Entscheidungshilfe DMM Kauf

Black Forest

Flashaholic*
30 November 2015
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Ich möchte mir ein Multimeter kaufen und bin mir nicht sicher welches Gerät. Macht eine Batterietest-Funktion auch bei Lithium-Ionen Akkus Sinn oder darf diese angewendet werden?

Die günstigen DMM “Peaktech 1035“ und “UNI-T UT90 A“ haben diese Funktion.
Bisher habe ich hier gelesen, dass an einem 18650 Akku die Leerlaufspannung gemessen wird, um u.a. die verbleibende Ladung abzuschätzen. Wäre dafür eine Messung mit der 9V Einstellung hilfreich?

Ein weiteres Kriterium ist die Genauigkeit. Die beiden o.g. Geräte haben eine Genauigkeit von +-0,5% +2 Digits. Im Messbreich bis 20V wären das bei gemessenen 4,20V eine (mögliche) Abweichung von 0,04V. Wenn ich nicht falsch liege ist der Wert im grünen Bereich?

Zu Auswahl stehen noch das UT61 C und Peaktech 2025. Beide lösen bis 0,001V auf (6000 Counts) und haben eine Genauigkeit von +-0,022 bzw. 0,025V bei 4,20V. Zusätzlich bieten sie die Funktion Autorange und Temperatur aber keinen Batterietest.

Welches Multimeter davon könnt ihr mir empfehlen?
 

balloonix

Flashaholic**
18 Juli 2012
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Waldachtal im Schwarzwald
Vergeß den Batterietest. Der ist auf Alkalizellen ausgelegt. LiIon verhalten sich anders, da bekommst du kaum eine brauchbare Aussage mit der eingebauten Batterietestfunktion.

Mein Tip ist UT-61, da gibt es viel Multimeter für einen moderaten Preis. Dazu noch eine optische Schnittstelle (zumindest bei einnigen UT-61 Versionen) und die kann viel Freude machen. Die mitgelieferte Software ist zwar eher bescheiden, aber es gibt auch Freeware mit der man einiges machen kann. Oder Profilab, eine grafische Software, mit der man viele Aufgaben erledigen kann. So z.B. Lade- und Entladekurven mitloggen oder externe Geräte Steuern um so schnell was aufzubauen, was z.B. einen Akku mehrmals hintereinander lädt und entlädt und die Daten erfaßt.
 

Black Forest

Flashaholic*
30 November 2015
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Hallo balloonix,

mir scheint das UT61 ein sehr interessantes Gerät zu sein. Das Peaktech ähnelt dem UNI Trend in den Funktionen und Eigenschaften, u.a. hat es auch eine USB Schnittstelle, wobei ich diese erstmal nicht brauche. Das Peaktech wird mit zwei 1,5V AAA anstatt 9V Blockbatterie betrieben, d.h. es ist etwas günstiger in den Betriebskosten.

In dem Thread “voltameter oder multimeter?“ habe ich noch folgendes gefunden.
Wenn ich mein PeakTech 2025 mit meinem Fluke 189 Vergleiche kommt dies recht genau an das Fluke heran.
Somit wird es hoffentlich ein vergleichbar gutes DMM wie das UT61 C sein. Ich bestelle jetzt das Peaktech 2025 und berichte dann von meinen Eindrücken.

@heba
Danke für den Hinweis.

Gruß Stefan
 

balloonix

Flashaholic**
18 Juli 2012
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Waldachtal im Schwarzwald
Bei den Betriebskosten spielt auch der Stromverbrauch eine Rolle, da könne sich Geräte um Zehnerpotenzen unterscheiden. Ich habe mal Anwendungen gehabt, bei dem ein Multimeter lange Zeit eingeschaltet war. Da habe ich vorher die Stromaufnahme meiner Geräte gemessen und as mit der nierigsten Stromaufnahme genommen. Es war das UT61. Und das war so wenig, das die Kosten für Batterien auch bei häufigem Gebrauch nicht ins Gewicht fallen dürften.

Ich habe von Peaktech 2 Geräte. Ein Milliohmmeter und ein Isolationsmeßgerät. Mit beiden kann man so einigermaßen messen, aber die Verarbeitungsqualität ist ziemlich schlecht. Das fängt beim Gehäuse an, da ist alles nicht so wirklich passgenau, der Drehschalter wirkt schwergängig und hakelig. Das Gehäuse bei den Peaktech Geräten ist relativ leicht zerbrechlich und die Scheibe vom Display sehr kratzempfindlich. Beim Peaktech kannst du davon ausgehen, dass es einen Sturz vom Tisch nicht schadlos übersteht.

Das UT61 und auch andere Geräte von UniTech, die ich habe, machen einen erheblich besseren Eindruck. Der Drehschalter ist leichtgängig und rastet Präzise, die Gehäuse sind schlagfest, die können auch mal runter fallen und die Scheiben sind recht kratzfest. Bei ansonsten gleichen Daten würde ich mir selbst dann noch ein Uni-Tech Gerät kaufen, wenn es 20 oder 30 EUR mehr kostet.
 
