[Review] Niwalker N01 max

DaHamstah

Flashaholic**
2 Mai 2013
1.044
1.234
113
München
dahamstah.de
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Einleitung


Die N01 max sagte mir gar nichts, als Flashlightgo das Review angefragt hat.
Nach einer kurzen Anfrage auf Reddit zu der Lampe war ich dann soweit überzeugt, dass es sich lohnen würde, sie zu reviewen.
Was mich wirklich erwarten würde, war mir aber noch so gar nicht klar.


Alle meine Reviews findet ihr auch auf meiner Homepage.

Review der Niwalker N01 max auf dahamstah.de

Disclaimer: Flashlightgo hat mir die Lampe kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf das Review hatte dies keinen Einfluss.
Alle Messungen wurden mit Hobbyequipment durchgeführt, Ungenauigkeiten und Abweichungen sind dementsprechend möglich.​


Spezifikationen laut Flashlightgo/Niwalker

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Die N01 gibt es in mehreren Versionen – die „max“ in mehreren Farben. Am besten schaut ihr selbst bei Flashlightgo (kein Affiliatelink) oder Aliexpress, was euch am besten zusagt.


Packungsinhalt und Eindrücke

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Die Lampe kommt in einer überraschend aufwändig gemachten, mehrteiligen Schachtel Von außen macht das einen sehr hochwertigen Eindruck! Neben der Lampe samt Akku sind noch ein Lanyard, ein Ersatz-O-Ring und eine Anleitung enthalten.

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Die N01 max, bei mir in knalligem Pink, ist eigentlich eine recht durchschnittliche Lampe, wenn man nur auf die Zahlen schaut. Ja, die Reichweite ist durchaus beachtlich, aber es sind nicht nur die Zahlen. Auch das Design kann bei mir durchaus punkten. Das, in den hinteren 2/3 etwas dickere Batterierohr mit griffigen, tiefen Einschnitten hat keine wirkliche Tailcap mehr. Eine Kappe ist zwar eingeschraubt, aber nicht ohne Werkzeug entfernbar.


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Die Lampe ist ungefähr in der Hälfte teilbar, das Gewinde mittels doppeltem O-Ring gegen Wasser und Staub geschützt. Das Gewinde ist nicht anodisiert, ein mechanischer Lockout also nicht möglich.


















Am Kopf der Lampe sitzen sich Schalter und USB-C-Port gegenüber. Um den Schalter gibt es eine Akkustands- und Ladeanzeige.
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Optisch ist das schön gemacht und obwohl der Schalter flach ist, ist er durch die Formgebung des Gehäuses auch mit Handschuhen noch gut zu finden. Einzig der nahezu lautlose Druckpunkt ist etwas schwach, ein bisschen mehr haptisches Feedback wäre für meinen Geschmack schöner. Die Bedienung funktioniert aber einwandfrei, Fehleingaben gab es bei meinen Tests keine.
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Der USB-C-Port ist von einer Gummikappe verschlossen, die recht stramm sitzt und somit sauber abdichten sollte. Mechanisch passen alle meine Kabel, die Lampe lädt aber leider nur an USB-A-C-Kabeln, nicht an Ladegeräten mit USB-C-Anschluss.
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Gekrönt wird das äußere der Lampe von einem schwarzen Bezel mit Einschnitten und 3 Glasbrecherperlen. Schaut man von vorne in diesen, sieht man einen glatten Reflektor mit einer erstaunlich großen Öffnung am unteren Ende. Dort sitzt ein großes, schwarzes Gasket und, sauber zentriert in dessen Mitte, eine nicht weiter benannte LED. Diese ähnelt sehr stark eine SFT-25R von Luminus in der 5050-Variante – die Exemplare, die ich vorliegen habe unterscheiden sich aber doch so weit von dem in der Lampe verbauten, dass ich von einer anderen LED ausgehe.
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Eine kleine Anmerkung noch: Der Reflektor ist nicht staubfrei. Im Gegenteil, es finden sich dort einige Staubkörner. Das ist zwar ungewöhnlich, aber sollte weder Lichtbild noch Performance nenneswert beeinflussen. Gut für die Performance ist hingegen das beschichtete Glas.

Ein Verpolen des Akkus kann der Lampe nichts anhaben. Legt man den Akku danach wieder richtig ein, funktioniert sie problemlos weiter.
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Auch ein Akku ist dabei, angegeben ist dieser mit 5000mAh.

