Macht der Preis die Qualität?

Gammel

Flashaholic***
1 Dezember 2010
6.321
3.611
113
Gronau-Epe, an der niederländischen Grenze
Sehr gut formuliert!

Daher ist es auch ok, wenn Mitglieder hier nur teure und exklusive Lampen kaufen und andere lieber günstige Lampen, die auch leuchten!

Und das kann ja auch jeder so machen, wie er will, daher finde ich es auch falsch, die teuren Lampen als zu teuer und sinnfrei zu bezeichnen.

Ebenso falsch finde ich es aber, Mitglieder, die vorwiegend Budgetlampen kaufen, weil sie deren Ansprüchen vollauf genügen, eine „billiger, billiger“ oder „Geiz ist geil“-Mentalität vorzuwerfen, nur weil sie nicht bereit sind, mehrere hundert Euro für eine Lampe auszugeben.

Gruß,

Bodo
 

Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
4.011
2.570
113
Raffnixhausen
Die Frage des TE kann man nur beantworten, wenn man seine Kriterien kennt. Das Kriterium "leuchtet" reicht wohl kaum. "Ist hell" oder "hat viel Leistung lt. Hersteller" ist schon besser, aber da fehlt noch viel, wenn die Lampe nicht nur in der Vitrine stehen soll. Dann wird es richtig kompliziert, weil sich das ganze Spektrum an sich teilweise gegenseitig ausschließenden Eigenschaften eröffnet. Der Fragebogen zur Kaufberatung zeigt es ja, und der ist schon ein ziemlich eingedampfter Kompromiss aus den möglichen Anforderungen.

Sprich: Wenn es keine Metrik auf dem Raum der Eigenschaften gibt, ist die Frage sinnlos. Die liefert der TE. Oder auch nicht. Aber dann kommt es, wie es eben hier kam. Nämlich zu Fahrrädern und Smartphones.
 

uluNote2

Flashaholic**
9 April 2013
1.287
790
113
Ennepetal
"Du bist ja völlig irre, DAS würde ich NIEMALS für ein Smartphone zahlen !"

:grinsen:

Aber ja, auch die Phones sind gut zu vergleichen, bei teuer und exklusiv wird zb Speicherplatz auf einmal vergoldet, GB die man sonst auf winzigen SD Cards quasi schon als Werbegeschenk bekommt, kosten im Smartphone on board auf einmal ein mehrfaches.
Insgesamt ist ein Smartphone schon ein recht komplexes Gerät, insbesondere verglichen zu einer "schnöden" Taschenlampe, da gibts viele Punkte wo man den ein oder anderen Euro rechtfertigen kann. Teure Bauteile, edle Schirme, gefinkelte Optiken, ausgefuchste Software und gerade in dem Segment natürlich nicht unerheblich: Werbebudget.
Am Ende des Tages entscheidet das noch jeder selbst wie viel man da ausgibt, und da ja die meisten wohl kein unendliches Budget haben muss man da eben abwägen. Und so wie es Leute gibt die einfach immer ein Samsung kaufen weil sie schon seit S4 Zeiten damit glücklich waren, gibts eben auch Leute die immer Fenix Lampen haben weil sie da noch nie enttäuscht worden sind.
Ich gebe meins in Zahlung und bekomme die 1TB Version zum Preis der 512GB Version. Macht ungefähr 1000€ Zuzahlung ohne Vertrag.
Ich habe halt keine normale Kamera mehr und mache alles mit dem Handy. Fotografieren, Zeitung lesen, Youtube, Surfen, online Banking, usw..
 

Crowley

Flashaholic*
14 November 2018
945
1.703
93
Nähe Wien
@uluNote2 daher ja der smiley ;)

Ich kann das schon nachvollziehen, das Handy ist für viele wohl WEIT öfter im Gebrauch als jegliche Lampe und es ist ja auch vielseitig verwendbar. Für mich ist eine zumindest halbwegs taugliche Kamera auf dem Smartphone absolut Pflicht, ebenso bei Neukauf eine aktuelle potente Ausstattung was den SoC betrifft, auch ein leuchtstarkes Display spart einem Nerven. Tauglicher Akku (vor allem mit schnellem Laden), vernünftige Updatepolitik ist auch Pflicht. Da kommt dannn schon einiges zusammen mit dem sich bei meiner Nutzung ein sehr günstiges Gerät disqualifiziert, da sind eben mindestens 300-400€ nötig
 

amaretto

Moderator
Teammitglied
12 August 2010
22.106
27.460
113
NRW
Wir Flashies könnten Handys gebrauchen, wo die LED nicht nur der notdürftigen Ausleuchtung für die Foto-/Filmfunktion dient sondern wo eine möglichst leistungsfähige Taschenlampe eingebaut ist. :pfeifen:
In so manchem größeren Outdoor-Handy wäre sicher Platz für ein Leuchtmodul wie z.B. eine Nitecore TIP2, Tini2 o.ä.
 

Straight Flash

Flashaholic**
23 März 2018
3.836
2.383
113
Kassel
Vielleicht mal zurück zum eigentlichen Thema. Die Eingangsfrage lautete:

Macht der Preis die Qualität?​

Antwort: Selbstverständlich nicht. Den Preis legt grundsätzlich der Hersteller bzw. Verkäufer fest, und das in der wenig selbstlosen Erwartung, dass das Produkt das Verlangte möglichst vielen Kunden "wert" ist. Dieses "wert"-Sein auf Kundenseite hängt wiederum von etlichen Faktoren ab, die mMn. überwiegend subjektiver Natur sind. Dazu zähle ich auch die eigene Qualitätserwartung als Kaufmotiv bzw. -rechtfertigungsgrund für den Erwerb von Statussymbolen. Als ein Beispiel von vielen nenne ich mal die oben erwähnten Smartphones - wie gesagt, nur ein Beispiel, kein Bashing).

Eine feste Korrelation zwischen Preis und Qualität sehe ich nicht, bestenfalls eine Tendenz, aber eben keine Sicherheit.
 
