Moin moin,
und wahrscheinlich auch (6) um eine akzeptable Gesamtlaufzeit mit einer Akkuladung zu erreichen.
Ich habe vergangene Nacht hier ein Laufzeitdiagramm der S200C2 erstellt:
http://www.taschenlampen-forum.de/showpost.php?p=409868
Die S200C2 hält mit einem 3400mAh-Akku ca. 2 Stunden durch, mit abfallender Leistung.
Bei Akkus ist es so, dass mit sinkender Kapazität die Spannung fällt. Ein voller 18650-Akku hat 4,2V, und nach 2 Stunden Benutzung in der S200C2 hat er nur noch 2,8V.
Ein "intelligenter" Treiber muss, wenn die Akkuspannung fällt, die Stromentnahme erhöhen (also mehr Ampere aus dem Akku ziehen), damit die LED noch mit der gleichen Leistung (in Watt; Watt und damit Helligkeit = V * A) versorgt wird.
Bei einem schwächer werdenden Akku knickt die Spannung aber bei höherer Stromentnahme nur noch weiter ein, worauf der Treiber mit einer noch höheren Stromentnahme reagieren müßte. Ein Teufelskreis. Würde die S200C2 die ganze Zeit die gleiche Leistung aus dem Akku ziehen, wäre selbst ein sehr guter 18650-Akku nach spätestens 40 Minuten komplett leer. Ich kenne durchaus die eine oder andere Lampe, die das genau so macht, aber die werden hier im Forum im Grunde nie erwähnt, da das auch nicht praxisgerecht ist. Mit einer Laufzeit von 40 Minuten kann man nämlich auch niemanden hinter dem Ofen hervorlocken.
Einfaches Rechenbeispiel: wenn die Lampe bei einem vollen Akku mit 4,2 Volt 2 Ampere Strom für die maximale Helligkeit zieht, sind das 8,4 Watt. Fällt mit der Laufzeit die Akkuspannung auf 2,1V, müßte der Treiber nun 4 Ampere Strom ziehen, um die Helligkeit aufrecht zu erhalten. 4 Ampere Strom, das macht kaum ein 18650-Akku mit. Schon gar nicht, wenn er so leer ist, dass die Spannung bereits so weit unten ist. Da müßtest du auch schon einen sehr sehr guten 18650-Akku benutzen (die Anforderungen so einer Lampe an den Akku wären ziemlich hoch). Da kann alleine so ein Akku schon mal 30 Euro kosten.
Hier gibt es also drei Möglichkeiten, wie ein Hersteller verfahren kann:
1. Die Lampe mit möglichst hoher Leistung (hoher Helligkeit) fahren, und diese Leistung mit der Laufzeit halten (durch höhere Stromentnahme), koste es was es wolle. Das erfordert eben hochqualitative Akkus. Viele Billig-Akkus halten so eine Belastung nur wenige Minuten durch. Davon gibt es hier im Forum genügend Beispiele, wo sich Leute z.B. eine Fenix TK75 gekauft haben, und dann hier schreiben, dass der Turbo-Modus bei ihnen nur 7 Minuten hält. Woran das wohl liegt? An den Akkus. Ergo: Vorteil dieser Herangehensweise: gleichbleibende hohe Helligkeit. Nachteil: kurze Laufzeit, hohe Qualitätsanforderungen an den Akku.
2. Die Lampe mit möglichst hoher Leistung fahren (hohe Helligkeit), aber die fallende Akkuspannung nicht kompensieren. Vorteil: lange Laufzeit. Nachteil: Maximale Helligkeit hat man nur am Anfang.
3. Die Lampe nicht von Anfang an mit hoher Leistung fahren, damit man die Leistung im weiteren Verlauf halten kann, und der Akku genügend Reserven bietet, damit die Lampe die Stromentnahme erhöhen kann, ohne dass es den Akku streßt. Also beispielsweise bei einem vollen Akku mit 4,2V nur 1A aus dem Akku ziehen, damit dann die Stromentnahme im weiteren Verlauf erhöht werden kann; z.B. auf 2A. Vorteil: die Lampe hat eine dauerhaft gleichbleibende Helligkeit. Nachteil: diese Helligkeit wäre nicht besonders hoch. Mit 400-500 Lumen kann man auch mit mittelmäßigen Akkus die Helligkeit für eine Stunde und länger konstant halten.
Viele Grüße,
Markus