[LED-Test / Review] Cree XR-E, Cree MC-E, Luminus SST-50 - 15 Jahre LEDs. Was hat sich seitdem getan?

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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nahe Köln

15 Jahre LEDs. Was hat sich in der Zeit eigentlich getan?​


Spoiler: eine Menge.


Hier gibt es mal einen kleinen Rückblick auf die früheren LED-Zeiten. Das hat mich mal gereizt, insbesondere weil meine erste Taschenlampe (eine Ledlenser P7) eine XR-E LED besaß, welche mich bis 2015 treu begleitet hatte…

Folgende LEDs habe ich mir hier mal etwas genauer angeschaut.


Cree XR-ECree MC-ELuminus SST-50
Release200620082010
max. Vorwärtsstrom1000 mA700 mA pro LED-Chip (max. 2,8 A @ 4P)5000 mA
typ. Spannung3,3 V @ 350 mA3,1 V @ 350 mA pro LED-Chip3,2 V @ 1,75 A
CCTcold white, 6500 Kcold white, 6500 Kcold white, 6500 K
typ. CRI757570
Wärmewiderstand8 °C/W3 °C/W2,45 °C/W
Tj max150 °C150 °C150 °C


Diese LEDs sind also zum Teil bereits über 15 Jahre alt. Zur Verfügung gestellt wurden sie mir von @Palladin , vielen Dank hierfür!



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v.l.n.r - Cree XR-E, Cree MC-E, Luminus SST-50


Viel gemein haben diese Emitter mit heutigen LEDs nicht mehr. Sie waren damals größer und aufwändiger gefertigt. Häufig wurden die LED-Chips einzeln auf ein separates PCB verlötet, welches eine Art Reflektor und/oder eine Glaslinse trug und welcher seinerseits auf einem Keramik-PCB saß. Dies war bei der Cree XR-E der Fall. Auch das Footprint wich deutlich ab; Quasi-Standards wie 3535 oder 5050 gab es damals quasi gar nicht, erst mit Aufkommen von XM-L und XP-G LEDs hielten diese wirklich Einzug in den Markt. Zum Teil waren LEDs damals noch mit runden Thermal pads ausgestattet, wo die Anschlussbeinchen separat auf dem LED-Board verlötet waren.

Die Cree MC-E war einer der ersten Multi-Die-Emitter auf dem Markt. Im Prinzip nutzt diese LED vier EZ-1000 Chips, welcher auch in der XR-E Verwendung fand. Dies erhöht den Lichtstrom beträchtlich, und senkt die Vorwärtsspannung, zumindest bei Parallelverschaltung der Chips. Der Hersteller Seoul Semiconductor bot damals mit der SSC P7 eine ähnliche LED an, bei welcher allerdings ebenfalls vier EZ-1000 Chips zum Einsatz kamen – nur das Aufbringen des Phosphor und das Packaging wurden von Seoul selbst durchgeführt.
Erkennbar ist bei MC-E und P7 der enorme Aufwand der Verdrahtung der einzelnen Chips. Bonding-Drähte wurden im gesamten Package herumgeführt, was das ganze gleichzeitig sehr empfindlich machte, sobald die schützende Glaslinse entfernt wurde. Flip Chip-Montage und Direktverschaltung auf dem Substrat wurde 2007 von Lumileds in Form der Luxeon Rebel auf dem Markt eingeführt, setzte sich damals aber nur langsam durch.

Die Luminus SST-50 war 2010 einer der wenigen Emitter mit für damalige Verhältnisse großer Leuchtfläche auf dem Markt. Die bekannte Cree XM-L kam erst über ein Jahr später auf dem Markt. Auch hier war das Footprint ungewöhnlich. Heutzutage lassen sich MT-G2 Boards oder notfalls auch 7070 Boards für diese LEDs nutzen.


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Die SST-50 sticht hier deutlich hervor. Bei sehr niedriger Bestromung ist die Effizienz erstaunlich gering, bei 10 mA erreicht die SST-50 lediglich etwa 40 lm/W, ein Wert, der teilweise sogar von überbestromten Halogen-Leuchtmitteln erreicht werden kann!

Hier im Diagramm zeigt sich diese Thematik besonders deutlich.


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Erst ab etwa 180 mA erreicht die Effizienz ihr Maximum. Ich weiß nicht genau, woran das liegt, auch wenn dieser Effekt bei allen LEDs (in deutlich abgeschwächter Form) auftritt. Auch die Kennlinie der Vf der SST-50 ist ungewöhnlich, denn bei zunehmendem Betriebsstrom flacht die Kurve immer mehr ab, bis bei maximaler Bestromung die Vorwärtsspannung so gut wie gar nicht mehr ansteigt. Eventuell ist gerade dieses Verhalten auch einer der Gründe, warum manche Hersteller gerade für LEDs mit großen Chips einen Mindest-Betriebsstrom angeben.