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20 Januar 2023
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Vielleicht mal zurück zum eigentlichen Thema. Die Eingangsfrage lautete:

Macht der Preis die Qualität?​

Antwort: Selbstverständlich nicht.
Ich denke tendenziell das Gegenteil. Kameras, Fahrräder, Smartphones, Autos wurden als Beispiele genannt und im großen und ganzen bekommt man für mehr Geld mehr Qualität bzw. Features. Ich füge dieser Liste noch Hand- und Elektrowerkzeug hinzu. Das ist mein Eindruck all meiner gekauften Dinge aus diesen Bereichen. Warum soll das dann nicht auch bei Lampen so sein, wobei ich in dem Bereich noch nicht viel Erfahrung gesammelt habe? Die Marke will natürlich auch immer mitbezahlt sein, die Markenstärke ist aber im Bereich der Tala nicht besonders stark ausgeprägt. Während Rolex, Ferrari und Apple jeder kennt, wird wohl auf der Straße kaum jemand Taschenlampenmarken benennen können.
 

hampshire

Flashaholic*
29 Dezember 2015
569
443
63
Der Preis macht keine Qualität.
Qualität hat viele Dimensionen (Lebensdauer, Haptik, Ergonomie, Servicefreundlichkeit...)
Hier sind ein paar Faktoren:
1. Hersteller rechnen mit einer BoM (Bill of Material), in der die gesamten Materialkosten je Stück erfasst werden. Die BoM hat unmittelbaren Einfluss auf den Preis. Qualitativ besseres Material (das können auch Baugruppen und Zulieferteile wie LEDs sein) erhöht die BoM.
2. Eine automatisierte Serienfertigung hat einen Einfluss auf den Einzelpreis. Die Stückkosten sinken rapide mit einer Skalierung. Serienfertigung kann qualitative Vorteile bringen wenn sie wenig Serienstreuung verursacht. Das bedeutet aber nicht, dass sehr sorgfältige Kleinserien schlechter sein müssen - meist sind diese aber erheblich teurer.
3. Lohnkosten können variieren, haben aber keinen direkten Einfluss auf die Qualität - solange man ausreichend qualifiziertes und motiviertes Personal einstellt. In der Regel können Kosten durch automatisierte Serienfertigung weit mehr gesenkt werden als durch geringere Löhne.
4. Betriebskosten - Produkte müssen ja auch erwirtschaften was der Betrieb so braucht (Mieten, Löhne von nicht produktiven Mitarbeitern, Gemeinkosten, Steuern...)
5. Markenpositionierung - die hat in erst einmal nicht viel mit Qualität zu tun aber wer sich "Premium" positioniert wird es schwer haben - zumindest bei Taschenlampen - seine Markenpositionierung leben zu können wenn er nicht auch dem Anspruch nachkommt. Andererseits kann es sein, dass eine Marke sich Marktanteile erwerben will und daher preislich besonders agressiv mit einer guten Qualität in den Markt geht.
 
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Dachfalter

Flashaholic***
30 September 2014
7.549
5.024
113
Allgäu
Meine Covoy S2+ (derzeitiger Preis ca. 10€) ist auch nach ca 10 Jahren noch nicht defekt. Das spricht für die Qualität dieser billigen Lampe. Allein schon angesichts der Lebensdauer so einer wirklich billigen Lampe.
Wäre das für mich ein Grund hier wieder zu kaufen= Sicher JA!.
Würde ich mir diese Lampe aber wieder kaufen? Sicher NEIN!

Warum?

In Sachen Haltbarkeit hat sie volle Punktzahl - keine Frage. Wenn ich also ein Gerät brauche, welches für möglichst kleine Münze für lange Zeit auf Konpdruck Helligkeit erzeugt, wäre dieses Gerät sicher den einen oder anderen Tipp wert. Für den weniger lampenaffinen Interessenten auf jeden Fall mindestens eine Überlegung wert. Nehme ich sie jeoch in die Hand, leuchte mit ihr, bediene sie und bermesse sie - will ich sie einfach nicht mehr für tiefgreifendere Nutzungen haben.

Wenn ich aber meine persönlichen Anforderungen mit ins Spiel bringe, habe ich Bedürfnisse, welche von der billigen Lampe nicht befriedigt werden. Regelung, Bedienung, Lichtform und-qualität, individuelle Aspekte... Ich möchte ein gewisses Feeling, wenn ich eine Lampe in die Hand nehme. Das alles bekomme ich einfach nicht für 10€. Oft auch nicht für 30 oder 50€. Mir persönlich ist der Preis nachrangig wichtig. Wenn ich eine Lämpchen gut finde und Haben will muss ich einfach abwägen, ob sie mir persönlich den aufgerufenen Preis wert ist. Wenn ich eine Lampe in die Hand nehme, ausprobiere, damit rumspiele und sie Am Ende in meinen "Schiessstand" einspanne um elektronisch zu erfassen was sie tatsächlich leistet, erkenne ich ob sie den bezahlten Preis für MICH wert war.

Ich denke jeder muss für sich allein und persönlich feststellen, was für ihn individuell wichtig ist und was ihm das wert ist.
 

0ssi1973

Flashaholic**
11 Oktober 2015
3.555
1.774
113
Wellmitz/ Landgut
Obwohl ich das täglich nutze, also viel häufiger als DSLR und MTB. Warum? Weil es mir bei DSLR und MTB wichtig ist was (für meine Ansprüche) gutes zu haben und ich bereit bin dafür zu zahlen.
Ich bin seit Jahren am überlegen, ob DSLR oder Smartphone. War zu Analogzeiten ambitionierter Photograph, was dann aus finanziellen Gründen einbrach. Seit ein paar Jahren überlege ich, ob ich doch noch mal investiere, aber mich schrecken die Preise ab. Meine Minolta Dynax 7 Gehäuse (Semi ) kostete damals 1000 Mark und würde jetzt vergleichbar 2500 bis 3000 kosten. Obwohl ich noch die Objektive habe, 4 Stück die auch über 10000 Mark gekostet haben, ist es mir das nicht mehr Wert. Was nützt mir die gute Kamera, wenn ich sie nie dabei habe, das Handy schon. Deshalb lieber auf etwas Qualität verzichtet als gar kein Foto. Mittlerer Weile sind fiele Handys den Kompaktkameras ebenbürtig oder besser und deshalb investiere ich jetzt lieber ins S23.
 
