Ersatz für CR123A : Keeppower RCR123A mit konstanten 3,0V mit USB-C

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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den Keeppower Li-Ion mit konstanter geregelter Ausgangsspannung von 3,0 Volt im Format RCR123A / 16340 gibt es nun auch mit USB-C :

Keeppower RCR123A 3,0V USB-C

bisher gab es zwei Modelle mit Micro-USB, wobei die 2. Version die bessere war, mit mehr Kapazität von nominell 1000 mAh und von den Maßen her näher an CR123A ...

gedacht sind solche Akkus als Ersatz für CR123A Einweg Lithium-Batterien ...

denn "normale" Li-Ion mit 3,6 / 3,7V Nennspannung in der Größe haben voll geladen 4,2 Volt, was nicht jedes Gerät verkraftet, das für CR123A Batterien vorgesehen ist, die frisch etwa 3,2 Volt haben ...

in einem Kaufberatungs-Thread dieser Tage war z.B. als vorhanden eine Walther "Tactical" Lampe aus früheren Jahren erwähnt, da steht in der Produktbeschreibung ... :

Bitte bachten Sie, daß die Tactical 250 ausschließlich mit den genannten Batterien (CR123, 3 Volt) betrieben werden kann. Ein Betrieb mit Akkus Typ 16340 / RCR123 oder 18650 ist nicht möglich.

eine weitere Variante sind deshalb Lithium-Eisenphospat-Akkus (LiFePO4), deren Spannung niedriger ist als die von "normalen" Li-Ions, die Nenn-Spannung ist 3,2 Volt ...

auch der Spannungsverlauf während der Entladung ist anders als bei "normalen" Li-Ions ... die Startspannung liegt zwar etwas über den CR123A, fällt dann aber nicht erst nach und nach linear ab, sondern fällt unter Last schnell in den typischen Arbeitsbereich von - je nach Laststrom - um die 3,2 Volt und bleibt dann erstmal für längere Zeit in diesem Bereich ... um am Ende dann wieder relativ steil abzufallen ... das erinnert an NiMH-Akkus, bei denen es ähnlich ist, nur mit 2 Volt weniger ...

die Kapazität ist allerdings so um 500 mAh, also die Hälfte der Keeppower ...

es gibt Sets aus LiFePO4-Akkus im CR123A Format und dafür vorgesehenen Ladegeräten, denn für LiFePO4 braucht man einen Lader, der dafür auch geeignet ist ...

Beispiele für solche Sets : SureFire ... Soshine ... AkkuShop ...

(den Aufdruck "3.0V" auf den Akkus im AkkuShop halte ich nicht für einen tatsächlich elektronisch geregelten, konstanten 3,0 Volt Output, sondern dass diese Akkus als Ersatz für CR123A mit ihren "3V" Nennspannung angeboten werden ... das kann auch bei 3,6 / 3,7V Li-Ions z.T. mit USB-C in dem Format der Fall sein, dass da aus dem selben Grund "3V" drauf steht ...)

da ein Gerät, wie eine Taschenlampe, die ausdrücklich nur für CR123A Batterien vorgesehen ist, keinen Tiefentladeschutz (LVP / Low Voltage Protection) haben muss, müssten in dem Fall Li-Ion bzw. LiFePO4 eine Schutzschaltung haben ("protected") ...


genau wie Li-Ions mit geregelten konstanten 1,5 Volt Ausgangsspannung, gibt es auch diese hier von Keeppower mit konstanten 3 Volt ...

innen drin sitzt jeweils ein Li-Ion mit 3,6V Nennspannung, dazu kommt noch ein Chip mit Spannungsregelung, Schutzfunktionen und Lade-Management ...

d.h. aber auch, dass hier prinzipiell die gleichen Punkte ins Spiel kommen wie bei den 1,5V Li-Ions ...

die Selbstentladung ist doch deutlich höher als bei "normalen" Li-Ions und geht - nach meinem Kenntnisstand - selbst dann noch weiter, wenn die Schutzschaltung im Akku - vorerst - gegriffen hat und den Akku im Gebrauch nach Erschöpfen der Nutzkapazität wegen zu niedriger Spannung abschaltet ... wegen eines ständigen minimalen Stromverbrauchs der Spannungsregelelektronik auch danach ...

entsprechende Messergebnisse für 3,0V Akkus sind mir aber nicht geläufig, nur die auf akkuvergleichstest.de für 1,5V Li-Ion AA (und demnächst auch für einige AAA ...)

