittleren Bereichs stellt sie meine PD30 nicht unbedingt in den Schatten, macht aber doch deutlich sichtbar mehr Licht. Die angegebenen knapp 600 Lumen mehr sind natürlich Quatsch. Im Vergleich zu anderen SSC-P7 Lampen (z.B. der MTE) hat die UF-800L bedingt durch den tiefen Reflektor einen besseren Throw, bei trotzdem guter Nahbereichsausleuchtung. Zusammen mit meinem Fenix-Fahrradhalter AF-01 ist sie ein ausgezeichnetes Leuchtsystem für mein Crossfahrrad. Seit ich das Teil habe fahre ich fast lieber nachts
Die von Ultrafire angegebenen 90 min Leuchtdauer auf Stufe „high“ sind realistisch, ich habe zwar keine Stoppuhr mitlaufen lassen, war aber gute 60 min damit aufm Rad unterwegs und sonst auch noch einige Zeit rumgeleuchtet. Auch die von Ultrafire angegeben digitale Regelung stimmt augenscheinlich, LUX-Messungen können natürlich durchaus etwas anderes ergeben. Am Ende hat die Lampe innerhalb weniger Minuten deutlich an Leuchtkraft verloren, bis sie schließlich ganz ausging. Der „low“ Modus lässt sich danach trotzdem noch bedienen. Für wie lange wollte ich nicht ausreizen, da ich mich mit der Handhabung der 18650 Akkus noch nicht sicher fühle.
Angaben über die Leuchtdauer auf der „low“ Stufe wären rein spekulativ, Angaben im Internet habe ich nicht gefunden.
7. Beamshots
Leider hat es hier das ganze Wochenende geregnet. Beamshots werde ich daher nachliefern, sollte Interesse bestehen? Was stört, ist ein deutlich erkennbares Donuthole im Beam. Draußen kaum sichtbar, Flashaholics stört das natürlich trotzdem
8. Fazit
Zusammenfassend muss ich sagen, dass mir die Lampe trotz anfänglicher Skepsis sehr gut gefällt. Ich hab sie jetzt schon mehrere Akkuladungen lang am Fahrrad durch ruckelige Feld und Wiesenwege gejagt, keinerlei Beanstandungen. Verarbeitungsqualität, Leuchtkraft und Leuchtdauer gehen absolut in Ordnung. Darüber hinaus kann der mit Bravour bestandene Unterwassertest, eine Memoryfunktion und ein wirklich brauchbares Holster überzeugen. Die Zentrierung der Linse und die Qualität der Gewinde mag nicht ganz an Olight, Fenix, Lumapower und andere etablierte Marken herankommen. Man baut vielleicht auch nicht so eine Beziehung wie zu einer in Tragekoffer ausgelieferten M21 Warrior auf. Das fehlende Zubehör stört mich aber nur bedingt, ein passendes Lanyard und Ersatz O-Ringe lassen sich bei Bedarf sicher auch anderweitig besorgen. Als Elitesoldat würde ich damit wohl nicht los ziehen, als semi-solventer Student habe ich aber meine helle Freude daran :-D Mit 35 € eine absolute Preis/Leistungsempfehlung! Auch die 20 € mehr beim Bezug in Deutschland ist die Lampe meiner Meinung nach durchaus wert!
Vielen Dank fürs Lesen!!
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