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20 Januar 2023
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Der Preis macht keine Qualität.
Qualität hat viele Dimensionen (Lebensdauer, Haptik, Ergonomie, Servicefreundlichkeit...)
Das stimmt. Ich hielt diese Aussage nur für eine sprachlich etwas verunglückte ungenaue Aussage, die eigentlich bedeuten soll, dass der Preis mit der Qualität korreliert. Und du zählst ja die ganzen Faktoren richtig auf. Und so hat Apple beim SP immer noch einige Alleinstellungsmerkmale genauso wie eine Roloff-Schaltung am Fahrrad. Beim Auto sind es Verarbeitungsdetails, bei den Kameras sind es zusätzliche Features, die die Qualitätsunterschiede im weit gefassten Sinne ausmachen. Nur wenn sich eine Marke in den Luxusbereich begibt, bei Kameras ist es Leica, gilt dieser Zusammenhang nicht ohne weiteres, dann zahlt man übermäßig viel für die Marke. Aber bei allen anderen Kameras kann man die Preisunterschiede leicht erklären. Klar gibt es Faktoren, die das überlagern, Neuheiten sind anfangs unverhältnismäßig teuer, aber von der Tendenz sehe ich da schon eine Korrelation. Ob man persönlich jedes dieser Qualitätsmerkmale benötigt, steht auf einem anderen Blatt. Der in D hergestellte Schraubenschlüssel kostet ein Vielfaches der Chinafertigung. Man erhält nun nicht die dreimal bessere Qualität, und für den Hausgebrauch wird auch der Chinaschlüssel immer reichen, in der professionellen Werkstatt wird dann aber doch die dt Marke verwendet.
Bei Büchern gibt es diesen Zusammenhang natürlich nicht. Aber die Taschenlampe gehört doch zu den technischen Produkten.

Meine Minolta Dynax 7 Gehäuse (Semi ) kostete damals 1000 Mark und würde jetzt vergleichbar 2500 bis 3000 kosten.
Jein. Eine 1000 Euro Kamera würde heute VIEL mehr können als deine Minolta von damals, damit könntest du zufrieden sein. Nur wenn du in der gleichen Klasse bleiben willst, wird es teurer. Aber dann bekommst du noch viel mehr Features.

Mittlerer Weile sind fiele Handys den Kompaktkameras ebenbürtig oder besser und deshalb investiere ich jetzt lieber ins S23.
Deswegen liegen die Verkaufszahlen von Kompaktkameras ziemlich am Boden. Bei den modernen DSLMs geht aber in so manchen Situationen mehr als mit dem SP. Bessere Fotos macht man aber damit noch lange nicht.
 
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Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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Ich wage auszusagen, dass eine gleichbleibend bzw. kontinuierlich hohe Qualität eines Herstellers zumindest mit einem höheren Preis zusammenhängt, als es ohne diese Kontinuität der Fall wäre.
Qualitätssicherung, das Verarbeiten hochwertiger Komponenten (Treiber, Schalter, sonstiger Elektronik, etc.), Fit & Finish, etc...das alles kostet auch Geld.

Klar, die Herstellung in China ist i.d.R. günstiger.
Aber letztendlich...eine gute und gleichbleibende Qualität ohne auffällige Streuung ist teurer.
 

hampshire

Flashaholic*
29 Dezember 2015
569
443
63
Klar, die Herstellung in China ist i.d.R. günstiger.
Mit eigenen Produkten günstiger zu sein war Ziel eines längst erledigten Fünfjahresplans (ich weiß gerade nicht welcher) der chinesischen Regierung und wie seit Beginn dieser Planungen wurde auch dieses Ziel erreicht. Das kam bei uns deutlich an und wir halten uns daran fest während China längst neue Ziele verfolgt. Im jetzt aktuellen 14.Fünfjahresplan der chinesischen Regierung wird eine Qualitätsführerschaft bei technischen Produkten bis 2025 angestrebt.

Dabei muss man sagen, dass es bereits eine Reihe chinesischer Hersteller gibt, die inzwischen auch führende Qualität anbieten. Bei Taschenlampen kennen wir das bereits und im Drohnenbereich ist DJI recht weit vorne. Die Qualität einiger chinesischer E-Fahrzeuge ist durchaus als hoch einzuschätzen so kann der NIO ET7 beispielsweise durchaus überzeugen.
Der Bereich Energieeinsparung und Umwelttechnologie findet sich spätestens seit dem 10. Fünfjahresplan statt und der Aufbau der Technologie für erneuerbare Energie ist so erfolgreich, dass China beispielsweise im Bereich der Photovoltaik heute Marktführer ist - und auch qualitativ sehr weit vorne.

Das werden chinesische Unternehmen erreichen indem sie eine hochmoderne Fertigung einsetzen und Innovationen schneller eintakten. Bereits 2019 überholte China die USA ale neie Nummer 1 in der Zahl der internationalen Patentanmeldungen https://www.dpma.de/dpma/veroeffentlichungen/hintergrund/wipo-berichtfuer2019/index.html .Der Lohnvorteil ist in einigen Bereichen nicht mehr wie wir uns das vorstellen. Ein Ingenieur in Shenzen wird längst nicht mehr schlechter bezahlt als ein Ingenieur in Deutschland.

Deutschland lässt sich gerade abhängen und verdeckt das mit einem Stolz aus der Vergangenheit, der immer weniger gerechtfertigt ist, wenn wir nichts tun. Gegen "preiswerter und besser" ist kein Kraut gewachsen, auch große Marken können so nicht dauerhaft überleben.

Mir macht es etwas Sorge, wenn wir so oft davon sprechen, dass chinesische Ware auf geringe Preise reduzieren. Auf diese Weise wacht hier keiner auf.
 

