Bergsteigen mit Rotlicht

24 März 2024
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Hallo zusammen.

Vorab schonmal vielen Dank für eure Tipps. Die einschlägigen Threads in diesem Forum haben mir aus verschiedenen Gründen keine Klarheit gebracht - vor allem weil ich aufgrund mangelnder Erfahrung die Kriterien nicht genau benennen kann. Ich gehe davon aus, dass ich mir sowieso mit der Zeit mehrere Lampen zulegen werde, um Verschiedenes auszuprobieren. Daher mein Fokus auf günstige Lampen - bei fast allem andren bin ich flexibel.


Fragebogen Stirn- und Helmlampen:

Warum möchtest Du eine neue Lampe erwerben?


[x ] Ich besitze keine oder nur eine "Billiglampe"


Wozu wird die Lampe gebraucht?

Ich bin öfter in den Alpen unterwegs und möchte nun gerne auch mal Nachtwandern. Ich hab jetzt eine konkrete Tour im Kopf, anhand derer ich das ein bischen beschreiben möchte: 1300hm, 15km hin und zurück. Tagsüber brauch ich 3h hoch und 2 runter. Ich bin also kein Trailrunner, sondern gehe. Der allergrößte Teil der Strecke ist ein mäßig ansteigender Pfad (T2) im Bergwald. Weiter oben steilt es sich auf und man legt an größeren Stufen schon mal eine Hand an den Fels, um sich abzustützen/ die Balance zu halten, aber es ist kein Klettern! Die letzten 45 min geht man oberhalb der Baumgrenze auf einem Grat über mehrere Vor- zum Hauptgipfel. Ausgesetzt ist es eigentlich nie, aber das ist ja subjektiv.

Ich such erstmal was für Sommertouren, also müssen die Reflektion auf Schnee und kalte Temperaturen jetzt nicht berücksichtigt werden.


Welche Lampenform bevorzugst Du?
[x] kann ich mangels Erfahrung leider gar nicht sagen. Wichtig ist nur, dass die Hände frei sind. Denkbar wäre in meiner Vorstellung auch eine Befestigung am Körper? Befestigung am Kopf klingt praktischer. Aber wenn jemand mit Wandererfahrung was anderes empfiehlt, probier ichs gern aus.


Wo soll die Stromversorgung verbaut sein?
Zweitrangig


Welche Stromversorgung wird bevorzugt?
Zweitrangig


Wie groß darf die Lampe höchstens sein?
Zweitrangig


Wie lange soll die Lampe auf höchster Stufe (ausgenommen Turbo Modus) leuchten?
[x] unklar. Ich bin wie oben beschrieben mehrere Stunden unterwegs, aber brauche in meiner Vorstellung nicht oft und nur kurz eine starke Leuchtkraft. Würde mir sowieso Ersatzakkus besorgen.


Welches Leuchtverhalten wird (schwerpunktmäßig) bevorzugt?

[x] kann ich mangels Erfahrung nicht sagen. Ich kenne o.b. Weg von Tagwanderungen sehr gut und es ist durchgehend ein deutlich ausgetretener Pfad vorhanden, außerdem natürlich immer wieder Markierungen und seltener Wanderschilder. Ich traue mir also zu, den Weg auch bei kurzer Leuchtweite zu finden. Ich stelle mir es so vor, dass ich nur einen kleinen Lichtkegel brauche, der die nächsten Meter beleuchtet, sodass ich Mitwanderer und die Natur nur minimal belästige und meine Nachtsichtfähigkeit behalte.
Andererseits muss ich wahrscheinlich auf Strecken, die ich weniger gut kenne, vor allem im offenen Gelände immer wieder kurz ein Stück weiter leuchten, um das Gelände einzusehen, oder die nächsten Wegmarkierungen zu finden.


Welche Lichtfarbe bevorzugst Du?

[x] Rotlicht
[x] oder vielleicht doch weiß?

Ich mag kein grelles Licht und würde gerne bei Rotlicht wandern. Ich stelle mir es so vor, dass ich nur einen kleinen Lichtkegel brauche, der die nächsten Meter beleuchtet, sodass ich Mitwanderer und die Natur nur minimal belästige und meine Nachtsichtfähigkeit behalte.
Andererseits muss ich wahrscheinlich auf Strecken, die ich weniger gut kenne, vor allem im offenen Gelände immer wieder kurz ein Stück weiter leuchten, um das Gelände einzusehen, oder die nächsten Wegmarkierungen zu finden. -> Dafür brauche ich vielleicht kurzzeitig helles Weißlicht, auch wenn es die Nachtsicht stört?

