8 Jahre alte, tiefentladene 18650 Akkus aus nie benutztem Notebook Akku - gefährlich?

15 Dezember 2011
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Hallo,

ich habe vor kurzem einen 12-Zellen Toshiba Notebook Akku geschenkt bekommen und habe die Akkus ausgebaut.
Der Akku ist unbenutzt und wurde nie geladen, jedoch ist er schon um die 8 Jahre alt und die Zellen hatten alle eine Spannung von nur etwa 0,7 Volt.
Es waren Sony Fukushima US18650GR Zellen mit je 1950 mAh drin.



Ich habe dann einfach mal unter Kontrolle eine Zelle bis 4,2 Volt aufgeladen (Ladegerät: Jamara X-Peak Premium), sicher verstaut und nach 24 Stunden (Spannung war immer noch 4,2 Volt) wieder entladen.

Bei einem Entladestrom von 2A kam dieser alte Akku noch auf erstaunliche 1700 mAh, was mir für meine diversen 1-Zellen Cree LED Taschenlampen völlig ausreichen würde (die mitgelieferten blauen Ultrafire Akkus mit 2400 mAh kommen nämlich bei 1A Entladestrom gerade mal auf 600 mAh, obwohl sie neu sind! Und damit halten die Lampen schon über eine Stunde.)

Nun zu meiner eigentlichen Frage:
Ist es gefährlich, diese Sony Akkus zu benutzen? Sie scheinen einwandfrei zu funktionieren, aber aufgrund der Tiefentladung bin ich mir nicht so richtig sicher, ob ich sie verwenden sollte. Sie wurden beim Laden und Entladen auch nicht heiß oder sonstiges.
 

sensor

Stammgast
2 Juni 2011
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Hi

habe beim aufräumen mein ca:7Jahre altes kaputtes Notbook gefunden und das Akkupack zerlegt. Die Zellen waren so bei 0,3V und wurden nicht gleich vom Lader erkannt mit nem kleinen Trick ließen sie sich dann Laden.

MfG sensor
 

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16 August 2011
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Deinem Ladegerät nach zu urteilen hast Du etwas mit Modellbau zu tun. -Das ist recht ordentlich.
Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung wird Dir für diese Zellen niemand ausstellen. Lade und entlade die Zellen noch ein paar Mal. Wenn sie sich unauffällig verhalten, würde ich sie einsetzen. Beim Laden solltest Du halt immer ein Auge drauf haben....

cu MisterE
 

FxKfSu

Flashaholic*
23 August 2011
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Ich würde so alte Zellen nicht mehr benutzen. Nach allem was ich gelesen habe, findet unterhalb von 1,5 V eine irreversible Schädigung der Zelle statt, die u.U. auch erst nach mehreren Ladevorgängen zum "Knall" führt. Wenn ein solcher Akku im vollgeladenen Zustand erst einmal hochgeht, ist das kaum zu stoppen - wenn es im Ladegerät passiert, kann man dieses evtl. noch aus dem Fenster werfen. Wenn es in der Taschenlampe passiert, hat man wohl wenig Möglichkeiten, die Schäden zu minimieren.

Also, um es kurz zu sagen: Ich würde sie entsorgen. Vernünftige Akkus kosten auch nicht die Welt, ich schwöre noch immer auf die geflammten Trustfire. Die sind unter Garantie besser als so alte Akkus. Ansonsten gibt es ja auch noch die Solarforce-Akkus, die kosten auch nicht die Welt.

Gruß

Wolfgang
 

night light14

Flashaholic*
16 Juni 2011
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Elmshorn, Nördlich von Hamburg
Abwarten und Tee Trinken:p... Nein im ernst damit ist nicht zu spaßen!

@Sensor: Was denn für ein Trick? Ich habe auch ein 18650 der Tiefendladen ist. Er hat noch eine Spannung von 0,5-0,6V. kann man den noch "Wiederbeleben"?
 
