Moin,
bei mir liegt die neue Klarus E8 EDC mit Schwenkkopf auf dem Tisch. Nun werde ich kein Review mit "Hochglanzwerbefotos" machen, dazu ist mir die Zeit zu schade.
Wie immer habe ich sie im Labor zerlegt, und die technischen Parameter sowie den Aufbau untersucht. Deshalb wieder ein Ausschnitt aus einer Rezension von mir.
"
Hersteller Angaben:
Modellnummer E8
Hersteller KLARUS
Batterien 1000-mAh-Lithium Polymer
LED 2x LH351D
Seitenlicht COB
Wasserdichtigkeit IPX6
Produktabmessungen 70 mm x 35 mm x 20,6 mm
Gewicht: 88,5 g
Turbo: 1000Lumen
Max: 300 Lumen
Med: 65 Lumen
Low: 30 Lumen
Eco 6 Lumen
Seitenlicht 5 Stufen in Lumen ( weiß 300 - 65 - 30 / Rotlicht 10 / Rotlicht Strobe 10 )
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Es wird ein deutsches Manual mitgeliefert, das aber aufgrund des simplen UI eigentlich überflüssig ist.
Dieses Lämpchen - eine echte EDC - beeindruckt wirklich durch seine minimalistische Größe. Sie hat Ähnlichkeiten zur Wuben G5.
Die Klarus E8 ist eine kleine EDC Taschenlampe bei der man den Lampenkopf um 180° drehen kann. Es wird also aus einer normalen Taschenlampe eine Winkellampe die dann um 90° abstrahlt.
Die beiden Haupt-LED's werden durch eine "Hybrid-TIR" Optik fokussiert. So etwas habe ich noch nicht gesehen. Hier wird scheinbar ein zentraler TIR-Reflektor mit einem zirkumpolaren normalen Reflektor kombiniert. Die Lampe ist ein reiner Flooder.
Der COB-Strahler, ist kein echter COB, sondern nur zwei LED Stripes. Sie sind mit einem gelblich-transparenten Kunststoff überzogen, der den optischen Eindruck eines COB vermittelt.
Die Lampe läßt sich leicht zerlegen.
Das massive Aluminium Gehäuse der Taschenlampe wird mit Imbusschrauben zusammengehalten und sauber mit Silikondichtungen abgedichtet. Warum die Rückwand aus billigem Plast ist, kann ich nicht nachvollziehen. Wir haben es hier mit einem solide gefrästen Metallkörper zu tun, so hätte ich erwartet, daß die Rückwand auch eine Metallplatte ist.
Es ist ein prismatischer, Li-Po-Akku mit integriertem Schutz eingebaut, der laut Aufdruck 1000mA Kapazität hat. Er hat die Abmaße 35x25x11mm.
Die Elektronik Leiterlatte macht einen soliden, hochwertigen Eindruck.
Es handelt sich um einen ungeregelte FET (DD) Treiber. Das ist für eine Markenfirma traurig, hier hätte eine Buckschaltung integriert sein sollen. Der 8205A Feldeffekttransistor ist für 6A spezifiziert. Da die Lampe max. 4A zieht, sollte er ausreichen. Trotz allem wird er sehr heiß, über 150°C (Foto). Ob ihm eine lange Lebensdauer beschieden ist, ist fraglich.
Meßwerte: (für Hauptstrahler)
Turbo: 4000mA
Max: 800mA
Med: 140mA
Eco: 40mA
Ruhestrom: 0,6uA (vernachlässigbar)
Die Samsung LED "LH351D" emittiert (laut Datenblatt) zwischen 370-900Lm bei 2000mA. Da der "Turbo" Strom 4000mA beträgt, geht die Herstellerangabe von 1000Lm (für 2 LED) voll in Ordnung.
Die 1000 Lumen im Turbo werden aus thermischen Gründen schnell abgeregelt, obwohl der Lampenkopf nur eine Temperatur von gerade mal 42°C erreicht hat. Es scheint sich hier um eine Timersteuerung, und nicht um eine Temperaturmessung zu handeln.
Die maximale Leuchtstärke im Turbo: 1600Lx@1m ergibt eine Leuchtweite von immerhin 80 Meter.
Es gibt eine Anzeige zum Ladezustand über 4 LED's. Die Lampe lädt auch mit modernen Schnellladegeräten. Da der Akku einen Schutz integriert hat, spielt eine eigene Unterspannungsabschaltung keine Rolle.
Ein Super Feature ist mir aufgefallen. Mit einem langen Klick gelangt man in das "COB-Menü". Wenn man dort ROT eingestellt hat, so speichert die Lampe das, und wird mit langen click immer wieder gleich ROT leuchten. Das ist für mich als Amateurastronom enorm interessant, kann ich doch die Lampe am Gürtel tragen, und bei Bedarf Rot einschalten und die Hände frei haben.
PWM habe ich in keiner Stufe und in keinem Modus bemerken können - zumindest nicht visuell.
IPX6 wird durch die Verwendung div. Silikondichtungen sicher gewährleistet.
Mankos:
- FET Treiber
- fest verbauter Akku.
- Rückwand aus Plast
- keine echte Temperaturregelung "


Man sieht schön den "Ripple" des OP-Reflektors.


