Arduino

Potassium

Flashaholic*
17 November 2013
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Wien
Hey,
hat von euch schon wer mit Arduino Entwicklung zu tun gehabt?
Hab in letzter Zeit damit beruflich ein wenig zu tun und daran gefallen gefunden. Habe nun eine Idee für ein privates Projekt und wollte mal wissen, was ihr davon haltet.

Ein Paar von Sender/Empfänger mit Arduino angesteuert mit denen einfache Nachrichten ausgetauscht werden können und die anschließend per Status-LED angezeigt werden sollen. Also ein Kästchen, das beispielsweise 3 LED trägt mit "Ruf an", "Spring mal", "Schau mal nach rechts". Drückt man den Taster bei der entsprechenden LED fängt diese zu blinken an (am Sender). Auch beim Empfänger blinkt diese und dieser kann nun durch Drücken der gleichen Taste den "Befehl" bestätigen, wodurch die LED von blinkend auf dauernd leuchten übergeht. Ein nochmaliger Druck dieses Tasters löscht den Befehl wieder wodurch die LED ausgeht.

Kann ich mit so einem 433MHz Sender eine Reichweite von einigen Hundert Metern überwinden ? Hab ich etwas nicht bedacht dabei?
 

Beaker

Flashaholic*
20 Januar 2016
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Berlin
Wie weit die Reichweite ist, kann ich Dir leider nicht sagen. Der Arduino ist wirklich klasse. Wenn Du allerdings funken willst, kannst Du den noch toppen: ESP8266. Das ist ein Microcontroller mit kompletter WLAN-Ausstattung. Der ist winzig klein, kann als Server und als Client arbeiten und ist deutlich leistungsfähiger als ein preismäßig vergleichbarer Arduino. Dafür gibt es auch ein Entwicklungsboard, den NodeMCU, kostet um die 10 EUR. Programmieren kannst Du das Gerät mit der Arduino-IDE, musst nur in der IDE die Bibliotheken dafür installieren. Ich habe ein Video gesehen, in dem Geeks Daten über eine Entfernung von mehreren Kilometern übertragen haben, ohne Extra-Antenne immerhin einige 100 m.
Kleiner Nachteil: da beim Laden des Programms in die MCU immer das ganze WLAN-Paket übertragen wird, dauert das länger als beim Arduino.
 
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Tee

Flashaholic*
28 Dezember 2011
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Der ESP8266 ist toll. Allerdings braucht er beim WLAN-Senden kurzfristig bis zu 300 mA und ist deshalb als Sender nicht so gut für Batteriebetrieb geeignet. Empfangen braucht deutlich weniger Strom und es gibt Sleep-Funktionen. Einige Boards wie das NodeMCU haben einen Micro-USB-Stecker für die stationäre Stromversorgung.
100 m scheint mir für normales WLAN zu viel wenn Wände dazwischen sind. Allerdings könntest Du ein bereits bestehendes WLAN-Netzwerk nutzen (und ggf. einen Repeater).

Du könntest statt der LEDs auch ein billiges 1,96" Display benutzen um richtige Texte anzuzeigen.
Im Herbst soll ein ESP-32 mit WLAN und Bluetooth herauskommen.

Bei 433 MHz kann man über die Länge einer externen Antenne die Reichweite erhöhen. (Zum Beispiel Lambda/4 sind 17 cm und Lambda/2 sind 34 cm.) Allerdings wird die Richtwirkung deutlich stärker. Bei einer kurzen Antenne ist der Sende-/Empfangsbereich fast eine Kugel, bei einer langen Antenne ein Donut quer zur Antennenachse. Im ungünstigsten Fall hast Du im Erdgeschoss zwar 100 m Reichweite, aber im 1. Stock keinen Empfang.
Es gibt aber auch High-Power-Module, ich weiss aber nicht was die bringen.
 
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Potassium

Flashaholic*
17 November 2013
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Wien
Mhm das mit dem ESP8266 klingt nett. Das werd ich mir genauer ansehen. Das nächste Problem ist, dass Sender und Empfänger bewegt werden (Motorrad) und deswegen auch keine statische Verbindung mit konstanter Reichweite und Ausrichtung vorhanden sind. Gibt es zu diesem Gebiet leichte Einsteigerlektüre?
 

Tee

Flashaholic*
28 Dezember 2011
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Ich könnte mir vorstellen, dass WLAN das schon hinbekommt wenn Ihr relativ dicht zusammen bleibt. Stromversorgung ist ja kein Problem.
Mir fällt nur gerade kein ESP8266-Entwicklerboard mit externem Antennenanschluss ein. Da müßtest Du notfalls ein ESP8266-Modul (z.B. ESP-07) mit Stromversorgung und einer externen Gummistabantenne zusammenbauen.
Du könntest aber auch erst mit einem NodeMCU oder D1 Mini ausprobieren, ob es überhaupt so funktioniert wie gedacht und später die Reichweite erhöhen.