NiMh Ladegerät für Eneloop mit unbekanntem Ladezustand

16 März 2022
1
0
1
Aloa,

bei mir ist das so das die Akkus von den Kindern(2/4Jahre) leider nicht besonders gut sortiert werden. (Und von mir auch nicht :p)

Somit weiß ich nie Welche Akkus Voll sind /welche leer. Ich hatte mir ein BQ-CC61 gekauft weil ich es mit der Powerbank (USB 2A) laden kann.

Da dort aber nur eine Zeitschaltung integriert ist und keine Vollgeladen-Abschaltung stattfindet und nur 2 Ladeschalen zusammen genutzt werden können suche ich jetzt Ersatz:

-> Akku AA Eneloop/Eneloop Pro
-> USB-Schnittstelle
-> Ladezustandserkennung/Anzeige

Fragebogen:
Warum möchtest Du ein neues Ladegerät erwerben?
[X] BQ-CC61 zu wenig funktionen

Welche Akkutypen sollen geladen werden?
[X] AA Eneloop/Eneloop Pro

Welche Akkugrößen soll das Gerät aufnehmen können?
[X] AAA Zellen (Mikro)
[X] AA Zellen (Mignon)

Anzahl der Ladeschächte:
[X] 2 oder 4 (die meisten Geräte haben 1 oder 2 Akkus drin - Brio eisenbahn)

Welche Ladeströme soll das Gerät je Ladeschacht liefern können?
[X] passend zu Eneloop

Wie soll das Ladegerät betrieben werden ?
[X] USB

Welches Bedienkonzept stellst Du dir vor?
[X] Ladezustandserkennung/Anzeige /Automatiklader ggf. Start Taster

Sonstige Eigenschaften:
-

Wie teuer darf das Ladegerät sein?
[X] egal

Wie viele Ladegeräte sollen Dir empfohlen werden?
[X] Bitte nur 2-3 ziemlich genau passende Ladegeräte empfehlen
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
1.693
1.847
113
Wie soll das Ladegerät betrieben werden ? [X] USB

mit der Vorgabe Stromversorgung per USB wird man im Bereich reiner NiMH-Ladegeräte kaum fündig, ist mein Eindruck ...

("eigentlich" hast Du ja nur NiMH zu laden ...)

im Bereich Kombi-Lader, also Lader für NiMH- und Lithium-Inonen-Akkus gibt es das, die Kombination von Stromversorgung über USB und ein Display ...

das hier am meisten empfohlene Kombi-Gerät, der Vapcell S4 plus hat allerdings "normalen" Netzbetrieb ...

NiteCore und Xtar haben Kombilader, die per USB versorgt werden, z.B. so was hier ...

das ist aber jetzt erstmal nur ganz prinzipiell gemeint, was diesen Punkt betrifft : also Betrieb per USB + mehr Infos, als sie dein Panasonic bietet ...

denn Du wünschst Dir ja Informationen über den Ladezustand deiner Akkus ...

das, was das Ladegerät dazu erstmal zur Verfügung hat, ist die aktuelle Spannung eines Akkus ...

bei NiMH-Akkus verläuft die Spannungskurve bei der Entladung während des Gebrauchs aber leider nicht so schön proportional linear, als dass man aus einem momentanen Spannungswert gut auf den aktuellen Ladezustand des Akkus schließen könnte ...

von einem hohen Anfangswert fällt sie schnell ab, verläuft dann über lange Zeit leicht abfallend im - für diesen jeweiligen Akku - typischen Arbeitsbereich, um dann am Ende wiederum steil abzufallen, sie ist also "S"-förmig ... (keine Gerade, die das Bestimmen des Ladezustandes aufgrund eines aktuellen Volt-Wertes gut möglich machen würde, wie das bei Lithium-Ionen-Akkus in etwa der Fall ist ...)

hier ist so eine Kurve für NiMH ...

die Extrempositionen, also "voll" und "leer", lassen sich leichter diagnostizieren, als alles das was dazwischen liegt ... da ist es prinzipbedingt - anders als bei Lithium-Ionen-Akkus - recht ungenau ...