Hier konnte ich mir keinen Reim drauf machen, habe so etwas noch nicht gesehen.

leichtes Anheben bestätigte das Vorhandensein von Wärmeleitpaste. Es ist kein Kleber!

Diese Rückwand konnte ich nicht verstehen, nochzumal der recht kräftige Gürtelclip mit den beiden Schrauben drauf befestigt ist.

Dieses Akkumodell habe ich bislang im Netzt nicht gefunden. 1000er gibts reichlich, aber nicht mit den Abmessungen.

Der Prozessor (ohne Kennzeichnung) und die Ladeelektronik mit dem 4056

Der 8205A Dual-FET wird sehr heiß.

Es sind zwei separate FET's für die Ansteuerung der "COB" Led's verbaut

Hier sieht man das verschraubte Gelenk. Das könnte eine Wassereintrittsstelle sein, vielleicht hat's einen O-Ring?

Der FET wird ordentlich warm.

Warum der Prozessor so heiß wird - der hat doch nichts zu treiben....

Bei der Temperatur erfolgt schon die Abregelung. Die Lampe erlischt aber nicht völlig, sondern geht nur etwa auf "High". Das ist in der Praxis völlig ausreichend.
Wie schon in der Rezension geschrieben, interessiert mich als Nachtbeobachter des gestirnten Himmels, der Rotlichtmodus besonders. Einmal programmiert, und nach langen click sofort rotes Licht. Super.
Ansonsten ist das Lämpchen wirklich winzig, ich war regelrecht erschrocken.
Da ich keine Beamshots mache kann ich nur meinen Eindruck wiedergeben. Von meiner Terrasse ist der Gartenzaun ca. 65m entfernt. Im Turbomodus ist die ganze Wiese "taghell" bis weit über den Zaun.
Den sog. Cob habe ich gar nicht - außer für Rotlicht - im Test gehabt.
Gäbe es hier noch einen geregelten Treiber, eine echte Temperaturregelung und eine Metallrückwand, wäre die Lampe für mich perfekt. Man trägt sie am Gürtel und bemerkt sie gar nicht.
Update:
Ich hatte noch zwei Aufnahmen des Treiber PCB's vergessen (s.o.)
bei mir liegt die neue Klarus E8 EDC mit Schwenkkopf auf dem Tisch. Nun werde ich kein Review mit "Hochglanzwerbefotos" machen, dazu ist mir die Zeit zu schade.
Wie immer habe ich sie im Labor zerlegt, und die technischen Parameter sowie den Aufbau untersucht. Deshalb wieder ein Ausschnitt aus einer Rezension von mir.
"
Hersteller Angaben:
Modellnummer E8
Hersteller KLARUS
Batterien 1000-mAh-Lithium Polymer
LED 2x LH351D
Seitenlicht COB
Wasserdichtigkeit IPX6
Produktabmessungen 70 mm x 35 mm x 20,6 mm
Gewicht: 88,5 g
Turbo: 1000Lumen
Max: 300 Lumen
Med: 65 Lumen
Low: 30 Lumen
Eco 6 Lumen
Seitenlicht 5 Stufen in Lumen ( weiß 300 - 65 - 30 / Rotlicht 10 / Rotlicht Strobe 10 )
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Es wird ein deutsches Manual mitgeliefert, das aber aufgrund des simplen UI eigentlich überflüssig ist.
Dieses Lämpchen - eine echte EDC - beeindruckt wirklich durch seine minimalistische Größe. Sie hat Ähnlichkeiten zur Wuben G5.
Die Klarus E8 ist eine kleine EDC Taschenlampe bei der man den Lampenkopf um 180° drehen kann. Es wird also aus einer normalen Taschenlampe eine Winkellampe die dann um 90° abstrahlt.
Die beiden Haupt-LED's werden durch eine "Hybrid-TIR" Optik fokussiert. So etwas habe ich noch nicht gesehen. Hier wird scheinbar ein zentraler TIR-Reflektor mit einem zirkumpolaren normalen Reflektor kombiniert. Die Lampe ist ein reiner Flooder.
Der COB-Strahler, ist kein echter COB, sondern nur zwei LED Stripes. Sie sind mit einem gelblich-transparenten Kunststoff überzogen, der den optischen Eindruck eines COB vermittelt.
Die Lampe läßt sich leicht zerlegen.
Das massive Aluminium Gehäuse der Taschenlampe wird mit Imbusschrauben zusammengehalten und sauber mit Silikondichtungen abgedichtet. Warum die Rückwand aus billigem Plast ist, kann ich nicht nachvollziehen. Wir haben es hier mit einem solide gefrästen Metallkörper zu tun, so hätte ich erwartet, daß die Rückwand auch eine Metallplatte ist.
Es ist ein prismatischer, Li-Po-Akku mit integriertem Schutz eingebaut, der laut Aufdruck 1000mA Kapazität hat. Er hat die Abmaße 35x25x11mm.
Die Elektronik Leiterlatte macht einen soliden, hochwertigen Eindruck.
Es handelt sich um einen ungeregelte FET (DD) Treiber. Das ist für eine Markenfirma traurig, hier hätte eine Buckschaltung integriert sein sollen. Der 8205A Feldeffekttransistor ist für 6A spezifiziert. Da die Lampe max. 4A zieht, sollte er ausreichen. Trotz allem wird er sehr heiß, über 150°C (Foto). Ob ihm eine lange Lebensdauer beschieden ist, ist fraglich.
Meßwerte: (für Hauptstrahler)
Turbo: 4000mA
Max: 800mA
Med: 140mA
Eco: 40mA
Ruhestrom: 0,6uA (vernachlässigbar)
Die Samsung LED "LH351D" emittiert (laut Datenblatt) zwischen 370-900Lm bei 2000mA. Da der "Turbo" Strom 4000mA beträgt, geht die Herstellerangabe von 1000Lm (für 2 LED) voll in Ordnung.
Die 1000 Lumen im Turbo werden aus thermischen Gründen schnell abgeregelt, obwohl der Lampenkopf nur eine Temperatur von gerade mal 42°C erreicht hat. Es scheint sich hier um eine Timersteuerung, und nicht um eine Temperaturmessung zu handeln.
Die maximale Leuchtstärke im Turbo: 1600Lx@1m ergibt eine Leuchtweite von immerhin 80 Meter.
Es gibt eine Anzeige zum Ladezustand über 4 LED's. Die Lampe lädt auch mit modernen Schnellladegeräten. Da der Akku einen Schutz integriert hat, spielt eine eigene Unterspannungsabschaltung keine Rolle.
Ein Super Feature ist mir aufgefallen. Mit einem langen Klick gelangt man in das "COB-Menü". Wenn man dort ROT eingestellt hat, so speichert die Lampe das, und wird mit langen click immer wieder gleich ROT leuchten. Das ist für mich als Amateurastronom enorm interessant, kann ich doch die Lampe am Gürtel tragen, und bei Bedarf Rot einschalten und die Hände frei haben.
PWM habe ich in keiner Stufe und in keinem Modus bemerken können - zumindest nicht visuell.
IPX6 wird durch die Verwendung div. Silikondichtungen sicher gewährleistet.
Mankos:
- FET Treiber
- fest verbauter Akku.
- Rückwand aus Plast
- keine echte Temperaturregelung "


