Liebe Freunde der gepflegten Gasentladung,
ich habe mich mal der Fire-Foxes FF4 angenommen und sie ausgiebig getestet.
Hier mein kleiner Bericht.
So sieht sie aus... na ja, das wisst ihr sicherlich schon.
Diejenigen, die die FF4 besitzen, wissen auch, dass sie in einem schlichten Pappkarton ausgeliefert wird. Neben einigem Papierkram in chinesischer Sprache ist kein weiteres Zubehör enthalten.
Lampi mit (wie wir hier im Ruhrgebiet sagen) Kattong.
Einige grundlegende Daten:
Länge: 158 mm
Reflektoröffnung: 59 mm
Durchmesser Kopf: 75 mm
Durchmesser Tail: 51 mm
Gewicht: 523 g
Gewicht mit Akkus: 705 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Löcher in der Teilcap.
wasserdicht: gemäß IPX-7 gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt.
Die Gewinde sind von Werk aus nicht gefettet und machen beim Zuschrauben Geräusche. Mit ein wenig Fett kann Abhilfe geschaffen werden. In den ersten Gewindegängen weist die FF4 leichtes Spiel auf, aber zum Ende hin greifen die Gewinde satt und spielfrei.
Zum Einsatz kommt ein HID-Brenner, der wahlweise mit 24, 40 oder 60 Watt befeuert werden kann.
Da kommt das Licht raus.
Einsatzklar gemacht wird die Lampe mit einem Tailcap-Clicky mit weichem bis mittelhartem, aber konkretem Druckpunkt, der die Betriebsbereitschaft durch zwei kleine LEDs signalisiert. Anschließend kann die FF4 mit einem Taster seitlich unterhalb des Lampenkopfs eingeschaltet werden, der zwar ebenfalls einen konkreten Druckpunkt hat, dessen Bedienung aber dennoch leicht schwammig ist. Die Lampe startet in der 40-Watt-Stufe (angegeben mit 4.000 Lumen). Nach etwa 15 bis 20 Sekunden hat die FF4 fürs Auge die maximale Leistung in der 40-Watt-Stufe erreicht. Am Luxmeter wird deutlich, dass die Lampe etwa doppelt so lange braucht, bis sie tatsächlich komplett hochgefahren ist.
Durch einen Druck auf den Taster wechselt die Lampe in die 24-Watt-Stufe (angegeben mit 2.000 Lumen). Ein weiterer Druck, und man gelangt wieder in die 40-Watt-Stufe (und so weiter). Die 60-Watt-Stufe (angegeben mit 6.000 Lumen) kann nur aus der 24-Watt-Stufe heraus aktiviert werden. Dazu muss der Taster etwa zwei Sekunden lang gedrückt gehalten werden. Dies ist allerdings nur einmal bei eingeschalteter Lampe möglich. Wenn man aus der 60-Watt-Stufe zurückschaltet, lässt sie sich nicht erneut aktivieren. Will man wieder die volle Power, muss man die FF4 mit dem Tailcap-Clicky aus- und wieder einschalten. Wenn der Brenner auf Betriebstemperatur ist, kann man das, ohne dass er Schaden erleiden dürfte, direkt im Anschluss tun.
Nichtsdestotrotz hätte man das meiner Meinung nach besser lösen können.
Der Tailcap-Clicky.
Mit dem seitlichen Schalter werden die Leuchtstufen angewählt.
Betrieben wird die FF4 mit vier 18650-Akkus, die in einen stabilen Akkuträger eingesetzt werden. Genutzt werden können aufgrund des knapp bemessenen Platzes (hinsichtlich der Länge) im Akkuträger und wegen der hohen Einschaltströme ausschließlich ungeschützte Akkus.
Beim Test kamen vier Panasonic-Akkus mit der Bezeichnung “NCR 18650B” mit einer Kapazität von 3.400mAh zum Einsatz.
Beim Laufzeittest wurde die Lampe in der hellsten Stufe (60 Watt) eingeschaltet (mit zeitbedingtem Herunterschalten auf 24 Watt nach ziemlich genau drei Minuten) und dann in der 40-Watt-Stufe weiterbetrieben. Gekühlt wurde mittels Ventilator.
Die Messung erfolgte auf vier Meter mit anschließender Umrechnung auf einen Meter.
Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 372.800 Lux (60 Watt)
nach 5 Minuten: 243.200 Lux (40 Watt)
nach 10 Minuten: 241.600 Lux
nach 15 Minuten: 236.800 Lux
nach 20 Minuten: 233.600 Lux
nach 25 Minuten: 230.400 Lux
nach 30 Minuten: 227.200 Lux
nach 35 Minuten: 222.400 Lux
nach 40 Minuten: 214.400 Lux
nach 45 Minuten: 201.600 Lux
Nach 46 Minuten und angezeigten 198.400 Lux schaltete die Lampe ab. Die Akkus wurden mit Leerlaufspannungen zwischen 3,16 und 3,18 Volt gemessen und waren knalleheiß. Laut Fire-Foxes verfügt die Lampe über einen Überhitzungsschutz und schaltet bei Erreichen einer bestimmten Temperatur auf 24 Watt zurück. Dies war beim Testlauf aufgrund der Ventilatorkühlung nicht der Fall. Hier griff – zwar sehr spät (eigentlich schon zu spät), aber immerhin – ein Unterspannungsschutz, der die Akkus vor Schlimmerem bewahrt.
In den ersten drei “60-Watt-Minuten” sanken die Werte nur minimal. In der 40-Watt-Stufe lag der nach 40 Minuten (und damit bereits ziemlich zum Ende der Laufzeit) gemessene Leistungsverlust gegenüber dem Ausgangswert (nach fünf Minuten) bei etwas mehr als zehn Prozent. Während des Betriebs wird die Lampe vor allem in der 60-Watt-Stufe extrem heiß. Das automatische Herunterschalten macht somit in jedem Fall Sinn, denn dauerbetriebsfest ist die Lampe in dieser Stufe nicht.
Der Akkuträger macht einen stabilen Eindruck. Nix Plastik.
Die Kontakte zum Lampenkopf.
Der eigentliche Schalter sitzt unten am Akkuträger. Zwei grüne LEDs signalisieren nach dem Einschalten, dass die Lampe betriebsbereit ist.
Edit: Gerade habe ich zu meinem Entsetzen festgestellt, dass ich den Größenvergleich und die Beamshots vergessen habe, einzufügen. Hier sind sie.
Von links: Microfire K3500R Warrior, Fire-Foxes FF4, Niteye Eye30, Skyray King, Armytek Predator.
Kontroll-Shot
FF4 24 Watt
FF4 40 Watt
FF4 60 Watt
Spark SP6
Niteye Eye30
Led Lenser X21R
Microfire K3500R Warrior III
Fenix TK70
Lambda Lights Varapower Turbo V2
THE LED LASER
Meine Meinung zur Fire-Foxes FF4:
Schon seit längerer Zeit hat mich keine Lampe mehr so begeistern können wie die FF4. Die Verarbeitung ist astrein, und was dieses kleine Schnuckelchen an Licht raushaut, ist echt der Wahnsinn. Schon in der dunkelsten Stufe liefert die FF4 mehr Licht, als man für nächtliche Spaziergänge, Gassi-Gehen, Geocachen etc. je brauchen wird. In der 40-Watt-Stufe hat man bereits einen mehr als ordentlichen Suchscheinwerfer (und Handwärmer). Und bei maximaler Leistung ist man auf jedem Flashy-Treffen der König. Oder besser, man wäre es, wenn nicht schon das halbe Forum eine FF4 hätte oder sma mit seinem grünen Scheusal auftauchen würde oder amaretto mit seinen Baustrahlern oder...
Nein, im Ernst: Die FF4 ist schon ein kleines Leuchtwunder, das einfach nur begeistert. Zweifel hege ich - trotz der guten Verarbeitung - an der Robustheit der Lampe. Denn ob sie einen oder mehrere Stürze übersteht, wage ich aufgrund jeder Menge Technik, die auf engstem Raum verbaut wurde, zu bezweifeln. Und wie langlebig die Kleine ist, kann nur die Zeit zeigen. Aber das werden wir hier im Forum sicherlich als erste erfahren.
Ich stelle gerade fest, dass dies für ein "Kurzreview" doch schon recht opulent ausgefallen ist. Wem das noch zu kurz war, kann gerne die noch auführlichere Version auf meiner fabulösen Seite lesen.
Gruß
Walter
ich habe mich mal der Fire-Foxes FF4 angenommen und sie ausgiebig getestet.