Ich hab hier im Forum gelesen, dass bei Rotlicht das räumliche Sehen nicht sehr gut funktioniert und man durch die fehlenden Farben nicht mehr so gut den Untergrund, bzw die Art (Wurzeln, Steine usw) erkennen kann. Dies würde die Sturzgefahr deutlich erhöhen. Außerdem schreiben manche, dass es gar nicht das Rotlicht sei, das die Nachtsichtfähigkeit erhält, sondern die Lichtintensität insgesamt. Und dann hab ich auch noch gelesen, dass das mit der Nachtsicht sowieso sehr individuell ist und bei manchen kaum vorhanden ist. Also wenn jemand mit Bergerfahrung ein weißes Licht zum Wandern empfiehlt, dann probier ich das auch gerne aus.


Wie hell soll die Lampe dauerhaft leuchten können?
kann ich aufgrund mangelnder Erfahrung leider nicht sagen. Aber ich vermute ich brauche dauerhaft >= 300 lm und kurzzeitig auch mehr?


Wie häufig wird die Lampe genutzt?
[x] wenige Male im Jahr


Soll die Lampe in großer Kälte (Minusgrade) eingesetzt werden?
[x] nein


Wie teuer darf die Lampe sein?
[x] bis 30€ - ist das realistisch?


Welche zusätzlichen Bedingungen soll die Lampe erfüllen?
[ ] spritzwassergeschützt
[ ] schlag-/stossfest
[ ] Trageclip (damit lässt sich die Lampe auch an Kleidung, Gürtel etc. befestigen)
[ ] SOS Signal
[ ] Bedienbarkeit mit dünnen Handschuhen muß möglich sein

das sind lauter nice-to-have Sachen, aber alles zweitrangig



[ ] Bezugsquelle im Ausland ist kein Problem
[ ] Bezugsquelle innerhalb der EU
[ ] Bezugsquelle nur innerhalb von Deutschland
zweitrangig


Wie viele Lampen sollen Dir empfohlen werden?

[x] Gerne viele Lampen empfehlen, auch wenn sie nicht so genau zu meinen Anforderungen passen. Gibt bestimmt Punkte, die ich nicht bedacht habe. Und wenn es teurere Modelle sind, schau ich auch gerne nach einer Gebrauchten.
Ich hoffe, ihr könnt mit meinen vagen Vorstellungen was anfangen?
 

Pintie

Flashaholic
12 November 2012
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München
Ob Rotlicht das richtige ist kann ich nicht sagen. Jäger verwenden auch oft grün.
Würde die Tiere vermutlich weniger stören, aber in den Bergen wäre mir die eigene Sicherheit wichtiger.


Wird dir zu nerdig sein, aber mal meine 5 Cent was ich in den Bergen verwende.

Ich nutze in den Bergen Noctigon lampen mit gopro adapter und klip am Rücksack (über der Schulter).
https://www.camforpro.com/gopro-magnetischer-drehclip/
https://www.printables.com/de/model/810024-gopro-adapter-for-emisar-d4k-dt8k-led-light

funktioniert für mich gut. leuchtet den Weg genug aus und man kann sehr gut einstellen wo man licht braucht. Wenns doch mal wieder bergauf geht kann man schnell anpassen wohin die Lampe leuchten soll.

Ich verwende die https://intl-outdoor.com/led-flashlights/emisar-d4k-1-21700-high-power-quad-edc-led-flashlight.html aber die ist von der lichtmenge für zu fuß eigentlich völliger overkill. Vorteil bei "step up" Wandler - der Akku hält sehr lang und sie wiegt nicht viel.
Akkkus günstig, und man nimmt einfach einen als Ersatz mit. (bei 25% was mehr ist als du willst hält der akku einige Stunden)
Generell kann man diese Lampen sehr gut dimmen und mit sehr wenig "moonlight" licht betrieben.
Ladegerät: https://www.amazon.de/gp/product/B0BCQ552D7/ref=ppx_yo_dt_b_search_asin_title?ie=UTF8&psc=1
akku: https://www.akkuteile.de/lithium-io...-15a-3-6v-3-7v-lithium-ionen-akku_100850_2944


Moderation: fremdes Bildmaterial entfernt. Bitte beachte die Nutzungsbedingungen.