Größe

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Acebeam T29, Wurkkos TD01C, Niwalker N01 max, Acebeam L19, Xiwanfire BT90

Die Lampe wiegt inklusive Akku 238g.
Die Maße der Lampe:
  • Lampenkopf: 57mm
  • Batterierohr: 30,5mm
  • Länge: 142mm

Trage- und Befestigungsmöglichkeiten

Lanyard: Ein Lanyard ist enthalten. Dieses kann an der Tailcap befestigt werden und hat zumindest einen Kordelstopper, ist also nicht das allereinfachste.
Clip: Ein Clip ist nicht enthalten.
Magnet: Ein Magnet ist nicht integriert.
(Jacken)tasche: Für meine Hosentaschen ist die Lampe zu groß, in der Jackentasche ist sie für einen Thrower erstaunlich kompakt und trägt sich recht gut.

UI (Bedienung)

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Das UI ist recht „Standard“:

Zustand der LampeAktionAuswirkung
Aus1CZuletzt genutzte Stufe
Aus1HMoonlight
Aus2CTurbo
Ein – außer Turbo1CAus
Ein1HLeuchtstufenwechsel
Ein – Moonlight1Hkein Leuchtstufenwechsel möglich
Ein – nicht Turbo oder Moonlight2CTurbo
Ein – Turbo1Czurück zum vorher verwendeten Modus
Ein/Aus3CStrobe
Aus4CBatterie-Anzeige
Aus5CLock



Leuchtprofil und Messungen

Alle Messungen wurden in meiner 30cm Ulbrichtkugel durchgeführt. Die Temperatur lag dank Hitzewelle bei ca. 29°. Außerdem wurde noch ein Opple Light Master III und ein TASi TA636B Luxmeter verwendet. Bitte beachtet, dass es sich um Hobbyequipment handelt, Ungenauigkeiten und Abweichungen sind also möglich!

Output und Lichtbild​

Beginnen möchte ich die Messungen mit einem Hinweis: Bei einer ungekühlten Messung im Turbo habe ich, wie ihr auf dem folgenden Bild sehen könnt, eine Temperatur von 75°C gemessen. Daraufhin habe ich Flashlightgo kontaktiert – und die Bestätigung bekommen, dass das unter gewissen Bedingungen passieren kann. Im folgenden seht ihr auch noch einen Vergleich zwischen gekühlter und ungekühlter Messung. Die Lampe versucht wirklich ihr bestes, um die Temperaturen im Griff zu halten und regelt rauf und runter. Das passiert bei der gekühlten Messung (mit einem kleinen Ventilator) nicht. Im realen Betrieb wird die Lampe deutlich warm, aber selten heiß. Den Fall, dass ich sie nicht anfassen wollte, hatte ich aber nur nach ungekühlten Messungen.
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ungekühlter Laufzeittest – heiße Angelegenheit!

Die Lampe ist ein Thrower, durch und durch. Kleiner Spot, wenig Spill. Für die Größe extrem gute Reichweite. Schöne, rein weiße Lichtfarbe. Der Beam ist weitestgehend sauber, es gibt kein Donuthole und keine Artefakte. Einzig ein violetter Ring ist um den Spill sichtbar, der hat mich aber nie gestört.

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Turbo, sowie high, sind temperaturreguliert, zumindest zu einem gewissen Teil. Weil die Lampe bei ungekühlten Läufen sehr heiß wird, habe ich den ungekühlten Turbolauf abgebrochen, als keine neuen Erkenntnisse zu erwarten waren, daher endet die Kurve früher. Ansonsten wäre sie, ebenso wie high, parallel zur gekühlten Kurve weitergelaufen. Die Lampe regelt immer wieder herunter und dann wieder rauf, versucht verzweifelt, Output und Temperatur zu halten. Bei 29° Umgebungstemperatur ein sehr verzweifelter Versuch, die Temperatur im Griff zu halten, unter normalen Bedingungen sollte das aber ausreichen. Im nächsten Diagramm seht ihr, dass das selbe Regelverhalten auch in High vorliegt.

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Zuletzt noch eine Übersicht über alle Laufzeiten.

