Review / Test - Grecell T-500 Powerstation (EU) - Solide Powerstation mit 500 W AC-Output

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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nahe Köln

Review / Test - Grecell T-500 Powerstation (EU)




Transparenzhinweis: Ich habe diese Powerstation kostenfrei von LePower (Verkaufsmarke Grecell) für den Test erhalten. Vielen Dank dafür an dieser Stelle!

Hier wird ausschließlich die EU-Version (230 V Ausgangsspannung) getestet.


Die T-500 Powerstation kann über diesen Link erworben werden.

Technische Daten:​


(nur für EU-Version)

Modell: T-500
Batteriekapazität: 22,2 V / 23,4 Ah / 519,48 Wh
DC-Eingang: 12-26 V (max. 8,5 A / max. 105 W)
PV-Eingang: 12-26 V (max. 8,5 A / max. 105 W)
DC5525-Ausgang: 2x 12 V 5 A, max. 10 A gesamt
Autosteckdose/Zigarettenanzünder-Buchse: 12 V 10 A
USB-A Ausgang: 3x 5 V 3,0A / 3x 9 V 2 A / 3x 12 V 1,5 A
USB-C Ausgang: 5/9/12/12/15/20 V 3 A, max. 60 W
Wireless Charger: 9 V 1,1 A, max. 10 W
AC-Ausgang: 2x pure Sinuswelle, 230 V 50 Hz, gesamt 500 W max.
Hersteller: Huizhou Intelligent Energy Co. Ltd.


Verpackung​


Die Powerstation kommt in einem orange-weißen, bedruckten Karton.


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Es wird Zubehör mitgeliefert: Anleitung, Ladegerät (in Form eines klassischen power brick) samt Netzkabel und 12 V-Anschluss für das Auto. Zusätzlich wird ein Anschlusskabel für Solarpanele mitgeliefert.


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Die deutsche Übersetzung der Anleitung ist in Ordnung, grobe Fehler gibt es da nicht.


Design​


Das Gehäuse wirkt robust und besitzt Gummi-Schockabsorber an jeder Ecke. Die Materialstärke scheint recht dick zu sein. Die Gummiecken gewährleisten einen rutschfesten Stand auch auf glatten Oberflächen. Optisch erinnert die Powerstation an eine kleine Werkzeugkiste.


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Für meinen Geschmack wäre ein schlichteres, eleganteres Design mit weniger Aufdrucken schöner gewesen, dies ist aber Geschmackssache.

Die technischen Daten sind auf der Unterseite aufgedruckt, was im Falle von Unklarheiten zu den Ein- und Ausgängen sehr praktisch ist.


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Die Powerstation ist (einschließlich Gummiecken) 295 x202 x 203 mm groß und 6,1 Kilogramm schwer.

Mittels des einfach ausklappbaren und sehr stabilen Tragegriffs lässt sie sich einfach transportieren. Ergonomisch geformt ist der Griff nicht, nach längerem Tragen könnten Ermüdungserscheinungen auftreten.


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Es könnte Schmutz in die nicht abgedeckten Anschlüsse in bestimmten Umgebungen (insbesondere Outdoor) eindringen. Dies ist vor allem für die USB-Anschlüsse relevant, da diese gegenüber Fremdkörpern recht empfindlich sind.


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Das Display kann von schräg oben betrachtet nur sehr schwer abgelesen werden. Dies kann ein Problem sein, sobald die Powerstation auf dem Boden steht und man von schräg oben darauf schauen möchte. Die hellblaue Hintergrundbeleuchtung schaltet sich nach 20 Sek. Automatisch aus, sofern keine Taste gedrückt wurde. Das Anschließen eines Verbrauchers an einem aktivierten Ausgang schaltet das Display nicht ein. Um das Display im dunklen kurz zu prüfen, kann die eingebaute „Taschenlampe“ mit der entsprechenden Taste eingeschaltet werden. PWM hat die Hintergrundbeleuchtung nicht, allerdings gibt es auch keine angepasste Hintergrundhelligkeit.

Die Tasten sind recht laut und haben einen sehr deutlichen Druckpunkt. Hintergrundbeleuchtung haben sie nicht.
Die Taste zum Ein- und Ausschalten ist im Dunklen kaum ertastbar, da sie sich von den anderen Tasten nicht unterscheidet. Eine Erhebung/Kranz um die Taste wäre hier hilfreich, zumal diese auch unbeabsichtigtes Einschalten erschweren würde.


LED-Lampe​


Die eingebaute LED-Lampe bietet kaltweißes Licht mit niedriger Farbwiedergabe in nur einer Stufe. Sie kann auch bei ausgeschalteter Powerstation aktiviert werden.


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Der Lichtstrom beträgt 116 Lumen @ 1150 lx (1 m)

Basierend auf dem Lichtstrom sollte die Leistung etwa 1 W betragen, wodurch die Laufzeit bei vollem Akku etwa 450-500 Stunden betragen dürfte.

