Hallo Freunde des kräftigen Lichtstrahls,
Seit ein paar Stunden liegt die TD11 auf meinem Labortisch. Natürlich will ich euch meine Testergebnisse nicht vorenthalten. Hier Auszüge aus einer Rezension von mir:
"Hersteller Angaben:
LED: 2x SFT25R
Betriebsspannung: 2,7 V-4,2 V
Abstrahlwinkel: Strahler °
Akku-Optionen: 1x eingebauter Lithium-Polymer-Akku 1670 mAh
Abmessungen 133,5 × 31 × 23 mm
Gewicht: 116 g
Reflektor: 2x OP Reflektor
Lens: Glas
Schaltertyp: 2x Heck - Schalter, Modus Wahlschalter
Taschenlampengehäuse: Aluminiumlegierung
Wasserbeständigkeit nach IPx6
Advanced Temperature Regulation (ATR)-Technologie: ATR reduziert automatisch die Helligkeitsstufe, wenn die Treibertemperatur 60 °C erreicht, um eine Überhitzung zu verhindern
Unterspannungswarnung
----------------------------------------------------------------------------------------------
Die äußere Verarbeitungsqualität der Wurkkos TD11 ist auf einem sehr hohen Niveau. Die Lampe kam in einem makellosen Zustand bei mir an. Keine Kratzer auf dem Lampenkörper, kein Staub im Reflektor.
Der Hersteller bewirbt die Lampe als EDC mit 3000 Lumen Ausgangsleistung, 320m Strahlreichweite und IPX6.
Sie besitzt viele verschiedene Lichtmodi, die teilweise im Ramping Modus arbeiten.
Die Helligkeitsstufen sind als Ramping ausgelegt. Sicher ist das nicht jedermanns Sache, aber da der letzte Wert gespeichert wird, hat man beim Einschalten diese Helligkeit sofort.
Die Lampe besitzt ein Mini OLED Display. So hat man eine exakte Ladungsanzeige sowie eine vorraussichtliche Brenndauer in der aktuellen Helligkeitsstufe. Die Lumenanzeige halte ich mehr für ein Gimmick, als für notwendig. Was mich persönlich stört ist, daß die Displayanzeige nur lesbar ist, wenn der Lampenstrahl auf sich gerichtet ist. Wenn ich Nachts im Betrieb die Restbrenndauer ablesen möchte, so muß ich mich erst mal selbst blenden, um auf dem kleinen Display den Wert abzulesen. Es sollte für den Hersteller kein Problem sein, die Anzeige zu drehen.
Die TD11 ist mit einem Lichtsensor ausgestattet. Dieser erfaßt die reflektierte Helligkeit bei nahen Objekten im Strahlengang. Die Elektronik verringert die Helligkeit, um Blendung zu vermeiden. Oberhalb 240 Lumen dimmt die Elektronik die Helligkeit auf 55 Lumen. Das System arbeitet allerdings ziemlich träge, und nur in eine Richtung, also Abregelung. Bevor eine effektive Helligkeitsverringerung einsetzt, ist man in jedem Falle schon deutlich geblendet. Insofern halte ich das System für überarbeitungswürdig.
Dank der insgesamt 3000 Lumen starken beiden Main-LED's (laut Hersteller SFT25R) spendet die Wurkkos TD11 ein gutes aber vergleichsweise nicht so weitreichendes Licht. Bedingt durch die kleinen SMO Reflektoren von 10mm Austrittsapertur kann diese Lampe, physikalisch bedingt, keinen kleinen Spot ausbilden. Im Foto erkennt man trotzdem einen guten Spot mit breitem Spill.
Die Lens ist Multivergütet.
Die Bezel ist aus Stahl, und nicht aus eloxiertem Alu.
Diese Turboleistung kann allerdings nur wenige Sekunden abgerufen werden. Die Lampe wird dann wegen der gehäusebedingten niedrigen Wärmeabfuhr zu heiß. Sie wird automatisch auf eine niedrigere Leuchtstufe herunterfahren.
Die seitlichen Leuchtelemente ergänzen das Hauptlicht um ein weißes Flutlicht mit bis zu 350 Lumen, sowie um ein RGB-Panel. Die "Programmierung" dieses RGB Paneels auf eine bestimmte statische Farbe, z.B. Rot, ist nicht intuitiv. Die Doppelklickerei in bestimmten Modi führt manchmal eher zufällig in den richtigen Modus. Zumindest habe ich es anhand der schematischen Bebilderung im Manual - welches auch einen deutschen Teil besitzt - nicht auf Anhieb hinbekommen.
Warum man so ein kompliziertes und umfangreiches UI in eine Taschenlampe "pressen" muß, verstehe ich nicht. Wer also nicht ständig mit dieser Lampe arbeitet, wird nach einiger Zeit wieder vor dem Problem stehen, "wie programmiere ich sie nun".
