So, Freunde der mobilen Erleuchtung, ich habe mich mal daran gemacht, mein erstes kleines Review zu verfassen und habe mir dazu eine Lampe ausgesucht, für die ich hier im Forum noch kein Review gefunden habe.
Vorab ein paar Worte die der Erklärung dienen (und damit ich nicht direkt gesteinigt werde)…
Ich bin weder was Fotografie noch was Reviews angeht erfahren oder professionell unterwegs, was man (leider) auch an den Bildern sieht. Mit dem, was andere „Reviewer“ hier im Forum abliefern, kann ich noch nicht mal ansatzweise konkurrieren, weder was die Bildqualität, noch was die fotografischen Möglichkeiten angeht.
Dieses Review ist demnach nur dazu geeignet, dem geneigten Leser einen Eindruck von der Lampe zu vermitteln, gepaart mit meinen subjektiven Gedanken zu derselben.
So, genug geschwafelt, jetzt geht’s los:
Review der Thrunite Neutron 2C V3 cw (2017)
Verpackung & Lieferumfang
Die Thrunite Neutron 2CV3 cw (2017) kommt zum Hammerpreis von 49,95 € (Stand: 28.06.2017, bezogen über Amazon) in einer soliden (weil dicken und stabilen) Kartonverpackung. Ich habe mir die cw Variante ausgesucht, die Lampe gibt´s aber zum gleichen Preis auch in Neutralweiß.

Nach dem öffnen derselben blickt man zunächst auf die noch extra verpackte Lampe, die in einer Schaumstoffumrandung absolut sicher und gut geschützt auf ihre Entnahme wartet.

Hat man die Lampe dann aus ihrem Verhüterli geschält, sieht das Ganze so aus:

Der Lieferumfang der Lampe ist als „komplett“ zu betrachten, man erhält die folgenden Dinge:
- Die Neutron 2CV3 cw (2017)
- In der Lampe ein geschützter 3400 mAh Li-Ion Akku
- Ein Clip (bereits montiert, abnehmbar)
- Ein (m.E. ganz gutes) Holster
- Ein Lanyard
- 2 Ersatz O-Ringe
- 2 Ersatzabdeckungen für den USB-Anschluss
- 1 Silikon-Inlay für den Schalter
- 1 Bedienungsanleitung in 4 Sprachen (u.a. deutsch)
- 1 Zettelchen vom Support
- 1 Silikat-Tütchen
- 1 USB-Ladekabel

Der Lieferumfang lässt kaum Fragen offen, das einzige, was ich nicht verstehe ist das Silikon-Inlay für den (beleuchteten) einzigen Schalter der Lampe. Das beiliegende Inlay setzt voraus, das sich der Schalter bzw. der Knopf entfernen lässt…zumindest für mich sieht das aber auf den ersten und auch auf den zweiten Blick nicht so aus. Aber da ich der totale Newbie bin und auch keine Erfahrungen im Lampen auseinanderbauen habe, mag ich mich da irren. Der Hersteller wird sich doch sicher was dabei gedacht haben…..
Der Body
Die Lampe kommt in einem perfekten Zustand, die Lasergravuren sind sauber und präzise ausgeführt (wenn das auf den Fotos nicht so wirkt, liegt das an den mangelnden Fähigkeiten des Fotografen und seiner Kamera).

Die schwarze Anodisierung ist bei meinem Exemplar absolut fehlerfrei ausgeführt, das Knurling ist angenehm und vermittelt deutlich das Gefühl der Rutschfestigkeit.


Die Gewinde laufen sauber und sind ab Werk sehr großzügig gefettet.
Der schwarze Clip ist am hinteren Ende der Lampe verbaut und bietet eine „Deep-Carry“ Möglichkeit (Bezel down). Der Clip bietet keine andere Möglichkeit ihn zu befestigen, also entweder man lässt ihn so dran wie vom Hersteller vorgesehen, oder man macht ihn halt ab.
Am hinteren Ende der Lampe gibt es noch eine Lanyard-Öse, die aber so positioniert ist, das selbst mit befestigtem Lanyard ein Tailstand problemlos möglich ist.

Die Lampe lässt sich in 3 Teile zerlegen, den Kopf, das Mittelteil und die „Tailcap“ welche als „Rohr“ das Ende der Lampe bildet.