Sie ist eher throwig und daher nur für Notfälle wirklich einsetzbar. Der LED-Typ kann von außen nicht bestimmt werden, vermutlich ist es eine LED mit altem SMD Gull-wing Package (rund mit integrierter Plastiklinse und zwei Anschlussfinnen seitlich).

Ein flutigeres Lichtbild wäre hier von Vorteil, um einen größeren Bereich auszuleuchten. Vorteil ist die seitliche Anordnung der Lampe, sodass diese beim Tragen direkt nach vorn leuchtet, wie bei einer zu groß geratenen Taschenlampe.


Akkus​


Es sind DMEGC INR18650-26E 2600 mAh verbaut.

Die Konfiguration ist 6S 9P.

Sie sind mit einer Mindest-Kapazität von 2500 mAh angegeben. Der maximale Entladestrom beträgt bei dieser Zelle 7,8 A.
Sonst gibt es kaum weitere Infos zu diesen Zellen. Wie es mit der Langlebigkeit (insbesondere Zyklenfestigkeit) aussieht, muss sich zeigen. LiFePo4 Zellen wären hier im Vorteil, wobei diese eine deutlich geringere Energiedichte aufweisen und bei gleicher Kapazität eine Powerstation damit schwerer und auch teurer sein würde.

Ich hätte namhafte Markenzellen (LG, Samsung, Eve) besser gefunden.
Zudem stellt sich die Frage, warum hier nicht auf DMEGC 3200 mAh Zellen gesetzt wurde, die sowohl einen höheren Entladestrom sowie höhere Kapazität aufweisen und nur (im Vergleich zum Verkaufspreis der Powerstation) unwesentlich teurer sind. Vermutlich wurde dies nicht umgesetzt, da es mit der T-1000 eine Variante mit deutlich größerer Kapazität in sonst identischem Gehäuse und Anschlusskonfiguration gibt, welche Zellen mit höherer Kapazität nutzt.

Es scheint, als lassen sich die Zellen relativ einfach erreichen, was einen eventuellen Austausch mit entsprechendem Werkzeug möglich macht.


Netzteil und Ladung​


Das mitgelieferte externe Netzteil liefert eine Spannung von 25 V bei 4 Ampere.


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Es ist inkl. Mitgeliefertem Netzkabel 424 g schwer.


Ausgänge, Spannungen und Ströme​


Die USB-A Ausgänge unterstützen KEIN PD.

Da es nur einen USB-Ausgang gibt, der diesen Standard unterstützt, lässt sich nur ein USB-PD Gerät an der Powerstation überhaupt laden. Wenigstens zwei unabhängige PD-Ausgänge (statt drei mit QC3.0) wären hier sinnvoll, gerade in Anbetracht der Größe und des Energieinhalts, zumal sich PD langfristig immer mehr durchsetzen dürfte.

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Zudem wäre in der Zukunft ein 100 W USB-PD-Ausgang wünschenswert.

Messgerät: Kowsi KWS-X1

USB-A QC3.0 output​

Leerlaufspannung: 5,13 V
4,72 V @ 1,88 A
4,87 V @ 0,5 A (DCP 0.5 A)
11,91 V @ 1,43 A (QC 12 V, Anzeige 17 W)

Unterstützte Standards:
QC2.0 5/9/12 V
QC3.0 12 V

USB-C PD3.0 output:​

Leerlaufspannung: 5,12 V (Anzeige 0 W)
4,86 V @ 1,95 A (DCP, Anzeige 10 W)
4,92 V @ 1,51 A (DCP, Anzeige 8 W)
4,95 V @ 1,25 A (DCP, Anzeige 7 W)
5,22 V @ 2,70 A (DC, Anzeige 14 W)
15,08 V @ 0,25 A (PD2.0), 15,09 V @ 0,8 A (PD2.0), 15,10 V @ 1,3 A (PD2.0)
19,88 V @ 1,45 A (PD2.0, Anzeige 30 W

Unterstützte Standards:
PD 20V 3A 60W, PPS 63 W
Fixed: 5/9/12/15/20 V
PPS: 3,3-21V 3A
QC2.0 5/9/12/20 V
QC3.0 20 V

Mit 2,7 A (gemessen bei der USB-C Ladung einer Fitorch P50) ist der mögliche DC-Output der USB-Ausgänge sehr hoch.

Die USB-Ausgänge arbeiten unabhängig voneinander, so kann mehr als sein Gerät mittels Schnellladefunktion geladen werden.

Die Leistungsanzeige für die USB-Anschlüsse ist relativ genau, grobe Abweichungen gibt es nicht.

Induktive Ladung​

Der Knopf für die USB-Ausgänge schaltet auch die induktive Ladung auf der Oberseite des Geräts ein oder aus. Das Smartphone (im Test Apple iPhone 15 Pro) muss exakt mittig platziert werden, damit eine Ladung stattfindet. Leichte Veränderungen der Position unterbrechen die Ladung, sodass das induktive Laden während der Fahrt in Fahrzeugen nicht empfehlenswert ist.