je nach Fabrikat sind die Ergebnisse für die Selbstentladung sehr unterschiedlich ... nach einem Jahr konnten noch ca. 65 % Ladung vorhanden sein (älterer Xtar AA blau-weiß, noch ohne 1,1 Volt Phase am Ende als Akkuwarnung) oder auch 0 % ... (Null !)

vom grundsätzlichen Bauprinzip her eignen sich Li-Ions mit geregelter Ausgangsspannung also nicht so gut dafür, sie mal für lange Zeit in einer Schublade "zu vergessen"...

sie müssen auch bei Nichtgebrauch in gewissen Abständen nachgeladen werden, um eine schädliche (oder gar gefährliche) Tief-Entladung zu vermeiden ...

wenn 1,5V oder 3,0V Li-Ions nach Verbrauch der Nutzkapazität und damit verbundenem Abschalten weiter im Gerät bleiben, kommt dazu, dass nach dem Erholen der Ruhespannung der internen Li-Ion Zelle der Ausgang des Akkus wieder frei geschaltet wird und das Gerät dann ggfs. also für kurze Zeit wieder Strom ziehen kann ...

das kann sich sehr oft wiederholen ... dadurch kann die Reserve, die normalerweise als zeitlicher Puffer vor einer zu tiefen Entladung vorhanden ist, dann doch recht zügig aufgebraucht werden ...

falls das Gerät in so einem Fall wieder Strom ziehen könnte, sollten 1,5V und 3,0V Li-Ions also nach Erschöpfen der Nutzkapazität aus dem Gerät genommen werden ...

bei 1,5V Li-Ions ist heutzutage eine Absenkung der Spannung auf 1,1 Volt als Akkuwarnung am Ende eigentlich mehr oder weniger Usus ... mehrheitlich eher kürzer (auch zu kurz wie 1 - 2 % Restkapazität), aber auch recht lang, wie 20 % Restkapazität, bei Xtar anzutreffen ...

ich gehe davon aus, dass etwas ähnliches hier nicht der Fall ist ... die angegebene Energie von 3000 mWh würde sich genau aus 1000 mAh x 3,0 Volt (durchgehend) ergeben ...

da wäre also kein Hinweis auf eine Spannungsabsenkung als Akkustandswarnung ... in der Beschreibung auch nicht ...

beim ebenfalls noch recht neuen Keeppower 1,5V Li-Ion AA USB-C mit "2500 mAh" sind 3750 mWh angegeben, was auch nominellen "2500 mAh" x 1,5 Volt durchgehend entsprechen würde ... die bisherigen zwei Keeppower AA mit Micro-USB hatten auch keine Absenkung auf 1,1V am Schluss ... derzeit macht Keeppower diesen "Trend" demnach also (noch) nicht mit ... dadurch stehen beim "2500 mAh" AA aber auch deutlich mehr mAh bei 1,5 Volt zur Verfügung als beim blauen "Rekord" Xtar, der nach ca. 2000 mAh auf 1,1V runterschaltet ... (@ 500 mA Entladestrom)

mit diesen 3,0 Volt Keeppower könnte man also mit einer Lampe etwas unvermittelt plötzlich im Dunkeln stehen, falls am Ende tatsächlich von 3 Volt direkt auf Null geschaltet wird ...

da wäre es dann wohl sinnvoll, eine (kleine) Back Up Lampe dabei zu haben ... ;)

denn grundsätzlich ist es schon interessant, ob man CR123A Batterien durch eine Akku-Lösung ersetzen kann ... (auch wenn ich selbst das noch nicht machen musste ...)

allerdings gibt es keine Akku-Chemie, die gleich von vorn herein perfekt dafür passt ... daher der Ansatz mit der geregelten Ausgangsspannung so wie bei 1,5 Volt Li-Ions ...

als mögliche Stromstärke, die geliefert werden kann, sind hier 2 Ampere Dauerbelastbarkeit angegeben ... auch das müsste für den Einsatzzweck berücksichtigt werden ...

edit : auf der Homepage steht als Dauerbelastbarkeit "Maximum Continuous Discharging Current : 2A" ... in dem bei Akkuteile verlinkten Datenblatt heißt es "Max Continuous Discharge Current Max. 1.5A", im Angebot bei akkuteile steht "max. Entladestrom 2A (2000mA)" ...

ich nehme an, es steckt hier die gleiche Zelle drin wie bei der "1000 mAh" Version mit Micro-USB ...

bei akkuteile seit ein paar Tagen ganz frisch im Sortiment kostet die neue Version mit USB-C derzeit rund 9 Euro, die bisherige mit Micro-USB rund 8 Euro ...

Homepage Keeppower RCR123A USB-C

bei akkuteile

Micro-USB + USB-C bei akkuteile
 
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