Zuletzt bearbeitet:

FxKfSu

Flashaholic*
23 August 2011
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Köln
Das Problem bei einem Akku, dessen Schutzschaltung angesprochen hat, ist, dass sich einige/(die meisten?) Lader weigern, diese Akkus zu laden. Man kann versuchen, die Schutzschaltung wieder auszuschalten, indem man einen vollgeladenen Akku parallel schaltet (also + mit + und - mit - verbindet). Falls die Schutzschaltung dabei wieder ausgeht, sollte man das aber nicht zu lange machen, je nach Akku können da einige Ströme fliessen.

Aber auch hier: das würde ich nur machen, wenn ich den Grund für das Ansprechen der Schutzschaltung kenne und es sich nicht um einen "liegengelassenen" Akku handelt.

Gruß

Wolfgang
 

realive

Urgestein des Forums
5 Januar 2010
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Kreis Heinsberg, NRW
Nun zu meiner eigentlichen Frage:
Ist es gefährlich, diese Sony Akkus zu benutzen? Sie scheinen einwandfrei zu funktionieren, aber aufgrund der Tiefentladung bin ich mir nicht so richtig sicher, ob ich sie verwenden sollte. Sie wurden beim Laden und Entladen auch nicht heiß oder sonstiges.


Diese Akkus gehören entsorgt!
Ich verstehe nicht, warum du, bloß um eventuell ein paar Euros zu sparen, deine Umgebung in Gefahr bringst.
Sicher, sowas kann gut gehen, aber niemand kann dir sagen, wie sich die Akkus in Zukunft noch verhalten werden!
Eventuell haben sich in den Zellen schon Kupferbrücken gebildet, die dann irgendwann zu einem internen Kurzschluß führen. Die anschließende Selbstentzündung der Akkus kann dann niemand mehr verhindern.
Der anschließende Metallbrand ist auch von der Feuerwehr nur mit Spezialgerät löschbar!
Also lass den Blödsinn!
Akkus entladen (langsam, unter Beobachtung), Pole abkleben und entsorgen, ist das einzig richtige!

Gruß
Horst
 
  • Danke
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15 Dezember 2011
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Alles klar, das wird dann wohl das Beste sein.

Dass sich bei Tiefentladung Kupferbrücken bilden können, weiß ich wohl.
Aber da dieser Akku selbst nach dieser Zeit noch ca. 85% seiner Kapazität hat und sich auch nicht schnell selbst entlädt, dachte ich, es hätten sich wohl keine Kuperbrücken gebildet und er wäre nicht geschädigt worden, vielleicht wegen Einsatz von guten Materialien oder sonstwas.
Ich habe auch schonmal von jemanden gehört, der einen tiefentladenen Akku aufgeladen hat, welcher dann am nächsten Tag wieder leer war, eben wegen diesen Kupferbrücken.

Naja, die Akkus werde ich dann entsorgen und mir dann 2600er von AW kaufen.
Die sind doch wegen der höheren Spannungslage für meine 1-Zellen Taschenlampen am besten, oder?
 
K

kofler

Guest
Hallo MaxMustermann,

ich nehme die Akkus gerne. Den Versand würde ich natürlich übernehmen. Ich betreibe schon seit Jahren meine Lampen mit solchen gefährlichen Akkus und bin glücklich damit.

MfG Kofler
 

Megalodon

Flashaholic**
16 November 2010
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Ich würde solche Akkus generell meiden!
Wie Horst schon angesprochen hat, haben sich eventuell schon Kupferbrücken gebildet und damit idealer, unkontrollierter Sprengstoff in einer Taschenlampe, und da man nicht weiß, wann der Akku explodiert, gibt es noch obendrauf einen Überraschungseffekt dazu.... Wer daran Interesse hat, kann auf Seine eigene Gefahr diese Akkus gerne Benutzen ich würde Sie schon alleine wegen der Gefahr entsorgöen!

