Frohes neues Jahr Euch allen,
auch, wenn es aktuell leider gar nicht so froh ist.
Hier im Forum gibt es ja fast zu jeder Lampe interessante und nützliche Infos zu lesen, nur bei Feilong ist die Reviewdichte m.M.n. recht dürftig.
Da ich seit über einem halben Jahr glücklicherweise über eine Dauerleihgabe einer Feilong mit Kaufoption aus privater Hand verfüge, wollte ich Euch diese nicht vorenthalten, zumal ich die Lampe im Alltagsbetrieb ohne zeitlichen Stress hier bei mir zu Hause in aller Ruhe testen kann.


Es handelt sich um die FL-MS 2010 2D80 CSM360 von FeiLong /Flydragon in der kompletten Ausstattungsvariante.

Diese gibt es schon einige Jahre auf dem Markt, sie ist also keine Neuheit, aber mangels eines deutschen Vertriebes hierzulande wohl eher eine Seltenheit.
Die Bezeichnung bedeutet sinngemäß, dass die Lampe der Baureihe 2010 entstammt und mit einem auf 80mm geöffneten OP-Reflektorkopf geliefert wird, der von einer CSM360 - LED mit Licht bestrahlt wird.

Hinter der Bezeichnung CSM 360 verbirgt sich ein Verbund von 4 SST-90 LEDs in einer MCE-ähnlichen Anordnung, wodurch das Lichtbild dem eines single-dies sehr ähnlich wird, zumindest bei Entfernungen ab ca. 2,5m.

Größenvergleich mit der X-21RC-D:


Im Maximum vermag diese LED bis zu 100 Watt zu konsumieren, welche von ihr in einen Lichtstrom von maximal 6500lm umgewandelt werden können.
Lieferumfang:
1x Batterierohr für 2x 32650 / 6x 18650
1x Batterierohrverlängerung 1x 32650 / 3x 18650
1x 2D Batterierohradapter mit 12V Anschlussbuchse
1x 12V Bordnetzstecker Car
1x 240V / 12V Netzteil
1x Ladeschale für 3x 32650 / 6x 18650 mit LED - Indikatoren
1x Kaltgerätenetzkabel 240V
3x 32650 6000mAh Li-Ion - Akkus
1x 80mm OP-Reflektorkopf - schraubbar, mit Frontglasscheibe
1x Glaskollimatorlinsenkopf - schraub - und fokussierbar / defokussierbar
1x Laynyard
1x Dose mit Gewindefett
1x Ersatzdichtung pro verbauter Dichtung
1x Bedienungsanleitung
2x Tragebügel / Andockmöglichkeit für Laynyard
1x Transportkoffer
Die Lampe:
Erhältlich ist sie in Siber (HAII - Anodisierung) und Schwarz (HAIII - Anodisierung). Aufgrund des schraubbaren Wechselkopfes ist sie in keiner Ausführung wasserdicht. Gegen Spritzwasser wie z.B. leichten Nieselregen ist sie aber immun.

Die Lampe ist voll zerlegbar, die LED (Der LED - Verbund CSM 360) beispielsweise wird auf einer einschraubbaren Pill geliefert, die auf Wunsch gegen eine mit 9x XML getauscht werden kann. Das schafft Raum für eventuelle zukünftige Modifikationen.

Die mechanische Verarbeitung der Lampe (Gehäuse, Köpfe, Gewinde, Batterierohre) ist tadellos, und am Material wurde in keinster Weise gespart.




Die Feilong erweist sich in puncto Energieversorgung als äußerst flexibel:
Sie ist nicht nur mit 3x 32650 / 9x 18650 betreibbar, sondern ebenso mittels mitgeliefertem Netzteil am heimischen 240V-Netz, sowie an sämtlichen 12V Spannungsquellen, z.B. Auto, Power-Station, Bleiakkus, etc.


Bei kabelgebundenem Betrieb wird die Batterieverlängerung durch den silbernen Plastikeinsatz ersetzt, der die Lampe zum hinteren Ende hin abschließt.

Netzteil und Ladeschale regenerieren bei Bedarf die im Lieferumfang befindlichen 32650er, von denen man sich am besten noch einige Sätze dazubestellen sollte, wenn man die Lampe im mobilen Einsatz mit höherer Lichtleistung über längere Zeit hinweg benutzen möchte.