Crowley

Flashaholic*
14 November 2018
945
1.703
93
Nähe Wien
Die Marke will natürlich auch immer mitbezahlt sein, die Markenstärke ist aber im Bereich der Tala nicht besonders stark ausgeprägt. Während Rolex, Ferrari und Apple jeder kennt, wird wohl auf der Straße kaum jemand Taschenlampenmarken benennen können.

Die Idee für Familienduell - Wir haben 100 Leute gefragt....

also ich tippe, man hört da 10 mal Maglite, vielleicht noch 2 mal LED Lenser. Dann wird man wohl eher in fragende Gesichter schauen
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
8.453
5.147
113
Der Lohnvorteil ist in einigen Bereichen nicht mehr wie wir uns das vorstellen. Ein Ingenieur in Shenzen wird längst nicht mehr schlechter bezahlt als ein Ingenieur in Deutschland.
Wir haben offen gesagt keinerlei Ahnung, wie Mitarbeiter in China bezahlt werden und unter welchen Bedingungen sie arbeiten müssen.
Fie Fabriken haben oft keine Filteranlagen und Reporter, die Fabriken besichtigen wollen, werden z.T. dann bedroht (so mehrfach geschehen bei dem Versuch, Herstellungsfabriken für Taschenmesser besuchen zu wollen).
Deutschland lässt sich gerade abhängen und verdeckt das mit einem Stolz aus der Vergangenheit, der immer weniger gerechtfertigt ist, wenn wir nichts tun. Gegen "preiswerter und besser" ist kein Kraut gewachsen, auch große Marken können so nicht dauerhaft überleben.
"Preiswerter und besser" ist aber so auch nicht immrr unbedingt der Fall, "Besser" muss auch nicht sein.
Mir macht es etwas Sorge, wenn wir so oft davon sprechen, dass chinesische Ware auf geringe Preise reduzieren. Auf diese Weise wacht hier keiner auf.
Ich möchte noch einmal auf mein obiges Beispiel Taschenmesser zurückkommen...es gibt eine Kleinmanufaktur aus China (J.E. Knives) mit sehr viel Handarbeit und hochertigen Materialien (Titan, etc...).
Der Hersteller ist sehr durchsichtig, die Preise sind trotzdem noch sehr günstig im Vergleich zur Herstellung in Italien, Deutschland, Frankreich oder den USA.

Daneben hat man dann Hersteller wie WE Knife oder Reate, die qualitativ international mit an der Spitze liegen und sich preislich dem westlichen Markt doch sehr angepasst haben.

Bei allen dreien stimmt die Qualität absolut.
 

hampshire

Flashaholic*
29 Dezember 2015
569
443
63
Wir haben offen gesagt keinerlei Ahnung, wie Mitarbeiter in China bezahlt werden und unter welchen Bedingungen sie arbeiten müssen.
Ich habe einen ganz guten Einblick im Bereich der Photovoltaikindustrie. Die chinesischen Entwickler in Shenzen verdienen tatsächlich mehr als unsere in Deutschland, haben aber auch erheblich mehr zu arbeiten - sowohl in Wochenstunden, als auch hinsichtlich Urlaub. Die Büros sind hochmodern und attraktiv ausgestattet, da fehlt es an nichts. Wir haben gemeinsame Entwicklungsprojekte und ich bin beeindruckt von der Prozesskompetenz, Präzision und Geschwindigkeit unserer Partner. Die Ingenieure (Männer und Frauen), mit denen wir zu tun haben sind alle unter 40 Jahre alt und ehrgeizig in dem was sie tun. Sie gehören zu einer rasant wachsenden Mittelschicht und betreiben ihren eigenen persönlichen Aufstieg mit voller Kraft. Sie glauben daran, dass die Zukunft besser wird, unsere Ingenieure haben einen anderen Spirit und versuchen derzeut zu bewahren was einmal war, sie glauben, dass die Zukunft schlechter wird. Unabhängig davon wie man das persönlich sieht - nach vorne gerichtete Zielstrebigkeit mit Glaube und Hoffnung bewegt sehr viel. Wir können da gerade sehr viel lernen. Unter diesem persönlichen Eindruck macht mir die wirtschaftliche Entwicklung hier Sorgen.
"Preiswerter und besser" ist aber so auch nicht immrr unbedingt der Fall, "Besser" muss auch nicht sein.
Da stimme ich Dir zu. Ich sage ja nur: Augen auf und nicht auf gestern sehen - es tut sich sehr viel.
Daneben hat man dann Hersteller wie WE Knife oder Reate, die qualitativ international mit an der Spitze liegen und sich preislich dem westlichen Markt doch sehr angepasst haben.
Klar, das ist möglicher nächster Schritt: Ist die Qualität anerkannt erhöht man die Rendite. ein anderer möglicher Schritt ist es den Wettbewerb aus dem Markt zu drängen. Beide Varianten werden gespielt je nach Branche und strategischer Bedeutung.
Bei Taschenlampen wird es wohl zumeist der Rendite-Weg sein.
 

Crowley

Flashaholic*
14 November 2018
945
1.703
93
Nähe Wien
unter anderem das es für eine immer größere Käuferschicht in allen Bereichen des Konsums wichtig ist wie nachhaltig, sozial verträglich etc ein Produkt ist, mit diesen Punkten lässt sich auch etwas beim Preis argumentieren. Das Produkt an sich, in seiner Funktion wird dadurch nicht besser oder schlechter.

aber ja, das driftet vom eigentlichen Punkt ab...bei Lampen würde ich einfach mal so Hausnummern in den Raum werfen..ab 10-15€ gibts durchaus taugliche Lampen mit bis zu sagen wir mal 200€ bekommt man noch in Relation genügend Gegenwert fürs Geld. Alles darüber ist dann schon immer mehr Richtung Liebhaberei bei dem man sich klar sein muss das es sich im seltensten Fall um eine lohnenswerte Investition handelt. Aber Achtung...das sind subjektive Werte, die bestimmt jeder für sich :)
 