Dazu kommt, dass die Akkus sehr wahrscheinlich inzwischen einen sehr hohen Innenwiderstand haben und somit im Grunde für Lampen mit hohen Strömen nicht zu gebrauchen sind! Alte Akkus haben theoretisch fast immer noch ihre ursprüngliche Kapazität, aber durch den erhöhten Innenwiderstand, sinkt die Entnehmbare Kapazität auf ein Minimum.

Wenn Du die Akkus nicht einfach so entsorgen möchtest, würde ich dir Empfehlen jemanden die Akkus zu zu senden, der die Akkus vernünftig vermessen kann! Horst hat hier schon Entladediagramme von verschiedenen Akkus erstellt und hat dafür auf jeden Fall die Ausrüstung dafür! (ich möchte mich selber an dieser Stelle gerade mal raus nehmen, da ich derzeit noch die ein oder andere Messung vor mir habe und für so etwas derzeit nicht die Zeit habe)

viele grüße
Megalodon
 

jkunz

Flashaholic
7 November 2010
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Kaiserslautern
www.unixag-kl.fh-kl.de
Durch Selbtentladung und lange Lagerung tiefentladene LiIöner.
Interessante Frage, die mich auch grad beschäftigt.

Ich habe bei Pollin zwei dieser LiIon Akkupacks mit Ladeschaltung bestellt. (Mitlerweile ausverkauft.) Enthalten war ein Akkupack in Konfiguration 3S2P, 10,8 V, 2,4 Ah sowie eine 12 V Ladeschaltung mit Balancer. Die Akkus waren durch Überlagerung auf um die 1..2 V runter. Der eingebaute Lader hat sie normal aufgeladen. Beim Entladen mit konstat 10 W Leistung (zwei XM-L mit 1,4 A KSQ) kamen auch noch die theoretischen 25 Wh an Energiegehalt raus. Sprich die Lampe hat die Akkus in ca. 2,5 Stunden auf 3,5 V leergelutscht.

In einem zweiten Versuch habe ich den Akku nochmal voll geladen und dann mit ca. 30 W entladen. Dabei haben sich die Akkus merklich erwärmt. Ich habe daraufhin die Klemmenspannung im Leerlauf und unter Last gemessen. Leider weiß ich die Messwerte jetzt nicht mehr. Auf Grund anderer Randbedingungen kann man davon ausgehen, dass die Akkus in dem Gerät mit max. ca. 0,5 A entladen werden. Vielleicht auch 1 A. Beim Laden liefert das Netzteil jedenfalls ca. 1 A.

Da die Akkus schon betagt sind kann es einfach sein, dass sie von Haus aus einen so großen Innenwiderstand haben. Einfach weil es alte Technologie ist und diese Akkus einfach nicht hochstronfähig sind. Es kann aber auch sein, dass sie durch die Teifentadung einen Schlag weg haben. Würde mich interessieren, ob man das irgendwie rausfinden kann. Leider ist auf den Akkus keine Typbezeichnung zu finden.

Da die Akkus für besagte 2 x XM-L Lampe so und so zu wenig Kapazität haben, habe ich die alten LiIöner durch neuere LiPos mit 3S4P, 3,2 Ah = 36 Wh Kapazität ersetzt und in ein anderes Gehäuse eingebaut. Damit kann ich die 2 x XM-L Lampe jetzt mit 2,8 A KSQ für gut 1,5 Stunde betreiben.
 
1 August 2011
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Mal Newbie-Frage, die ich mir beim Lesen stelle:

wann ist den ein gewöhnlicher Akku (in meinem Fall AW2900) so weit gealtert, dass er nicht mehr genutzt werden sollte.

Voraussetzung:
- keine Tiefentladung
- Lagerung bei 50% und bei 10°-15° (keine Dauerlagerung, bis Selbstentladung zur Tiefentladung führt)
- 1-3 Ladezyklen pro Monat


Wird unter diesen "kontrollierten" Bedingungen der Akku irgendwann zum Risikofaktor?