In der besagten Tailcap ist eine Feder verbaut, hier der Blick in die Tailcap:

Das Gegenstück im Kopf ist als flache Platte ausgeführt. Ich konnte leider nicht in Erfahrung bringen, ob ein (mechanischer) Verpolungsschutz gegeben ist.


Vom Feeling und der Haptik her wirkt die Lampe (auf mich) hochwertig und solide.

Der hochglanzpolierte Reflektor ist fehler- und staubfrei, ohne Einschlüsse oder sonstige Auffälligkeiten. Wenn das auf den Fotos nicht so wirkt, ist das wieder mal auf die (mangelnden) Fertigkeiten des Fotografen zurückzuführen.


Die XP-L V6 ist perfekt zentriert, auch hier leistet sich die Lampe keine Schwächen.

Auch die beschichtete Glaslinse hat keine Makel, der Staub, den man auf den Fotos evtl. sehen kann ist außen und nicht im Lampenkopf.
Also, als Zwischenfazit lässt sich sagen, das die Thrunite Neutron 2C V3 in Sachen Verarbeitungsqualität und Haptik wirklich richtig gut ist, da gibt es an dieser Stelle nichts zu bemängeln!
Stromversorgung
Nachdem die Lampe beim ersten anfassen wirklich zu gefallen weiß, kommen wir nun zu den wichtigen inneren Werten.
Eine Besonderheit der Neutron 2CV3 ist die hohe Variabilität in Sachen Stromversorgung. Durch das weglassen oder benutzen der Extension -Tube verfügt man über sage und schreibe 5 (6) verschiedene Möglichkeiten der Energieversorgung. Um dies gewährleisten zu können, verfügt die 2CV3 auch über einen sehr großen Spannungsbereich, in dem der Betrieb der Lampe möglich ist. Thrunite gibt als Arbeitsspannung 2,7 – 9,0 Volt an. Hier nun die diversen Möglichkeiten der Stromversorgung im Einzelnen:
Ohne Extension:
- 18350 Akku
- 16340 Akku
( - CR123A)
Mit Extension
- 18650 Akku
- 2x 16340 Akku
- 2x CR123A
Zur 1 x CR123A Batterie sei gesagt, das der Hersteller diese Form der Stromversorgung NICHT aufführt oder empfiehlt, ich habe es aber getestet und die Lampe funktioniert auch mit einer CR123A Batterie.
Mir gefällt diese hohe Variabilität der möglichen Stromversorgung, man muss es ja nicht nutzen, aber wenn man will, kann man die Lampe auf fast jede Form von Akku oder Batterie adaptieren.
Der (Licht) Schalter
Batterien oder Akkus leeren sich bei Gebrauch unweigerlich….wie schön, das die 2CV3 den Benutzer auf diesen Umstand durch eine im Schalter verbaute LED aufmerksam macht.
Die besagte LED leuchtet blau, sobald man die Lampe anschaltet (außer im Firefly-Modus).