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Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
8.453
5.147
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Ich habe einen ganz guten Einblick im Bereich der Photovoltaikindustrie. Die chinesischen Entwickler in Shenzen verdienen tatsächlich mehr als unsere in Deutschland, haben aber auch erheblich mehr zu arbeiten - sowohl in Wochenstunden, als auch hinsichtlich Urlaub. Die Büros sind hochmodern und attraktiv ausgestattet, da fehlt es an nichts. Wir haben gemeinsame Entwicklungsprojekte und ich bin beeindruckt von der Prozesskompetenz, Präzision und Geschwindigkeit unserer Partner. Die Ingenieure (Männer und Frauen), mit denen wir zu tun haben sind alle unter 40 Jahre alt und ehrgeizig in dem was sie tun. Sie gehören zu einer rasant wachsenden Mittelschicht und betreiben ihren eigenen persönlichen Aufstieg mit voller Kraft. Sie glauben daran, dass die Zukunft besser wird, unsere Ingenieure haben einen anderen Spirit und versuchen derzeut zu bewahren was einmal war, sie glauben, dass die Zukunft schlechter wird. Unabhängig davon wie man das persönlich sieht - nach vorne gerichtete Zielstrebigkeit mit Glaube und Hoffnung bewegt sehr viel. Wir können da gerade sehr viel lernen. Unter diesem persönlichen Eindruck macht mir die wirtschaftliche Entwicklung hier Sorgen.
Ich weiß nicht, inwieweit man die Schneidwarenindustrie mit der TaLa-Indistrie vergleichen kann, aber vor einigen Jahren gab es im Bereich Schneidwaren in China nich6 einige Berichte, dass dort unter menschenunwürdigen Bedingungen mit absoluten Hungerlöhnen und schlimmen Gesundheitsgefährdungen für die Mitarbeiter gearbeitet wird, um die Kosten so weit wie möglich unten zu halten - zumindest bei der Massenware.
J.E. Made Knives bildet da eine wohltuende Ausnahme. :)
Da stimme ich Dir zu. Ich sage ja nur: Augen auf und nicht auf gestern sehen - es tut sich sehr viel.
Punktuell gebe ich Dir Recht. :)
Klar, das ist möglicher nächster Schritt: Ist die Qualität anerkannt erhöht man die Rendite. ein anderer möglicher Schritt ist es den Wettbewerb aus dem Markt zu drängen. Beide Varianten werden gespielt je nach Branche und strategischer Bedeutung.
Bei Taschenlampen wird es wohl zumeist der Rendite-Weg sein.
Bei TaLas wie bei Messern - Generell die Preise an die Westliche Welt anpassen, teils arbeitet man auch zusammen. :)
 
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hampshire

Flashaholic*
29 Dezember 2015
569
443
63
@hampshire: Interessante Einblicke in Unternehmens- und Produktphilosophien und -strategien. Aber was hat das mit diesem Thread zu tun?
Es ist der Zusammenhang zwischen Preis und Qualität und etwas ausgeschweift - warum es abseits der Lohnkostenvermutung zunehmend gute Qualität zu günstigen Preisen aus China gibt (und warum mir das etwas Sorgen macht) Bin nun wieder stille. :)
 

Wetterleuchte

Flashaholic
6 Oktober 2012
134
20
18
kein GPS-Signal
Es hat schon einen Grund, warum bei Taschenlampen "made in Germany" keine Rolle spielt, und der Herstellungsort hat, wie schon erwähnt, nicht mehr viel mit Qualität oder Preis/Leistung zu tun. Bei den höchsten Energiepreisen, Steuern und Abgaben (Löhne sind ja nur ein Faktor) verlieren nicht wenige Käufer und Hersteller jegliche Motivation; das Gigaset "made in Germany" Smartphone ist aus wenigen chinesischen Baugruppen zusammengeschraubt, Software inklusive.

also realistisch: quasi alle Lampen kommen aus China. Und da bei mir auch Taschenlampen Rudeltiere sind, habe ich einige teure und viele günstige. Bei Standard-Lampen würde ich nie zu Nitecore greifen, aber die SRT 9 war es mir doch wert. Sofirn lässt nur herstellen, kauft von einigen Herstellern ein, soweit ich weiß, Preis / Leistung und Feinschliff (Modes, LED-Auswahl) sind unbestritten gut, die SD05 ist meine neueste und super verarbeitet, ein Großteil meiner Lampen ist von Convoy, was auch eher preislich Mittelfeld für die tadellose Leistung ist. Lumintop hat eine große Preisspanne, die für's Rad, nach "German StVzo" :achtung: war für meine Verhältnisse hochpreisiger, aber die Tool AAA ist z.B. ein Schnapper.

Ganz billig habe ich auch einiges, vor allem als Bastelobjekte und zum LEDs Ausprobieren. Was gar nicht geht, sind gratige Gewinde, bläuliche LEDs, next-mode memory, SOSOSOS, STROBO, ... Also ich gebe mehr Geld aus für farbtreuere und etwas wärmere LEDs, passende Reflektoren, für den Zweck optimales UI und spezielle Features (wie bei der SRT 9) Marke ist mir relativ egal, aber bei einigen Marken ist es sehr unwahrscheinlich Mist zu bekommen. Ich habe aber fast alle Lampen aus Alu, keine aus Titan. Eine gute Anodisierung ist mir auch noch was wert, im Rahmen.
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
8.453
5.147
113
Ja
Über die Lampe.
Aber nicht über den Preis.
Der ist für mich indiskutabel.
;)
Ace ich packe unsere Diskussion mal hierhin. :)

Erkläre mir bitte, wieso man sich (in Deinem Falle) lieber 10 Low-Budget-Lampen für jeweils sagen wir 30€ kauft, aber nicht eine Lampe für 150€?

Ich verstehe bisher den Hintergrund dazu nicht, wieso Du bis maximal 100€ gehst...und DAS auch nur in absoluten Ausnahmefällen. :)

Magst Du mir das bitte einmal vernünftig erklären? :)
 

Ace Combat

Flashaholic**
10 September 2011
4.653
3.471
113
Unterfranken
Ace ich packe unsere Diskussion mal hierhin. :)

Erkläre mir bitte, wieso man sich (in Deinem Falle) lieber 10 Low-Budget-Lampen für jeweils sagen wir 30€ kauft, aber nicht eine Lampe für 150€?