Schließlich zieht sie unmittelbar nach dem Einschalten bis zu 8,5A aus den Zellen, wobei eine temperaturüberwachende Regelung diesen Wert innerhalb einer Minute auf ca. 7A Dauerbelastung einpegeln soll. Bei Überschreitung einer Betriebstemperatur von 55°C greift diese Regelung angeblich ebenfalls und reduziert die Bestromung der LED soweit, dass die Temperatur nicht weiter ansteigt.
Ich habe die Lampe schon mehrmals bei bis zu 20-minütigem durchgängigem Dauerbetrieb auf höchster Stufe genutzt und konnte währenddessen keine visuelle Abnahme der Helligkeit feststellen.
Besonders lange Einsatzzeitspannen sind mit einem einzigen Akkusatz - bestehend aus 3x 32650 mit je 6000mAh - nicht zu erzielen, zumindest nicht auf maximaler Helligkeit. Eine halbe Stunde würde ich mit Blick auf die Akkulebensdauer dabei nicht überschreiten wollen. Ohnehin käme dafür ausschließlich der Reflektorkopf in Frage, da der Collikopf sich aufgrund seiner wenigen Kühlrippen doch zu schnell zu stark erwärmt.
Man muss allerdings nicht immer auf maximaler Helligkeit leuchten, insgesamt beherrscht die Lampe 5 Helligkeitsmodes - 100 - 80 - 40 - 30 - 5%, schaltbar mit dem Magnetdrehschalter direkt hinter dem Lampenkopf.
Diesen kann man vor- und zurückdrehen, je nach Bewegungsrichtung und Art / Schnelligkeit der Schalterbewegung gelangt man in diverse Blinkmodes, beacon und Dimmfunktionen inclusive.
Collikopf in Fokusstellung:

Der Schaltring gleitet ausschließlich auf 2 Dichtungsgummis. Diese werden dabei stark in Mitleidenschaft gezogen (Dehnung / Stauchung).

Besonders bei Verwendung des Collikopfes in fokussierter Stellung ist Vorsicht angebracht, denn der Kopf zieht den Schaltring mit zum kopfseitigen Lampenende, da kann ein Gummi schon einmal frei liegen, beim Defokussieren kann er dann durch Überdehnung reißen.
Hier herrscht unbedingt Verbesserungsbedarf.
Ich habe mir aufgrund einer überdehnten und somit nicht mehr verwendbaren Dichtung vorübergehend mit etwas blauem Isoband geholfen. Mittlerweile ist die Dichtung durch eine neue ausgetauscht.
Am Schalter befindet sich auch der Bügel zur Befestigung des Laynyards, dessen anderes Ende am voll tailstandfähigen Lampenende sicheren Halt findet.
Alternativ kann er direkt an einer der Ösen des Lampenkopfes befestigt werden.
Wärend die Kollimatorlinse durch recht langwieriges Vor- und Zurückschrauben über einen Fokussierweg von gut 2,5 cm volle Fokussierbarkeit erreicht, handelt es sich bei dem OP-Reflektor um eine Fix-Fokus - Konstruktion mit recht floodiger Abstrahlcharakteristik.
Der Kolli bietet defokussiert eine völlig gleichmäßige, großflächige Ausleuchtung so wie eine saubere Abbildung des LED - Chips in fokussierter Stellung.
Im Folgenden wird aus ca. 2m Wandabstand defokussiert, die schwarzen Balken im Lichtbild sind visuell nicht sichtbar und der Tatsache geschuldet, dass die Lampe in den niedrigen modes den Lichtstrom leicht pulst:






Aus 1m Entfernung voll defokussiert:

Zum Vergleich die X-21RC-D:

Nun aus gleicher Distanz mit OP-Reflektorkopf:

Das Zubehör:
Koffer:
In der Ausführung einem kleinen Elektrowerkzeugkoffer sehr ähnlich, aus Plastik, qualitativ eher bescheiden, aber brauchbar.
Ladeschale:
Von der Verwendung der Ladeschale kann ich persönlich nur abraten, zumindest den usern, die - genau wie ich - nicht immr in der Lage sind, alle Akkus polrichtig einzulegen. Nach dem Einschalten der Ladeschale verabschiedete sich der Schacht mit falsch eingelegtem Akku sofort mit kräftigem Abrauchen der Ladeelektronik.
Darauf wird allerdings in der Betriebsanleitung ausdrücklich hingewiesen.
240V Netzteil und 12V Adapter:
Für stationären Dauerbetrieb ideal, wobei ich die Lampe bisher stationär ausschließlich am Stromnetz betrieben habe. Der 12V Adapter wäre noch zu testen. Dazu hatte ich bisher noch keine Gelegenheit.
3x Feilong 32650 6000mAh:
Die Akkus sind recht laststabil und halten die maximale Stromentnahme von bis zu 8,5A problemlos aus.
Da die mitgelieferte Ladeschale aufgrund meines eigenen Fehlers die Grätsche gemacht hat, lade ich sie nun nach jedem Einsatz mit meinem Trustfire TR 008 3-Schacht-Lader regelmäßig wieder auf.
Bei Erreichen einer Zellenspannung von je 4,16V beendet dieser Lader den Ladevorgang, wobei die Zellen bedenkenlos mehrer Tage im Lader verbleiben können, die Zellspannung steigt nicht weiter an.
Laynyard:
Das Gurtmaterial ist m.E. unterer Durchschnitt, das kann z.B. LL bei dem Laynyard der X-21R besser, aber die Karabiner zur Befestigung an der Lampe sind allererste Sahne. Im Gegensatz zu dem eben erwähnten Laynyard können sich diese nicht von selber von der Lampe verabschieden, was mir bei meinen X-21 schon des öfteren passiert ist.
Gewindefett:
Transparent, gute Schmierung auch bei sparsamer Verwendung.
Kollikopf:
Ausgerüstet mit 70mm Glaslinse in sehr starker asphärischer Ausformung, voll zerlegbar.
Das Glas ist frei von Lufteinschlüssen und dergl..
Begeben wir uns nun mit einem kleinen Lampenensemble nach draußen.
Um die Feilong einschätzen zu können, habe ich neben der X-21RC-D noch eine X-21R und eine Jetbeam RRT-3 in Standardausführung hinzugezogen.
Die Distanz vom Lampenstandort bis zu den Tannen beträgt rund 60m.
Belichtet wurde durchgängig nach Test 1sec. bei ISO 1600, um einen möglichst realen Bildeindruck zu erzielen.
28mm Brennweite FX, Farbtemp. 5560K
Die Bilder sind im letzten Sommer entstanden. So handelt es sich bei den Leuchtspuren in einigen Bildern nicht etwa um Silvesterknaller, sondern um nachtfliegende Insekten.
Leider war die Dämmerung noch nicht ganz abgeschlossen, zeitlich ging es aber nicht anders.
Alle Lampen auf max.
MS 2010, Kollimator, Fokus zu Defokus:




X-21R fokussiert:

Noch einmal die Feilong mit fokussiertem Kollimator:

X-21RC-D fokussiert:

X-21RC-D defokussiert:

Feilong defokussiert:

X-21R defokussiert:

RRT-3 XML:

Feilong OP-Reflektor:

X-21RC-D defokussiert:

X-21R defokussiert:

X-21RC-D fokussiert:

Feilong OP-Reflektor:

X-21R fokussiert:

Die vom Hersteller angegebenen 6500lm scheinen zuzutreffen.
Meine seriellen X-21R und RRT-3 XML rangieren jedenfalls in puncto Helligkeit schlichtweg weit abgeschlagen, auch die schon erheblich leistungsfähigere X-21RC-D kommt m.E. nicht ganz an die Lichtleistung der Feilong heran. Lediglich in puncto Reichweite dürfte die serielle X-21R an den Mitbewerbern klar vorbeiziehen.
Weitere Informationen zur Lampe gibt es unter anderem hier: Feilong
Ich plane eine aussagekräftigere 2.Beamshotserie bei abgeschlossener Dämmerung in Dormagen an der Pi-Wipp.
Dort gibt es schöne Beamshotstrecken mit einer Länge von ca. 200-500m. Außerdem ist das Gelände vielen Forumiten gut bekannt, was den Wert der Beamshots erhöhen dürfte.
Es kann allerdings noch dauern.
Bis dahin,
Gruß
Roland
auch, wenn es aktuell leider gar nicht so froh ist.
Hier im Forum gibt es ja fast zu jeder Lampe interessante und nützliche Infos zu lesen, nur bei Feilong ist die Reviewdichte m.M.n. recht dürftig.
Da ich seit über einem halben Jahr glücklicherweise über eine Dauerleihgabe einer Feilong mit Kaufoption aus privater Hand verfüge, wollte ich Euch diese nicht vorenthalten, zumal ich die Lampe im Alltagsbetrieb ohne zeitlichen Stress hier bei mir zu Hause in aller Ruhe testen kann.