Alternative die etwas näher an den 30€ ist. (45+5 pro akku, evtl Ladegerät 10€; und evtl 2 oder 3 akkus ? )
https://www.akkuteile.de/lithium-io...-lithium-ionen-zelle-ungeschuetzt_100124_2828
https://intl-outdoor.com/led-flashl...channel-14500-right-angle-led-flashlight.html

die kann man auch als Stirnlampe verwenden weil sehr leicht. (50g mit akku)
Vorteil : 2 Leds. kannst eine rote und eine weiße nehmen.

Stirnlampe: Nachteil in Bergen: kein gut sichtbarer Schattenwurf. sprich 3D wahrnehmung ist schlechter. wenn die Lampe etwas von den Augen weg ist. kann man das Gelände besser einschätzen


Die weiße LED die ich da als Chanel 1 genommen habe verwende ich auch sehr gerne in den Bergen. ist trotz 4000K angabe eher ein warmes licht. blended sehr wenig und hat eine super Farbwiedergabe. Für Bergtrails und Felsen absolut top. Gerade auch bei der 3D Wahrnehmung.


so als Beispiel:

Moderation: fremdes Bildmaterial entfernt. Bitte beachte die Nutzungsbedingungen.
 
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Genießer

Moderator
Teammitglied
12 März 2019
1.618
2.065
113
Bad Mergentheim
Hallöle und willkommen hier im Taschenlampenforum,

zum einen halte ich es für grundsätzlich riskant nachts in den Bergen unterwegs zu sein, gar noch allein. Wenn du dann davon schreibst auch mal unbekannte Wege gehen zu wollen muss ich dir klar davon abraten. Wenn man nachts in die Berge geht, muss man schon sehr genau wissen, was man tut und mehr wie nur die Grundregeln in den Bergen beachten.

Zweitens das mit der Nachtsicht und Rotlicht. Ja rotes Licht beeinträchtigt die Nachtsicht weniger als gleich helles weises Licht, das hat mit der Funktionsweise unseres Auges zu tun. Aber gerade wenn du alpin unterwegs bist, solltest du den Weg nicht nur schemenhaft erkennen, du brauchst also mehr als nur ganz wenig Licht. Und ja bei nur rotem Licht hast du nur noch ganz wenig Kontraste, ähnlich wie beim Schwarz-Weis-Film, nur eben rot-schwarz. Zum wandern im alpinen Bereich würde ich daher immer weißes Licht nutzen. Da in den meisten Fällen etwas mehr Rotlicht benötigt wird als weißes um das gleiche zu sehen relativiert sich der Vorteil von Rotlicht noch weiter.
Rotlicht als Ergänzung kann aber sehr angenehm sein, für die Hütte, die Pause oder ähnliches, wo man nur im unmittelbaren Nahbereich Licht braucht.

Des weiteren würde ich zu einer flutigen Kopflampe (da gibt es einige mit zusätzlichem Rotlicht) und zusätzlich zu einer Handlampe mit nennenswert Reichweite raten, um sich auch mal orientieren zu können. Und bei deinem Einsatzszenario ist Redundanz sowieso geboten.

Soweit erstmal von mir.

Schöne Grüße vom Genießer
 

Karthos

Flashaholic
4 Juni 2011
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Hallo,

ich gehe auch ab und an nachts wandern (wohnortbedingt leider nicht in den Alpen ;) ) und nutze hier am liebsten die Armytek Wizard Nichia. Ich finde gut abgestufte niedrige (Firefly-) Modi zum Wandern mit dunkeladaptierten Augen sinnvoller als Rotlicht und bei etwas hellerem Licht hat man hier eine gute Farbwiedergabe mit dem hohen CRI der Nichias. Es gibt eine Vergleichbare Lampe aber auch mit Rotlicht. Ansonsten ist die Lampe wirklich bulletproof gebaut und hat mit einem 18650er-Akku auch genug Laufzeit – sprengen aber etas das Budget. Als günstigere Alrernative mit beiden Lichtfarben würde sich noch diese hier von Wurrkos mit Lieferung aus China anbieten. Sie hat USB-C zum einfacheren Aufladen und ist bei mir auch als Zweitlampe zuverlässig im Einsatz – wenn ich aber 100% auf eine Lampe angewiesen wäre, würde ich immer die Armytek wählen.