Ein eingebauter guter Boost-Treiber sorgt für eine konstante Helligkeit über den gesamten Entladezyklus. Im Oszillogramm war keinerlei PWM erkennbar.
Leider konnte ich, bis auf Temperatur und Leuchtstärke, keinerlei weitere Messungen vornehmen. Die Bezel wurde hier eingepreßt/eingeklebt, und wäre nur zerstörend zu entfernen. Der Tail ist mit den drei kleinen Schrauben, die den Clip halten, befestigt. Unter Umständen kann man ihn herausziehen. Da aber USB.Buchse,Schiebeschalter sowie Oled Display an dieser Baugruppe "hängen", habe ich es aus naheliegenden Gründen dann doch nicht durchgeführt. Der Clip wird durch kleine Schrauben mit O-Ringen zum Body abgedichtet, aber die komplette Taileinheit, die sich rausziehen läßt, hat keinerlei Dichtung zu Body. Insofern würde ich IPX6 für fragwürdig halten.
An der Schnelligkeit, mit der die Temperatur im Turbomodus ansteigt, erkennt man das vorbildlich gestaltete Wärmemanagement.. Also auch hier eine top Verarbeitung.
Ich habe eine maximale Leuchtstärke von 22950 Lx@1m (Candela) gemessen. Daraus ergibt sich rechnerisch eine Leuchtweite von 303 m. Das unterscheidet sich nicht wesentlich von der Herstellerangabe 320m. Wohlgemerkt, der Akku wurde vorher voll geladen.
Mit 1670 mAh erscheint mir die Akkukapazität sehr schmalbrüstig für eine 3000Lm Lampe. Das laden funktioniert problemlos mit modernen PD/QC Ladegeräten, und daher recht zügig.
Die für mich relevanten "Mankos" sind folgende:
- Ich bin kein Freund von Lampen, die einen fest verbauten Akku besitzen. Akkus im allgemeinen gehen gern auch mal kaputt oder verlieren Leistung. Der Akku ist zu klein.
- Das UI ist viel zu kompliziert und ohne Manual kaum beherrschbar.
- verkehrt herum anzeigendes Display."
Der Preis von 120.- € ist viel zu hoch, und unangemessen. Man bekommt die Lampe beim Hersteller für 60.-€. Ob da schon der neue Chinazoll eine Rolle spielt? Ansonsten ist es ein nettes Spielzeug, nur leider kein Handschmeichler wegen des monströsen Clips. Dieser mag zwar am Gürtel oder am Taschen/Rucksack Rand seine Berechtigung haben, verhindert aber, das man diese Lampe lange in der Hand halten möchte.
Seit ein paar Stunden liegt die TD11 auf meinem Labortisch. Natürlich will ich euch meine Testergebnisse nicht vorenthalten. Hier Auszüge aus einer Rezension von mir:
"Hersteller Angaben:
LED: 2x SFT25R
Betriebsspannung: 2,7 V-4,2 V
Abstrahlwinkel: Strahler °
Akku-Optionen: 1x eingebauter Lithium-Polymer-Akku 1670 mAh
Abmessungen 133,5 × 31 × 23 mm
Gewicht: 116 g
Reflektor: 2x OP Reflektor
Lens: Glas
Schaltertyp: 2x Heck - Schalter, Modus Wahlschalter
Taschenlampengehäuse: Aluminiumlegierung
Wasserbeständigkeit nach IPx6
Advanced Temperature Regulation (ATR)-Technologie: ATR reduziert automatisch die Helligkeitsstufe, wenn die Treibertemperatur 60 °C erreicht, um eine Überhitzung zu verhindern
Unterspannungswarnung
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Die äußere Verarbeitungsqualität der Wurkkos TD11 ist auf einem sehr hohen Niveau. Die Lampe kam in einem makellosen Zustand bei mir an. Keine Kratzer auf dem Lampenkörper, kein Staub im Reflektor.
Der Hersteller bewirbt die Lampe als EDC mit 3000 Lumen Ausgangsleistung, 320m Strahlreichweite und IPX6.
Sie besitzt viele verschiedene Lichtmodi, die teilweise im Ramping Modus arbeiten.
Die Helligkeitsstufen sind als Ramping ausgelegt. Sicher ist das nicht jedermanns Sache, aber da der letzte Wert gespeichert wird, hat man beim Einschalten diese Helligkeit sofort.
Die Lampe besitzt ein Mini OLED Display. So hat man eine exakte Ladungsanzeige sowie eine vorraussichtliche Brenndauer in der aktuellen Helligkeitsstufe. Die Lumenanzeige halte ich mehr für ein Gimmick, als für notwendig. Was mich persönlich stört ist, daß die Displayanzeige nur lesbar ist, wenn der Lampenstrahl auf sich gerichtet ist. Wenn ich Nachts im Betrieb die Restbrenndauer ablesen möchte, so muß ich mich erst mal selbst blenden, um auf dem kleinen Display den Wert abzulesen. Es sollte für den Hersteller kein Problem sein, die Anzeige zu drehen.