AC Output​

Leerlaufspannung: 229,3 V 50,0 Hz

Die Steckdosen sind mit einer eingebauten Kindersicherung versehen.

Bei Einstecken eines Gerätes springt die Spannnung für eine sehr kurze Zeit auf 231 V+, ehe sie auf etwa 229 V sinkt. Gefährliche Über- oder Unterspannung wurde zu keiner Zeit im Test je erreicht. Die Spannung wird auch bei über 200 W stabil auf 229 V +- 1 V gehalten.

Die Leistungsanzeige weicht je nach angeschlossenen Geräten massiv ab, teilweise um mehr als + 140 W (verglichen mit einem Easymeter EasyM60 Dreiphasen-Wechselstrom-Zähler MID M23), was vor allem bei vielen angeschlossenen Schaltnetzteilen (Computer, Bildschirme, Labornetzteile) der Fall ist. Für mehr als eine sehr grobe Information ist die Leistungsanzeige daher nicht zu gebrauchen.

Der Lüfter schaltet sich bei etwa 170 W angezeigter Leistung ein, was je nach angeschlossenem Gerät und der daraus resultierenden abweichenden Leistungsanzeige schon bei unter 50 W Leistung der Fall sein kann. Dieser Lüfter ist extrem laut, was für Wohnräume einen Einsatz erschwert. Eine Lüftersteuerung gibt es nicht, es gibt nur „an“ oder „aus“. Dabei ist die ausströmende Luft nicht einmal wirklich warm (bei 400 W für mehrere Minuten). Hier sollte unbedingt eine temperaturabhängige Lüftersteuerung nachgerüstet bzw. die interne Luftführung überdacht werden!


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Es gibt ein Symbol auf dem Display, welches auf den eingeschalteten Lüfter hinweist (was nicht nötig ist, da man ihn definitiv hört).

Bei über angezeigten 560 W (echte 540 W) schaltete die Powerstation ab. Nach einigen Sekunden ließ sie sich wieder problemlos einschalten.

Auf Amazon wird für die T-500 mit 1000 W peak angegeben. Es ist unklar, wie dieser Wert zustande kommt oder für welchen Zeitraum das gilt, aber ich war nicht der Lage, mehr als echte 540 W zu nutzen. Darüber hinaus schaltet sie stets ab.


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Der Output ist Sinus, Auffälligkeiten gibt es dahingehend keine. Laptops, Computer und Schaltnetzteile lassen sich bedenkenlos damit betreiben, im Test mit einem modernen Desktop-PC gab es keinerlei Probleme.


12 V Zigarettenanzünder (SAE J563)​

Mangels Zwischensteckers kann ich die Spannungsregulation nicht prüfen.

Die Leerlaufspannung beträgt 13,0 V, was etwas weniger als die Spannung des Bordnetzes mit laufender Lichtmaschine (13,8 V typ.) ist. Im Betrieb mit einer 12 V-Kühlbox und mehreren FM-Transmittern mit angeschlossener Dashcam gab es keinerlei Probleme.

Der Innendurchmesser der Buchse beträgt 22 mm. Stecker werden nur durch die Reibung der seitlichen Kontaktfedern gehalten, was je nach angeschlossenem Stecker recht wacklig sein kann, Kontaktverlust gibt es bei normaler Fahrt auf asphaltierten Straßen allerdings nicht.


Fazit​


Eine solide Powerstation, die in ihrem Kernbereich (Strom abgeben) absolut nichts falsch macht und dahingehend bedenkenlos empfohlen werden kann. Vorteil ist vor allem der PV-Eingang, was dem Einsatz in abgelegenen Gegenden (Vanlife, Camping etc.) entgegen kommt.
Ein paar Änderungen am Gehäuse und Display würden die Nutzbarkeit verbessern. Das Design in Form eines kleinen Werkzeugkoffers ist wenig elegant, aber simpel und funktionell.

Die Langlebigkeit der verbauten Zellen (DMEGC) muss sich zeigen.

Wirklich störend ist nur der Lüfter, der einen Einsatz in leisen Umgebungen wie Wohnräumen oder Campern durchaus erschweren kann, zumindest wenn höhere Leistung über die 230 V-Ausgänge abgerufen wird.

Danke fürs Lesen des Reviews!​
 

Desertcruiser

Flashaholic*
29 Mai 2024
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93
Nicht schlecht, das Review, gut geschrieben und aus keiner meiner Sicht sehr neutral und ehrlich.

Edit: Schulligung, doofer typo
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Danke
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Xandre

Flashaholic***²
8 März 2011
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113
BaWü
Sehr schönes Review

Meiner Meinung nach um Einiges zu teuer.

Da gibt es Günstigere vom Markenhersteller
mit besserer Austattung und vor Allem mit sicheren und aktuellen Akkus
für weniger Geld.

Gruß Xandre
 
  • Danke
Reaktionen: Thomas W und angerdan

angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
3.685
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113
  • Danke
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