Auf dem Foto wird die Farbe der LED zu hell wiedergegeben, in Wirklichkeit ist das ein sehr schönes dunkles blau.
Solang der Akku mehr als 3,2V hat, leuchtet diese LED also blau, sinkt die Spannung auf 3,2V-3V ab, blinkt die LED rot, fällt die Akkuspannung auf 3V-2,8V, leuchtet die LED konstant rot, bei unter 2,8V geht die LED aus.
Doch die LED im Schalter ist nicht nur dafür da um im Einsatz auf den Zustand des Akkus aufmerksam zu machen, beim laden der Lampe über den integrierten Micro-USB Ladeport leuchtet die LED rot während des Ladevorgangs, wenn dieser bei einer Akkuspannung von 4,2V beendet ist, leuchtet die LED konstant blau.
Sollte die LED während des Ladevorgangs lila blinken, so liegt ein Fehler vor.
Ein kleines Detail noch: Die Lampe kann während des Ladevorgangs im Low-Modus leuchten, das funktioniert auch dann, wenn kein Akku eingelegt ist, also nur mit eingestecktem Ladestecker!
Und noch ein Detail: Es ist ein Genuss, den Schalter zu drücken, sowohl was den Druckpunkt, als auch was das Geräusch angeht, das der Schalter beim drücken von sich gibt. Wirklich ein Genuss!
Die Bedienung
Die Bedienung ist neben der Variabilität in Sachen Stromversorgung eine weitere Besonderheit dieser Taschenlampe. Die komplette Bedienung wird über einen einzigen Schalter am Kopf der Lampe gewährleistet. Die Lampe verfügt übrigens NICHT über einen elektronischen Lockout, ein lösen der Tailcap sorgt aber für einen zuverlässigen mechanischen Lockout.
Sorgen andere Hersteller mit verschieden abgestuften Helligkeitsstufen für Licht, so überlässt die Thrunite Neutron 2CV3 dem Benutzer die absolute Macht über die abgestrahlte Lichtmenge.
Folgende Modi bietet die Lampe:
- Drücken & gedrückt halten des Schalters für ca. 1 Sekunde: Firefly/Moonlight (0,5 lm)
- Doppelklick startet immer den Turbo (1100 lm)
- Dreifachklick: Strobe (650 lm)
- Wenn man bei ausgeschalteter Lampe den Taster einmal kurz drückt, gelangt man in den sogenannten „Infinity-Modus“, der bei 12lm startet und bei 650lm aufhört.
Also Schalter einmal kurz drücken, Lampe geht an. Dann Schalter nochmal drücken und gedrückt halten, und die Lampe rampt hoch bis 650lm, wo sie zweimal kurz blinkt um das Erreichen der höchsten Leuchtkraft zu signalisieren. Hält man den Schalter weiterhin gedrückt, rampt die Lampe wieder runter bis 12lm, wo sie wieder zweimal blinkt, um zu signalisieren das man bei der niedrigsten Leuchtstufe angekommen ist. Lässt man während des rampens den Schalter los, bleibt die Lampe in dieser Helligkeit. Schaltet man nun die Lampe mit einem kurzen Druck des Schalters wieder aus, geht sie beim nächsten einschalten in die zuletzt genutzte Leuchtstufe (innerhalb des Infinity-Bereichs). Die 2CV3 verfügt also über Mode-Memory (außer Moonlight, Strobe & Turbo) , eine Tatsache, die mir nicht unbedingt zusagt, denn wenn ich die Lampe mal mehrere Stunden nicht benutze, ist es zwar schön wenn die Lampe sich an die letzte Helligkeitsstufe erinnert, nicht so schön ist aber, wenn ich mich nicht mehr erinnern kann und mit 650 lm dahin leuchte, wo ich vielleicht nur 100 brauche……..
Aber das ist nicht so wild, denn durch den direkten Zugriff auf Moonlight / Turbo ist man für jede Situation (meiner Meinung nach) bestens gerüstet.
Das mit dem Infinity-Modus hört sich übrigens wilder an, als es ist, tatsächlich hatte ich mich nach kurzer Zeit vollständig daran gewöhnt und muss sagen, dass ich dieses Bedienkonzept sehr mag. Dazu bei trägt auch noch eine Besonderheit des hoch-und-runter-rampens:
Sagen wir ich schalte die Lampe an und beginne bei 12 lm mit dem rampen, die Lampe wird also heller, heller, heller…..oh verdammt, zu hell für mein aktuelles Einsatzgebiet. Kein Problem, statt jetzt weiter zu rampen und darauf zu warten das die Lampe bei 650 lm ankommt um dann wieder dunkler zu werden, lässt man einfach den Knopf los, drückt ihn erneut und hält ihn, die Lampe beginnt daraufhin sofort wieder runter zu rampen. Das funktioniert in beide Richtungen.
Also kurz gesagt, lässt man den Schalter während des rampens los, drückt und hält ihn erneut, so rampt die Lampe in die andere Richtung, also runter, wenn man vorher hoch gerampt hat und andersherum.
Oh man, je mehr ich dazu schreibe, desto komplizierter hört sich das an, ist es aber wirklich nicht. Das Konzept finde ich persönlich genial, im Endeffekt ist es besser als jedes UI, das mit einer festgelegten Reihenfolge die Lichtstufen durchschaltet, weil man jederzeit die Wahl hat ob die Lampe heller oder dunkler werden soll.
Zum Licht noch ein paar Daten:
Firefly/Moonlight: 0,5 lm 49 Tage
Infinity Low: 12 lm 130 h
Infinity High: 650 lm 2,7 h
Turbo: 1100 lm 2,2 h
Strobe: 650 lm 5 h
Die Lampe hat eine Reichweite von 240 Metern und eine Beam Intensität von 14399 cd
Die Daten sind Herstellerangaben und wurden mit einem (der Lampe beiliegenden) 18650er 3400 mAh Akku ermittelt.
Vergleiche mit anderen Lampen:
Als angehender Flashaholic habe ich leider (noch) nicht die benötigte Hardware um großartige Vergleiche ziehen zu können. Im Vergleich mit meiner Zebralight SC600 MkIII HI fällt natürlich auf wie winzig die Zebralight im Verhältnis zur Thrunite ist.