Ich verstehe bisher den Hintergrund dazu nicht, wieso Du bis maximal 100€ gehst...und DAS auch nur in absoluten Ausnahmefällen. :)

Magst Du mir das bitte einmal vernünftig erklären? :)
Wieso bezeichnest du 30 € Lampen als "Low-Budget" Lampen?
Weil der Preis so niedrig ist, oder weil du denkst, die taugen nix. ?
Die TS28, z.B., hat mich keine 29 € gekostet, und ist klasse.
Vom Lichtbild, vom Treiber, vom Handling, der Anodisierung und eben vom Preis.
Die braucht sich nicht hinter sogenannten "High-Budget" Lampen verstecken.
Sie ist ein Paradebeispiel für "Gut und Günstig"
Warum sollte ich jetzt 100 €, oder mehr ausgeben, wenn eine 29 € Lampe das auch alles kann ?
Die teuereren Lampen sind nicht doppelt, oder sogar 3x so gut,
so das sie ihren deutlich höheren Preis rechtfertigen.
Aber das ist ja nur meine persönliche Ansicht.
Fazit also:
"Der Preis macht nicht die Qualität."
Teuer ist nicht automatisch gut
und Günstig nicht automatisch schlecht
:)
 
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Frank1984

Flashaholic***
15 September 2017
5.968
5.240
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Gerade bei Flashies gibt es ja viele Ausprägungen von Anwendern und Sammlern. Wie bei allen Sparten, bei denen mal einiges sammelt. Die einen mögen lieber viele günstige Lampen, die anderen lieber nur wenige, dafür teure und/ oder seltene Exemplare. Die einen stellen die Lampen in eine Vitrine, vielleicht sogar unausgepackt. Die anderen kaufen sich nur Lampen, die sie wirklich auch nutzen. Die einen kaufen sich Lampen, um auf Preissteigerungen zu spekulieren, die anderen kaufen so günstig wie möglich, da aufgrund von starker Beanspruchung regelmäßig neue Lampen gekauft werden müssen.

Es gibt halt viele Möglichkeiten, wie man den Umgang mit Taschenlampen gestaltet. Ich finde, da kann man einen anderen nicht kritisieren, nur weil er das Hobby anders auslebt als man selbst. ;)
 
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Flashaholic***
25 März 2015
8.453
5.147
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Wieso bezeichnst du 30 € Lampen als "Low-Budget" Lampen?
Weil der Preis so niedrig ist, oder weil du denkst, die taugen nix. ?
Kann es sein, dass auch Deine Stimmung grad etwas frustriert ist wegen dem TLF-Special-Gedöns?
Geht uns allen so...ich war die letzten Tage kurz vorm Explodieren... ;)

Low Budget sagt doch alles aus...kosten nicht viel, kann man sich leisten.
Convoy, Sofirn, Wurkkos...alle drei haben sehr viele recht ordentliche Lampen in dem Preisbereich. :)

Die TS28, z.B., hat mich keine 29 € gekostet, und ist klasse.
Vom Lichtbild, vom Treiber, vom Handling und eben vom Preis.
Die braucht sich nicht hinter sogenannten "High-Budget" Lampen verstecken.
Sie ist ein Paradebeispiel für "Gut und Günstig"
Warum sollte ich jetzt 100 €, oder mehr ausgeben, wenn eine 29 € Lampe das auch alles kann ?
Die teuereren Lampen sind nicht doppelt, oder sogar 3x so gut,
so das sie ihren deutlich höheren Preis rechtfertigen.
Ich sehe das etwas differenzierter. :)
Qualitätskontrolle kostet Geld.
In den hochwertigen Lampen (die dann leider auch hochpreisig sind) sind dann auch hochwertigere Bauteile verbaut.
Zudem geben manche Hersteller der hochpreisigen Lampen dann auch 5 Jahre Werksgarantie (Fenix) oder mehr.
Bei Sofirn, Wurkkos und co. hat man dann 1 Jahr Garantie.
Ob die TS28 sich auf Dauer bewährt, kann leider nur die Zeit zeigen.

Aber das ist ja nur meine persönliche Ansicht.
Also:
"Der Preis macht nicht die Qualität."
Teuer ist nicht automatisch gut
und Günstig nicht automatisch schlecht
:)
Auch das stimmt.
Aber wie man leider wieder aktuell im Forum sieht, ist günstig leider auch rel. häufig nicht gut. ;)
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
8.453
5.147
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Gerade bei Flashies gibt es ja viele Ausprägungen von Anwendern und Sammlern. Wie bei allen Sparten, bei denen mal einiges sammelt. Die einen mögen lieber viele günstige Lampen, die anderen lieber nur wenige, dafür teure und/ oder seltene Exemplare. Die einen stellen die Lampen in eine Vitrine, vielleicht sogar unausgepackt. Die anderen kaufen sich nur Lampen, die sie wirklich auch nutzen. Die einen kaufen sich Lampen, um auf Preissteigerungen zu spekulieren, die anderen kaufen so günstig wie möglich, da aufgrund von starker Beanspruchung regelmäßig neue Lampen gekauft werden müssen.
Vitrine?
Hab ich.
Lampen drin?
NEIN! :grinsen:

Es gibt halt viele Möglichkeiten, wie man den Umgang mit Taschenlampen gestaltet. Ich finde, da kann man einen anderen nicht kritisieren, nur weil er das Hobby anders auslebt als man selbst. ;)
Genau DAS gilt in beide Richtungen...das hat auch so zu sein! :thumbsup:
 

Straight Flash

Flashaholic**
23 März 2018
3.836
2.383
113
Kassel
Wieso bezeichnest du 30 € Lampen als "Low-Budget" Lampen?
Meine Interpretation ist, dass das von @Buteo in allgemeiner Weise gemeint war und nicht absolut gilt. Will heißen: Oft - also nicht immer - spricht ein höherer Preis für eine höhere Produktqualität, weil diese in der Regel nur mit einem höheren Konstruktion-/Fertigungsaufwand erreicht wird. Ich wage zu behaupten, dass dieser Zusammenhang der allgemeinen Lebenserfahrung entspricht, und denke, dass mir da viele Verbraucher oder hier insbesondere Flashies zustimmen werden. Die genannte Wurkkos TS28 wäre insoweit also die Ausnahme, die die allgemeine Regel bestätigt (und nicht gleich widerlegt). Wobei die Unterscheidungsgrenze je nach persönlicher Einschätzung oder finanzieller Lage durchaus woanders als bei 30 € gezogen werden könnte.
 