trotzdem kann Dir so eine Anzeige mMn durchaus weiterhelfen, denn bei Dir geht es glaube ich weniger darum, ob der Akku jetzt noch 65 oder aber 55 % hat, sondern eher um die extremeren Zustände, also "fast leer" oder "noch ganz gut voll" ...

relativ am besten ginge das, wenn erstens die Anzeige die Volt-Werte mit umfasst, und nicht nur ein Balkendiagramm oder eine Prozentangabe ist, und wenn das im Idealfall auf deine Akkusorte angepasst ist ... was es aber normalerweise natürlich nicht ist, die Anzeige soll ja für "alle möglichen" Akkufabrikate gelten ... :confused: ;)

Ausnahme wäre da der aber leider nicht per USB versorgte Panasonic Professional Charger BQ-CC65(E) : Display

ich schätze, das wäre genau das, was dir so vorschwebt ... ;)

aber das ist jetzt von mir nur als Anschauungsbeispiel gemeint :achtung: denn wenn man eh bei Non-USB-Stromversorgung ist, kämen natürlich prinzipiell auch andere Ladegeräte mit ausreichenden Display-Informationen in frage ... (nur, dass die dann natürlich nicht speziell auf Eneloop eingestellt sind ...)

dieses Gerät wird hier im Forum ganz gern von Leuten empfohlen, die nur Eneloops laden (wie Du) ...

allerdings kann es sehr selektiv sein, d.h. Fremdfabrikate ablehnen (oder bei Akzeptanz evtl. zu sehr aufheizen (?), ist bei meinem BQ-CC17 jedenfalls so ...)

wäre ja nicht weiter schlimm in deinem Fall ... allerdings gibt es auch Berichte, dass die schnelleren Panasonic-Lader (CC55 und CC65) teilweise sogar Eneloops zurückweisen, die vielleicht nicht mehr ganz taufrisch sind, und somit "zu früh" als "defekt" und "zu entsorgen" einstufen ... (das wäre schon unangenehmer in deinem Fall ... vorher in einem anderen Lader etwas "anladen" kann u.U. helfen, dass sie dann auch im Panasonic akzeptiert werden)

der Ladestrom wird bei Bestückung mit nur 2 Akkus verdoppelt ... (1,5 Stunden Ladezeit dann Herstellerangabe ...)

allerdings wird hier üblicherweise gesagt, Eneloop würden auch das "gut vertragen" ... (mein eigener Panasonic ist langsamer ...)

gut, also der Panasonic nur als Beispiel :achtung: :achtung: ansonsten, was so meine ersten Gedanken zu deiner Frage waren ... ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
6.316
5.439
113
Bielefeld, NRW
Könnte bitte einer der Moderatoren diesen Thread verschieben zu den Kaufberatungen für Ladegeräte? Hier findet man das nur zufällig...
Danke!

-> Akku AA Eneloop/Eneloop Pro
-> USB-Schnittstelle
-> Ladezustandserkennung/Anzeige
Wunsch 1 lässt sich erfüllen, Wunsch 2 ist aber sehr selten bei NiMH-/NiCd-Ladegeräten, ggf. gar nicht anzutreffen.

Recht problematisch ist Wunsch 3, denn der Ladezustand eines NiMH-Akkus lässt sich nach abgeschlossener Ladung in weiten Teilen gar nicht mehr zuverlässig feststellen!
Gut erkennen kann man ganz leer und ganz voll, aber alles im Bereich zwischen ca. 20% und ca. 80% Ladezustand ist kaum zuverlässig messbar, ohne den Akku zu entladen.
Das liegt an den zellchemischen Eigenschaften von NiMH-Akkus (sehr flacher Spannungskurvenverlauf) und daran scheitert nahezu jedes Ladegerät prinzipbedingt.
Wie teuer darf das Ladegerät sein?
[X] egal
Vor diesem Hintergrund wäre das Maha Powerex MH-C9000 PRO eine gute Wahl.
Das ist für ein NiMH-Ladegerät recht informativ und bietet verschiedene Modi (BDA hier) und viele mögliche Ladeströme, insgesamt für ein NiMH-Gerät ungewöhnlich gut und umfangreich.
Nachteile:
- kein USB-Anschluss
- relativ teuer, aber wertig

Ein unabhängiges Review habe ich nicht gefunden, dieses hier läuft auf den Maha-Servern und ist wohl nicht ganz objektiv. Das Vorgängermodell wurde jedoch auch von unabhängigen Tester recht gut bewertet, z.B. hier im Review des Vorgängermodells von HKJ.
Auch Besitzer von Maha-Ladegeräten hier im Forum scheinen mit denen zufrieden zu sein, ein Bekannter (Intensivnutzer) schwört darauf.


