Kurzvorstellung Olight M23 Javelot (Taschen-Thrower für Gassigeher)

T-Freak

Flashaholic**
8 November 2014
1.012
2.068
113
Bayern
Die nachfolgend vorgestellte Lampe wurde mir vom Hersteller zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Nachdem es noch kein deutsches Review für die Olight M23 Javelot gibt, hoffe ich hier einige Eindrücke vermitteln zu können.



Technische Daten:
LED: Cree XP-L
Max Output: 1.020 ANSI Lumen
Leuchtstufen: 1.020 / 350 / 20 Lumen
Candela: 47.500 cd
Reichweite: 436 m
Stromversorgung: 1 x 18650 Li-Ion
Abmessungen: 145 x 41 mm
Gewicht: 152 g



► Verpackung und Lieferumfang:

Die Olight M23 Javelot wird in einem praktischen Kunststoffkoffer geliefert. Die Kit-Version enthält neben der Lampe selbst ein Ladegerät mit externem Steckernetzteil, zwei geschützte 18650er Li-Ion-Akkus mit Kapazitäten von je 3.600 mAh, Ersatz-O-Ringe und ein Lanyard. Die Bedienungsanleitung liegt in englischer Sprache vor.







► Erster Eindruck und Verarbeitungsqualität:

Wie alle Lampen von Olight, die ich bisher kennengelernt habe, überzeugt auch die M23 Javelot in allen Belangen, was die Verarbeitungsqualität angeht. Das Aluminiumgehäuse ist makellos anodisiert, die Gewinde sind ab Werk gefettet und leichtgängig, die Gravuren perfekt ausgeführt, der Reflektor sauber und frei von Einschlüssen.

Trotz ihrer geringen Größe wirkt die Lampe aufgrund der ausgeprägten Kühlrippen und des massiven Edelstahlbezels überaus massiv und martialisch. Selbst der Tactical-Ring ist aus massivem Metall. Bei den meisten Mitbewerbern ist dieser in der Regel aus Kunststoff gefertigt. Ebenfalls positiv ist, dass ein Wegrollschutz besteht und Kerzenstand möglich ist.





► Stromversorgung:

Wie bei den meisten modernen LED-Taschenlampen erfolgt die Stromversorgung über einen 18650er Li-Ionen Akku, der mit dem Pluspol voran in das Batterierohr eingelegt wird. Käufer dieses Lampen-Kits müssen sich über die Verwendung der richtigen Akkus und eines passenden Ladegerätes keine Gedanken machen, denn beides gehört zum Lieferumfang.

► Lichtleistung:

In der M23 Javelot werkelt eine Cree XP-L LED, die in maximaler Stufe einen Output von 1.020 ANSI Lumen liefert. Die Leuchtcharakteristik kann gerade noch so als universell bezeichnet werden, wobei der Schwerpunkt auf Reichweite (Throw) ausgelegt ist. Lt. Werksangabe sind 436 m möglich. Auch wenn das Lichtbild keinesfalls flutig ist, wird das Umfeld noch ganz gut ausgeleuchtet. Die Lichtfarbe ist ein Kaltweiß ohne auch nur den geringsten Hauch eines Farbstichs.





► Regelung:

Hochleistungs-LEDs werden sehr heiß und kleine Lampengehäuse bieten nur begrenzte Möglichkeiten der Wärmeableitung. Deshalb verfügen die meisten Lampen über eine Regelung um Überhitzungsproblemen vorzubeugen. Bei Nutzung der höchsten Helligkeitsstufe reduziert die M23 Javelot den Output innerhalb der ersten 5 Minuten stufenlos und unmerklich um ca. 10%. In den folgenden 2 Minuten geht es nochmals stufenlos aber deutlicher abwärts bis nur noch 600 Lumen zur Verfügung stehen. Diese Lichtleistung wird dann bis zur Erschöpfung des Akkus für ca. 1 Stunde gehalten. In der niedrigsten Helligkeitsstufe (20 Lumen) hält die Lampe maximal 30 Stunden durch, in der mittlen Stufe (350 Lumen) sind es immerhin 2 Stunden.

