Olight Arkpro Ultra – Mein kurzes Feedback zum PA und kleiner Vergleich mit der Imalent GR35
So, es hat ein bisschen gedauert und wird von meiner Seite auch nicht so ausführlich wie bei der Olight Marauder Mini 2, aber ich möchte gerne meine Gedanken/Meinungen/Beobachtungen zur Olight Arkpro Ultra mitteilen.
Ähnlich wie bei der MM2 habe ich die Arkpro Ultra mit einer ähnlichen Lampe verglichen, nämlich mit der Imalent GR35.
Diese war bei mir relativ regelmäßig in Benutzung. War? Ja. Was soll ich euch sagen: Sie hat genau zu dem Zeitpunkt den Geist aufgegeben, als die Olight Arkpro Ultra eingetroffen ist.
Da sage noch jemand, Taschenlampen hätten keine Gefühle. Ich weiß nur nicht, ob die Imalent aus Eifersucht oder vor Scham die Arbeit eingestellt hat.
Zufall kann das ja eigentlich nicht gewesen sein, oder?
Aber fangen wir mal an, die OVP der Olight Arkpro Ultra sieht mMn schick und einigermaßen wertig aus.
Zweimal das gleiche Bild? Aber nein. Hier hat sich die Arkpro aufs Bild geschlichen.
Den Inhalt/Lieferumfang habe ich nicht fotografiert, aber die Lampe kommt mit USB-C Ladekabel sowie Olight-typischem MCC-Magnetladekabel und Anleitung.
Mehr braucht man zwar nicht unbedingt, aber gerade bei recht hochpreisigen Lampen wie der Arkpro Ultra würde ich ein passendes Holster oder eine kleine Tasche sehr begrüßen. Schade, dass Olight das nicht mitliefert und ich weiß auch nicht, ob man eins separat bei Olight kaufen kann.
Möglicherweise ist der Hersteller Olight von seiner "Superlegierung" OAL auch so überzeugt, dass er bewusst auf Holster oder Tasche verzichtet...
Ich kann dazu sagen, dass ich zwar nicht die Robustheit der Beschichtung getestet habe, sich diese aber sehr angenehm anfassen lässt und der Lampe in der Farbe auch gut zu Gesicht steht.
Dass die Arkpro Ultra gut in der Hand liegt und griffig ist, verdankt sie aber in erster Linie ihrem Format und den seitlichen strukturierten Oberflächen.
Hier die Seite mit dem separaten Schalter für den grünen Laser.
Ob der zwingend für sich alleine platziert sein muss ist sicherlich Geschmackssache. Aber ein Vorteil ist, dass man den Laser problemlos zum Hauptlicht und UV-Licht dazuschalten kann, wenn man möchte.
Es folgen ein paar Vergleichsansichten mit der Imalent GR35.
Gut zu erkennen ist, dass die Arkpro Ultra etwas kürzer ist, ihr 2-Wege-Clip aber deutlich weiter absteht als der 1-Wege-Clip der GR35.
Sowohl die Olight Arkpro Ultra als auch die Imalent GR35 besitzen einen USB-C Ladeport. Das ist eine feine Sache, mich persönlich hat das immer gestört, wenn man auf ein Hersteller-spezifisches Magnetladekabel angewiesen war.
Die Abdeckung ist bei der Arkpro Ultra schöner gelöst. Allerdings bietet diese Aluminiumkappe nur IPX7 (wasserdicht, aber kein Schutz vor Staub), die Gummiabdeckung der GR35 ist wasserdicht und bietet vollständigen Schutz vor Staub (IP67).
Wer lieber magnetisch lädt, kann bei beiden Modellen auch das machen. Die unterschiedliche Position der USB-C Ladeports mag Geschmackssache sein, aber dadurch, dass er bei der Arkpro Ultra seitlich ist, kann man diese mit der Unterseite (wo der Magnetladeport sitzt) an metallischen Oberflächen befestigen. Allerdings ist der Magnet nicht sehr stark, man sollte sich nicht drauf verlassen, dass die Lampe hält.
Trotzdem gefällt mir die Lösung bei der Olight viel besser, das System von Imalent bietet für mich keinerlei Vorteile.
Beim Blick auf die LEDs zeigen sich konzeptionelle Unterschiede. Bei der Arkfeld Pro gibt es eine LED für Flutlicht, eine für Spotlicht und eine für UV-Licht.
Die Imalent nutzt ihre beiden Weißlicht-LEDs (2x SFT25R) für maximale Power. Die 2800 Lumen der GR35 sind im Vergleich zu den 1700 Lumen der Arkfeld Pro schon eine Ansage, zumal dank der beiden relativ tiefen (aber strukturierten) Reflektoren auch eine deutlich höhere Reichweite erzielt wird.
Imalent gibt 426 Meter an, Olight für seine mir unbekannte, selbst entwickelte "EIP 1" LED nur 205 Meter.
(EDIT: Die EIP 1 wird nur für das Flutlicht verwendet, für das Spotlicht kommt ebenfalls eine SFT25R zum Einsatz. Danke für die Aufklärung
@Olight_Deutschland)
Es ist wahrscheinlich unnötig darauf hinzuweisen, dass 2800 Lumen für eine Lampe in dem Format an sich übertrieben ist. Aber wenn man sich an kurzzeitig maximaler Helligkeit erfreuen kann, dann ist das gerade in Verbindung mit der beeindruckenden Reichweite von echten mindestens 140 Metern mschon ein Pluspunkt.
An der Stelle nochmal sorry, dass es keine Vergleichsbilder Outdoor-Beamshots gibt, die ich gerne gemacht hätte. Vielleicht gibt es irgendwann ein zweites Treffen dieser beiden Lampen (Imalent ist über meine defekte GR35 schon informiert).
FAZIT:
Beide Lampen haben ihre Vor- und Nachteile. Die Imalent GR35 hat mehr Power die sie rausballern kann, die Olight Arkpro Ultra finde ich schicker und etwas besser durchdacht. Das rot-blaue Geblinke der Zusatzleuchte der GR35 ist unnötig wie ein Kropf, den roten Laser finde ich aber besser als den grünen Laser der Olight.
Wenn ich mich für eine der beiden Lampen entscheiden müsste, hätte ich ein Problem. Denn während ich die Olight Arkpro Ultra insgesamt schöner und wertiger finde, kostet sie auch mehr und die Imalent GR35 bietet mehr Leistung. Zudem hat die einen roten Laser, den ich besser finde als die grünen Laser, die sonst überwiegend in den Flat-Talas verbaut sind.
Wahrscheinlich würde ich beide haben wollen. Die Olight eher für die besonderen Anlässe, die Imalent für alles Andere.
Zum Abschluss noch ein Bild, um die Größe der beiden verglichenen Lampen besser einordnen zu können.
--> Wurkkos HD02, Imalent GR35. Olight Arkpro Ultra, Armytek Wizard C2, Emisar D4V2, Imalent BL50
