Liebe Lampenbekloppte und weniger Lampenbekloppte,
da es im Unterforum "Die Kantine" mittlerweile zahlreiche abgedrehte Threads gibt, möchte ich noch einen draufsetzen und euch an dieser Stelle mit einem Fortsetzungs-Märchen beglücken (böse Zungen werden schon bald behaupten: "nerven"). Wer nicht mag, muss natürlich auch nicht mitlesen. Ich werde versuchen, täglich eine Fortsetzung zu schreiben, in der Hoffnung, dass euch der Quatsch, den ich verzapfe, zumindest halbwegs gefällt.
Das Lampenmärchen, Folge 1
Es war einmal ein bereits leicht in die Jahre gekommener Mann, der allerdings immer noch verflucht gut aussah. Zumindest dachte er das von sich. Und niemand sagte ihm, dass es nicht so sei. Lassen wir ihn also in dem Glauben.
Dieser Mann hatte in seinem Leben etwa ein Dutzend Frauen gehabt – okay, das schaffen andere in einem Monat, aber er war halt kein Wummeneiser.
Er war Flashaholic und hatte sein Leben ganz dem Licht gewidmet. Nicht irgendeinem Licht - vielmehr dem Licht von Taschenlampen, die heller strahlten als der hellste Stern am Nachthimmel.
Flashaholic zu sein, ist eine Bestimmung, eine Religion, die keiner Kirche bedarf, ein wunderbarer Zustand des Seins, der im Universum seinesgleichen sucht.
Zweifellos gibt es im Universum zahlreiche andere intelligente Lebensformen. Aber nur der Mensch kann so vermessen sein, zu behaupten, er sei die einzige intelligente Lebensform, die existiere.
Das tat der Mann – nennen wir ihn „Lichtinsdunkel“ - (Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind allenfalls zufällig und haben nichts mit der Realität zu tun, und die Handlung dieses Märchens ist frei erfunden) nicht. Aber er behauptete, dass einzig und allein die Spezies Mensch Flashaholics hervorbringen konnte, da nur die Spezies Mensch die wunderbare Macht des Taschenlampen-Lichts erkennen konnte.
Und damit hatte er recht (denn das Gegenteil kann niemand von euch beweisen).
Aus einer der Beziehungen von Lichtinsdunkel war Marvin hervorgegangen. Marvin war das schwarze Schaf der Familie. Er interessierte sich nicht im geringsten für Taschenlampen und besaß lediglich eine Led Lenser T7, mit der er sich zufrieden gab – sehr zum Unmut seines edlen und weisen Vaters, der vergeblich versuchte, ihm den Weg zur Erleuchtung zu weisen.
Daher vergessen wir Marvin erstmal und erwähnen nur eine Geschichte, die sich zutrug, als Marvin und sein Vater in den Neunziger Jahren des vergangenen Jahrtausends eine Apotheke aufsuchten. Vor ihnen stand eine Mutter mit Kind, das damals mit drei Jahren etwa im Alter von Marvin war.
Es war Sitte, dass der Apotheker Kindern immer irgendwelche Bonbons vor die Nase hielt. So auch bei dem Kind mit Mutter. Alsbald streckte das Kind seine Händchen nach den Bonbons aus. Die Mutter hielt die Hände des Kindes fest und fragte „Wie heißt das Zauberwort?“. Worauf das Kind antwortete: „Bitte“, und die Bonbons vom Apotheker entgegen nahm.
Lichtinsdunkel war ein schlauer Fuchs, und als Marvin seine Grabschehändchen nach den Bonbons ausstreckte, fragte Lichtinsdunkel ebenfalls: „Wie heißt das Zauberwort?“, worauf Marvin schrie: „Sofort!“ und dem Apotheker die Bonbons aus den Händen riss.
Wenn auch nicht alles in diesem Märchen der Wahrheit entspricht, so hat sich dieses Ereignis tatsächlich zugetragen und steht sinnbildlich für die Machtlosigkeit eines liebenden Vaters gegenüber seinem lichtscheuen Sprössling und ist einer der Gründe, warum ein lebenslustiger Mensch an seinem Schicksal verzweifelt und sich irgendwann nur noch seinen Freunden in Taschenlampen-Gestalt widmet, denn sie enttäuschen ihn niemals und strahlen immer.