Und:

Sofern der Akku doch mal in die Schutzschaltung vom Akku selbst geschaltet wird, ist dies sehr schädlich? ... die TK35 schaltet ja nicht ab. Ist bis jetzt noch nicht vorgekommen, aber man weiß ja nie.... und kann jmd. zufällig berichten, wie sich das Ende ankündigt?
 

FxKfSu

Flashaholic*
23 August 2011
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Köln
Hallo RonnyR,

bei 1 bis 3 Ladezyklen pro Monat sollten die Akkus schon ein paar Jahre halten, es werden doch immer so um die 1000 Ladezyklen erwähnt. Wenn man einmal von der Hälfte ausgeht, dann sind das bei 3 Ladezyklen im Monat über 10 Jahre. Vorsichtshalber kann man diese Zahl auch noch einmal halbieren, dann sollte man auf der sicheren Seite sein.
Bei einem Ladezyklus pro Monat braucht man sich auch keine Gedanken über die Selbstentladung zu machen ...

Die TK35 hat keine Akkuüberwachung, d.h. sie schaltet nicht ab. Da sie gut reguliert ist, bleibt die Helligkeit bis zum Ende erhalten, bis einer der Akkus in die Schutzschaltung geht und es plötzlich dunkel wird. Man merkt also nichts, bis man plötzlich im Dunkeln steht (und hoffentlich noch eine Ersatzlampe und/oder Akkus dabeihat).

Ich denke nicht, das es sehr schädlich ist, wenn ein Akku einmal in die Schutzschaltung geht. Man sollte es natürlich nicht ständig machen ... aber ein paar Mal wird er es schon verkraften.

Gruß

Wolfgang

UUps ... 4 Minuten zu lange geschrieben ...
 
15 Dezember 2011
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Kleiner Nachtrag:

Ein Kumpel wollte diese Akkus unbedingt haben, obwohl er sich den Risiken bewusst war.
Beim ersten Ladevorgang nach der Tiefentladung wurden die Akkus wärmer als normal und hatten eine hohe Selbstentladung (von 4,2V auf ca. 4,1V nach einem Tag, danach blieb die Spannung bei 4,1V). Nach einer Entladung wurden die Akkus beim nächsten Ladevorgang nur noch normal warm und die Selbstentladung war auch komplett verschwunden. Die Akkus sind nun seit über einem halben Jahr ohne Probleme im Einsatz und haben bisher ca. 50 Ladezyklen auf dem Buckel. Die Kapazität hat kein wenig abgenommen.
Auch hat mein Kumpel Sanyo Akkus im Einsatz, die mit 0,05 V noch viel tiefer entladen waren als die Sonys. Bei diesen ist das selbe zu beobachten.


Die Sony Akkus sind übrigens im Jahr 2002 Hergestellt und somit nun ca. 10 Jahre alt.

Ich will nun niemanden raten, solche Akkus zu benutzen (ich benutze sie auch nicht und werde es nie tun), aber es muss nicht immer gleich so gefährlich sein, wie alle meinen (es sind Erfahrungen vorhanden mit Akkus von Sony, Sanyo und Panasonic. Bei tiefentladenen China Akkus war es auch meinem Kumpel zu riskant).
Die meisten Unfälle mit diesen Akkus kommen glaube ich dann zustande, wenn 2 Akkus mit unterschiedlichen Ladezuständen in Reihe geschaltet werden und dann einer von den Akkus umgepolt wird. Oder wenn ein Akku ausgast und im Gerät das Entlüftungsloch fehlt.
 

Megalodon

Flashaholic**
16 November 2010
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Wenn es Dich interessier, würde ich gerne mal ein zwei Akkus mit dem CBA quälen, um zu gucken, was die Akkus noch wirklich bringen und was nicht mehr.