Und auch wenn ich hier den Bugatti mit einem VW vergleiche, so hat die 2CV3 gegenüber der Zebralight auch Vorteile:
- den Preis
- die Variabilität in Sachen Stromversorgung
- internes Laden
Da ich die UI´s der beiden Lampen nicht vergleichen mag und will, denn das ist auch Geschmacksache, bleibt letztlich nur der Größenfaktor übrig, der für die Zebralight spricht.
Ok und vielleicht ein bisschen der Kultstatus. Und ja, es ist sicher richtig dass die Zebralight absolut klasse geregelt ist, das möchte ich ihr nicht absprechen.
Also eigentlich, ja eigentlich kann man die beiden Lampen gar nicht vergleichen…….ich tue es trotzdem und stelle fest, dass ich froh bin beide zu besitzen……
Denn beide Lampen haben was…..jede für sich.
Als Abschluss noch ein paar Beamshot-Vergleiche, als Kandidaten duellieren sich heute:
- Zebralight SC600 MkIII HI
- Thrunite Neutron 2CV3
- Olight S1R Turbo S
- Fenix PD20
Alle Lampen auf ihrer jeweiligen Turbo-Stufe.
Thrunite Neutron 2C V3 cw (2017):

Olight S1R Turbo S:

Zebralight SC600 MkIII HI:

Fenix PD20:

Zu den Beamshots noch folgender Hinweis: Abstand zu Wand ca 25 Meter, Kamera eingestellt auf ISO 200, kein Umgebungslicht, Weißabgleich auf "Bewölkung".
Fazit
Die Thrunite Neutron 2C V3 in cw (gibt´s zum gleichen Preis auch als nw) ist in meinen Augen eine Taschenlampe, bei der der Hersteller so gut wie alles richtig gemacht hat. Sie eignet sich perfekt auch als Geschenk für Nicht-Flashaholics, denn im Lieferumfang ist alles, was man zum Betrieb der Lampe braucht, durch die interne Lademöglichkeit ist auch kein externes Ladegerät nötig und der beiliegende Akku ist geschützt.
Das UI ist nach kurzer Eingewöhnungszeit so gut wie Idiotensicher, die Leuchtstufen sind (sofern vorgegeben) sinnvoll, die Lampe bietet Direktzugriff auf Firefly, Turbo & Strobe, hat eine Akkukontrolleuchte & Ladestandsanzeige. Hinzu kommt noch die super Verarbeitungsqualität.
Kurzum, das fast perfekte Gesamtpaket, vor allem auch was den Preis angeht.
Dazu kommt noch die (für den Flashaholic) fast grenzenlose Freiheit in Sachen Energieversorgung.
Warum also nur das "fast" perfekte Gesamtpaket?
Nun, das ist vielleicht meckern auf hohem Niveau, aber in paar Kleinigkeiten vermisse ich dann doch, bzw. könnten kritisiert werden:
1) Kein elektronischer Lockout
2) Keine magnetische Tailcap (wobei fraglich ist, ob das bei einer Lampe dieser Größe / Länge überhaupt möglich & sinnvoll wäre)
3) Bei eingelegtem 18650er Akku (der, der der Lampe beiliegt) merkt man wenn man die Lampe aufrecht hin und her bewegt ein leichtes rappeln, bedingt durch den "zu großen" Durchmesser des Batterierohrs. Das nervt vielleicht den ein oder anderen, lässt sich leicht durch ein umwickeln des Akku´s abstellen und ist halt Kritik auf hohem Niveau......
Ich bin jedenfalls hellauf begeistert von der Lampe und werde sie erstmal nicht mehr hergeben.
So, danke fürs lesen, würde mich freuen wenn Euch das Review unterhalten hat, Kritik / Tipps / Ratschläge & Fragen sind ausdrücklich erwünscht......
LG
diam0nd
Nachtrag: Alle in diesem Review geposteten Bilder wurden von mir erstellt. Die hier vorgestellte Taschenlampe habe ich selbst ohne irgendeine Vergünstigung seitens des Herstellers bei Amazon zum regulären Verkaufspreis erworben.
Vorab ein paar Worte die der Erklärung dienen (und damit ich nicht direkt gesteinigt werde)…
Ich bin weder was Fotografie noch was Reviews angeht erfahren oder professionell unterwegs, was man (leider) auch an den Bildern sieht. Mit dem, was andere „Reviewer“ hier im Forum abliefern, kann ich noch nicht mal ansatzweise konkurrieren, weder was die Bildqualität, noch was die fotografischen Möglichkeiten angeht.
Dieses Review ist demnach nur dazu geeignet, dem geneigten Leser einen Eindruck von der Lampe zu vermitteln, gepaart mit meinen subjektiven Gedanken zu derselben.
So, genug geschwafelt, jetzt geht’s los:
Review der Thrunite Neutron 2C V3 cw (2017)
Verpackung & Lieferumfang
Die Thrunite Neutron 2CV3 cw (2017) kommt zum Hammerpreis von 49,95 € (Stand: 28.06.2017, bezogen über Amazon) in einer soliden (weil dicken und stabilen) Kartonverpackung. Ich habe mir die cw Variante ausgesucht, die Lampe gibt´s aber zum gleichen Preis auch in Neutralweiß.

