Review: KLARUS RS11-II XM-L2 930 ANSI-Lumen max.

msitc

Händler
14 Dezember 2009
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Einführung
Die KLARUS RS11-II ist eine kampfwertgesteigerte Version der RS11 und bietet nun deutlich mehr Lumen, als es noch beim Vorgänger der Fall war. Übernommen wurde die integrierte Lademöglichkeit für 18650-Akkus, wobei es hier eine Besonderheit gibt, auf die ich später noch eingehen möchte. Darüber hinaus bietet die KLARUS RS11-II ein interessantes User Interface, das jedem gefallen dürfte, der möglichst schnell Zugriff auf den Strobe Mode haben muss.



Wie immer gilt: Alle Angaben (Lumen, Reichweite, Laufzeiten usw.) sind Herstellerangaben, die Luxmessung stammt von mir.



Verpackung/Zubehör
Die KLARUS RS11-II wird in folgender Verpackung als Komplettpaket geliefert, d.h. dank mitgeliefertem Akku und USB-Ladekabel kann gleich mit dem Ladevorgang begonnen werden, doch dazu gleich noch mehr. Im Lieferumfang enthalten sind:

  • 18650-Akku von Klarus
  • Lanyard
  • Clip
  • USB-Ladekabel
  • Ersatz-O-Ringe
  • Bedienungsanleitung
  • Holster






Die Qualität des Holsters geht in Ordnung, die Lampe passt gut hinein. Für den Transport des Akkus im Akkurohr hat sich KLARUS übrigens eine einfache, aber dennoch gute Lösung einfallen lassen, denn ein Plastik-Inlet sorgt dafür, dass der Akku an den Polen keinen Kontakt zur Lampe bekommt und diese somit auch nicht unbeabsichtigt eingeschaltet werden kann.







Ich habe übrigens nebenbei bemerkt noch nie einen Akku wie den mitgelieferten KLARUS 18650-Akku gesehen, der an beiden Enden absolut identisch aussieht und keinen erkennbaren Plus- und Minuspol aufweist.



Farbfilter und Diffusor sind übrigens optional als weiteres Zubehör erhältlich.







Erster Eindruck
Wer bereits andere Klarus-Lampen kennt bzw. diese mal in der Hand hatte, wird schnell feststellen, dass auch die KLARUS RS11-II aus dem gleichen Stall stammt. Die Verarbeitung ist wie von KLARUS gewohnt sehr gut, und auch der Farbton (Military Grey) hebt sich wohltuend vom üblichen Einheitsschwarz ab.

Das Gewinde ist ordentlich verarbeitet und gut geölt, die Anodisierung ist sauber aufgebracht. Die Wandstärke des Batterierohrs deutet ebenfalls auf einen robusten Aufbau hin.



















Im Gegensatz zu anderen Taschenlampen mit integriertem Lader befindet sich der Ladeanschluss der RS11-II nicht hinter einer Gummiabdeckung, sondern direkt am Lampenheck. Das User Interface (UI) unterscheidet sich deutlich von dem, das bei anderen KLARUS-Modellen zum Einsatz kommt, da die KLARUS RS11-II über einen Doppelschalter am Lampenkopf verfügt – doch dazu im Anschluss gleich noch mehr.









Leuchtmodi und Laufzeiten
  • High Mode: 930 ANSI-Lumen/ca. 2,5 Stunden Laufzeit, nach drei Minuten wird auf ca. 70% der Leuchtkraft heruntergeregelt
  • Mid Mode: 230 ANSI-Lumen/ca. 6 Stunden
  • Low Mode: 5 ANSI-Lumen/ca. 260 Stunden
930 ANSI-Lumen sind für eine kompakte Taschenlampe wie die KLARUS RS11-II eine ordentliche Hausnummer, deshalb regelt sie nach ungefähr drei Minuten Betrieb im High Mode die Leuchtleistung auf ca. 70% herunter, um eine übermäßige Erwärmung bzw. Überhitzung der Lampe zu verhindern. Das ist aber nicht nur bei KLARUS so, sondern auch bei anderen Herstellern.

Größenvergleich
Hier der obligatorische Größenvergleich mit meinen Referenzlampen:





Von links nach rechts: Niwalker Nova MM15, KLARUS RS11-II und Lumapower Signature LX



Bedienung/User Interface

Ich hatte schon erwähnt, dass bei der KLARUS RS11-II ein anderes User Interface wie bei anderen KLARUS-Taschenlampen zum Einsatz kommt. Der Unterschied besteht darin, dass die RS11-II einen Doppelschalter besitzt; mit dem vorderen Schalter werden die normalen Leuchtmodi ausgewählt, und mit dem zweiten Schalter (orange) wird der Strobe Mode aktiviert.