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Im Vergleichsdiagramm habe ich für bessere Einordnung des Fortschritts eine Nichia 519A-V1 mit R9080 – d.h. höchster Farbwiedergabe – bei 5700 K eingefügt. Alle anderen LEDs sind kaltweiß im Bereich 6500 – 8000 K mit einem CRI von typ. 70-75.

Der Unterschied ist beeindruckend. Selbst trotz des extrem hohen CRI ist die 519A-V1 um Längen effizienter und weist eine erheblich geringere Vf auf. Bei Nutzung einer LED mit geringem CRI und kaltweißer Lichtfarbe sind hier im Gegensatz zur High CRI-Variante noch einmal 40-60 % erhöhte Lichtausbeute möglich.

Hier sticht allerdings dennoch die MC-E hervor. Für das Jahr 2008 war dieser Emitter ein absolut beeindruckendes Stück Technik. Maximal mögliche 1800 lm bei so einem kleinen Gehäuse waren für die damalige Zeit beinahe unvorstellbar – genauso wie die mögliche extreme Überbestromung auf über 14 Ampere (!). 1000 lm waren auch in Taschenlampen – entsprechende Elektronik vorausgesetzt – mit einem Emitter bereits damals nicht unmöglich, und so ist diese LED selbst heutzutage durchaus noch zu gebrauchen. Selbst die Vf ist erträglich niedrig, was sich primär durch die Parallelschaltung der LED-Chips ergibt. 1000 lm bei etwa 3,4 V sind selbst für heutige Verhältnisse kein allzu schlechter Wert.

Fairerweise muss angemerkt werden, dass damals Hochleistungs-MCPCBs mit DTP-Technologie kaum bis gar nicht in entsprechender Qualität verfügbar waren und ohnehin durch das häufige Fehlen von hochwertiger Treiberelektronik diese theoretisch erreichbaren Lichtströme in der Regel nicht genutzt werden konnten.

Die XR-E wird wegen dem einzelnen EZ-1000 Chip und dem hohen Wärmewiderstand selbst hier gnadenlos abgehängt. Über 300 Lumen waren damals auch mit sehr guter Kühlung in mobilem Licht kaum machbar. Damalige Lampen boten mit dieser LED daher in der Regel nicht mehr als 200-220 lm.


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Cree XR-E

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Cree MC-E

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Luminus SST-50


Interessanterweise war die Lichtqualität bei kaltweißem CCT und geringer Farbwiedergabe-Einstufung durchweg besser als heute. Das „Cyan-Loch“ ist geringer ausgeprägt und Ra sowie R9 sind besser als bei den meisten heutigen kaltweißen Emittern. Ein Ra von 75-78 ist hier durchgängig erreicht worden, zum Teil auch bei negativem duv. Das zeigt, wie die heutigen Emitter auch auf Kosten der Farbwiedergabe effizienter geworden sind, gleichwohl hat es in Punkto Chips und Phosphor ebenfalls extreme Fortschritte gegeben – gerade High CRI-Varianten sind heutzutage besser als jemals zuvor, bei gleichzeitig massiv verbesserter Effizienz!

Auch die optische Qualität war zum Teil besser. Natürlich gibt es auch heutige grandiose LEDs, welche sich in Optiken perfekt einsetzen lassen, wie beispielsweise die Luminus SFT-40 oder die Nichia 519A, doch sind heutige LEDs bei weitem nicht mehr so unproblematisch wie damals – extremer Tintshift kommt häufiger vor und macht eine Nutzung in Reflektoren deutlich schwieriger.

Selbst die MC-E lässt sich in Optiken verwenden, einen Tint-Shift gibt es nicht. Lediglich das Donut-Hole – durch die Lücken zwischen den LED-Chips bedingt – muss mit einer diffusen Optik entfernt werden. SST-50 und XR-E bieten ein perfektes Lichtbild ohne jeden Makel an, insbesondere bei Verwendung von OP-Reflektoren.



Fazit



Früher war manches besser. Lichtbild, CRI bei kaltweißen Emittern, der Tint, all das war damals zum Teil besser. Der technische Fortschritt ist aber dennoch mehr als deutlich, die Weiterentwicklungen im Bereich Effizienz und Lichtqualität sind es ebenfalls. Und doch waren die hier vorgestellten LEDs für die damalige Zeit absolutes High-Tech, mit einer Performance, welche damals so manchen Flashaholic oder Lichttechniker in Staunen hat versetzen lassen. Heutzutage mögen wir darüber schmunzeln, doch haben diese LEDs den Weg für all das geebnet, was wir heute schätzen und auch irgendwo als selbstverständlich erachten. Gerade die MC-E hat mit der hohen Performance bereits sehr früh gezeigt, was möglich sein kann, und dass Multi-Die-Emitter der Weg zum maximalen Lichtstrom sind - etwas, was heute als ganz normal wahrgenommen wird.