Man sieht schön den "Ripple" des OP-Reflektors.


Hier konnte ich mir keinen Reim drauf machen, habe so etwas noch nicht gesehen.

leichtes Anheben bestätigte das Vorhandensein von Wärmeleitpaste. Es ist kein Kleber!

Diese Rückwand konnte ich nicht verstehen, nochzumal der recht kräftige Gürtelclip mit den beiden Schrauben drauf befestigt ist.

Dieses Akkumodell habe ich bislang im Netzt nicht gefunden. 1000er gibts reichlich, aber nicht mit den Abmessungen.

Der Prozessor (ohne Kennzeichnung) und die Ladeelektronik mit dem 4056

Der 8205A Dual-FET wird sehr heiß.

Es sind zwei separate FET's für die Ansteuerung der "COB" Led's verbaut

Hier sieht man das verschraubte Gelenk. Das könnte eine Wassereintrittsstelle sein, vielleicht hat's einen O-Ring?

Der FET wird ordentlich warm.

Warum der Prozessor so heiß wird - der hat doch nichts zu treiben....

Bei der Temperatur erfolgt schon die Abregelung. Die Lampe erlischt aber nicht völlig, sondern geht nur etwa auf "High". Das ist in der Praxis völlig ausreichend.
Wie schon in der Rezension geschrieben, interessiert mich als Nachtbeobachter des gestirnten Himmels, der Rotlichtmodus besonders. Einmal programmiert, und nach langen click sofort rotes Licht. Super.
Ansonsten ist das Lämpchen wirklich winzig, ich war regelrecht erschrocken.
Da ich keine Beamshots mache kann ich nur meinen Eindruck wiedergeben. Von meiner Terrasse ist der Gartenzaun ca. 65m entfernt. Im Turbomodus ist die ganze Wiese "taghell" bis weit über den Zaun.
Den sog. Cob habe ich gar nicht - außer für Rotlicht - im Test gehabt.
Gäbe es hier noch einen geregelten Treiber, eine echte Temperaturregelung und eine Metallrückwand, wäre die Lampe für mich perfekt. Man trägt sie am Gürtel und bemerkt sie gar nicht.
Update:
Ich hatte noch zwei Aufnahmen des Treiber PCB's vergessen (s.o.)
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