Review ThruNite Archer Mini

amaretto

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12 August 2010
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NRW
Der Hersteller hat kostenfrei die ThruNite Archer Mini für einen Test zur Verfügung gestellt. Sie ist eine Minilampe zum moderaten Preis in der Größe eines Fingers mit fest eingebautem 10400 Li-Io-Akku, der über eine gut abgedichtete USB-C-Buchse aufgeladen werden kann.

Merkmale
  • 405 Lumen, 87 m Leuchtweite
  • 2 Helligkeitsstufen + Strobe
  • Luminus SST20 LED mit kaltweißer Lichtfarbe
  • fest eingebauter 10400-Akku (320mAh) mit USB-C Auflademöglichkeit
  • TIR-Optik
  • elektronischer Taster
  • Alugehäuse mit HAIII Anodisierung
  • Abmessungen 83 * 16,7 mm, Gewicht 34 g
  • wasserdicht bis 2 m (IPX8) und 1,5 m sturzsicher
  • Preis ca. 26€
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Lieferumfang: Thrunite Archer Mini Lampe, interner 10400 Li-Io Akku, USB-C Ladekabel, Bedienungsanleitung

Das Gehäusedesign mit der "übergestülpten" Abdeckung über der Ladebuchse macht sie ein bissel fetter als übliche 1*AAA-Lämpchen. Mein erster Gedanke war, der Größenunterschied zu einer kleineren 1*AA-Lampe ist nicht mehr groß (z.B. Lum... Tool AA: 89 * 18,5 mm). Der Trageclip war bei Auslieferung schon montiert, man kann ihn bei Bedarf auch abnehmen. Allerdings sitzt er ziemlich stramm, so dass die Lampe nicht versehentlich verloren geht.


Den Schalter/Taster find ich richtig gut. An der Metallabdeckkappe kann sich anders als bei Gummi kein Dreck oder Fussel halten und er hat einen schönen eindeutigen Druckpunkt.


Links noch einmal der leicht abgerundete Schalter, ein Tailstand ist nicht möglich. Rechts: simsalabim, kurz am Kopf gedreht kommt die Ladebuchse zum Vorschein. Gewinde und Dichtring sind gut gefettet.


Während des Aufladens:


voll geladen:


In Relation zum Außendurchmesser der Lampe ist der Durchmesser der TIR-Linse vor der Luminus SST20-LED sehr klein. Eine hohe Leuchtweite ist deshalb nicht möglich.


Vergleich zu anderen Lampen mit AAA-/10400-Zelle: die Thrunite-Archer ist (wahrscheinlich auch wegen der internen Lademöglichkeit) die dickste Lampe mit dieser Energieversorgung.




Bedienung
Ein bedeutender Vorteil dieser Lampe liegt in der simplen Bedienung. Es gibt nur einen, optimal zu erreichenden Taster am hinteren Ende der Lampe mit hervorragendem Feedback:

Klick = an /aus
Doppelklick = hellere Stufe
Dreifachklick = Stroboskop

Ein einfacher Klick schaltet die Lampe immer in der niedrigen Stufe ein (Lowstart). Sowohl von aus als auch von Low kommt man per Doppelklick in die hellere Stufe oder per Tripleklick in den Strobe.

Lockout / Einschaltsperre
Von Low Taster gedrückt halten = gesperrt, nochmal gedrückt halten zum Entsperren

Aufladen
Gehäuse am Lampenkopf bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn aufdrehen, sodass die USB-C-Buchse freiliegt. Beiliegendes oder ein anderes USB-C-Kabel mit einer Energiequelle verbinden, die Kontroll-LED leuchtet rot. Bei vollem Akku (blaue LED) kann das Kabel wieder getrennt werden.
Als Energiequelle gehen auch Schnellladegeräte/PD/USB-C zu USB-C und man kann während des Aufladens ohne Einschränkung alle Leuchtstufen verwenden. :thumbup:

Akku-Leer-Warnung
Bei fast leerem Akku warnt die Archer Mini in Sekundenintervallen mit doppeltem Blinken.

Die komplette Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen kann auf der Herstellerseite als Pdf heruntergeladen werden.
Dort ist allerdings fehlerhaft beschrieben, dass es Memory gäbe.


Eigene Messungen
Ich bin Laie mit Hobbyequipment, alle Messungen stellen nur Näherungswerte dar ohne Gewähr oder Anspruch auf Einhaltung irgendwelcher Messnormen.

Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.
  • Lumenmessungen: Ceiling Bounce, mögliche Abweichung bei Flutern i.d.R. bis zu +/- 5-10%
  • Luxmessungen: Messdistanz 5 m mit entsprechender Umrechung auf 1 m
  • Laufzeitmessungen: mit Ventilatorkühlung
  • Strommessungen: Kleinströme mit DMM, höhere Ströme mit Zangenampèremeter
  • Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex und PWM mit Opple Lightmaster Pro
Verwendete Geräte:
- Lichtstrom (low, high): 17 | 337 lm (Hersteller: 405)
- Lichtintensität: 98 | 1.860 Lux (Hersteller: 1.880)
- Farbtemperatur: Spot 5.450 K Ra63 | Spill 6.400 K Ra69
- PWM auf low bei 4.000 Hz (hierfür empfindsame Menschen könnten sich daran stören)
- Ladestrom: 0,3 A/5V

Laufzeittest mit leichter Kühlung auf Stufe High

Die ersten beiden Minuten hält die Archer Mini die Höchstleistung, nach knapp 3 Minuten erfolgt ein Stepdown auf 42% der Anfangshelligkeit. Dieses Niveau würde sie bis zu Minute 50 halten und dann rasch abfallen. Man kann nach dem Stepdown aber jederzeit den High-Modus durch Doppelklick erneut aktivieren, die entstehende Wärme hält sich in Grenzen. Offenbar scheint also ein zeitgesteuerter Stepdown vorzuliegen.

In der niedrigen Stufe wird die Helligkeit ohne Stepdown über die gesamte Akkulaufzeit konstant gehalten.


Leuchtergebnis
Spot und Corona sind (insbesondere im niedrigen Modus) leicht grünlich, während der Spill eher einen Hauch violett hat.


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Fazit
positiv
++ sehr einfache intuitive Bedienung
++ interne Aufladung per USB-C (einschließlich PD)
+ Direktzugriff auf alle Modi
+ moderater Preis
+ ausreichende Leistung
+ optimale Abdeckung/Abdichtung der Ladebuchse
+ ordentliche Lichtverteilung ohne Artefakte

negativ
-- Akku nicht austauschbar
- kühle, leicht grünliche Lichtfarbe mit niedrigem Farbwiedergabeindex
- erreicht nicht ganz die versprochene Helligkeit

was ich mir wünsche
o wärmere/angenehmere Lichtfarbe
o etwas mehr Lumen
o austauschbarer Akku und alternativer Betrieb mit NiMH (bei geringerer Maximalleistung)
 
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Flummi

Moderator
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26 Oktober 2015
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Nähe Hannover
Vielen Dank für das ehrliche Review!

alternativer Betrieb mit NiMH (bei geringerer Maximalleistung)

Das beißt sich vermutlich mit der internen Lademöglichkeit. Zumindest wird in dem kleinen Gehäuse nicht die Ladeelektronik für NiMH unterzubringen sein. Aber es wäre ja auch ok, wenn die Lampe NiMH erkennt und dann eben nicht lädt.

Tja die Lichtfarbe und -qualität... Man fragt sich schon, ob ein rennomierter Hersteller kein Zugriff auf bessere LED hätte.

Beste Grüße,
Flummi
 
  • Danke
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