  • Danke
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Black Forest

Flashaholic*
30 November 2015
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Na gut, ich werde mich überraschen lassen. Von den Spezifikationen nehmen sich die Geräte nicht viel. Optik und Haptik kann ich mangels einer Vergleichsmöglichkeit nicht beurteilen. Vor Ort im Handel gab es nur ein Mastech (ca. 15€) und ein Benning Multimeter (> 100€). Beide gefielen mir nicht, ersteres war zu ungenau und optisch zu einfach, letzteres für meine Verwendung zu teuer.

Des Weiteren wird das PeakTech bei mir keinen verschärften Einsatzbedingungen ausgesetzt sein. Wenn es aber schon beim Auspacken auseinanderfällt oder bei jeder Betätigung ächzt geht es zurück.

Gruß Stefan
 

00Speedy

Flashaholic
12 November 2015
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Auseinander fallen wird es nicht, aber man kann balloonix nur voll zustimmen.
Die Qualitätsunterschiede zwischen den PeakTech und den Uni-T Geräten ist nicht zu verachten.
Das ganze fängt wie er schon sagte beim Drehschalter an, und hört beim Gehäuse auf;).

Ich habe/hatte auch von beiden Geräte, und das Uni-T (bei mir UT139C) liegt hier ganz klar vorne. Ich würde immer wieder ein Uni-T kaufen, aber keinesfalls ein PeakTech, und schon garnicht das 2025 wofür man für das gleiche Geld auf jeden Fall hochwärtigeres bekommt.
 

zerobrain

Flashaholic
27 März 2015
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Stuttgart
www.zerobrain.info
Kleine Nebenbemerkung. Wer irgendwann plant, sein Gerät wirklich (auch aus Versehen) in die Nähe eines Netzanschlusses zu bringen, sollte etwas wählerischer sein.

Gute Geräte verkraften es auch, wenn sie im Ohm Bereich an die Steckdose angeschlossen werden (und wer jetzt denkt, dass kann ihm nie passieren, ist einfach noch nicht lange genug "dabei"). Ich ergänze: sie verkraften es, ohne Euch in der Hand zu explodieren.

Wer ab und zu Dave Jones ("EEV Blog") sieht, weiss wie Dave über UNI-T denkt.

Wenn es auch um Sicherheit geht, sollte man einmal die Sicherungen des entsprechenden Gerätes ansehen. Am besten hat die Sicherung ein eigenes "Abteil" und besteht nicht nur aus einer Glassicherung, sondern einer diesen netten sandgefüllten Keramikkörper Sicherungen.
 
  • Danke
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balloonix

Flashaholic**
18 Juli 2012
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Waldachtal im Schwarzwald
Klar, ein Uni-T ist Low-Cost für den Hobbyanwender und nichts Professionelles. Aber in vielen Bereichen noch deutlich bersser als Vieles, was in dieser Preisklasse angeboten wird.

So sieht z.B. ein Teil aus, was für knapp unter 10,-- EUR zu haben ist:

DMM-44/100 Fluke Cooper Bussmann Feinsicherung 440mA 1000V Sicherung Fuse * NEU | eBay

Das ist nur eine Sicherung, wie sie in professionellen Geräten eingesetzt wird. Und davon hat man normalerweise 2 im Gerät. Der Preis eines solchen Meßgerätes ist dann aber auch im 3-stelligen Bereich.

In der Preisklasse um 50,-- EUR ist man mit Uni-T Geräten nicht schlecht beraten.
 

Black Forest

Flashaholic*
30 November 2015
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Habe mir ein Video angeschaut in dem Dave Jones ein UT61E auseinandernimmt :thumbsup:. Aber wahrscheinlich würde ein PeakTech nicht besser abschneiden.
 

balloonix

Flashaholic**
18 Juli 2012
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Waldachtal im Schwarzwald
Ich habe ein paar verschiedene Geräte für den Hausgebrauch und kam damit gut klar. Dann habe ich viel auf Solarparks gearbeitet. Und da habe ich mich dann ganz schnell von den preisgünstigen Geräten verabschiedet. Selbst die teureren Geräte in der Preisklasse um 200,-- EUR waren da ungeeignet. Wenn da bei der Messung von Stringströmen mal eine Sicherung flog, brauchte man keine neue Sicherung, da brauchte man ein neues Gerät. Da hat es dann nicht lange gedauert, bis ich mir ordentliches Gerät zugelegt habe. Da wird dann die Sicherung gewechselt und weiter gearbeitet. Aber so ein Gerät wie ein Fluke 87 V kostet aber nun mal >400,-- EUR.
 

zerobrain

Flashaholic
27 März 2015
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www.zerobrain.info
Korrekt. Man kann das Argument aber für die "umdrehen", die sagen "ich werde NIE mit solchen Strömen arbeiten":

Na gut, dann musst Du die Sicherung auch NIE wechseln. Und so ein DMM verwende ich so im Schnitt 10 JAhre (hüstel oder 20). Also spielen 150 Euro nicht wirklich die Rolle.

Am Ende des Tages - ich habe mich für ein Voltcraft VC890 entschieden. Es ist ein von Conrad beauftragtes Uni-T. Für mich war es ein Kompromis. Aber gerade noch ein bezahlbarer (so 250 Euro).

Die Software dabei ist übrigens Schrott.