Kabelquerschnitt bei Strommessungen

amaretto

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12 August 2010
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NRW
Hier ein Bespiel einer Strommessung an einer aktuellen Zebralight SC600 MK3.
http://www.candlepowerforums.com/vb...or-this-year&p=4845501&viewfull=1#post4845501

- Messung mit Standard-Strippe = knapp über 4 Ampere
- Messung mit kurzer dicker Strippe = fast 6 Ampere

Das ist eine imho in Relation riesige Messdifferenz nur aufgrund unterschiedlicher Kabelwiderstände.
Dabei ist die Abweichung umso größer, je höhere Ströme fließen.

Mein Tip: die Beispackstrippen von Multimetern für Strommessungen austauschen gegen kurze Kabel von mindestens 1,5-2,5 qmm Querschnitt. Je dicker, desto besser. Um ein selber konfektionieren der Stecker kommt man dann nicht umhin.

Bei Spannungsmessungen können die Standardkabel weiterverwendet werden, da der Querschnitt hierbei keine große Rolle spielt.
 

muellihenry

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12 Oktober 2014
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Wurde ja immer wieder drüber gesprochen daß die Original Meßstrippen ungeeignet für die Messungen der Ströme an zB. Taschenlampen sind, ging halt jedes mal unter in irgend einem Beitrag. Zwei und mehr Ampere sind bis ca. 8A keine Seltenheit.

Gruß, Gerd
 
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mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Hallo,

interessantes Thema, aber ich finde, diese Messung so wie in diesem Thread dort durchgeführt, sagt über die Lampe überhaupt nichts aus, und ist ziemlich irrelevant.

Er umgeht so ja die komplette Tailcap der Lampe. Die Tailcap selbst stellt im Betrieb jedoch die Begrenzung (den Flaschenhals) dar - die Tailcap läßt keine 6A durch. Im Betrieb auf High (H1), wenn die original (nicht modifizierte) Tailcap drauf ist, zieht die SC600MkIII insgesamt nur knapp 4,3A (was immer noch ziemlich viel ist für so ein kleines Lämplein).

Viele Grüße,
Markus
 
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amaretto

Moderator
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12 August 2010
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NRW
Weißt du, wie man die Strommessung bei aufgesetzter Tailcap macht? Ich bin ratlos, wie oder wo man überhaupt was messen könnte.
Darüber liest man so gut wie nichts, vielleicht weil keiner mit seinen Tricks rausrücken möchte :)

Nur nebenbei: Mir ging es aber nicht speziell um die Zebralight. Vermutlich ist eine Tailcap mit möglichst wenig Übergangswiderständen u.U. ohne Feder oder sonstigen Bauteilen wie bei manchen Surefire noch die verlustärmste Lösung.

Die Tiny 18650 hat z.B. so eine Tailcap ohne Feder.
 

mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Da gibt es viele Möglichkeiten (meine besten Tricks verrate ich auch nicht :)). Im einfachsten Fall muss die Tailcap in die Messung mit eingezogen werden. Also dicke Kabel von Akku zu Tailcap, und dann von Tailcap wieder zurück zum Gehäuse; und nicht nur einfach von Akku zu Gehäuse.

Ein einfacher "Gegencheck" im normalen Betrieb (Laufzeitmessung unter Kühlung mit Luxmeter, und überprüfen, dass die Lampe nicht abregelt) zeigt schon, dass die Lampe keine 6A ziehen kann, wenn man die Akkukapazität zugrunde legt.

Viele Grüße;
Markus
 

muellihenry

Flashaholic**
12 Oktober 2014
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Am einfachsten ist es die Messung (ohne Tailcap) vor und nach Modifikationen an Treiber, Treiberfeder oder Kabel zur Led zu machen. Man sieht so ob sich ein Erfolg eingestellt hat. Wenn sich hier nichts mehr ändert kann man im Prinzip dazu übergehen Luxmessungen mit und ohne Tailcap durch zu führen, wenn sich ein zu großer Unterschied zwischen beiden Werten zeigt, ist eine Modifikation auch an der Tailcap nötig.

Gruß, Gerd
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Er umgeht so ja die komplette Tailcap der Lampe. Die Tailcap selbst stellt im Betrieb jedoch die Begrenzung (den Flaschenhals) dar - die Tailcap läßt keine 6A durch. Im Betrieb auf High (H1), wenn die original (nicht modifizierte) Tailcap drauf ist, zieht die SC600MkIII insgesamt nur knapp 4,3A
Wer hat die 4,3A wie gemessen?
Ich habe mit der MK III größte Schwierigkeiten, überhaupt reproduzierbare Ströme zu messen. Anscheinend zieht sie nicht konstante Leistung. Um das richtig zu messen, müsste man direkt an den Treiber ran, ohne Kontakt-, Kabel- und Shuntwiderstände. Oder eine spezielle Mess-Tailcap bauen.
 

Beaker

Flashaholic*
20 Januar 2016
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Möglichst kurzes dickes Kabel zwischen einem Kontakt des MCPCB und dem Kabel vom Treiber und durch Zangenmultimeter führen. Der Innenwiderstand der meisten bezahlbaren DMMs ist eh zu hoch zum Messen großer Ströme.
 

mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Wer hat die 4,3A wie gemessen?
Ich; in einer Riesen-Frickelaktion (die man gar nicht zeigen kann, weil ich sonst für alle Zeiten als Lampenschänder unten durch bin ).