Ich denke, ich werde die hier getestete MC-E in eine Lampe einbauen. In welche, weiß ich nicht, am besten in etwas altertümliches – etwas, wo dieser Emitter stilecht zur Geltung kommen kann. :)



Danke fürs Lesen, ich hoffe es hat euch gefallen

Viele Grüße, Dominik​
 
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Palladin

Flashaholic*
22 Dezember 2010
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MC-E in eine Lampe einbauen. ...am besten in etwas altertümliches –

Nette Idee, bloß dann stößt Du an ein anderes Handicap der damaligen Zeit:

Die Wärmeabfuhr der meisten Hosts war damals eindeutig <hüstel> :augenrollen: verbesserungswürdig. Auch das steckte zu jener Zeit noch in den Kinderschuhen und wurde nur allmählig verbessert. Aber solange Du es nicht übertreibst...
 

andreas0401

Flashaholic**
20 September 2010
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Dorsten
Nette Idee, bloß dann stößt Du an ein anderes Handicap der damaligen Zeit:

Die Wärmeabfuhr der meisten Hosts war damals eindeutig <hüstel> :augenrollen: verbesserungswürdig. Auch das steckte zu jener Zeit noch in den Kinderschuhen und wurde nur allmählig verbessert. Aber solange Du es nicht übertreibst...
Ist schon ein wenig länger her, aber ich hatte da mal ne MCE in einer Surefire;)
https://messerforum.net/threads/surefire-mce-mod.70751/
https://messerforum.net/threads/beamshots.77471/

Gruß
Andreas
 
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Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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Die Wärmeabfuhr der meisten Hosts war damals eindeutig <hüstel> :augenrollen: verbesserungswürdig.
Dann frage ich mal anders: welche Hosts waren denn einigermaßen brauchbar, was Wärmeabfuhr betrifft? :D
Ist schon ein wenig länger her, aber ich hatte da mal ne MCE in einer Surefire;)
Hast du damals eine genauere Lichtstrommessung durchgeführt? Hab da was von 400-500 Lumen gelesen... (was für damals eine beeindruckende Leistung war, insbesondere für eine solch kompakte Lampe mit nur einem Emitter.)
 

andreas0401

Flashaholic**
20 September 2010
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Dorsten
Hast du damals eine genauere Lichtstrommessung durchgeführt? Hab da was von 400-500 Lumen gelesen... (was für damals eine beeindruckende Leistung war, insbesondere für eine solch kompakte Lampe mit nur einem Emitter.)
Da hatte ich noch nicht selber gemessen. Der Modder sprach von 500 Lumen. Für mich war das damals der Wahnsinn:oops:
 

The_Driver

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22 März 2012
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Ein schöner Beitrag! Allerdings lässt sich noch viel ergänzen. Da ich zu der Zeit schon Flashaholic war (seit '08), habe ich vieles, inbesondere auch die obigen LEDs, direkt mitgekriegt. Damals war ich erst mal nur im CPF aktiv, das TLF (und das BLF) gab es noch gar nicht.

LED Taschenlampen sind eigentlich erst wirklich gut nutzbar, seitdem es Power-LEDs gibt, sprich leistungsfähige LEDs, deren Wärme abgeführt würden muss. Diese gibt es seit 2002. Damals ging es mit den Luxeon I (und später III und V) LEDs los. Wirklich effizient und hell waren diese noch nicht, aber zumindest waren sie deutlich heller als die bis dahin haupstächlich verfügbaren 5mm-LEDs. Auch konnte man ihr Licht mit Reflektoren/Linsen fokussieren, wodurch endlich hohe Lichtstärken (Reichweiten) möglich waren.

Die erste Taschenlampe mit Power-LED war 2002 die McLux (hier ein paar Fotos). Sie wurde von Don McLeish (heutzutage als Custombauer McGizmo bekannt) zusammen mit ein paar weiteren Leuten im CPF unter dem Teamnamen Skunk Lights (in Anlehnung an Skunk Works, der geheimen Entwicklungsabteilung von Lockheed Martin) entwickelt. Sie war somit auch die erste bekannte Custom-Lampe überhaupt, die vertrieben wurde.

Im Sommer 2006 kam dann die Cree XR-E auf den Markt. Diese LED war wesentlich effizienter als bisherige weiße Power-LEDs und sorgte so für eine kleine Revolution auf dem Taschenlampenmarkt. Hunderte Lampen zahlreicher Hersteller wurden nach und nach angeboten, welche diese LEDs nutzten. 2007/2008 war dann soch die Hochphase dieser LEDs.