Es handelt sich um die FL-MS 2010 2D80 CSM360 von FeiLong /Flydragon in der kompletten Ausstattungsvariante.

Diese gibt es schon einige Jahre auf dem Markt, sie ist also keine Neuheit, aber mangels eines deutschen Vertriebes hierzulande wohl eher eine Seltenheit.
Die Bezeichnung bedeutet sinngemäß, dass die Lampe der Baureihe 2010 entstammt und mit einem auf 80mm geöffneten OP-Reflektorkopf geliefert wird, der von einer CSM360 - LED mit Licht bestrahlt wird.

Hinter der Bezeichnung CSM 360 verbirgt sich ein Verbund von 4 SST-90 LEDs in einer MCE-ähnlichen Anordnung, wodurch das Lichtbild dem eines single-dies sehr ähnlich wird, zumindest bei Entfernungen ab ca. 2,5m.

Größenvergleich mit der X-21RC-D:


Im Maximum vermag diese LED bis zu 100 Watt zu konsumieren, welche von ihr in einen Lichtstrom von maximal 6500lm umgewandelt werden können.
Lieferumfang:
1x Batterierohr für 2x 32650 / 6x 18650
1x Batterierohrverlängerung 1x 32650 / 3x 18650
1x 2D Batterierohradapter mit 12V Anschlussbuchse
1x 12V Bordnetzstecker Car
1x 240V / 12V Netzteil
1x Ladeschale für 3x 32650 / 6x 18650 mit LED - Indikatoren
1x Kaltgerätenetzkabel 240V
3x 32650 6000mAh Li-Ion - Akkus
1x 80mm OP-Reflektorkopf - schraubbar, mit Frontglasscheibe
1x Glaskollimatorlinsenkopf - schraub - und fokussierbar / defokussierbar
1x Laynyard
1x Dose mit Gewindefett
1x Ersatzdichtung pro verbauter Dichtung
1x Bedienungsanleitung
2x Tragebügel / Andockmöglichkeit für Laynyard
1x Transportkoffer
Die Lampe:
Erhältlich ist sie in Siber (HAII - Anodisierung) und Schwarz (HAIII - Anodisierung). Aufgrund des schraubbaren Wechselkopfes ist sie in keiner Ausführung wasserdicht. Gegen Spritzwasser wie z.B. leichten Nieselregen ist sie aber immun.

Die Lampe ist voll zerlegbar, die LED (Der LED - Verbund CSM 360) beispielsweise wird auf einer einschraubbaren Pill geliefert, die auf Wunsch gegen eine mit 9x XML getauscht werden kann. Das schafft Raum für eventuelle zukünftige Modifikationen.

Die mechanische Verarbeitung der Lampe (Gehäuse, Köpfe, Gewinde, Batterierohre) ist tadellos, und am Material wurde in keinster Weise gespart.




Die Feilong erweist sich in puncto Energieversorgung als äußerst flexibel:
Sie ist nicht nur mit 3x 32650 / 9x 18650 betreibbar, sondern ebenso mittels mitgeliefertem Netzteil am heimischen 240V-Netz, sowie an sämtlichen 12V Spannungsquellen, z.B. Auto, Power-Station, Bleiakkus, etc.


Bei kabelgebundenem Betrieb wird die Batterieverlängerung durch den silbernen Plastikeinsatz ersetzt, der die Lampe zum hinteren Ende hin abschließt.

Netzteil und Ladeschale regenerieren bei Bedarf die im Lieferumfang befindlichen 32650er, von denen man sich am besten noch einige Sätze dazubestellen sollte, wenn man die Lampe im mobilen Einsatz mit höherer Lichtleistung über längere Zeit hinweg benutzen möchte.