Nach dem öffnen derselben blickt man zunächst auf die noch extra verpackte Lampe, die in einer Schaumstoffumrandung absolut sicher und gut geschützt auf ihre Entnahme wartet.

Hat man die Lampe dann aus ihrem Verhüterli geschält, sieht das Ganze so aus:

Der Lieferumfang der Lampe ist als „komplett“ zu betrachten, man erhält die folgenden Dinge:
- Die Neutron 2CV3 cw (2017)
- In der Lampe ein geschützter 3400 mAh Li-Ion Akku
- Ein Clip (bereits montiert, abnehmbar)
- Ein (m.E. ganz gutes) Holster
- Ein Lanyard
- 2 Ersatz O-Ringe
- 2 Ersatzabdeckungen für den USB-Anschluss
- 1 Silikon-Inlay für den Schalter
- 1 Bedienungsanleitung in 4 Sprachen (u.a. deutsch)
- 1 Zettelchen vom Support
- 1 Silikat-Tütchen
- 1 USB-Ladekabel

Der Lieferumfang lässt kaum Fragen offen, das einzige, was ich nicht verstehe ist das Silikon-Inlay für den (beleuchteten) einzigen Schalter der Lampe. Das beiliegende Inlay setzt voraus, das sich der Schalter bzw. der Knopf entfernen lässt…zumindest für mich sieht das aber auf den ersten und auch auf den zweiten Blick nicht so aus. Aber da ich der totale Newbie bin und auch keine Erfahrungen im Lampen auseinanderbauen habe, mag ich mich da irren. Der Hersteller wird sich doch sicher was dabei gedacht haben…..
Der Body
Die Lampe kommt in einem perfekten Zustand, die Lasergravuren sind sauber und präzise ausgeführt (wenn das auf den Fotos nicht so wirkt, liegt das an den mangelnden Fähigkeiten des Fotografen und seiner Kamera).

Die schwarze Anodisierung ist bei meinem Exemplar absolut fehlerfrei ausgeführt, das Knurling ist angenehm und vermittelt deutlich das Gefühl der Rutschfestigkeit.


Die Gewinde laufen sauber und sind ab Werk sehr großzügig gefettet.
Der schwarze Clip ist am hinteren Ende der Lampe verbaut und bietet eine „Deep-Carry“ Möglichkeit (Bezel down). Der Clip bietet keine andere Möglichkeit ihn zu befestigen, also entweder man lässt ihn so dran wie vom Hersteller vorgesehen, oder man macht ihn halt ab.
Am hinteren Ende der Lampe gibt es noch eine Lanyard-Öse, die aber so positioniert ist, das selbst mit befestigtem Lanyard ein Tailstand problemlos möglich ist.

Die Lampe lässt sich in 3 Teile zerlegen, den Kopf, das Mittelteil und die „Tailcap“ welche als „Rohr“ das Ende der Lampe bildet.

In der besagten Tailcap ist eine Feder verbaut, hier der Blick in die Tailcap:

Das Gegenstück im Kopf ist als flache Platte ausgeführt. Ich konnte leider nicht in Erfahrung bringen, ob ein (mechanischer) Verpolungsschutz gegeben ist.