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Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
8.453
5.147
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@Straight Flash - viele Forenuser sehen den Preisbereich bis 30€ als "Low Budget" an, weil man sich diese Lampen gut leisten kann und ein eventueller Defekt oder Verlust nicht so hart zuschlägt.
Man bekommt halt in dem Bereich u.a. von oben genannten Herstellern eine ganze Menge Lampenmodelle mit einer angemessenen Qualität.

Ich schrieb "Low Budget", nicht "Low Quality". :)
 

singlecell

Flashaholic**
15 Dezember 2022
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Für mich hängt das Thema weniger an der pauschalen Einteilung in Low- oder High-Budget, sondern viel stärker am konkreten Anwendungsfall.
Als ich mich damals im Forum angemeldet habe, waren für mich Low-Budget-Lampen alles im Bereich von 1–5 €. High-Budget begann ab etwa 25 €. Marken wie Maglite, Fenix oder Ledlenser – mehr kannte ich ehrlich gesagt nicht. Meine alte Fenix L2D war 2008 für mich unfassbar teuer. Ich habe niemandem erzählt, dass ich 60 € für eine Taschenlampe ausgegeben habe, weil ich nicht als komplett verrückt gelten wollte. Surefire kannte ich damals schon (hatte aber keine). Für mich war das Top-Notch – eher etwas für Leute, die sich beim Autokauf einen AMG statt eines Corsa leisten.
Ja, so war das damals.

Heute sehe ich das deutlich differenzierter. Ich würde das nicht mehr am Preis allein festmachen. In jeder Preisklasse gibt es gute und weniger gute Lampen. Eine TS28(~30€) ist einer Shadowhawk deutlich überlegen. Eine Wurkkos WK03 (~15€) schlägt so manche Varta XY um Längen. Aber pauschal zu sagen, jede Nitecore oder jede Fenix sei automatisch besser als eine TS28 oder WK03, halte ich für schwierig.
Wenn ich allerdings im Job eine Lampe brauche, die zu 100 % zuverlässig funktionieren muss – weil sie im Zweifel mein Leben retten kann, etwa unter Tage oder im BOS-Bereich – dann würde ich zu einem Hersteller greifen, der mir klare Garantien bietet. Dazu gehören geprüfte Sturzfestigkeit, ausgereifte Elektronik, Kälte- und Hitzebeständigkeit, EMV-Verträglichkeit, Akkuschutz, IP-Zertifizierung und vieles mehr.
Solche Werte auf eine Lampe zu drucken kostet nicht viel. Aber sie tatsächlich zu testen und die gesamte Entwicklung konsequent darauf auszulegen – das ist der entscheidende Unterschied.
 

0ssi1973

Flashaholic**
11 Oktober 2015
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Wellmitz/ Landgut
Ich sehe es noch anders, da mir die Erfahrung bei anderen Dingen es bei Lampen bestätigt hat. Werkzeug zum Beispiel: Ich habe mir damals von AEG den 100mm Bandschleifer gekauft, weil ich wußte der wird Kilometer weise schleifen müssen und da war der Preis für 230€ auch angebracht. Mein Vater hatte den 75mm von Bosch in grün und der hat keine 3 Jahre gehalten allein schon wegen der fehlenden Leistung zum AEG, der mit 1,1kW nie überfordert war. Mein Deltaschleifer Akku von Aldi hat 45€ gekostet und hat bis heute seinen Zweck erfüllt. So habe ich viele günstige und teurere Werkzeuge, immer danach gekauft, was will ich machen und wie oft brauch ich sie.
Bestes Beispiel Lampen: Sofirn als Arbeitslampe (KFZ), 2 Stück in 3 Jahren defekt vom runterfallen, danach die Acebeam P40 erst mal Überwindung mit 80€ für die Arbeit aber nach 100, 200 oder 300 Abstürzen sind es jetzt 5 1/2 Jahre ohne Probleme. Low Budget reicht mir um mal etwas zu suchen oder ähnliches aber wenn ich draußen bin beim Nachtwandern oder bei Rallys etc. würde ich mich auf solche Lampen nicht verlassen wollen, da ich schon einige Ausfälle hatte und die wenigsten geregelt sind, was für mich ganz wichtig ist.
 

Ace Combat

Flashaholic**
10 September 2011
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Unterfranken
Eigentlich müsste man "vernünftig" sein und immer, sowohl im Low-, als auch im Hight-Budget Bereich,
die "Spreu vom Weizen" trennen, in dem man sich, vor dem Lampenkauf, durch Reviews, Foren, Treffen,
so gut wie möglich über eine Tala informiert.
So könnte man vielleicht Fehlkäufen und Enttäuschungen entgegen wirken?
Oft genug wird aber eine Tala gekauft, bevor das erste Review erschienen ist,
wo sie eventuell nicht so gut abschneidet, wegen der Verarbeitung, dem Tint, der Regelung, den nicht erreichten Specs, etc.,
weil man einfach "scharf" drauf ist, wegen der tollen Form, der Farbe, dem neuen Konzept, dem niedrigen Preis ( :pfeifen: )......
:)

"Augen auf beim Lampenkauf" sollte mein neuer Slogan werden. :rofl:
 
Zuletzt bearbeitet:

Nuss

Flashaholic**
5 November 2016
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Am Rhein
Qualität ist nach Wikipedia
umgangssprachlich: die Güte aller Eigenschaften eines Objektes, Systems oder Prozesses.
und damit höchst subjektiv.