Parallel gab es die Seoul P4, welche den Die der Cree XR-E nutzte, aber anders aufgebaut war. Bei ihr war der Die auch an den Seiten mit dem gelben Phoshpor überzogen und sie hatte außen nicht diesen glänzenden Metallring. Ebenso hatte sie einen normalen Abstrahlwinkel, nicht den besonders Engen der XR-E. Ergebnis war ein deutlich schöneres Lichtbild, insbesondere bei Benutzung mit smo-Reflektoren. Die XR-E hingegen ist für ein häufig eher unschönes Lichtbild bekannt. Mit smo-Reflektoren gab es häufig die bekannten "Saturnringe". Der enge Abstrahlwinkel harmonierte auch besser mit speziellen, besonders tiefen Reflektorgeometrien. Die XR-E (insbesondere der hellste R2-Bin) war am Ende beliebter, da sie ein kleines Bisschen heller war. Damals zählte jeder Lumen!

2008 kamen dann die Cree MC-E und ihr Gegenpart, die Seoul P7, die jeweils aus vier der oben genannten LEDs bestanden. Hier war es übrigens umgekehrt - die Seoul P7 war heller als die MC-E, vermutlich weil Crew die besseren Bins lieber in den XR-Es einsetzte. Die MC-E gab es dafür auch mit neutral-weißer Lichtfarbe (hier mein erster Mod mit neutral-weißer MC-E) und man konnte sie auch als 2S2P oder sogar 4S1P verschalten. Gängige Taschenlampen wurden noch mal spürbar heller. Beide LEDs sorgten für sichtbare Donut-Holes, wobei die MC-E etwas schlimmer war in dieser Hinsicht. Erfahrene Modder verbauten teils schon mehrere dieser LEDs in eine Lampe (Elektrolumens trieb das Konzept hier auf die Spitze).

2009 wurden die Luminus SST-50 und SST-90 LEDS eingeführt. Vor allem die SST-90 LEDs versprachen wieder eine deutliche Helligkeitssteigerung. In der Praxis klappte dies allerdings oft nicht, da es nur mit den besten Bins der LED möglich war und auch nur bei sehr guter Wärmeableitung. Kuper DTP Platinen gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Parallel kam auch die Cree XP-G LED auf den Markt. Sie war die erste von vielen LEDs mit ähnlichem Aufbau (XP-E, XP-C, X-ML, SST-40 etc.), die seitdem in unzähligen Lampen verbaut wurden. Das oft hässliche Lichtbild der XR-E LEDs war nun Vergangenheit. Ganz nebenbei: obwohl man dies annahm, waren Lampen mit Luminus LEDs leider auch nicht befreit vom Donut-Hole. Es stellte sich heraus, da diese LEDs in der Mitte eine geringere Leuchtdichte haben als an den Rändern (hier ein Bild einer SBT-90, auf dem man dies sehen kann, ist von @sma ). Erst bei der SBT-70 kriegte Luminus dieses Problem in der Griff.

Während es erste Experimente bereits viele Jahre zuvor im CPF gab (insbesondere durch die User newbie, saabluster und lambda) wurden Kupfer DTP Platinen erst ab 2012/2013 für die Allgemeinheit verfügbar. Sie sorgten für eine weitere kleine Revolution, da man die LEDs von nun an an ihre absolute Leistungsgrenze bringen konnte. Die damalige, sehr beliebte Cree XM-L2 konnte man dann plötzlich mit dem Doppelten ihres maximalen Nennstroms betreiben. Gleichzeitig entdeckten viele Modder die Benutzung von LEDs ohne Dom (Linse) für sich bzw. entfernten die Domes bestehender LEDs, um so die Leuchtdichte ihrer LEDs und somit Reichweite ihrer Taschenlampen zu erhöhen. Beide Maßnahmen in Kombination sorgten für enorme Sprünge bei der Helligkeit und Reichweite von Taschenlampen. Von nun an gab es dann auch "Super-Thrower" mit LEDs.
 
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Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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Danke für diese Zusatzinfos! :)

Ich habe die LED-Technik damals maximal am Rande verfolgt, und war seit 2008 nur Taschenlampen-Nutzer (mit der Ledlenser P7 XR-E, die Variante ohne Treiber).
Leider ist die Geschichte und der Impact auf die Modding-Szene bzw. dem allgemeinen Taschenlampenmarkt kaum rekonstruierbar, da viele Informationsschnipsel verstreut irgendwo liegen bzw. zum Teil gar nicht mehr verfügbar sind...

Die hier gezeigte SST-50 hat dieses Phänomen mit der geringeren Leuchtdichte im Center des Chips nicht - ein Donuthole ist mir im Convoy C8 SMO-Reflektor nicht aufgefallen.

