Eure Erfahrungen mit LED-Taschenlampen und Langlebigkeit...

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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Moin. :)

Ich möchte an dieser Stelle mal einen Thread ins Leben rufen, in dem es gezielt um eure Erfahrungen über die Lebensdauer eurer LED-TaLas geht. :)

Welche Lampen haben euch positiv überrascht, leben / lebten selbst nach 10, 15 oder gar 20 Jahren trotz häufiger bis täglicher Nutzung immer noch und verrichten / verrichteten zuverlässig ihren Dienst?

Welche Lampen gingen schon nach recht kurzer Zeit kaputt, obwohl ihr euch deutlich mehr davon versprochen habt und wurden damit zu einer Enttäuschung für euch?

Wie gestaltete sich eine eventuelle Reparatur von Lampen, die euch sehr ans Herz gewachsen sind / waren und wo dann einfach auch der eventuelle Einsatz von rel. viel Geld notwendig ist / war?

Auch teure und hochwertige Lampen können kaputtgehen, auch wirklich günstige Lampen für 5-10€ können ja durchaus auch viele, viele Jahre halten und sehr verlässlich ihren Dienst tun. :)

Was erwarte ich von diesem Thread?
Dies soll ein gemütlicher Thread mit informativen Inhalten werden. Erwartungen an Ergebnisse habe ich eigentlich keine, ich bin einfach gespannt, was ihr so zu berichten habt - positiv wie negativ.
Ich möchte allerdings darum bitten, dass hier nicht gezielt auf irgendwelche Hersteller geschossen wird. Mir geht es lediglich um die Erfahrungen, nicht um Diskussionen wie "Der Hersteller XY ist aber besonders gut und der Hersteller ZZ ist besonders schlecht". Auch soll der Thread nicht auf Qualitätsunterschiede abzielen, ansonsten bin ich völlig offen dafür, was ihr so zu berichten habt. :)


Ich fange dann einmal an.
Meine älteste, mir bewusste LED-Lampe ist die Maglite XL100.
Die erste in schwarz habe ich mir vor...weiß Gott wie viele Jahre das her ist...geholt. :) Sie lag Ewigkeiten in der Schublade, weil sie sich im Holster auf der Arbeit immer selbst eingeschaltet und die Batterien entleert hat.
Aber sie läuft heute noch.
Die zweite XL100 habe ich mir vor 3-4 Jahren mal für kleines Geld im Ausverkauf geholt, irgendwie ist sie ja auch cool. Auch sie läuft wie am Anfang.

Wirkliche Negativerfahrungen hatte ich bisher nur mit Billigprodukten wo dann die LEDs innerhalb weniger Monate ausfielen und mit den alten Modellen von Led Lenser, wo der Schiebefokus dann nach sehr kurzer Zeit IMMER ausgeleiert war und von alleine herunterrutschte, wenn man die Lampen auch nur ansatzweise etwas schräg nach unten hielt. Das führte so weit, dass ich diese Lampen dann gar nicht mehr benutzt habe und sich immer jemand fand, der sie auf der Arbeit haben wollte.

Positiv dagegen haben mich dann die neuen (2*AAA-)Modelle des selben Herstellers überrascht, wo der Fokus zum Drehen ist. Da leiert nichts aus. Die Lampen sind mir vielfach aus 1-2m Höhe auf den Beton geknallt ohne dass es da zu Ausfällen gekommen ist. Diese Lampen habe ich insgesamt über 3 Jahre benutzt. Eine der drei Lampen war Firmeneigentum und blieb bei Ausscheiden aus dem Unternehmen beim ehemaligen Arbeitgeber, 2 weitere waren Geschenke des selben Arbeitgebers. Eine verlor ich im Mai diesen Jahres im Gelände, die zweite habe ich guten Herzens an einen guten Freund verschenkt, der bisher leider nur Billiglampen gewohnt war. Der Verlust der ersten der beiden Lampen im Mai war übrigens letzten Endes der Auslöser dafür, dass ich mich wieder tief ins Thema LED-TaLas gestürzt habe. Da fing dann das Fieber mit Zebralight an, weil ich mich an die Lampen noch aus der fernen Vergangenheit (müsste 2007 oder 2008 gewesen sein, wo ich durch das Thema Taschenmesser zum ersten Mal auf diese Lampen aufmerksam wurde).:)

Da ich ja erst vor einigen Monaten erst wieder tiefer in das Thema "LED-TaLas" eingestiegen bin, fehlen mir zu meinen sonstigen Lampen bisher leider noch viele Langzeiterfahrungen, da möchte ich jetzt nach knapp einem halben Jahr Maximum noch keine Urteile fällen bezüglich Langlebigkeit. :)
 
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Anekdoteles

Erleuchteter
25 Oktober 2022
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Ich setze mal etwas früher an. Meine erste Lampe bekam ich mit 4 Jahren. Eine Varta in Blechtechnik. Ich habe damit Unterwasser Leuchttests in der Badewanne gemacht, die auch erfolgreich waren. Am nächsten Morgen ging die Lampe dann nicht mehr. Diese Art von Lampen hielten immer nur ein paar Monate, dank billigster Kontakt- und Schaltermaterialien. Plastikmodelle waren oft spröde und insgesamt auch nicht viel besser. Spätestens nach 3 Jahren bekam man sie auch mit Klebeband nicht mehr zusammen gehalten.