Vom Feeling und der Haptik her wirkt die Lampe (auf mich) hochwertig und solide.

Der hochglanzpolierte Reflektor ist fehler- und staubfrei, ohne Einschlüsse oder sonstige Auffälligkeiten. Wenn das auf den Fotos nicht so wirkt, ist das wieder mal auf die (mangelnden) Fertigkeiten des Fotografen zurückzuführen.


Die XP-L V6 ist perfekt zentriert, auch hier leistet sich die Lampe keine Schwächen.

Auch die beschichtete Glaslinse hat keine Makel, der Staub, den man auf den Fotos evtl. sehen kann ist außen und nicht im Lampenkopf.
Also, als Zwischenfazit lässt sich sagen, das die Thrunite Neutron 2C V3 in Sachen Verarbeitungsqualität und Haptik wirklich richtig gut ist, da gibt es an dieser Stelle nichts zu bemängeln!
Stromversorgung
Nachdem die Lampe beim ersten anfassen wirklich zu gefallen weiß, kommen wir nun zu den wichtigen inneren Werten.
Eine Besonderheit der Neutron 2CV3 ist die hohe Variabilität in Sachen Stromversorgung. Durch das weglassen oder benutzen der Extension -Tube verfügt man über sage und schreibe 5 (6) verschiedene Möglichkeiten der Energieversorgung. Um dies gewährleisten zu können, verfügt die 2CV3 auch über einen sehr großen Spannungsbereich, in dem der Betrieb der Lampe möglich ist. Thrunite gibt als Arbeitsspannung 2,7 – 9,0 Volt an. Hier nun die diversen Möglichkeiten der Stromversorgung im Einzelnen:
Ohne Extension:
- 18350 Akku
- 16340 Akku
( - CR123A)
Mit Extension
- 18650 Akku
- 2x 16340 Akku
- 2x CR123A
Zur 1 x CR123A Batterie sei gesagt, das der Hersteller diese Form der Stromversorgung NICHT aufführt oder empfiehlt, ich habe es aber getestet und die Lampe funktioniert auch mit einer CR123A Batterie.
Mir gefällt diese hohe Variabilität der möglichen Stromversorgung, man muss es ja nicht nutzen, aber wenn man will, kann man die Lampe auf fast jede Form von Akku oder Batterie adaptieren.
Der (Licht) Schalter
Batterien oder Akkus leeren sich bei Gebrauch unweigerlich….wie schön, das die 2CV3 den Benutzer auf diesen Umstand durch eine im Schalter verbaute LED aufmerksam macht.
Die besagte LED leuchtet blau, sobald man die Lampe anschaltet (außer im Firefly-Modus).