In der gleichen Liga findet man auch das Gerät SKYRC NC2500, ziemlich vollgestopft mit Funktionen, aber das zum sehr stolzen Preis.
Besonderes Merkmal ist sicher die Möglichkeit, das Gerät per Bluetooth-App zu konfigurieren, aber natürlich muss man sich entsprechend mit dem Gerät und allgemein Ladetechniken beschäftigen.
Laden tut das Gerät jedoch gut und zuverlässig, siehe dazu auch diesen Test von HKJ.
Nachteile:
- kein USB-Anschluss
- enorm teuer, aber wertig
- sehr komplexe Bedienung, wenn man die App sinnvoll nutzen möchte


Von Panasonic gibt es den Lader BQ-CC65.
Das Gerät zeigt brauchbare Informationen über die Akkus an, ist aber nahezu nicht konfigurierbar, Akkus rein und los geht's. Dafür finde ich es relativ teuer, aber es lädt die Akkus zuverlässig, wie auch HKJ in seinem ausführlichen Test festgestellt hat.
Nachteile:
- kein USB-Anschluss
- relativ teuer
- quasi nicht konfigurierbar, "friss-oder-stirb"-Lader


Sehr viel günstiger und einfacher, aber vor allem preislich deutlich attraktiver wäre ein Opus BT-C700.
Das Gerät sieht etwas billig aus und fühlt sich auch so an. Es lädt aber NiMH-Akkus - trotz eines eigenwilligen Ladealgorithmus - zuverlässig.
Im Test unseres dänischen "Kollegen" HKJ wurde es recht positiv bewertet.
Nachteile:
- kein USB-Anschluss
- max. Ladeströme etwas gering, wenn man's eilig hat
- wirkt billig, lädt aber gut


Alle diese Geräte sind reine NiMH-/NiCd-Lader und haben keinen USB-Eingang.
Wenn dir das sehr wichtig ist oder vielleicht sogar ein Must-have-Kriterium sein sollte, dann kämen wohl nur so genannte Universal-Ladegeräte in Frage, also Lader, die sowohl Lithium- als auch Nickel-Akkus laden könnten.
Hier kämen von Nitecore die Modelle UM4 und UMS4 in Frage, die sich in der maximalen Ladeleistung unterscheiden, aber sonst gleich sind.

Beide Geräte sind für volle Leistung aber auf ein USB-Netzteil angewiesen, das mind. QC-2.0-fähig ist, welches nicht mitgeliefert wird!
So ein Ladegerät lohnt sich also nur, wenn man bereits ein mind. QC-2.0-fähiges USB-Netzteil besitzt oder bereit ist, ein solches QC-2.0-NT zusätzlich zu kaufen.


Von Vorteil bei den Nitecore-Geräten ist, dass sie eine sehr fein abgestufte Einstellung des Ladestroms erlauben, was insbesondere für kleine Zellen recht nützlich sein kann.
Testbericht für das Nitecore UMS4 und für das Nitecore UM4

Grundsätzlich gilt jedoch für alle diese Kombi-Ladegeräte (egal ob von Nitecore, Vapcell oder sonst wem), dass sie auf die handelsüblichen Lithium-Akkus ausgerichtet sind, auch mechanisch!
D.h. die Ladeschächte sind sehr groß (passend für 21700er oder größer) und suboptimal für AA- und besonders AAA-NiMH-Akkus.
Diese sitzen oft nicht besonders fest und wackeln, haben ggf. keinen zuverlässigen Kontakt usw., alles nicht optimal für so kleine Akkus...
 
  • Danke
Reaktionen: Straight Flash