► Bedienung (User Interface):

Ein- und Ausgeschaltet wird die Lampe am Heck. Durch kurzes Lösen und anschließendes Wiederanziehen des Lampenkopfes schaltet man durch die drei Leuchtstufen High/Med/Low (1.020/350/20 Lumen). Ich selbst mag Lampen nicht besonders, die über ein Drehen des Lampenkopfs geregelt werden, weil das bei mir immer einen irgendwie provisorischen Eindruck hinterlässt. Allerdings ist es bei der Olight M23 besser umgesetzt worden als z.B. bei einer EagTac T20C2, welche ich besitze. Dort muss der Lampenkopf für die geringeren Leuchtstufen in einer Mittelstellung verbleiben (ist also nicht fest). Bei der M23 Javelot dient das kurze Lösen nur der Änderung der Leuchtstärke, der Lampenkopf wird immer wieder richtig angezogen.

Sogar eine Memoryfunktion ist vorhanden. Außerdem kann man durch einen zweimaligen Doppelklick im halbgedrückten Zustand des Schalters grundsätzlich in die höchste Leuchtstufe schalten und muss den Lampenkopf nicht zwangsweise lösen. Den Strobemodus zu aktivieren verlangt dem Anwender einiges an Geschicklichkeit ab. Dies erfolgt durch einen Tripleklick im halbgedrückten Zustand und anschließendem kompletten Durchdrücken des Schalters. Aber andererseits ist es gut so, denn dann aktiviert man das überflüssige Geblinke wenigstens nicht ausversehen. Was ich leider vermisse, ist ein Moonlightmodus.





► Fazit:

Die Olight M23 Javelot ist eine hervorragende Taschenlampe für Einsatzkräfte, Jäger und Gassigeher. Sie kann verarbeitungsseitig und auch hinsichtlich ihrer Lichtstärke und Reichweite überzeugen. Das UI ist für eine Lampe mit drehbarem Kopf noch in Ordnung. Es gibt Leute, die diese Art der Leuchtstärkenregelung bevorzugen (z.B. wegen Handschuhbetrieb), ich mag es wie gesagt nicht so sehr. Sehr schade finde ich das Fehlen einer Ultra-Low-Leuchtstufe.

Einen Beamshotvergleich gibt es hier.

Viele Grüße
T-Freak
 
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T-Freak

Flashaholic**
8 November 2014
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Bayern
Den peinlichen Rechtschreibfehler im Titel habe ich leider erst nach der Veröffentlichung bemerkt, ich hoffe, er wird von den Mods korrigiert.

[Edit] Vielen Dank für die Korrektur!
 
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mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Die Lichtfarbe ist ein Kaltweiß ohne auch nur den geringsten Hauch eines Farbstichs.
Du hast da ja auch eine der ganz neuen M23 mit einer G03-Seriennummer erwischt. Die hat bereits eine "echte" XP-L Hi v3 in CW verbaut.

So eine habe ich noch nicht. Ich habe noch die mit F-Seriennummer mit grünem Licht.
 
  • Danke
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drifter

Flashaholic**
1 Dezember 2012
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Ruhrpott
Die Reichweite scheint übertrieben ,wenn man die Beamshots unter der Brücke mit 210 meter abstand sieht.
Trotzdem eine gute TALA mit sorglos Paket(2x 3600 akkus)usw.:thumbsup:
Gruß drifter:thumbup:
P.S. Bilder sind doch O.K:klatschen:
 

Dachfalter

Flashaholic***
30 September 2014
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Allgäu
Welche Vorteile und wie groß sind diese im Vergleich zur M23 mit XM-L2 LED?

Sind die Unterschiede sehr gravierend?
 

circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
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Welche Vorteile und wie groß sind diese im Vergleich zur M23 mit XM-L2 LED?