Was ist Güte? Bei mir kauft Auge mit. Da kann etwas noch so technisch ausgereift sein, ist es für mich hässlich, hat es für mich keine Qualität. Haptik ist auch so ein Ding. Fässt es sich gut an, wie ist das Knurling, glänzt die Beschichtung oder ist sie edel matt,...

Alles nur subjektiv.

Selbst der Service ist schwer greifbar, bzw. nur schwer in objektive Zahlen zu fassen. Sind die Beschwerden die man über So.... so liest statistisch relevant, oder nur Einzelfälle?

Ich stimme obigen Aussagen zu, dass zur Qualität auch eine lange Garantie gehört, oder Zertifizierungen über bestimmte Eigenschaften. Das kann ein Hersteller nur leisten, wenn er besondere Materialien und Bauteile verwendet, die meist teuer sind.

Die Frage, ob etwas seinen Preis wert ist, also dem persönlichen Qualitätsanspruch entspricht, ist eigentlich keine Frage. Das ist einfach ein Ausdruck persönlicher Vorlieben und das, was man bereit ist, dafür zu bezahlen.
 
  • Danke
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ralfster

Flashaholic
23 Januar 2026
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München
Ich sehe es noch anders, da mir die Erfahrung bei anderen Dingen es bei Lampen bestätigt hat. Werkzeug zum Beispiel: Ich habe mir damals von AEG den 100mm Bandschleifer gekauft, weil ich wußte der wird Kilometer weise schleifen müssen und da war der Preis für 230€ auch angebracht. Mein Vater hatte den 75mm von Bosch in grün und der hat keine 3 Jahre gehalten allein schon wegen der fehlenden Leistung zum AEG, der mit 1,1kW nie überfordert war. Mein Deltaschleifer Akku von Aldi hat 45€ gekostet und hat bis heute seinen Zweck erfüllt. So habe ich viele günstige und teurere Werkzeuge, immer danach gekauft, was will ich machen und wie oft brauch ich sie.
Bestes Beispiel Lampen: Sofirn als Arbeitslampe (KFZ), 2 Stück in 3 Jahren defekt vom runterfallen, danach die Acebeam P40 erst mal Überwindung mit 80€ für die Arbeit aber nach 100, 200 oder 300 Abstürzen sind es jetzt 5 1/2 Jahre ohne Probleme. Low Budget reicht mir um mal etwas zu suchen oder ähnliches aber wenn ich draußen bin beim Nachtwandern oder bei Rallys etc. würde ich mich auf solche Lampen nicht verlassen wollen, da ich schon einige Ausfälle hatte und die wenigsten geregelt sind, was für mich ganz wichtig ist.
Seh ich ähnlich.
Meine Arbeitslampen, mit denen ich jeden Tag in Behältern, Schächten o.ä. rumkrieche, sind ausschließlich Marken, bei denen ich eben von Qualität, Garantie, Service u.a. überzeugt bin. In der Regel Fenix.

Die dürfen einfach nicht im unpassenden Moment ausfallen.
Genauso wie meine Elektrowerkzeuge da z.B. von Makita sind.

Für zu Hause oder im Hobbybereich, 2 mal im Jahr Reifenwechsel am Privatauto o.ä. reicht auch der Akku-Schlagschrauber von Aldi oder Lidl.
Der funktioniert auch schon seit einigen Jahren, hat aber eben nur 30 Einsätze a 10 Minuten gehabt, im Gegensatz zu meinem Makita mit bestimmt 500 Arbeitstagen a 2 Stunden M16er Schrauben ballern.

Bei den Lampen seh ich´s ähnlich.
Für die Privatspielerei beim Spazierengehen oder die Vitrine kann ich mich von Design, Farbe, Spielereien oder der neuesten Monster-LED im kleinen Gehäuse verführen lassen, gerade wenn es dann "nicht teuer" ist (wobei das extra in Anführungszeichen steht, da das jeder für sich definieren muss).
 
  • Danke
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Roccolino

Flashaholic*
26 August 2024
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Monsaraz - Portugal
Macht der Preis die Qualität? - Nein, ganz bestimmt nicht.
Qualität kostet zunächst erst mal was. Das schmälert den Gewinn.
Den Preis des Endproduktes bestimmt die Firmenleitung in Abwägung mit der Akzeptanz des Kunden.
Das hat erst einmal nichts mit Qualität zu tun, zumindest nicht entscheidend.
Viele Preise sind dem puren Habenwollen geschuldet. In Verbindung mit einer begehrten Marke kommen da recht interessante Preise bei heraus. Ich sag mal Lupine. Oder Walther. Oder Plastiktüten mit dem Aufdruck einer Modemarke für 100,-
Auf weiterer Sicht kommen dann die Erkenntnisse des Verbrauchers dazu. Taugt das was, hält es und kann man es reparieren?
Im Elektronikbereich gibt es viele Beispiele dafür, wie billig teuer schlägt. Ich denke da an einen Metz Satreceiver, schon länger her. Der war locker doppelt so teuer, als Kathrein, und dreimal so teuer, wie der Rest. War das Bild besser? - .....
Irgendwann kam dann ein Hitzefehler. Ich mit dem Ding zum Fernsehfritzen. Der HF Tuner war defekt. Tatsächlich Hitzefehler. Das Neuteil, nur der Tuner, ein Teil mit Streichholzgröße, sollte fast 300DM kosten. Plus einlöten. Ein HF- Tuner Standardteil, was sonst fast überall drinsteckte, keine 40DM. War aber nicht kompatibel. Also bastelte der einen CPU Lüfter daran.
Das kann man auf Lampen übertragen. Es gibt die Billigheimer ala Shadowhawk, dann gibts die Budgetklasse, dann kommen die besseren und am Schluss die Abgehobenen. Die Billigheimer kannste genauso vergessen, wie die Abgehobenen. Qualitativ.
Der Sweetspot liegt in der Mitte.