Die TD11 ist mit einem Lichtsensor ausgestattet. Dieser erfaßt die reflektierte Helligkeit bei nahen Objekten im Strahlengang. Die Elektronik verringert die Helligkeit, um Blendung zu vermeiden. Oberhalb 240 Lumen dimmt die Elektronik die Helligkeit auf 55 Lumen. Das System arbeitet allerdings ziemlich träge, und nur in eine Richtung, also Abregelung. Bevor eine effektive Helligkeitsverringerung einsetzt, ist man in jedem Falle schon deutlich geblendet. Insofern halte ich das System für überarbeitungswürdig.
Dank der insgesamt 3000 Lumen starken beiden Main-LED's (laut Hersteller SFT25R) spendet die Wurkkos TD11 ein gutes aber vergleichsweise nicht so weitreichendes Licht. Bedingt durch die kleinen SMO Reflektoren von 10mm Austrittsapertur kann diese Lampe, physikalisch bedingt, keinen kleinen Spot ausbilden. Im Foto erkennt man trotzdem einen guten Spot mit breitem Spill.
Die Lens ist Multivergütet.
Die Bezel ist aus Stahl, und nicht aus eloxiertem Alu.
Diese Turboleistung kann allerdings nur wenige Sekunden abgerufen werden. Die Lampe wird dann wegen der gehäusebedingten niedrigen Wärmeabfuhr zu heiß. Sie wird automatisch auf eine niedrigere Leuchtstufe herunterfahren.
Die seitlichen Leuchtelemente ergänzen das Hauptlicht um ein weißes Flutlicht mit bis zu 350 Lumen, sowie um ein RGB-Panel. Die "Programmierung" dieses RGB Paneels auf eine bestimmte statische Farbe, z.B. Rot, ist nicht intuitiv. Die Doppelklickerei in bestimmten Modi führt manchmal eher zufällig in den richtigen Modus. Zumindest habe ich es anhand der schematischen Bebilderung im Manual - welches auch einen deutschen Teil besitzt - nicht auf Anhieb hinbekommen.
Warum man so ein kompliziertes und umfangreiches UI in eine Taschenlampe "pressen" muß, verstehe ich nicht. Wer also nicht ständig mit dieser Lampe arbeitet, wird nach einiger Zeit wieder vor dem Problem stehen, "wie programmiere ich sie nun".
Ein eingebauter guter Boost-Treiber sorgt für eine konstante Helligkeit über den gesamten Entladezyklus. Im Oszillogramm war keinerlei PWM erkennbar.
Leider konnte ich, bis auf Temperatur und Leuchtstärke, keinerlei weitere Messungen vornehmen. Die Bezel wurde hier eingepreßt/eingeklebt, und wäre nur zerstörend zu entfernen. Der Tail ist mit den drei kleinen Schrauben, die den Clip halten, befestigt. Unter Umständen kann man ihn herausziehen. Da aber USB.Buchse,Schiebeschalter sowie Oled Display an dieser Baugruppe "hängen", habe ich es aus naheliegenden Gründen dann doch nicht durchgeführt. Der Clip wird durch kleine Schrauben mit O-Ringen zum Body abgedichtet, aber die komplette Taileinheit, die sich rausziehen läßt, hat keinerlei Dichtung zu Body. Insofern würde ich IPX6 für fragwürdig halten.
An der Schnelligkeit, mit der die Temperatur im Turbomodus ansteigt, erkennt man das vorbildlich gestaltete Wärmemanagement.. Also auch hier eine top Verarbeitung.
Ich habe eine maximale Leuchtstärke von 22950 Lx@1m (Candela) gemessen. Daraus ergibt sich rechnerisch eine Leuchtweite von 303 m. Das unterscheidet sich nicht wesentlich von der Herstellerangabe 320m. Wohlgemerkt, der Akku wurde vorher voll geladen.
Mit 1670 mAh erscheint mir die Akkukapazität sehr schmalbrüstig für eine 3000Lm Lampe. Das laden funktioniert problemlos mit modernen PD/QC Ladegeräten, und daher recht zügig.
Die für mich relevanten "Mankos" sind folgende:
- Ich bin kein Freund von Lampen, die einen fest verbauten Akku besitzen. Akkus im allgemeinen gehen gern auch mal kaputt oder verlieren Leistung. Der Akku ist zu klein.
- Das UI ist viel zu kompliziert und ohne Manual kaum beherrschbar.
- verkehrt herum anzeigendes Display."
Der Preis von 120.- € ist viel zu hoch, und unangemessen. Man bekommt die Lampe beim Hersteller für 60.-€. Ob da schon der neue Chinazoll eine Rolle spielt? Ansonsten ist es ein nettes Spielzeug, nur leider kein Handschmeichler wegen des monströsen Clips. Dieser mag zwar am Gürtel oder am Taschen/Rucksack Rand seine Berechtigung haben, verhindert aber, das man diese Lampe lange in der Hand halten möchte.
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