Dabei gilt folgendes:

  • Momentary Strobe wird verwendet, wenn der Schalter kürzer als zwei Sekunden gedrückt wird
  • Dauerstrobe kommt dann zum Einsatz, wenn der Schalter länger als zwei Sekunden gedrückt wird
Ansonsten stellt sich die Bedienung wie folgt dar:

a) Ein- und ausschalten der Lampe

Erfolgt über den schwarzen Schalter am Lampenkopf, wenn der Schalter länger als zwei Sekunden gedrückt wird, andernfalls wird nur Momentlicht aktiviert.

b) Auswählen der drei regulären Leuchtmodi

Die Leuchtmodi der KLARUS RS11-II werden über den schwarzen Seitenschalter ausgewählt, und zwar in der Reihenfolge High > Mid > Low. Dazu muss der Seitenschalter gedrückt werden.

c) Mode Memory

Der zuletzt verwendete Leuchtmodus wird nach dem Einschalten automatisch wieder ausgewählt.

Ich für meinen Teil hätte es übrigens besser gefunden, wenn entweder die beiden Schalter etwas mehr herausragen würden oder über einen GITD-Schaltergummi bei Dunkelheit optimaler zu lokalisieren wären, aber das ist vermutlich Geschmackssache.

Akku-Kompatibilität
Positiv getestet habe ich die KLARUS RS11-II außer mit dem mitgelieferten Akku noch mit folgenden Modellen:







Leuchtcharakteristik
Die KLARUS RS11-II mit OP-Reflektor ist kein Thrower mit mehreren hundert Metern Reichweite, dafür aber ein guter Allrounder, der es immerhin noch auf gute 254 Meter Leuchtweite bringt – das dürfte für die meisten Anwendungsbereiche ausreichend sein. Mit den 930 ANSI-Lumen im High Mode hat die RS11-II für ihre Größe ordentlich Bums unter der Haube, und selbst nach dem Herunterregeln auf 70% der Leuchtkraft ist sie immer noch ordentlich hell und lässt diesbezüglich auch keine Wünsche offen.





Integrierte Lademöglichkeit
Die KLARUS RS11-II bietet die Möglichkeit, den mitgelieferten Akku via USB-Ladekabel zu laden, was ein externes Ladegerät fast überflüssig macht. Warum fast? Ganz einfach: Zwar kann die KLARUS RS11-II mit nahezu allen geschützten(!) Akkus verwendet werden, in der Lampe selber kann und darf jedoch nur der mitgelieferte KLARUS 18650-Akkus geladen werden.



Sicher wäre es schön gewesen, auch andere Akkus mittels integriertem Ladegerät laden zu können, aber KLARUS wird sicher Gründe haben, weshalb sie das nicht unterstützen. Aus diesem Grund wird man um die Anschaffung eines externen Ladegerätes nicht umhin kommen, wenn man auch andere bzw. schon vorhandene geschützte Akkus mit der RS11-II verwenden möchte.

Der Ladeport und das Kabel sind übrigens magnetisch, und sobald sich das Kabel in der unmittelbaren Reichweite des Ports befindet, wird es automatisch angezogen und der Ladevorgang beginnt. Visualisiert wird der Ladevorgang durch ein rotes Leuchten am Lampenheck, und ein grünes Leuchten bedeutet, dass der Ladevorgang abgeschlossen ist.





Beamshots
Alle Beamshots wurden im High Mode mit dem mitgelieferten und frisch geladenen KLARUS-Akku erstellt.









Video
Ein Video aus der Serie Helle Taschenlampen@Night reiche ich nach, sobald das Wetter wieder besser ist, denn strömender Regen ist für die Kamera nur suboptimal…


Luxmessung
Mit frisch geladenem Akku habe ich auf einen Meter Entfernung ca. 16000 Lux gemessen. Das mag zwar nicht nach viel klingen, man darf aber auch nicht vergessen, dass die KLARUS RS11-II mit einem OP-Reflektor ausgestattet ist, der das Licht nicht so stark wie bei einem SMO-Reflektor bündelt.



Technische Details
  • Cree XM-L2 LED
  • OP-Reflektor
  • Max. Output 930 ANSI-Lumen
  • Drei reguläre Leuchtmodi (High, Mid und Low)
  • Strobe
  • Spannungsbereich: 3,4V-8,4V
  • Mode Memory
  • Farbfilter (rot, grün und blau) sowie Diffusor als Zubehör erhältlich
  • Energieversorgung: 1 x 18650
  • Länge: 16 cm
  • Durchmesser Lampenkopf: 3,6 cm
  • Durchmesser Batterierohr: 2,54 cm
  • Gewicht: ca. 156 Gramm (ohne Akku(s))
  • Wasserdicht nach IPX-8
  • Anodisierung nach HA Type III
  • Mitgelieferter 18650-Akku von Klarus kann in der Lampe geladen werden
Pro und Contra
+ Hervorragende Qualität und Verarbeitung

+ Integrierte Lademöglichkeit für mitgelieferten Akku

- Schalter wären besser fühlbar, wenn sie etwas erhöhter wären oder im Dunkeln leuchten würden (GITD)

Fazit
Mit der RS11-II hat KLARUS mal wieder eine interessante Taschenlampe auf den Markt gebracht, die vor allem durch die integrierte Lademöglichkeit und das User Interface auch neue Zielgruppen ansprechen dürfte. Wem der mitgelieferte Akku und das integrierte Ladegerät ausreicht, erhält ein Bundle aus Akku, Ladegerät und leistungsfähiger Taschenlampe zu einem Preis, der zwar nicht als Schnäppchen zu bezeichnen ist, aber doch deutlich unter dem liegt, was man als Summe der Einzelkomponenten auf den Tisch legen müsste.

