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Kurzvorstellung: Olight R40 Seeker

T-Freak

Flashaholic**
8 November 2014
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Bayern
Olight Taschenlampen
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Olight hat mir freundlicherweise eine R40 Seeker zur Verfügung gestellt. Da diese offenbar weiterhin parallel zur R50 angeboten wird und meiner Meinung nach durchaus auch noch ihre Existenzberechtigung hat, stelle ich sie hier mal kurz vor, denn ein deutsches Review scheint es noch nicht zu geben.

► Verpackung und Lieferumfang:

Die Olight R40 Seeker wird in einer transparenten und nicht sonderlich praktischen Kunststoffverpackung geliefert. Enthalten sind neben der Lampe selbst ein Li-Ion-Akku, ein USB-Steckerladegerät mit Ladekabel, Ersatz-O-Ringe und eine ausführliche Bedienungsanleitung in englischer Sprache. Die ebenfalls enthaltene Tradeschlaufe enttäuscht aufgrund ihrer unterdurchschnittlichen Qualität. Das kenne ich von Olight so eigentlich nicht. Schade auch, dass kein Holster zum Lieferumfang gehört.



► Erster Eindruck und Verarbeitungsqualität:
Wie alle Lampen von Olight, die ich bisher kennengelernt habe, gibt es auch hier nicht das Geringste an der Verarbeitung auszusetzen. Seitens der Länge von 143 mm handelt es sich um einen typischen Vertreter der 1.000 Lumen-Klasse. Allerdings ist das Batterierohr aufgrund des hier verwendeten Akkus im Durchmesser dicker als üblich, nämlich 32 mm. Betriebsbereit liegt das Gewicht bei 251g. Mit seiner IPX8 Spezifikation ist die Lampe hinreichend gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt.





► Stromversorgung:
Im Falle der R40 Seeker wird ein Exemplar des Typs 26650 verwendet. Das mitgelieferte Exemplar von Olight verfügt allerdings nur über eine Nennkapazität von 4.000 mAh und natürlich ist es ein geschützter Akku mit PCB (Printed Ciruit Board). Es handelt sich aber um einen speziell für die Ladefunktion designten Akku der einen zusätzlichen Pluspol am Heck hat. Es wird sowohl davor gewarnt, einen anderen 26650er Akku in der Lampe zu laden als auch den mitgelieferten Akku in anderen Lampen zu verwenden.



Das Innere des Batterierohrs ist mit einem Moosgummistreifen versehen, was ein Klappern des Akkus verhindert und für einen Schutz vor dem versehentlichen Herausfallen bei geöffneter Verschlusskappe sorgt. In der Verschlusskappe selbst befindet sich eine von einer Gummikappe abgedichtete Micro-USB-Buchse, durch welche der Akku direkt in der Lampe geladen werden kann. Das hat den Vorteil, dass kein zusätzliches externes Li-Ion-Ladegerät gekauft werden muss. Der Ladevorgang wird durch eine rot leuchtende LED angezeigt. Wechselt diese die Farbe zu grün, ist der Ladevorgang abgeschlossen.













► Lichtleistung:
Aus einer Cree XM-L2 LED generiert die R40 Seeker eine maximale Lichtleistung von 1.100 Lumen. Die Leuchtcharakteristik ist universell, wobei der Spot durchaus recht ausgeprägt ist. Die Lichtfarbe ist ein neutrales Kaltweiß, der Randbereich des Spills ist minimalst pinkstichig. Letzteres spielt in der Praxis allerdings keine Rolle und dürfte nur Freaks auffallen. Die maximale Reichweite gibt Olight mit 280 m an, was ich im Praxistest bestätigen kann.





► Regelung:
Die Olight R40 Seeker verfügt über lediglich 3 Leuchtstufen (1.100/250/12 Lumen). Die höchste Stufe wird aus Gründen des Überhitzungsschutzes innerhalb der ersten Viertelstunde stufenlos und für das Auge unmerklich kontinuierlich bis auf 600 Lumen abgesenkt. Diese 600 Lumen werden dann für ca. 2 Stunden bis zur Erschöpfungsgrenze des Akkus gehalten. In der mittleren Stufe hält die Lampe ganze 7 Stunden durch und in der kleinsten Stufe sind es 100 Stunden. Ein Ultra-Low-Modus ist leider nicht vorhanden.