Wie der Vorposter würde ich aber auch noch als Ergänzung zu einer zweiten, etwas weiter reichenden Handlampe raten, wenn man nicht gerade ultralight unterwegs sein will.
 
3 Januar 2024
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Da am Berg jedes Gramm zählt würde ich die Petzl Bindi oder die Nitecore NU25 UL vorschlagen wollen. Beide reichen, um für eine gewisse Zeit den Weg vor den Füßen zu sehen.
Beide lassen sich auch im laufenden Betrieb laden, was die Nutzungsdauer erheblich verlängert, je nach Powerbank natürlich :)
Nachteil bei der Bindi ist Micro USB, dafür ist sie auch über längere Zeiträume sehr angenehm zu tragen und oft für etwas über 30€ zu kaufen.
Die Nitecore hat USB-C ist dafür etwas...naja unbequemer und mit 45-50€ deutlich teurer.
 

Pintie

Flashaholic
12 November 2012
138
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München
wobei Stirnlampen für 3d wahrnehmung wirklich nicht gut sind. Wenn man keine Schatten hat kann man kanten oft nicht gut einordnen.

Ich hab beim radeln im Berggelände irgendwann mal zusätzlich zur Helmlampe eine an den Lenker gemacht. außermittig.
Das war ein sehr großer unterschied.
 
24 März 2024
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Da am Berg jedes Gramm zählt würde ich die Petzl Bindi oder die Nitecore NU25 UL vorschlagen wollen. Beide reichen, um für eine gewisse Zeit den Weg vor den Füßen zu sehen.
Beide lassen sich auch im laufenden Betrieb laden, was die Nutzungsdauer erheblich verlängert, je nach Powerbank natürlich :)
Nachteil bei der Bindi ist Micro USB, dafür ist sie auch über längere Zeiträume sehr angenehm zu tragen und oft für etwas über 30€ zu kaufen.
Die Nitecore hat USB-C ist dafür etwas...naja unbequemer und mit 45-50€ deutlich teurer.
Also in meinem Fall achte ich nicht aufs Gewicht, da ich kein Bergläufer bin und sowieso immer einen Rucksack dabei habe. Finde beide Lampen in der jetzigen Situation nicht für mich geeignet, da die Laufzeiten nicht ausreichen. Und wenn ich beim Gehen noch ne Powerbank dran hängen muss, sind das Ultraleichtgefühl und der Tragekomfort glaub ich auch dahin. Ich denke, dann wär schon eher die NU32 geeignet, die mit 30g mehr eine deutlich längere Laufzeit hat.
Also falls ich an eine günstige gebrauchte Nitecore rankommen sollte, probier ich die sicher mal aus, aber im Moment find ich die in den anderen Beiträgen empfohlenen interessanter, insbesondre weil ich da auch mehr ausprobieren kann, was zum jetzigen Zeitpunkt sehr sinnvoll ist.

Falls es jemand interessiert: Hier hat jemand ein Vergleichsvideo zwischen den beiden von dir empfohlenen gemacht (allerdings mit der alten Version der Nitecore):

wobei Stirnlampen für 3d wahrnehmung wirklich nicht gut sind. Wenn man keine Schatten hat kann man kanten oft nicht gut einordnen.

Ich hab beim radeln im Berggelände irgendwann mal zusätzlich zur Helmlampe eine an den Lenker gemacht. außermittig.
Das war ein sehr großer unterschied.

Danke für den guten Hinweis, leuchtet absolut ein. Ich hab allerdings wirklich keine Lust, mit zwei brennenden Lampen rumzulaufen. Falls ich aber doch Probleme mit der räumlichen Wahrnehmung hab, weiß ich, was ich tun kann - vielleicht nur an schwierigen Stellen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

BolbyM

Flashaholic*
16 Februar 2012
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Da ich sie gerade getestet habe, werfe ich mal die Sofirn D25LR ins Rennen. LINK
Die verfügt über weisses und rotes Licht (LH351D weiss, SST20-DR rot), welches allerdings nicht gleichzeitig genutzt werden kann.
Das ist eine reine Kopflampe, die man aber auch leicht aus der Kopfhalterung entfernen und dann in der Hand nutzen könnte - allerdings nicht wirklich komfortabel.
Sie verfügt über keinen SOS- oder Strobe-Modus.
Bei Amazon gibt es das kleine Lämpchen derzeit für 22,61€ inkl. eines 18650er Akkus von Sofirn, dem Kopfband mit Halterung und einem USB-C-Ladekabel. LINK
Für den Preis bekommst Du ein gutes Gesamtpaket und könntest evtl. auch erstmal schauen, ob so eine Art Lampe etwas für Dich ist.
 