@all - ich würde mich über 1-2 Samples der Seoul P7 freuen, damit ich die mal der MC-E gegenüber stellen kann!
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Die hier gezeigte SST-50 hat dieses Phänomen mit der geringeren Leuchtdichte im Center des Chips nicht - ein Donuthole ist mir im Convoy C8 SMO-Reflektor nicht aufgefallen.
Das ist ja auch ein eher kleiner Reflektor für so eine LED. Probiere mal einen mit dem doppelten Durchmesser. Man sieht ja auf deinem Foto, dass deine LED auch am Rand heller ist (gelblich verfärbt).
 

Palladin

Flashaholic*
22 Dezember 2010
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Früher war manches besser. Lichtbild, CRI bei kaltweißen Emittern, der Tint, all das war damals zum Teil besser.
Je länger ich darüber nachdenke - ich würde die Aussage gerne etwas relativieren.

Eigentlich bin ich an dieser Aussage ja mitschuldig. Was mir noch vorliegt, waren die Perlen dieser Zeit, die Gurken haben schon vor vielen Jahren den Weg der fachgerechten Entsorgung beschritten. :)

Grundsätzlich stimmt das schon, bloß man sollte sich hüten, die Vergangenheit schönzureden.
Alles war damals gut? Um Gotteswillen nein.
Das fing schon an mit Luxeon, die es damals unfreiwillig schafften unseren Wortschatz zu bereichern.
Die Beschreibung "Catpee Binning" musste erst erfunden werden, um wenig schmeichelhaft den bei manchen Exemplaren herzlich unansprechenden Tint zu beschreiben. "Luxeon Lottery" war damals ein geflügelter Begriff.
Die SSC P7 waren zum Teil auch nicht viel besser, und, und, und...

Nun, es ist zweifelsfrei richtig. daß im Laufe der Zeit die Lichtqualität primär zugunsten der Helligkeit gelitten hat.
Nur sollte man sich hüten, im Umkehrschluss zu meinen, damals wäre noch alles gut gewesen, die Lichtfarbe stets rein und klar. Nur daß sich die geneigten Mitleser kein falsches Bild von den Anfängen machen :)

Dann frage ich mal anders: welche Hosts waren denn einigermaßen brauchbar, was Wärmeabfuhr betrifft? :D
Puh, schwierig zu sagen, ich weiß ja auch nicht, was Du vor hast.
Ich mach mal 3 Vorschläge, die ich wohl am ehesten realisieren würde, müsste ich noch eine MC-E verbauen.

- Quick and dirty: P60 Dropin mit der Zeit entsprechendem Surefire oder Solarforce Host.

- Ich hatte mal eine kleine Fenix P1 (CR123a Schlüsselbund Twisty, 1 Stufe) umgebaut. Flutig und im Grunde auch für heutige Masstäbe noch ausreichend hell, also immer noch tragbar.

- Der damaligen Klassiker: Ultrafire C2.
Keine Ahnung warum die C8 bis heute überlebt hat, aber nicht die kleinere Schwester C2 (Thrower gehen vermutlich immer... :augenrollen: )
Kompakter wie die C8, reduzierter Throw, Jackentaschen freundlicher. In anderen Worten: Die alltagstaugliche Variante.

3 Vorschläge, die durchaus auch heute noch gut nutzbar wären, und nicht nur für die Vitrine :)

Zur Andreas Surefire L4: Das waren rund 500 optimistische LED Lumen. Im Vergleich zu den serienmäßigen krüppeligen ~80 Lux III Lumen damals der Hammer, wenn auch seeehr flutig. Witzig, ich überlege seit bereits ein paar Tagen, in eine meiner mal eine 719a einzupflanzen.

@The_Driver: Schöner Post, brings back old memories :)
 

Trabireiter

Flashaholic**
5 April 2012
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2008 kamen dann die Cree MC-E und ihr Gegenpart, die Seoul P7, die jeweils aus vier der oben genannten LEDs bestanden. Hier war es übrigens umgekehrt - die Seoul P7 war heller als die MC-E. Die MC-E gab es dafür auch mit neutral-weißer Lichtfarbe (hier mein erster Mod mit neutral-weißer MC-E) und man konnte sie auch als 2S2P oder sogar 4S1P verschalten. Gängige Taschenlampen wurden noch mal spürbar heller. Beide LEDs sorgten für sichtbare Donut-Holes, wobei die MC-E etwas schlimmer war in dieser Hinsicht. Erfahrene Modder verbauten teils schon mehrere dieser LEDs in eine Lampe (Elektrolumens trieb das Konzept hier auf die Spitze).

Genau die Jetbeam M1X mit MC-E (damals neu mit 800 Lumen in Version 2 wurde diese Lampe als "Searchlight" deklariert und bot 21kcd auf. Für diese Zeit waren das fantastische Werte, heute ist mit 21kcd natürlich nix zu holen.

Auch ich habe den Mod auf die warmweiße MC-E gemacht, aber so schön wie du habe ich ihn nicht dokumentiert. Schlechte Beamshots mit dem Donuthole habe ich nur gefunden.