Fehler sind jedoch natürlich auch bei mir möglich. Aber wenn die Lampe mit einem Sanyo -GA mit 3500mAh bei ausreichender Kühlung 41 Minuten durchläuft ohne messbaren Helligkeitsabfall, können da nicht 6A fließen. Jedenfalls nicht dauerhaft.

Möglichst kurzes dickes Kabel zwischen einem Kontakt des MCPCB und dem Kabel vom Treiber und durch Zangenmultimeter führen.
Genau, Zangenamperemeter ist das Stichwort.

Aber der Umbauvorgang war (zumindest bei mir) destruktiv für die Lampe.
Anscheinend zieht sie nicht konstante Leistung.
Das kommt bei der Zebralight noch dazu.

Beziehungsweise, konstante Leistung vielleicht schon. Aber nicht konstanten Strom. Ich muss nochmal genauer messen heute abend, aber aus fast leeren Akkus scheint sie mehr Strom zu ziehen als aus vollen (meine 4,3A war mit vollem Akku gemessen).

Viele Grüße,
Markus
 
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mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Gegen Ende des Akkus zieht die SC600MkIII doch deutlich mehr als die 4,3A, die sie am Anfang mit vollen Akkus zieht. Ich mache jetzt mal einen Akku soweit leer, dass er gerade noch die volle Helligkeit in der Lampe bringt, und messe nochmal. Die Zebralight erhöht die Stromentnahme während der Laufzeit, um auf die gleiche Leistung (Helligkeit) zu kommen. Nur wenn die Akkuspannung beim Erhöhen des Stroms unter einen gewissen Wert fällt (welche Spannung das genau ist, weiß ich noch nicht), regelt die Lampe runter.

Viele Grüße,
Markus
 
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Nexxos1412

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10 Mai 2014
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Möglichst kurzes dickes Kabel zwischen einem Kontakt des MCPCB und dem Kabel vom Treiber und durch Zangenmultimeter führen. Der Innenwiderstand der meisten bezahlbaren DMMs ist eh zu hoch zum Messen großer Ströme.


So mache ich es auch zumindest wenn die Treiber kein PWM haben. Wenn sie PWM haben braucht man eh teueres Equiptment. Wobei ich in Mods eh nur den LD-2 verbaue und der ist linear, deshalb reicht mir meine Strommesszange.


Mit freundlchen Grüßen
Nico
 

cloudbounce

Flashaholic
14 Februar 2015
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Heute ist mein 10 AWG (5,26mm²) Silikonkabel gekommen. Da werde ich mir ein paar schöne Messleitungen basteln. So 25 oder 33 cm lang.

Djozz hat ja ein Video über vier Arten den Strom zu messen gemacht:

Interessant ist die Idee über den Spannungsabfall in der Messleitung den Strom zu ermitteln. So kann man auch mit billig Multimetern hohe Ströme messen.
Dazu gibt es auch einen Thread im BLF:
http://budgetlightforum.com/node/30693

Wenn man den Strom über die Tailcap wissen will, ist es am einfachsten statt dem Batterierohr die Messleitung zwischen Kopf und Tailcap zu klemmen. Zumindest bei Lampen wo das möglich ist.
Alternativ könnte man auch nur die Tailcap an ein Netzteil hängen und den Widerstand der Tailcap über den Spannungsabfall bestimmen.
 

mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
So, mit meiner Zangenamperemeter-Messmethode komme ich bei der SC600MkIII gegen Ende der Akkukapazität auf 5,95A. (Mit draufgeschrauber Tailcap.)

Gemessen habe ich mit einem Sanyo -GA Akku, mit 3500mAh.

Wenn der Akku voll ist, wird der Akku mit 4,3A belastet.

Dann habe ich einen vollen Akku genommen, und ihn mit einem Ladegerät mit einem Strom von 1A für 2,5 Stunden entladen (also 2500mAh entladen), so dass der Akku noch ca. 1000mAh Restkapazität haben sollte. Der Akku war danach im Leerlauf runter auf 3.51V.

Mit diesem Akku leistet die SC600MkIII noch die volle Helligkeit (verglichen mit dem vollen Akku, und gemessen mit einem Luxmeter), und zieht dabei die genannten 5,95A aus dem Akku. Gegen Akkuende (kurz bevor die SC600MkIII einen großen Step-Down macht) werden dann tatsächlich die 6A erreicht (und die fließen dann tatsächlich auch durch die Tailcap).

6A scheint für die Lampe die "magische Grenze" zu sein. Sobald sie mehr als 6A ziehen müßte, um auf die erforderliche Leistung zu kommen, schaltet die Lampe runter auf ein Notlicht.

Bei Lampen, die ähnlich gut geregelt sind, sollte man Strommessungen auch mal mit (fast) leeren Akkus machen, wenn man die maximale Stromaufnahme einer Lampe messen will. Mit vollen Akkus ist die Strombelastung niedriger.

Viele Grüße,
Markus
 
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light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
einem Sanyo -GA mit 3500mAh bei ausreichender Kühlung 41 Minuten durchläuft ohne messbaren Helligkeitsabfall
Das ist ja schon mal was. Auf die 41 Minuten komme ich auch, aber ob die Helligkeit dabei konstant bleibt, kann ich mangels Messgerät nicht sagen. Wenn sie es tut, gehe ich auch ohne weitere Messung von konstanter Leistungsaufnahme aus, was zwangsläufig steigenden Strom bei leerer werdendem Akku bedeutet.

Stromzange ist die einzig zuverlässige Möglichkeit, den Strom zu messen, ohne komplett Mist zu messen. Eine umgebaute Tailcap würde schon genügen. Leider habe ich keine entbehrliche passende Tailcap.
 
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