Hier mein kleiner Bericht.
So sieht sie aus... na ja, das wisst ihr sicherlich schon.
Diejenigen, die die FF4 besitzen, wissen auch, dass sie in einem schlichten Pappkarton ausgeliefert wird. Neben einigem Papierkram in chinesischer Sprache ist kein weiteres Zubehör enthalten.
Lampi mit (wie wir hier im Ruhrgebiet sagen) Kattong.
Einige grundlegende Daten:
Länge: 158 mm
Reflektoröffnung: 59 mm
Durchmesser Kopf: 75 mm
Durchmesser Tail: 51 mm
Gewicht: 523 g
Gewicht mit Akkus: 705 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Löcher in der Teilcap.
wasserdicht: gemäß IPX-7 gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt.
Die Gewinde sind von Werk aus nicht gefettet und machen beim Zuschrauben Geräusche. Mit ein wenig Fett kann Abhilfe geschaffen werden. In den ersten Gewindegängen weist die FF4 leichtes Spiel auf, aber zum Ende hin greifen die Gewinde satt und spielfrei.
Zum Einsatz kommt ein HID-Brenner, der wahlweise mit 24, 40 oder 60 Watt befeuert werden kann.
Da kommt das Licht raus.
Einsatzklar gemacht wird die Lampe mit einem Tailcap-Clicky mit weichem bis mittelhartem, aber konkretem Druckpunkt, der die Betriebsbereitschaft durch zwei kleine LEDs signalisiert. Anschließend kann die FF4 mit einem Taster seitlich unterhalb des Lampenkopfs eingeschaltet werden, der zwar ebenfalls einen konkreten Druckpunkt hat, dessen Bedienung aber dennoch leicht schwammig ist. Die Lampe startet in der 40-Watt-Stufe (angegeben mit 4.000 Lumen). Nach etwa 15 bis 20 Sekunden hat die FF4 fürs Auge die maximale Leistung in der 40-Watt-Stufe erreicht. Am Luxmeter wird deutlich, dass die Lampe etwa doppelt so lange braucht, bis sie tatsächlich komplett hochgefahren ist.
Durch einen Druck auf den Taster wechselt die Lampe in die 24-Watt-Stufe (angegeben mit 2.000 Lumen). Ein weiterer Druck, und man gelangt wieder in die 40-Watt-Stufe (und so weiter). Die 60-Watt-Stufe (angegeben mit 6.000 Lumen) kann nur aus der 24-Watt-Stufe heraus aktiviert werden. Dazu muss der Taster etwa zwei Sekunden lang gedrückt gehalten werden. Dies ist allerdings nur einmal bei eingeschalteter Lampe möglich. Wenn man aus der 60-Watt-Stufe zurückschaltet, lässt sie sich nicht erneut aktivieren. Will man wieder die volle Power, muss man die FF4 mit dem Tailcap-Clicky aus- und wieder einschalten. Wenn der Brenner auf Betriebstemperatur ist, kann man das, ohne dass er Schaden erleiden dürfte, direkt im Anschluss tun.
Nichtsdestotrotz hätte man das meiner Meinung nach besser lösen können.
Der Tailcap-Clicky.
Mit dem seitlichen Schalter werden die Leuchtstufen angewählt.
Betrieben wird die FF4 mit vier 18650-Akkus, die in einen stabilen Akkuträger eingesetzt werden. Genutzt werden können aufgrund des knapp bemessenen Platzes (hinsichtlich der Länge) im Akkuträger und wegen der hohen Einschaltströme ausschließlich ungeschützte Akkus.
Beim Test kamen vier Panasonic-Akkus mit der Bezeichnung “NCR 18650B” mit einer Kapazität von 3.400mAh zum Einsatz.
Beim Laufzeittest wurde die Lampe in der hellsten Stufe (60 Watt) eingeschaltet (mit zeitbedingtem Herunterschalten auf 24 Watt nach ziemlich genau drei Minuten) und dann in der 40-Watt-Stufe weiterbetrieben. Gekühlt wurde mittels Ventilator.
Die Messung erfolgte auf vier Meter mit anschließender Umrechnung auf einen Meter.
Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 372.800 Lux (60 Watt)
nach 5 Minuten: 243.200 Lux (40 Watt)
nach 10 Minuten: 241.600 Lux
nach 15 Minuten: 236.800 Lux
nach 20 Minuten: 233.600 Lux
nach 25 Minuten: 230.400 Lux
nach 30 Minuten: 227.200 Lux
nach 35 Minuten: 222.400 Lux
nach 40 Minuten: 214.400 Lux
nach 45 Minuten: 201.600 Lux
Nach 46 Minuten und angezeigten 198.400 Lux schaltete die Lampe ab. Die Akkus wurden mit Leerlaufspannungen zwischen 3,16 und 3,18 Volt gemessen und waren knalleheiß. Laut Fire-Foxes verfügt die Lampe über einen Überhitzungsschutz und schaltet bei Erreichen einer bestimmten Temperatur auf 24 Watt zurück. Dies war beim Testlauf aufgrund der Ventilatorkühlung nicht der Fall. Hier griff – zwar sehr spät (eigentlich schon zu spät), aber immerhin – ein Unterspannungsschutz, der die Akkus vor Schlimmerem bewahrt.
In den ersten drei “60-Watt-Minuten” sanken die Werte nur minimal. In der 40-Watt-Stufe lag der nach 40 Minuten (und damit bereits ziemlich zum Ende der Laufzeit) gemessene Leistungsverlust gegenüber dem Ausgangswert (nach fünf Minuten) bei etwas mehr als zehn Prozent. Während des Betriebs wird die Lampe vor allem in der 60-Watt-Stufe extrem heiß. Das automatische Herunterschalten macht somit in jedem Fall Sinn, denn dauerbetriebsfest ist die Lampe in dieser Stufe nicht.
Der Akkuträger macht einen stabilen Eindruck. Nix Plastik.
Die Kontakte zum Lampenkopf.
Der eigentliche Schalter sitzt unten am Akkuträger. Zwei grüne LEDs signalisieren nach dem Einschalten, dass die Lampe betriebsbereit ist.
Edit: Gerade habe ich zu meinem Entsetzen festgestellt, dass ich den Größenvergleich und die Beamshots vergessen habe, einzufügen. Hier sind sie.
Von links: Microfire K3500R Warrior, Fire-Foxes FF4, Niteye Eye30, Skyray King, Armytek Predator.
Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von einer Sekunde bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Fürs menschliche Auge ist die Überlegenheit der FF4 wesentlich größer als es auf den Bildern erscheint, was damit zusammenhängen dürfte, dass die Kamera kühlere Farbtöne überrepräsentiert.
Kontroll-Shot
FF4 24 Watt
FF4 40 Watt
FF4 60 Watt
Spark SP6
Niteye Eye30
Led Lenser X21R
Microfire K3500R Warrior III
Fenix TK70
Lambda Lights Varapower Turbo V2
THE LED LASER
Meine Meinung zur Fire-Foxes FF4:
Schon seit längerer Zeit hat mich keine Lampe mehr so begeistern können wie die FF4. Die Verarbeitung ist astrein, und was dieses kleine Schnuckelchen an Licht raushaut, ist echt der Wahnsinn. Schon in der dunkelsten Stufe liefert die FF4 mehr Licht, als man für nächtliche Spaziergänge, Gassi-Gehen, Geocachen etc. je brauchen wird. In der 40-Watt-Stufe hat man bereits einen mehr als ordentlichen Suchscheinwerfer (und Handwärmer). Und bei maximaler Leistung ist man auf jedem Flashy-Treffen der König. Oder besser, man wäre es, wenn nicht schon das halbe Forum eine FF4 hätte oder sma mit seinem grünen Scheusal auftauchen würde oder amaretto mit seinen Baustrahlern oder...
Nein, im Ernst: Die FF4 ist schon ein kleines Leuchtwunder, das einfach nur begeistert. Zweifel hege ich - trotz der guten Verarbeitung - an der Robustheit der Lampe. Denn ob sie einen oder mehrere Stürze übersteht, wage ich aufgrund jeder Menge Technik, die auf engstem Raum verbaut wurde, zu bezweifeln. Und wie langlebig die Kleine ist, kann nur die Zeit zeigen. Aber das werden wir hier im Forum sicherlich als erste erfahren.
Ich stelle gerade fest, dass dies für ein "Kurzreview" doch schon recht opulent ausgefallen ist. Wem das noch zu kurz war, kann gerne die noch auführlichere Version auf meiner fabulösen Seite lesen.
Gruß
Walter
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