Wie schon mehrfach erwähnt, stand mehr Power oft die Konstruktion der Lampen im Weg, auch bei der M1X war das nicht anders.
Die Pill war dünn und bot weder gute Wärmeabfuhr noch Platz für einen anderen Treiber, obwohl das Lampengehäuse durchaus Potential hatte und unheimlich sexy war.

Ich habe später eine neue Pill gezeichnet und mir drehen lassen, damit war dann der Umbau auf Black-Flat mit neuem Treiber möglich, ich meine um 800 Lumen und irgendwas um 250kcd. So existiert die Lampe auch heute noch.
 
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Gast3

Guest
Danke @Köf3 @Palladin für diese tollen Beiträge. Bei mir ging es damals 2009 mit einer Kaufberatung für "eine Taschenlampe fürs Leben" :rofl: . Gekauft habe ich damals eine JetBeam RRT-2 XR-E R2.

Meine erste Multi-Die LED war damals eine Ultrafire RL-2088 mit einem 6-Die Osram Emitter (wie hier - Beitrag ist nicht von mir):

https://www.candlepowerforums.com/threads/my-ultrafire-rl-2088-has-landed.236451/

Eiskaltes Licht, Donut-Hole und dem Wirkungsgrad einer Dampfmaschine, aber seiner Zeit vorraus.

Weiß jemand etwas zu dem 6-Die Osram Emitter?
 

Trabireiter

Flashaholic**
5 April 2012
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in Sachsen
es gab damals ein paar Mods damit, aber die Dinger waren unmöglich sinnvoll zu fokussieren. Haben sich nie durchgesetzt, leistungsmäßig waren sie auch damaligen Emittern nicht überlegen, gab dadurch keinen Grund die zu verbauen.
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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nahe Köln
Dieser 6-Chip-Osram-Emitter scheint eine Osram Ostar Lighting LE W E3A zu sein. Datenblatt hier.

Release war scheinbar gegen Anfang 2008. Dieser Emitter war in 5600 K bei 80 CRI verfügbar, eventuell gab es auch eine Low CRI-Variante mit 6500 K oder darüber. Auffällig ist vor allem der extreme Binning-Bereich von 280 bis 820 lm (!) bei 700 mA (also etwa 10 W), wobei die Vorwärtsspannung mit über 17 V auf 6S Config hinweist. Eventuell gab es da auch noch eine Variante mit 6P oder 2S3P-Verschaltung.

Dass diese Emitter lichtstromtechnisch kaum einen Vorteil boten, wird mit dem vermutlich standardmäßigen geringen Binning zusammenhängen.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Ah ja, diese LED (Osram Ostar) hatte ich vergessen. Ich meine, dass es sie auch schon früher gab, so ab 2006, aber sie war, wie du schon erkannt hast, extrem ineffizient. Sie wurde nur in ganz wenigen Lampen verbaut, hauptsächlich ein paar Custom-Lampen.

Über CRI hat sich damals noch keiner wirklich Gedanken gemacht. Es ging nur um den Farbstich (Tint). Die erste richtige (>3000K) high-cri LED war die Seoul P4 mit 3700K/4000K und 90er CRI. Die erste Lampe mit dieser LED war die HDS Systems EDC Executive. Wenn man sie gegen Aufpreis bei der Bestellung konfiguriert hat, konnte man sie mit dieser LED bestellen. Ich weiß nicht genau, ab wann es sie mit dieser LED, ab 2009 oder 2010, ich hatte eine ab Sommer 2010. Diese LEDs hatten leider einen sehr ungleichmäßigen Tint (mit Reflektor kalter Spot, warmer Spill). High-cri LEDs mit neutral-weißer Farbtemperatur (min. 4000-4500K) und gleichmäßigem Tint gab es für Bastler erst ab 2012 im CPF, die Nichia 219A mit 4500K und 90er CRI. Die haben dann viele Leute in ihren Lampen verbaut (ich z.B. auch hier).

Ggfs. habe ich noch eine unbenutzte in meiner Grabbelkiste. Die könntest du haben, wenn du willst.

Genau die Jetbeam M1X mit MC-E (damals neu mit 800 Lumen in Version 2 wurde diese Lampe als "Searchlight" deklariert und bot 21kcd auf. Für diese Zeit waren das fantastische Werte, heute ist mit 21kcd natürlich nix zu holen.

Auch ich habe den Mod auf die warmweiße MC-E gemacht, aber so schön wie du habe ich ihn nicht dokumentiert. Schlechte Beamshots mit dem Donuthole habe ich nur gefunden.

Wie schon mehrfach erwähnt, stand mehr Power oft die Konstruktion der Lampen im Weg, auch bei der M1X war das nicht anders.
Die Pill war dünn und bot weder gute Wärmeabfuhr noch Platz für einen anderen Treiber, obwohl das Lampengehäuse durchaus Potential hatte und unheimlich sexy war.