Tarvandyr

Flashaholic*
17 Juni 2020
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Also ich würde nicht mit Rotlicht Bergsteigen oder Bergwandern, so wie Du es beschreibst. Rotlicht lässt einen viele Sachen nicht gut erkennen; Farben,Kontraste und damit auch Umrisse werden undeutlicher. Mit einem Weißlicht im Moon oder Low Modus siehst Du deutlich besser und die Nachtsicht bleibt warscheinlich genauso erhalten. Bei mir ist das jedenfalls so. Ich glaube auch nicht, dass andere Menschen oder Tiere dadurch mehr gestört werden. Ich bin auch sehr oft im Dunkeln unterwegs, Alpin leider eher selten, aber auch da wo ich unterwegs bin, brauche ich manchmal die Hände und der Weg ist etwas ausgesetzt. Zum Teil kenne ich mich gut bis sehr gut aus, da brauche ich dann weniger Licht, zum Teil gehe ich aber auch neue Wege (weiter weg) und da brauche ich dann etwas mehr Licht und auch etwas mehr Reichweite, um den Weg/Pfad zu finden. Letzteres finde ich in alpinem Gelände noch wichtiger, nicht dass man sich versteigt, weil man nicht weit genug voraus sehen konnte. Und Kopflampen haben selten eine gute Reichweite.
Ich benutze daher in der Regel 2 Lampen, eine Kopflampe und eine Handlampe. Hat auch den Vorteil, sollte eine mal ausfallen, dann stehe ich nicht im Dunkeln.
Als Kopflampe nutze ich meistens eine Oligh H05 active. Ist nur noch schwer zu bekommen, aber von Black Diamond oder Petzl gibt es vergleichbares. Im Low Modus kann ich die meiste Zeit gut gehen, selten werden Medium oder High benötigt. Die Laufzeit reicht in der Regel für eine Wanderung. Über 3 h im Dauerbetrieb kommt Sie allerdings irgendwann an ihre Grenzen.
Wenn ich mehr Durchhaltevermögen brauche, nehme ich die Armytek Wizard WR in WW. Etwas schwerer, nicht ganz so bequem aber ein tolles Leuchtbild, im Fall der Fälle ordentlich Power und viel Ausdauer. Genutz werden überwiegend die 2 unteren Stufen. Und für Lager/Pausen hast Du hier Rotlicht.

Ergänzt wird das ganze dann mit einer Handlampe. Hier kommen mittlerweile verschiedene Lampen zum Einsatz (dem Forum sei Dank). Wenn ich in unbekanntem Gebiet bin nehme ich gerne etwas mit mehr Reichweite. Meistens ist es zur Zeit eine Olight Seeker 2 pro, eine Seeker 4 für mehr Reichweite oder eine Baton 3 pro, wenn es etwas kleiner oder leichter sein soll. Manchmal auch die Olight Javelot mini für noch mehr Reichweite oder die Sofirn SF 47 T für noch mehr Reichweite. Die ist aber schon recht groß.

Meine Empfehlung wären also:
Kopflampe: eine Black Diamond Deiner Wahl oder die Armytek Wizard WR
Handlampe: Olight Seeker 3 pro (die Seeker 4 pro hat keine Möglichkeit, eine Handschlaufe zu befestigen und scheidet für mich daher aus, insbesondere für solche Touren, falls man überraschend beide Hände braucht, kann man die Lampe einfach loslassen und sie hängt am Handgelenk) oder was verleichbares einer anderen Marke. Da können Dir bestimmt einige hier passende Modelle von Sofirn oder Wurkkos empfehlen.
 
24 März 2024
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Danke für die weiteren Tipps und Erfahrungen. Ich hab mir Anfang April die Wurkkos HD15R bestellt und sie ist nun da - damit sollte ich also erstmal genügend Rotlicht in mehreren Stufen haben, um es ausgiebig zu testen.
Wenn ich eine Meinung zur Lampe und zum Rotlichtwandern habe, schreibe ich hier nochmal.
 
  • Danke
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