Auf dem Foto wird die Farbe der LED zu hell wiedergegeben, in Wirklichkeit ist das ein sehr schönes dunkles blau.
Solang der Akku mehr als 3,2V hat, leuchtet diese LED also blau, sinkt die Spannung auf 3,2V-3V ab, blinkt die LED rot, fällt die Akkuspannung auf 3V-2,8V, leuchtet die LED konstant rot, bei unter 2,8V geht die LED aus.
Doch die LED im Schalter ist nicht nur dafür da um im Einsatz auf den Zustand des Akkus aufmerksam zu machen, beim laden der Lampe über den integrierten Micro-USB Ladeport leuchtet die LED rot während des Ladevorgangs, wenn dieser bei einer Akkuspannung von 4,2V beendet ist, leuchtet die LED konstant blau.
Sollte die LED während des Ladevorgangs lila blinken, so liegt ein Fehler vor.
Ein kleines Detail noch: Die Lampe kann während des Ladevorgangs im Low-Modus leuchten, das funktioniert auch dann, wenn kein Akku eingelegt ist, also nur mit eingestecktem Ladestecker!
Und noch ein Detail: Es ist ein Genuss, den Schalter zu drücken, sowohl was den Druckpunkt, als auch was das Geräusch angeht, das der Schalter beim drücken von sich gibt. Wirklich ein Genuss!
Die Bedienung
Die Bedienung ist neben der Variabilität in Sachen Stromversorgung eine weitere Besonderheit dieser Taschenlampe. Die komplette Bedienung wird über einen einzigen Schalter am Kopf der Lampe gewährleistet. Die Lampe verfügt übrigens NICHT über einen elektronischen Lockout, ein lösen der Tailcap sorgt aber für einen zuverlässigen mechanischen Lockout.
Sorgen andere Hersteller mit verschieden abgestuften Helligkeitsstufen für Licht, so überlässt die Thrunite Neutron 2CV3 dem Benutzer die absolute Macht über die abgestrahlte Lichtmenge.
Folgende Modi bietet die Lampe:
- Drücken & gedrückt halten des Schalters für ca. 1 Sekunde: Firefly/Moonlight (0,5 lm)
- Doppelklick startet immer den Turbo (1100 lm)
- Dreifachklick: Strobe (650 lm)
- Wenn man bei ausgeschalteter Lampe den Taster einmal kurz drückt, gelangt man in den sogenannten „Infinity-Modus“, der bei 12lm startet und bei 650lm aufhört.
Also Schalter einmal kurz drücken, Lampe geht an. Dann Schalter nochmal drücken und gedrückt halten, und die Lampe rampt hoch bis 650lm, wo sie zweimal kurz blinkt um das Erreichen der höchsten Leuchtkraft zu signalisieren. Hält man den Schalter weiterhin gedrückt, rampt die Lampe wieder runter bis 12lm, wo sie wieder zweimal blinkt, um zu signalisieren das man bei der niedrigsten Leuchtstufe angekommen ist. Lässt man während des rampens den Schalter los, bleibt die Lampe in dieser Helligkeit. Schaltet man nun die Lampe mit einem kurzen Druck des Schalters wieder aus, geht sie beim nächsten einschalten in die zuletzt genutzte Leuchtstufe (innerhalb des Infinity-Bereichs). Die 2CV3 verfügt also über Mode-Memory (außer Moonlight, Strobe & Turbo) , eine Tatsache, die mir nicht unbedingt zusagt, denn wenn ich die Lampe mal mehrere Stunden nicht benutze, ist es zwar schön wenn die Lampe sich an die letzte Helligkeitsstufe erinnert, nicht so schön ist aber, wenn ich mich nicht mehr erinnern kann und mit 650 lm dahin leuchte, wo ich vielleicht nur 100 brauche……..
Aber das ist nicht so wild, denn durch den direkten Zugriff auf Moonlight / Turbo ist man für jede Situation (meiner Meinung nach) bestens gerüstet.
Das mit dem Infinity-Modus hört sich übrigens wilder an, als es ist, tatsächlich hatte ich mich nach kurzer Zeit vollständig daran gewöhnt und muss sagen, dass ich dieses Bedienkonzept sehr mag. Dazu bei trägt auch noch eine Besonderheit des hoch-und-runter-rampens:
Sagen wir ich schalte die Lampe an und beginne bei 12 lm mit dem rampen, die Lampe wird also heller, heller, heller…..oh verdammt, zu hell für mein aktuelles Einsatzgebiet. Kein Problem, statt jetzt weiter zu rampen und darauf zu warten das die Lampe bei 650 lm ankommt um dann wieder dunkler zu werden, lässt man einfach den Knopf los, drückt ihn erneut und hält ihn, die Lampe beginnt daraufhin sofort wieder runter zu rampen. Das funktioniert in beide Richtungen.
Also kurz gesagt, lässt man den Schalter während des rampens los, drückt und hält ihn erneut, so rampt die Lampe in die andere Richtung, also runter, wenn man vorher hoch gerampt hat und andersherum.
Oh man, je mehr ich dazu schreibe, desto komplizierter hört sich das an, ist es aber wirklich nicht. Das Konzept finde ich persönlich genial, im Endeffekt ist es besser als jedes UI, das mit einer festgelegten Reihenfolge die Lichtstufen durchschaltet, weil man jederzeit die Wahl hat ob die Lampe heller oder dunkler werden soll.
Zum Licht noch ein paar Daten:
Firefly/Moonlight: 0,5 lm 49 Tage
Infinity Low: 12 lm 130 h
Infinity High: 650 lm 2,7 h
Turbo: 1100 lm 2,2 h
Strobe: 650 lm 5 h
Die Lampe hat eine Reichweite von 240 Metern und eine Beam Intensität von 14399 cd
Die Daten sind Herstellerangaben und wurden mit einem (der Lampe beiliegenden) 18650er 3400 mAh Akku ermittelt.
Vergleiche mit anderen Lampen:
Als angehender Flashaholic habe ich leider (noch) nicht die benötigte Hardware um großartige Vergleiche ziehen zu können. Im Vergleich mit meiner Zebralight SC600 MkIII HI fällt natürlich auf wie winzig die Zebralight im Verhältnis zur Thrunite ist.