Das änderte sich erst mit den Maglites.

Die erste LED TL war von Aldi (2011) und hielt 4 Monate. Die zweite ebenso, die dritte auch. Ab dann sind die Aldi Lampen nicht mehr kaputt gegangen und leben heute noch.
Eine Led Lenser P7 mit 4 AAA Batterien folgte 2011. Die Beschichtung ist zwar arg abgenutzt, aber sonst geht alles einwandfrei, auch der Schiebefokus.
Eine LL X21 folgte einen Monat später. Das war die mit der Strombegrenzung durch den Innenwiderstand der D-Zellen. Ich habe trotzdem NiMH Zellen rein getan. Der Schalter hat das dann nicht verkraftet und ich habe die Lampe auf Garantie getauscht.
Eine M7 Rx folgte 2013. Auch hier funktioniert alles perfekt, auch der Schiebefokus. Die Anodisierung ist schon stark abgegriffen. Das ist bei einer Fenix PD35 aus dem selben Jahr aber genau so.

Die weiteren Lampen sind erst neueren Datums, als mir plötzlich auffiel, dass ich ich schon lange keine Taschenlampe mehr gekauft habe...

Gruß Helmut
 

LED

Flashaholic**
19 März 2011
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Ich habe hier einen paar alte Schätzchen rumfliegen, die alle noch funktionieren.
Das älteste ist ein Surefire KL1 Kopf von 2003. Hier wurde vor 5 oder 6 Jahren mal die alte (natürlich noch funktionierende) LUX I gegen eine xp-g2 getauscht. Dann hab ich noch eine Longbow original Modul von 2005, welche zwar einen grausamen Tint hat aber auch noch tut. Im täglichen Nachttischeinsatz ist eine Surefire E1L mit KX1B Kopf von 2010.
 

Anekdoteles

Erleuchteter
25 Oktober 2022
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Im Stock Dusteren hat mich heute auf dem Friedhof eine Lampe am Fahrrad anlässlich Allerheiligen stehen lassen. Aus gegebener Erfahrung hatte ich noch zwei weitere Taschenlampen dabei. Zu Hause war ich dann gespannt, welcher "Kamerad" dafür verantwortlich zeichnete. Eine neun Jahre alte 18650 LED Lenser Zelle, die ich mit der M7RX zusammen gekauft hatte und die bis vor Kurzem sich völlig normal verhalten hatte. Jetzt ein Fall für die GRS Tonne...
Shame about here....

Gruß Helmut
 
  • Danke
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cuxhavener

Flashaholic***²
7 März 2010
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Ist zwar noch nicht so extrem alt, aber als robust hat sich bei mir die Acebeam L25A herausgestellt.
https://www.taschenlampen-forum.de/...cebeam-l25a-taktischer-taschen-thrower.36875/
  • robustes Gehäuse
  • stabiler Bezelring
  • Akku doppelt mit nicht zu kurzen Federn gefedert sowohl in Tailcap, als auch zur Treiberplatine, wichtig, das schont Lampe und Akku beim Sturz
  • Batterierohr mit ausreichend Spiel auch für dickere 18650er und durch die beiden langen Federn ist man auch in der Länge flexibel und weil die Lampe nicht so extrem hell ist, zieht sie auch nicht extrem viel Strom, sie ist insgesamt genügsam und kann mit jedem 18650er betrieben werden, sowohl was die Stromlieferfähigkeit, als auch was Abmessungsschwankungen in Länge und Durchmesser anbelangt
  • solider Schalter in der Tailcap
  • einfache Bedienung
  • keine enorme Lichtleistung, dafür aber gute Laufzeit auch in der hellsten Einstellung
  • ein Nachteil kann allerdings die sehr kalte Lichtfarbe der cw-Version sein

Im Zeitraum in dem ich diese Lampe habe, habe ich schon einige andere Lampen aussortiert, weil Probleme aufgetreten sind, z.B.:
  • Schalterdefekte
  • Treiberdefekte
  • probleme bei Akkubeschaffung, weil z.B. nur kurze Akkus ohne Schutzschaltung passen oder weil nur Hochstromzellen ohne Schutzschaltung verwendet werden können, die ich heute nicht mehr gerne nutze, möchte kein Feuer im Haus für eine TL riskieren
  • Stromverbrauch bei Nichtbenutzung
  • Akkukiller beim Sturz, weil keine gescheiten Federn

Gruß
Klaus
 
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KakophonieInMoll

Flashaholic**
27 Mai 2013
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Ja LED Lampen gehen per se nicht irgendwann kaputt. Ich hab auch so Surefire Gedöhns aus den frühen 200ern, tut noch. Auch meine uralte Ledlenser funktioniert noch. Das alte Glühobst funktioniert auch noch, sogar nach dem nächsten Atomkrieg... Da bin ich mir dann nicht mehr so sicher ob meine ach so tollen Uralt LED Funzeln noch Funzeln.