Ich habe später eine neue Pill gezeichnet und mir drehen lassen, damit war dann der Umbau auf Black-Flat mit neuem Treiber möglich, ich meine um 800 Lumen und irgendwas um 250kcd. So existiert die Lampe auch heute noch.
Genau, das Design der Lampe war wirklich eher suboptimal. Auch das U.I. war nicht perfekt.
 
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Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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nahe Köln
Die könntest du haben, wenn du willst.
Gern :)

Ich merk' schon, es wird Zeit für Throwback Thursdays. :D

Gerade zu solchen Emittern gibt es keinerlei aktuelle Informationen mehr. Zwar haben diese LEDs keinerlei praktische Relevanz mehr, aber andererseits ist es auch eine Art von Bewahrung des früheren Wissens.
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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Gern :)

Ich merk' schon, es wird Zeit für Throwback Thursdays. :D

Gerade zu solchen Emittern gibt es keinerlei aktuelle Informationen mehr. Zwar haben diese LEDs keinerlei praktische Relevanz mehr, aber andererseits ist es auch eine Art von Bewahrung des früheren Wissens.
Naja zumindest die 219B und gerade die 219C kann man noch ab und an beziehen (die 219C habe ich kürzlich noch in einigen Angeboten von Convoylampen gesehen...ich meine auf Ali?).
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
4.140
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nahe Köln
Naja zumindest die 219B und gerade die 219C kann man noch ab und an beziehen (die 219C habe ich kürzlich noch in einigen Angeboten von Convoylampen gesehen...ich meine auf Ali?).
Ich meine hier die Osram 6-die LED (LE W E3A)

Ich hab irgendwo eine 219A noch rumliegen. Der Tint ist perfekt (duv leicht negativ, Ra 95, R9 55 oder so), die Effizienz natürlich eher... gering ausgeprägt. Aber rein vom Tint auch heute noch eine tolle LED.
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Heut zu Tage muss man doch quasi immer Steuern zahlen. Davon würde ich einfach mal ausgehen. In der Regel werden einem die Sachen aber trotzdem direkt an die Haustür geliefert (dann gerne mal mit 9€ Auslagepauschale (=> kann man sich ersparen durch lästigen Gang zum Zollamt). Schaue am besten mal in den Zoll-Thread.

Schaue doch mal, ob der Shop nicht noch weitere ältere LEDs anbietet, die dich ggfs. interessieren (oder auch neuere).

In meine Augen wäre es super cool, wenn du eine Luxeon I, also die erste echte Power LED von 2003, testen könntest. Dann könnte man sehr schön die Entwicklung der Technik sehen in deinen Testdaten. Ich weiß nicht, ob man die noch irgendwo kriegt. Notfalls aus der Grabbelkiste eines langjährigen CPF-Mitglieds.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Ich habe mal geschaut:
Hier ein spätes (2005) Datenblatt der Luxeon I.
Hier kriegt man sie scheinbar noch. Der sogenannte Sandwich Shoppe ist vermutlich der erste Onlineshop mit Moddingzubehör für Taschenlampen überhaupt. Den gibt es seit 20 Jahren. Ich würde diese zum testen nehme (hoher Bin). Wobei man eigentlich auch einen günstigeren schlechteren Bin nehmen könnte, wenn es nur ums Testen geht. Man kann ja dann anhand des Datenblattes die Werte umrechnen.

Wenn du die Kontaktbeinchen ein Bisschen hochklappst, kannst du die LED auf einen beliebiges Kupfer-PCB für größere LEDs löten. Der Lötkontakt an der Unterseite ist nicht elektrisch neutral, aber beim Testen auf einem Kühlkörper sollte das egal sein. So würdest du dann die best möglichen Ergebnisse kriegen. Wenn du stattdessen realistische Ergebnisse willst, klebst du die LED mit Warmeleitkleber direkt auf ein Stück Alu. So wurde das damals oft gemacht. Irgendwann kamen dann die konventionellen Star-Platinen. Für Luxeon I LEDs mit Starplatine gibt es hier ein eigenes Datenblatt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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nahe Köln
Oh cool, danke für die Infos!
10 $ pro einzelnen Emitter ist... happig. Da scheint der "Retro-Vintage-Aufschlag" voll reinzuhauen.

Mal sehen. Ich habe erstmal noch so einige andere Emitter in der Pipeline.
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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Mir kam heute ein Eindruck in den Kopf, den ich irgendwie nicht abwehren kann...