Schließlich zieht sie unmittelbar nach dem Einschalten bis zu 8,5A aus den Zellen, wobei eine temperaturüberwachende Regelung diesen Wert innerhalb einer Minute auf ca. 7A Dauerbelastung einpegeln soll. Bei Überschreitung einer Betriebstemperatur von 55°C greift diese Regelung angeblich ebenfalls und reduziert die Bestromung der LED soweit, dass die Temperatur nicht weiter ansteigt.
Ich habe die Lampe schon mehrmals bei bis zu 20-minütigem durchgängigem Dauerbetrieb auf höchster Stufe genutzt und konnte währenddessen keine visuelle Abnahme der Helligkeit feststellen.
Besonders lange Einsatzzeitspannen sind mit einem einzigen Akkusatz - bestehend aus 3x 32650 mit je 6000mAh - nicht zu erzielen, zumindest nicht auf maximaler Helligkeit. Eine halbe Stunde würde ich mit Blick auf die Akkulebensdauer dabei nicht überschreiten wollen. Ohnehin käme dafür ausschließlich der Reflektorkopf in Frage, da der Collikopf sich aufgrund seiner wenigen Kühlrippen doch zu schnell zu stark erwärmt.
Man muss allerdings nicht immer auf maximaler Helligkeit leuchten, insgesamt beherrscht die Lampe 5 Helligkeitsmodes - 100 - 80 - 40 - 30 - 5%, schaltbar mit dem Magnetdrehschalter direkt hinter dem Lampenkopf.
Diesen kann man vor- und zurückdrehen, je nach Bewegungsrichtung und Art / Schnelligkeit der Schalterbewegung gelangt man in diverse Blinkmodes, beacon und Dimmfunktionen inclusive.
Collikopf in Fokusstellung:

Der Schaltring gleitet ausschließlich auf 2 Dichtungsgummis. Diese werden dabei stark in Mitleidenschaft gezogen (Dehnung / Stauchung).

Besonders bei Verwendung des Collikopfes in fokussierter Stellung ist Vorsicht angebracht, denn der Kopf zieht den Schaltring mit zum kopfseitigen Lampenende, da kann ein Gummi schon einmal frei liegen, beim Defokussieren kann er dann durch Überdehnung reißen.
Hier herrscht unbedingt Verbesserungsbedarf.
Ich habe mir aufgrund einer überdehnten und somit nicht mehr verwendbaren Dichtung vorübergehend mit etwas blauem Isoband geholfen. Mittlerweile ist die Dichtung durch eine neue ausgetauscht.
Am Schalter befindet sich auch der Bügel zur Befestigung des Laynyards, dessen anderes Ende am voll tailstandfähigen Lampenende sicheren Halt findet.
Alternativ kann er direkt an einer der Ösen des Lampenkopfes befestigt werden.
Wärend die Kollimatorlinse durch recht langwieriges Vor- und Zurückschrauben über einen Fokussierweg von gut 2,5 cm volle Fokussierbarkeit erreicht, handelt es sich bei dem OP-Reflektor um eine Fix-Fokus - Konstruktion mit recht floodiger Abstrahlcharakteristik.
Der Kolli bietet defokussiert eine völlig gleichmäßige, großflächige Ausleuchtung so wie eine saubere Abbildung des LED - Chips in fokussierter Stellung.
Im Folgenden wird aus ca. 2m Wandabstand defokussiert, die schwarzen Balken im Lichtbild sind visuell nicht sichtbar und der Tatsache geschuldet, dass die Lampe in den niedrigen modes den Lichtstrom leicht pulst:






Aus 1m Entfernung voll defokussiert:

Zum Vergleich die X-21RC-D:

Nun aus gleicher Distanz mit OP-Reflektorkopf:

Das Zubehör:
Koffer:
In der Ausführung einem kleinen Elektrowerkzeugkoffer sehr ähnlich, aus Plastik, qualitativ eher bescheiden, aber brauchbar.
Ladeschale:
Von der Verwendung der Ladeschale kann ich persönlich nur abraten, zumindest den usern, die - genau wie ich - nicht immr in der Lage sind, alle Akkus polrichtig einzulegen. Nach dem Einschalten der Ladeschale verabschiedete sich der Schacht mit falsch eingelegtem Akku sofort mit kräftigem Abrauchen der Ladeelektronik.
Darauf wird allerdings in der Betriebsanleitung ausdrücklich hingewiesen.
240V Netzteil und 12V Adapter:
Für stationären Dauerbetrieb ideal, wobei ich die Lampe bisher stationär ausschließlich am Stromnetz betrieben habe. Der 12V Adapter wäre noch zu testen. Dazu hatte ich bisher noch keine Gelegenheit.
3x Feilong 32650 6000mAh:
Die Akkus sind recht laststabil und halten die maximale Stromentnahme von bis zu 8,5A problemlos aus.
Da die mitgelieferte Ladeschale aufgrund meines eigenen Fehlers die Grätsche gemacht hat, lade ich sie nun nach jedem Einsatz mit meinem Trustfire TR 008 3-Schacht-Lader regelmäßig wieder auf.
Bei Erreichen einer Zellenspannung von je 4,16V beendet dieser Lader den Ladevorgang, wobei die Zellen bedenkenlos mehrer Tage im Lader verbleiben können, die Zellspannung steigt nicht weiter an.
Laynyard:
Das Gurtmaterial ist m.E. unterer Durchschnitt, das kann z.B. LL bei dem Laynyard der X-21R besser, aber die Karabiner zur Befestigung an der Lampe sind allererste Sahne. Im Gegensatz zu dem eben erwähnten Laynyard können sich diese nicht von selber von der Lampe verabschieden, was mir bei meinen X-21 schon des öfteren passiert ist.
Gewindefett:
Transparent, gute Schmierung auch bei sparsamer Verwendung.
Kollikopf:
Ausgerüstet mit 70mm Glaslinse in sehr starker asphärischer Ausformung, voll zerlegbar.
Das Glas ist frei von Lufteinschlüssen und dergl..
Begeben wir uns nun mit einem kleinen Lampenensemble nach draußen.
Um die Feilong einschätzen zu können, habe ich neben der X-21RC-D noch eine X-21R und eine Jetbeam RRT-3 in Standardausführung hinzugezogen.
Die Distanz vom Lampenstandort bis zu den Tannen beträgt rund 60m.
Belichtet wurde durchgängig nach Test 1sec. bei ISO 1600, um einen möglichst realen Bildeindruck zu erzielen.
28mm Brennweite FX, Farbtemp. 5560K
Die Bilder sind im letzten Sommer entstanden. So handelt es sich bei den Leuchtspuren in einigen Bildern nicht etwa um Silvesterknaller, sondern um nachtfliegende Insekten.
Leider war die Dämmerung noch nicht ganz abgeschlossen, zeitlich ging es aber nicht anders.
Alle Lampen auf max.
MS 2010, Kollimator, Fokus zu Defokus:




X-21R fokussiert:

Noch einmal die Feilong mit fokussiertem Kollimator:

X-21RC-D fokussiert:

X-21RC-D defokussiert:

Feilong defokussiert:

X-21R defokussiert:

RRT-3 XML:

Feilong OP-Reflektor:

X-21RC-D defokussiert:

X-21R defokussiert:

X-21RC-D fokussiert:

Feilong OP-Reflektor:

X-21R fokussiert:

Die vom Hersteller angegebenen 6500lm scheinen zuzutreffen.
Meine seriellen X-21R und RRT-3 XML rangieren jedenfalls in puncto Helligkeit schlichtweg weit abgeschlagen, auch die schon erheblich leistungsfähigere X-21RC-D kommt m.E. nicht ganz an die Lichtleistung der Feilong heran. Lediglich in puncto Reichweite dürfte die serielle X-21R an den Mitbewerbern klar vorbeiziehen.
Weitere Informationen zur Lampe gibt es unter anderem hier: Feilong
Ich plane eine aussagekräftigere 2.Beamshotserie bei abgeschlossener Dämmerung in Dormagen an der Pi-Wipp.
Dort gibt es schöne Beamshotstrecken mit einer Länge von ca. 200-500m. Außerdem ist das Gelände vielen Forumiten gut bekannt, was den Wert der Beamshots erhöhen dürfte.
Es kann allerdings noch dauern.
Bis dahin,
Gruß
Roland