Ich hab auch weniger gute LED Lampen erfahren, aber die Hersteller sind auf meiner persönlichen Blacklist. Und inzwischen kommen auch nicht wirklich Lampen dazu. Ich warte noch auf die ultimative Lampe 2022.
 
  • Danke
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7 Oktober 2017
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Russia, Samara
Ich habe festgestellt, dass Taschenlampen (zumindest in meinen Händen), wenn sie in den ersten paar Wochen nicht kaputt gehen, bei normalem Gebrauch sehr lange halten. Sie können aber auch scheitern. Meist durch Stürze, Erschütterungen oder ins Wasser gefallen (ich schwimme gerne mit Laternen, das spart auch Strom, in der Badewanne fallen sie manchmal vom Regal, die Badewanne ist aus Gusseisen).

Ich hatte ungefähr 6 Probleme mit verschiedenen Lichtern.

1 - Titan-TL Eagletac brach am ersten Tag, an dem ich sie erhielt. Er hat eine Feder gebrochen. Die Inspektion ergab, dass es falsch gelagert wurde und die Feder im Inneren des Schalters rostig und in der Mitte gebrochen war. Die Firma schickte mir einen Ersatzschalter, er kam in 2,5 Monaten bei mir an (es war die Zeit des chinesischen Neujahrs, also ist die Zeit unter Berücksichtigung der Feiertage normal)

2 - JetBeam Jet-u funktionierte vorübergehend nicht mehr, nachdem sie aus einer Höhe von etwa 50 cm auf den Boden gefallen war. Ich habe es zerlegt, wieder zusammengebaut und es funktionierte wieder. Anscheinend verlor die eingewickelte Pille durch den Aufprall den Kontakt zum Körper, aber es handelte sich nicht um die Original-Taschenlampe, sondern um eine mit Hilfe von Nichia Optisolis 6500K modifizierte Version eines australischen Modders.

3 - Surefire A2 2003 mit quadratischem Körper. Ich denke, es kann wegen 3 LEDs als LED betrachtet werden? Es wurde sehr rege genutzt. Der Clip geht verloren, obwohl er in fast allen SFs aus schlechtem Metall ist, zu zerbrechlich. 2 der 3 Blütenblätter in der Strähne sind ausgefranst und herausgefallen. Ich musste den Schalter zerlegen und neue Antennen aus einem geeigneten Stück Metall löten. Von den 3 weißen LEDs wurden 2 viel dunkler und in einem schönen Moment explodierte 1 von ihnen und bedeckte den Reflektor im Inneren mit schwarzem Ruß. Der Reflektor wurde gelöscht. Die LEDs wurden durch einen Ring eines australischen Modders ersetzt, mit austauschbaren Dioden und einstellbarem Strom. Wie ich annehme, arbeiteten die Originaldioden unter mehr Strom als wünschenswert + starke Erwärmung durch die Lampe und schlechte Kühlung.

4 - SF U2 Ultra Version 140 lm ~ 2009, und irgendwann ging es einfach aus. Es wurde sehr rege genutzt. Wurde an SF geschickt und sie haben einen Ersatz geschickt. Wie sie erklärten, war es ein Element im Treiber, das einfach fehlschlug. Aber sie haben es nicht näher erklärt, also kann ich den genauen Grund nicht sagen.

5 - Die LED-Taschenlampe in einem Kunststoffgehäuse mit Netzladung und 5 Stück 3-mm-LEDs fiel allmählich über einen Zeitraum von 5 Jahren aus. Zuerst begann der Schiebeschalter schlecht zu funktionieren. Außerdem wurde die Betriebszeit stark verkürzt. Dann wurden die eingebauten Nickel-Cadmium-Akkus ausgetauscht. Dann starb seine eingebaute Aufladung aus dem 220-V-Netz. Anschließend landete es auf Deponien und im Recycling.

6 - Alte Metalllampe Arc AAA ~2007. Durch den Sturz löste sich die Induktorspule von der Platine. Vielleicht gab es einen starken Schlag oder sie war an sich vom Alter her zerbrechlich. Mit Hilfe von Leuten aus dem Forum wurde eine passende Spule ausgewählt und eingelötet. Jetzt leuchtet die Taschenlampe wieder gut :)