Wenn man sich die LED-Entwicklungen der letzten Jahre (sagen wir 6-8 Jahre?) anschaut, dann hat sich zwar der Maximaloutput der Einzel-LEDs rapide weiterentwickelt, aber der Daueroutput scheint bei relativ identischer Kopfgröße (sagen wir hier mal um die 30mm (+/- 5mm) Kopfdurchmesser) stehengeblieben zu sein, da haben wir so um die 1000 Lumen Dauerbetriebsfestigkeit ...ob es jetzt 800 oder 1200 Lumen sind, macht da nicht den Riesenunterschied.

Das bedeutet allerdings auch, dass wir mit der Wärmeableitung, den Treibern/Reglern, etc. dann das physikalisch machbare diesbezüglich schon gut erreicht haben.

Das einzige, was uns da vorwärts bringen würde, wäre quasi eine neue LED-Technologie, die nicht ganz so warm wird bei gleichem Lichtoutput.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Mir kam heute ein Eindruck in den Kopf, den ich irgendwie nicht abwehren kann...

Wenn man sich die LED-Entwicklungen der letzten Jahre (sagen wir 6-8 Jahre?) anschaut, dann hat sich zwar der Maximaloutput der Einzel-LEDs rapide weiterentwickelt, aber der Daueroutput scheint bei relativ identischer Kopfgröße (sagen wir hier mal um die 30mm (+/- 5mm) Kopfdurchmesser) stehengeblieben zu sein, da haben wir so um die 1000 Lumen Dauerbetriebsfestigkeit ...ob es jetzt 800 oder 1200 Lumen sind, macht da nicht den Riesenunterschied.

Das bedeutet allerdings auch, dass wir mit der Wärmeableitung, den Treibern/Reglern, etc. dann das physikalisch machbare diesbezüglich schon gut erreicht haben.

Das einzige, was uns da vorwärts bringen würde, wäre quasi eine neue LED-Technologie, die nicht ganz so warm wird bei gleichem Lichtoutput.
Die meisten Lampen sind halt nicht auf diesen Punkt optimiert oder aber er wird gar nicht wirklich gemessen. Es geht meistens um Turbo-Modi, die nur kurz genutzt werden können. Die echten Steigerungen der Effizienz kann man bei der Lupine Betty Fahrrad- und Kopflampe nachvollziehen. Dort gab es regalmäßig Upgrades, wenn es einen neuen Bin der verwendeten XM-L(#) LEDs gab. Die Lampen wurden dann genau in dem Maße heller, wie man es vom Datenblatt her erwartet hat.
 
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Rodge

Flashaholic*
2 September 2019
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Total interessanter Thread! Schade, dass ich die Aufbruchzeit der LED Technik verpennt habe.
Aber heute ist es ja auch noch schön. Kauft man nichts extremes, dann hat man natürlich keine Sensation. Dafür gibt es heute so viel Auswahl, dass man zumindest einen Erfolg empfinden kann, wenn man sich das Richtige ausgesucht hat. Und außerdem wissen ja auch immernoch viele Menschen nicht, was eine ordentliche Taschenlampe ist...

Also gern noch weitere Erinnerungen aus der Historie und Entwicklung der LEDs. Und Meilensteine in Form von Taschenlampen, in denen sie verwendet wurden.

Eine zusammengetragene Liste von LED Typen mit einer Kurzcharakterisierung, pro/contra, mögliche Leistung und verfügbare Farbtemperaturen wäre ein Träumchen.
 

LED

Flashaholic**
19 März 2011
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seitdem es Power-LEDs gibt, sprich leistungsfähige LEDs, deren Wärme abgeführt würden muss. Diese gibt es seit 2002. Damals ging es mit den Luxeon I
Die Luxeon I kam 1999 auf den Markt
Die erste Taschenlampe mit Power-LED war 2002 die McLux (hier ein paar Fotos).
Meines Wissens nach war die Arc LS (deren Kopf auf dem letzten Bild in deinem Link zu sehen ist) die erste Lampe mit einer LUX I LED.
 
  • Danke
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Die Luxeon I kam 1999 auf den Markt

Meines Wissens nach war die Arc LS (deren Kopf auf dem letzten Bild in deinem Link zu sehen ist) die erste Lampe mit einer LUX I LED.
Danke, gerade bei letzterem hast du völlig Recht. Das hatte ich irgendwie falsch im Kopf. Die Story der Arc LS wird hier ganz gut beschrieben.
 
  • Danke
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2stroke_fanatic

Flashaholic*
26 August 2017
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Vogtland
Den Thread finde ich sehr interessant, besonders wegen der SST50, mit der ich sehr viel verbinde.
Mein Vater hat damals 2010 zu seiner bestandenen Jagdprüfung eine Ultrafire WF-502B samt Ladegerät und Akkus geschenkt bekommen. Diese war auch enorm gut verarbeitet, hat wahnsinnig viel Licht gemacht (zumindest für damalige Verhältnisse) und dort war eine SST-50 mit 5 Mode Treiber verbaut.
Damit ging dann auch bei mir das Interesse an Taschenlampen los.