Fortsetzung folgt...
da es im Unterforum "Die Kantine" mittlerweile zahlreiche abgedrehte Threads gibt, möchte ich noch einen draufsetzen und euch an dieser Stelle mit einem Fortsetzungs-Märchen beglücken (böse Zungen werden schon bald behaupten: "nerven"). Wer nicht mag, muss natürlich auch nicht mitlesen. Ich werde versuchen, täglich eine Fortsetzung zu schreiben, in der Hoffnung, dass euch der Quatsch, den ich verzapfe, zumindest halbwegs gefällt.
Das Lampenmärchen, Folge 1
Es war einmal ein bereits leicht in die Jahre gekommener Mann, der allerdings immer noch verflucht gut aussah. Zumindest dachte er das von sich. Und niemand sagte ihm, dass es nicht so sei. Lassen wir ihn also in dem Glauben.
Dieser Mann hatte in seinem Leben etwa ein Dutzend Frauen gehabt – okay, das schaffen andere in einem Monat, aber er war halt kein Wummeneiser.
Er war Flashaholic und hatte sein Leben ganz dem Licht gewidmet. Nicht irgendeinem Licht - vielmehr dem Licht von Taschenlampen, die heller strahlten als der hellste Stern am Nachthimmel.
Flashaholic zu sein, ist eine Bestimmung, eine Religion, die keiner Kirche bedarf, ein wunderbarer Zustand des Seins, der im Universum seinesgleichen sucht.
Zweifellos gibt es im Universum zahlreiche andere intelligente Lebensformen. Aber nur der Mensch kann so vermessen sein, zu behaupten, er sei die einzige intelligente Lebensform, die existiere.
Das tat der Mann – nennen wir ihn „Lichtinsdunkel“ - (Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind allenfalls zufällig und haben nichts mit der Realität zu tun, und die Handlung dieses Märchens ist frei erfunden) nicht. Aber er behauptete, dass einzig und allein die Spezies Mensch Flashaholics hervorbringen konnte, da nur die Spezies Mensch die wunderbare Macht des Taschenlampen-Lichts erkennen konnte.
Und damit hatte er recht (denn das Gegenteil kann niemand von euch beweisen).
Aus einer der Beziehungen von Lichtinsdunkel war Marvin hervorgegangen. Marvin war das schwarze Schaf der Familie. Er interessierte sich nicht im geringsten für Taschenlampen und besaß lediglich eine Led Lenser T7, mit der er sich zufrieden gab – sehr zum Unmut seines edlen und weisen Vaters, der vergeblich versuchte, ihm den Weg zur Erleuchtung zu weisen.
Daher vergessen wir Marvin erstmal und erwähnen nur eine Geschichte, die sich zutrug, als Marvin und sein Vater in den Neunziger Jahren des vergangenen Jahrtausends eine Apotheke aufsuchten. Vor ihnen stand eine Mutter mit Kind, das damals mit drei Jahren etwa im Alter von Marvin war.
Es war Sitte, dass der Apotheker Kindern immer irgendwelche Bonbons vor die Nase hielt. So auch bei dem Kind mit Mutter. Alsbald streckte das Kind seine Händchen nach den Bonbons aus. Die Mutter hielt die Hände des Kindes fest und fragte „Wie heißt das Zauberwort?“. Worauf das Kind antwortete: „Bitte“, und die Bonbons vom Apotheker entgegen nahm.
Lichtinsdunkel war ein schlauer Fuchs, und als Marvin seine Grabschehändchen nach den Bonbons ausstreckte, fragte Lichtinsdunkel ebenfalls: „Wie heißt das Zauberwort?“, worauf Marvin schrie: „Sofort!“ und dem Apotheker die Bonbons aus den Händen riss.
Wenn auch nicht alles in diesem Märchen der Wahrheit entspricht, so hat sich dieses Ereignis tatsächlich zugetragen und steht sinnbildlich für die Machtlosigkeit eines liebenden Vaters gegenüber seinem lichtscheuen Sprössling und ist einer der Gründe, warum ein lebenslustiger Mensch an seinem Schicksal verzweifelt und sich irgendwann nur noch seinen Freunden in Taschenlampen-Gestalt widmet, denn sie enttäuschen ihn niemals und strahlen immer.
Fortsetzung folgt...