Wie ich schon erwähnte, muss man sich jedoch darüber im klaren sein, dass KLARUS nur den mitgelieferten 18650-Akku zum Laden in der Lampe freigegeben hat. Andere geschützte 18650-Akkus können zwar auch mit der RS11-II verwendet, aber nicht in der Lampe geladen werden.

Die drei Leuchtmodi der KLARUS RS11-II sind meiner Meinung nach gut abgestimmt; wobei der Low Mode gerne noch einen Tick lower hätte sein können. Das ist aber eher Jammern auf hohem Niveau, denn wenn man sich das Gesamtpaket ansieht, dann erhält man eine leistungsfähige Taschenlampe mit max. 930 ANSI-Lumen und einem User Interface, das für bestimmte Anwender aufgrund des separaten Strobe-Schalters möglicherweise deutlich interessanter ist als für andere.



Bezugsquelle
Die KLARUS RS11-II ist im MSITC Shop erhältlich.

Gruß,
Markus
 

walter01

Ehrenmitglied
12 August 2011
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Raum Karlsruhe, BW
Ein schönes und ausführliches Review. Vielen Dank. :thumbup:

In der Vorgängerversion konnte man aber noch "normale" 18650er in der Lampe laden, oder?
Schade, dass Klarus hier in meinen Augen einen Schritt zurück gegangen ist.

Generell finde ich die integrierte Lademöglichkeit bei Lampen klasse.
Nur wenn man diesen Vorteil konsequent optimieren will,
dann sollte man an der Lampe keinen properitären Anschluss, sondern einen Standardanschluss wie microUSB verwenden.

Das machen aber leider nur wenige Hersteller.

Gruß Walter
 
G

Gelöschtes Mitglied 4431

Guest
Gute Vorstellung, schöne Bilder! :thumbup:
 

Strapper

Flashaholic**
3 Januar 2014
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113
Hallo,

Klasse Vorstellung der Lampe!!!

Ich hatte auch die erste Version, und das Laden in der Lampe hat mich damals
schon Überzeugt:)

Klarus hat die RS toll Überarbeitet:thumbsup:

Gruß Strapper
 

msitc

Händler
14 Dezember 2009
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@all: Besten Dank für euer Feedback. :)

Gruß,
Markus
 

moregothic

Flashaholic*
29 Dezember 2010
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Ein schönes und ausführliches Review. Vielen Dank. :thumbup:

Generell finde ich die integrierte Lademöglichkeit bei Lampen klasse.
Nur wenn man diesen Vorteil konsequent optimieren will,
dann sollte man an der Lampe keinen properitären Anschluss, sondern einen Standardanschluss wie microUSB verwenden.

Gruß Walter

Auf der anderen Seite dürfte zumindestens auf lange Sicht die Klarus-Lösung der MicroUSB-Buchse unter einer Gummiabdeckung sowohl mechanisch in bezug auf Wasserdichtigkeit haushoch überlegen sein. Der Gummipröpel kann abreissen, verspröden oder ausleiern. Dann ist die Lampe bestenfalls noch spritzwassergeschützt, wenn nicht die Buchse selbst noch zusätzlich abgedichtet ist.

Mit dem proprietären Akku könnte ich leben, wenn es die Akkus von Klarus für einen halbwegs vernünftigen Preis nachzukaufen gäbe.

Andreas
 

moregothic

Flashaholic*
29 Dezember 2010
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Bei mir (und vermutlich bei vielen anderen auch) ist ein Akkuwechsel während eines Einsatzes eigentlich eher eine theoretische Möglichkeit als gängige Praxis. Bei genauerer Überlegung reichen dann aber auch ein, zwei normale 18650er als Backup aus, die dann auch zuhause extern nachgeladen werden können. Wird die Lampe so oder so nur maximal eine Akkulänge am Stück benutzt, dann ist die Lademöglichkeit hervorragend geeignet um gerade unterwegs bequem wieder die volle Einsatzfähigkeit wiederherzustellen. Gerade deshalb hat die Nitecore P25 sämtliche anderen Lampen aus meinem Rucksack verdrängt.
 

WonkotheSane

Flashaholic*
11 April 2010
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Der Akku der Fenix UC40 sieht auch so ungewöhnlich symmetrisch aus. Da weiss man auch ni ht wierum reinstecken.