Und auch wenn ich hier den Bugatti mit einem VW vergleiche, so hat die 2CV3 gegenüber der Zebralight auch Vorteile:
- den Preis
- die Variabilität in Sachen Stromversorgung
- internes Laden
Da ich die UI´s der beiden Lampen nicht vergleichen mag und will, denn das ist auch Geschmacksache, bleibt letztlich nur der Größenfaktor übrig, der für die Zebralight spricht.
Ok und vielleicht ein bisschen der Kultstatus. Und ja, es ist sicher richtig dass die Zebralight absolut klasse geregelt ist, das möchte ich ihr nicht absprechen.
Also eigentlich, ja eigentlich kann man die beiden Lampen gar nicht vergleichen…….ich tue es trotzdem und stelle fest, dass ich froh bin beide zu besitzen……
Denn beide Lampen haben was…..jede für sich.
Als Abschluss noch ein paar Beamshot-Vergleiche, als Kandidaten duellieren sich heute:
- Zebralight SC600 MkIII HI
- Thrunite Neutron 2CV3
- Olight S1R Turbo S
- Fenix PD20
Alle Lampen auf ihrer jeweiligen Turbo-Stufe.
Thrunite Neutron 2C V3 cw (2017):

Olight S1R Turbo S:

Zebralight SC600 MkIII HI:

Fenix PD20:

Zu den Beamshots noch folgender Hinweis: Abstand zu Wand ca 25 Meter, Kamera eingestellt auf ISO 200, kein Umgebungslicht, Weißabgleich auf "Bewölkung".
Fazit
Die Thrunite Neutron 2C V3 in cw (gibt´s zum gleichen Preis auch als nw) ist in meinen Augen eine Taschenlampe, bei der der Hersteller so gut wie alles richtig gemacht hat. Sie eignet sich perfekt auch als Geschenk für Nicht-Flashaholics, denn im Lieferumfang ist alles, was man zum Betrieb der Lampe braucht, durch die interne Lademöglichkeit ist auch kein externes Ladegerät nötig und der beiliegende Akku ist geschützt.
Das UI ist nach kurzer Eingewöhnungszeit so gut wie Idiotensicher, die Leuchtstufen sind (sofern vorgegeben) sinnvoll, die Lampe bietet Direktzugriff auf Firefly, Turbo & Strobe, hat eine Akkukontrolleuchte & Ladestandsanzeige. Hinzu kommt noch die super Verarbeitungsqualität.
Kurzum, das fast perfekte Gesamtpaket, vor allem auch was den Preis angeht.
Dazu kommt noch die (für den Flashaholic) fast grenzenlose Freiheit in Sachen Energieversorgung.
Warum also nur das "fast" perfekte Gesamtpaket?
Nun, das ist vielleicht meckern auf hohem Niveau, aber in paar Kleinigkeiten vermisse ich dann doch, bzw. könnten kritisiert werden:
1) Kein elektronischer Lockout
2) Keine magnetische Tailcap (wobei fraglich ist, ob das bei einer Lampe dieser Größe / Länge überhaupt möglich & sinnvoll wäre)
3) Bei eingelegtem 18650er Akku (der, der der Lampe beiliegt) merkt man wenn man die Lampe aufrecht hin und her bewegt ein leichtes rappeln, bedingt durch den "zu großen" Durchmesser des Batterierohrs. Das nervt vielleicht den ein oder anderen, lässt sich leicht durch ein umwickeln des Akku´s abstellen und ist halt Kritik auf hohem Niveau......
Ich bin jedenfalls hellauf begeistert von der Lampe und werde sie erstmal nicht mehr hergeben.
So, danke fürs lesen, würde mich freuen wenn Euch das Review unterhalten hat, Kritik / Tipps / Ratschläge & Fragen sind ausdrücklich erwünscht......
LG
diam0nd
Nachtrag: Alle in diesem Review geposteten Bilder wurden von mir erstellt. Die hier vorgestellte Taschenlampe habe ich selbst ohne irgendeine Vergünstigung seitens des Herstellers bei Amazon zum regulären Verkaufspreis erworben.
Zuletzt bearbeitet:
(positiv gemeint)tolle Bilder, sind doch OK mach weiter so bin auf dein 2 Review gespannt



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