Die erste Version der M23 Javelot hatte eine dedomte "customized" XP-L LED und fiel - neben stattlicher Reichweite - durch stark gelb-/grünliche Lichtfarbe auf, während die hier vorgestellte zweite Version der M23 Javelot eine XP-L HI LED verwendet und eine sehr weiße Lichtfarbe hat.

Gruß, Stephan
 
  • Danke
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Nightscorpion

Flashaholic***
26 Dezember 2014
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Overath
Ich würde aber auch mittlerweile schauen das man keine mehr mit F Serien Nr und "nur" XP L LED kauft.
Man kann den jeweiligen Händler ja kontaktieren und nachfragen welche Serien Nummern er hat und die mit G anfordern.
 

circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
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Ja, wenn man "reinweiß" möchte, sollte man unbedingt darauf achten, eine Lampe aus dem aktuellen "Batch" ab "G" zu erhalten.

Allerdings finde ich die Lichtfarbe der "alten" M23 auch nicht wirklich schlimm.

Etliche XM-L T6/U2 nw tendieren auch deutlich ins "Gelbliche", was ich in der Natur (speziell im Wald) angenehmer finde, als ein kaltes Weiß.

Gruß, Stephan
 

mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Was mich bei Olight stört ist die Tatsache, dass sie bei einigen Lampen mitten im Lebenszyklus solche, wie ich finde, gravierenden Änderungen an den Modellen vornehmen, ohne dass sie diese als neue Varianten klar kennzeichnen.

Dass Olight umstellt auf XP-L Hi finde ich gut, aber die hätten den Lampen dann eine andere Bezeichnung geben müssen (von mir aus "Version 2" oder so).

Olight war der erste Marken-Hersteller, der Lampen mit (selbst) dedomten LEDs serienmäßig und im großen Stil verkaufte. Das habe ich damals beklatscht und begrüßt, aber das ging inzwischen ganz kräftig nach hinten los für Olight.
 

T-Freak

Flashaholic**
8 November 2014
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Bayern
Die Reichweite scheint übertrieben ,wenn man die Beamshots unter der Brücke mit 210 meter abstand sieht.

Beamshots und reales Empfinden differieren leider sehr oft. Wenn man die M23 live im Dunkeln verwendet, ist man durchaus überrascht, was die kleine Lampe auf größere Entfernungen zu leisten vermag. Außerdem muß man immer berücksichtigen, was die max. Entfernungsangabe tatsächlich bedeutet. Insofern sehe ich keinen Grund, der offiziellen Werksangabe zu misstrauen. Von den verglichenen Throwern ist es ja auch der mit Abstand schwächste gewesen.
 

helicoil

Flashaholic**
16 Dezember 2017
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Anscheinend gibt es ein nachfolger / update fur die M23 ..... der Olight Samurai/Warrior X (?) details gibt es hier: (uberzetsung notwendig)

http://www.shoudian.org/thread-1420190-1-1.html (2000 lumen / 560 meter/ xhp35 / tailcap von der M2R ?)

Mit dank an das Shoudian . org online flashlight forum ...... :thumbup:

Ich hoffe die endgültige edition hat mehr als die drei stuffen der M23 ..... der neue formfaktor gefällt mir .....

Danke,

Martin
 
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Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
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Raffnixhausen
Sie heißt wieder Warrior, wie schön :). Die kegelförmigen Rippen-Köpfe gefallen mir zwar gar nicht, aber die Grundkonstruktion dieser Modellreihe ist erhalten geblieben. Da gibt's nur noch in Details etwas zu verbessern.
 

Franky K.

Flashaholic**
3 Januar 2015
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Rheinland
Sie heißt wieder Warrior, wie schön :).

Na ja, Samurai finde ich persönlich aber schöner, weicher.
Da ich 22 und 23 habe und liebe, sollte diese Version, bei überzeugendem Beam, auch hier einziehen :pop: 20m sichtbare Reichweite mehr (ich untertreibe Mal absichtlich) bringt mir nüscht es sei denn, der Beam an sich ist extrem klasse.
Und unabdingbar ist die Beibehaltung der "built like a tank"-Philosophie!
Ich bleibe tuned.


Liebe Grüße

Franky