► Bedienung:
Ein kurzes Klicken des Schalters am Lampenkopf schaltet die Lampe ein. Das Gedrückthalten des Schalters wechselt durch die drei Leuchtstufen. Ein Doppelklick aktiviert Strobe. Ausgeschaltet wird ebenfalls durch einen kurzen Klick. Eine Memoryfunktion sorgt für die jeweilige Verwendung der zuletzt genutzten Leuchtstufe nach dem Einschalten. Strobe ist davon ausgenommen.

Ein eher seltenes aber gutes Feature ist ein Lockmodus, der durch das Gedrückthalten für ca. 2 Sekunden aktiviert wird. So wird sichergestellt, dass sich die Lampe während eines Transports nicht versehentlich einschalten kann. Entsichert wird die Lampe ebenfalls durch Gedrückthalten für ca. 2 Sekunden.

Ein ebenfalls sehr nützliches Feature ist eine im Schalter befindliche LED, die im Dreisekundentakt blinkt, wenn die Akkuenergie zur Neige geht.







► Fazit:
Die Olight R40 Seeker ist ein toller Allrounder mit guter Ausdauer, wobei letztere bei Verwendung eines kapazitätsstärkeren Akkus noch besser hätte ausfallen können. Die interne Ladefunktion ist besonders für Erstkäufer einer Hochleistungs-Taschenlampe interessant, da keine Folgekosten durch den separaten Kauf eines Akkus und eines Ladegerätes entstehen. Allerdings gibt es zum gleichen Preis auch die R50 Seeker, die mit einer nochmals deutlich gesteigerten Helligkeit aufwarten kann. Gegenüber dieser neueren Version hat die R40 Seeker allerdings den Vorteil einer deutlich niedrigeren Leuchtstufe (12 Lumen gegenüber 50 Lumen bei der R50) bei gleichzeitig doppelter Laufzeit (100h gegenüber 50h bei der R50).

Viele Grüße
T-Freak
 
Zuletzt bearbeitet:

Uwe-D

Flashaholic**
19 Dezember 2015
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Ich bin eigentlich Olight Fan. Nur kann ich es nicht nachvollziehen, warum Olight die Lampe mit einem 26650 Akku mit NUR 4000mA ausliefert. Es gibt im Moment wohl auch keinen passenden Akku mit 5200mA zu kaufen.
Der Vorteil des 26650 Akkus wird dadurch meiner Meinung nach komplett verspielt. 400mA mehr Kapazität als ein bedeutend kleinerer 18650 (3600mA) Akku, sind endtäuschend.
Daher von mir leider ein dickes Minus, für eine sonst bestimmt gute Lampe.
 

T-Freak

Flashaholic**
8 November 2014
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Acebeam
Da ist natürlich was dran. Die R50 hat zumindest einen Akku mit 500 mAh mehr. Natürlich könnte man die Lampe auch mit einem 5.200 mAh Akku betreiben, nur die interne Ladefunktion ist dann natürlich tabu und vermutlich auch gefährlich.
 

Kafuzke

Flashaholic**
23 November 2015
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kafuzke.de
Habe die R50 gerade aus dem PA weiter gesendet. Probiert habe ich es nicht, aber beschrieben ist eine Akkuwarnung mit blinkendem Schalter. Kenji beschreibt diese Feature auch in seinem Review zu R50
 
  • Danke
Reaktionen: T-Freak

T-Freak

Flashaholic**
8 November 2014
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Danke für den Hinweis! Ich bin mit der R50 noch nicht so weit und im Manual war nichts beschrieben. Auch sah der Schalter nicht so aus als ob eine LED drin wäre, aber das sieht man nicht immer.
 

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
Teammitglied
12 August 2010
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Ich bin mit der R50 noch nicht so weit.
Mach dir bitte keinen Stress, du hast schon sehr viele Vorstellungen gemacht.
Ein paar Messdaten wären stattdessen schön aber ich kann akzeptieren, wenn es dir nicht auf diese Angaben enkommt. Jeder soll so wie er meint, ist alles ein Gewinn.

Danke für die Arbeit, die Zusatzinfos würden die Sache allerdings noch abrunden.
 

T-Freak

Flashaholic**
8 November 2014
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Bayern
Du hast Recht, ich habe zurzeit zu viel um die Ohren und bin deshalb vielleicht etwas oberflächlich geworden. Deshalb ist es ja auch nur eine Kurzvorstellung und kein Review... ;)

Dennoch vielen Dank für deinen konstruktiven Rat!

Viele Grüße
T-Freak