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jeweils beim Einschaltenmoonlow2low1midhighTurbo
Werksangabe (lm)10802005005002000
Meine Messung (lm)157116240010301700

Ich habe die Lampe mit 1343m Reichweite / 451000cd gemessen (umgerechnet aus einer Messung auf 6m). Das liegt etwas über der Werksangabe und zeigt deutlich, wie potent die Lampe in Bezug auf Reichweite ist

CCT, CRI, DUV, PWM​

LowTurbo
CCT6450K7000K
CRI7072
DUV0,00120,000
Flicker ist im grünen Bereich.
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PWM ist mit der Kamera bei niedrigem Output sichtbar, mit bloßem Auge nicht.

Beamshots​

Auch wenn es auf den Bildern nicht so aussieht, bis zur Absperrung am Weg sind es ca. 280m. Diese Reflektiert das Licht auch etwas, so dass sie schön deutlich zu sehen ist. Das erste Schild ist etwa 10 m entfernt. Es wurden alle Bilder des Vergleichs mit den selben Einstellungen direkt hintereinander aufgenommen.

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Gut zu sehen, der lila Ring um den Spill

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Akkus und Aufladung​

Die Lampe ist mit einem USB-C-Port ausgestattet. Leider hat sie sich aber beständig geweigert, an USB-C-C-Kabeln zu laden. Nur mit einem USB-A-C-Kabel konnte ich die N01 max überzeugen, Strom anzunehmen. Das finde ich sehr schade, da es die Lademöglichkeit doch sehr limitiert – ich habe fast nirgendwo mehr Ladegeräte mit USB-A-Anschluss!
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Das Ladeverfahren ist etwas ungewöhnlich, kein typisches CC-CV-Verfahren. Die CV-Phase fehlt quasi komplett. Das deutet auf eine recht einfache Ladeelektronik hin, die mit 1A lädt, bis der Akku voll ist. Danach schaltet sie ab. Das ist ungewöhlich, aber nicht schlimm. Etwas ineffizient, gerade wenn der Akku voller wird und recht langsam, für den Akku aber sogar eher schonend.
Der Spannungsabfall kann durch Hitze (wir hatten beim Test Hitzewelle, die Ladung fand bei ~29°C statt) verursacht worden sein oder auch Absicht sein, so oder so ist das für den Ladevorgang kein Problem.
Beim Kapazitätstest im Vapcell S4+ kam der Akku auf 4434mAh, also ungefähr 10% unter Nennkapazität.
Während des Ladens ist die Lampe nicht nutzbar.

Zusammenfassung

Rein optisch spricht mich die Lampe an. Das Design ist einfallsreich, die Handlage gut. Auch der Schalter kriegt einen Daumen hoch von mir, mit minimalen Abzügen beim Druckpunkt. Die Farbe ist toll und wirkt auch recht robust, insgesamt ist die Verarbeitung auf einem hohen Niveau – vom Staub im Reflektor abgesehen.
Die Reichweite ist beeindruckend, der dauerhafte Output gut, allerdings ist die Lampe nicht optimal geregelt. Beeindruckend ist die Größe im Vergleich zum Output und der Reichweite. Dafür lässt sich der etwas einfachere Treiber verkraften. Oder mit anderen Worten: Mir ist keine Lampe bekannt, die bei solchen Maßen eine derartige Reichweite erreicht!
Auch wenn die Lampe von den reinen Daten nicht ultimativ beeindruckend erscheint, ich kann euch versichern, die Performance ist es. Gerade in Verbindung mit einer Stirnlampe fürs Nahfeld spielt die Lampe ihr potential voll aus. Verschwindet schnell in der Tasche, aber wenn man sehen will, was „da hinten“ so los ist, dann ist das kein Problem. Ein wenig Spill hat man, aber der Hauptteil des Lichts geht in den Spot – und das merkt man. Wo ich drinnen noch überlegt habe, was ich von der Lampe halten soll, hat sie mich auf der ersten, dunklen Hunderunde schon voll überzeugt. Outdoor hat mich die Lampe deutlich für sich gewonnen! Ein solcher Hosentaschenthrower ist für mein Hauptanwendungsgebiet (Hunderunde, immer mal wieder den entfernten Waldrand checken, …) ziemlich gut!
Übrigens, die Lampe ist wirklich ein Blickfang. Nicht zuletzt dank Design und Farbe ist die Lampe auch ein tolles Geschenk – meine Frau hat Interesse an der Lampe als nützliches Dekoobjekt angemeldet, das ist bisher noch nie passiert!
 
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