Hallo Alexander,
wenn Du ungeschützte Akkus in mehrzelligen Lampen benutzt, solltest Du Dir der Gefahren bewusst sein. Zugegebener Maßen habe ich dies auch schon gelegentlich gemacht, allerdings, weis ich inzwischen auch mehr als noch vor ein paar Jahren und einfach aus dem Grund die Akkus zu schonen und der Gefahr aus dem Weg zu gehen, mache ich dies nicht mehr.
Dies kann selbstverständlich jeder selbst handhaben wie er möchte, nur bin ich der Meinung, man sollte sich der Gefahren bewusst sein, und sich mit der Materie auseinander setzen. Personen die sich nicht mit der Materie auseinander setzen rate ich von solchen Dingen grundsätzlich ab!
Ohne Dir ein Standpauke halten zu wollen, möchte ich Dir trotzdem noch sagen, Du solltest Dir der Gefahr bewusst sein, dass ein Akku sich ruhig mal selbst entzünden kann, so wie Du diese nutzt, da Du während des betriebs keine Kontrolle hast, wie sich der Akku verhällt, was dann im geschlossenen Raum der Taschenlampe zu Explosion führt. Wie gesagt es kann passieren, muss aber nicht! Nur wenn es passieren sollte, möchte ich hier nicht hören, das habe ich nicht gewusst, wie konnte das denn passieren, ich habe doch auf alles aufgepasst.
Wann es zur Selbstentzündung kommt kann ich auch nicht beantworten, nur kann dies durchaus vorkommen, weshalb die Li-ion Akkus für uns Taschenlampenverrückten einer Schutzschaltung habe. Li-Mn leiden durch Tiefentlandung ebenfalls, allerdings besteht keine Brandgefahr wie bei üblichen Li-ion, dementsprechend ist mir noch kein Li-Mn Akku mit Schutzschaltung über den Weg gelaufen
Auch hat es einen Grund warum die Hersteller wie Sanyo dagegen sind, dass ungeschützte 18650 verkauft werden, halt aus Sicherheitsgründen......
Noch ein paar eigene Erfahrungswerte, falls es Dich interessiert.
Meine Erfahrung zeigt, dass 18650 aus alten Laptopakkus nicht mehr viel können, wenn man sie in einer Taschenlampe betreibt, welche schlecht geregelt ist und nur geringe Ströme zieht, kann man wahrscheinlich nur schlecht einen Unterschied zu anderen Akkus feststellen, aber sobald so ein gebrauchter Akku mal richtig gefordert wird, wird er in die Knie gehen.
Ich habe letztens Akkus von einem Bekannten getestet, der betreibt ein XR-E Dropin mit zwei ungeschützten Akkus in einer Lampe, hat die Akkus auch immer gewechselt, wenn die Lampe dunkler wurde, der Test am CBA brachte die Ernüchterung: Entladestrom 1A bis 3V entladen, unter 300mAh entnehmbare Kapazität.
Um die Qualität eines Akkus bestimmen zu können, musst du schon ein Entladediagramm erstellen, alles andere ist nur Spekulation!
Denn die Kapazität eines Li-ion Akkus nimmt theoretisch nicht ab, nur die entnehmbare Kapazität wird durch den höheren Innenwiderstand immer geringer, doch den Innenwiderstand kann man durch Messen der Leerlaufspannung nicht ermitteln, auch nur sehr begrenzt über die Laufzeit, da kannst du nur sagen, ob der Akku noch den benötigten Strom liefert oder nicht, wenn Du eine gut geregelte Lampe hast.
Im Anhang habe ich heute ein kurzen Test gemacht, einen vollen 18650 genommen, in diesem Fall ein ungeschützten 18650 der Marke Sanyo mit einer nominellen Kapazität von 2600mAh.
Diesen habe ich angefangen am CBA zu entladen und nach eine paar Sekunden habe ich die Messung pausiert.
Der CBA macht jede Sekunde eine Messung von Spannung und der Stromstärke, Zeit wird auch noch irgendwo erfasst, ist aber in diesem Fall nicht wichtig,
Ich habe dann genau den interessanten Abschnitt vergrößert und mit Paint die einzelnen Messpunkt markiert und die Daten aus dem CBA hinzugefügt.
Der Entladestrom betrug 2A.
Es sei noch gesagt, dass mein CBA II ca. 4% mehr Spannung anzeigt als real anliegen! Teilt mann die Messwerte der Spannung durch 1,04 hat man den realen Wert.
Zwischen dem "Data Point 10" und dem "Data Point 11" habe ich die Messung pausieren lassen. gut zu erkennen an der steigenden Spannung und daran, dass entnommene Kapazität noch steigt,
Wenn man die Daten vergleicht, fällt auch, dass noch in der folgenden Sekunde bis "Data Point 12" 0,00003mAh strom geflossen sind, ich stufe dies mal als vernachlässigbar ein.
Zwischen dem "Data Point 14" und "Data Point 15" habe ich die Messung wieder weiter laufen lassen, was man wohl auch gut erkennen kann.
Ich finde an diesem Diagramm kann man gut erkennen, dass es herzlich wenig bringt, wenn man die Leerlaufspannung eines Akkus misst um von dieser auf die Spannung unter Last zurück zu führen.
Denn vom "Data Point 10" bis zum "Data Point 14" hat der Akkus 0,185V zugelegt [(4,343-4,151)/1,04=0,
18461538461538461538461538461538].
Desweiteren lässt sich daraus ein Innenwiderstand von ca. 92mOhm errechnen, und dies sagt uns, dass der Akku schon etwas verschlissen ist, neue Sanyo Akkus kommen auf ca. 70-80mOhm, aber immer noch gut ist.
Auch wenn ich damit wohl etwas über das Ziel hinaus schieße.....
Zu den Pedelec möchte ich auch noch gerne etwas schreiben.
Ich habe soetwas selber nicht, aber ich kenne durchaus Seiten wo man diese käuflich erwerben kann

Ähm diese werden mit Sicherheit einen integrierte Schutzschaltung habe mit Balancer, damit kein Akku zu tief entladen wird oder überladen wird, sofern es sich um Li-Ion/Li-Po Akkus handelt.
Wenn Li-Mn Akkus genutzt werden, bin ich mir nicht sicher, ob eine Schutzschaltung mit Balancer verwendet wird, da ich schonmal gelesen habe, dies sei bei dieser Akkuschemie nicht notwendig, sofern sie einmal aufeinander abgestimmt sind, da der "Zellendrift" wohl sehr gering ausfällt und deshalb nicht unbedingt notwendig ist. Aber dazu kann ich mich nicht zuverlässig äußern!
Wie schon geschrieben, Li-Mn Akkus sind auch längst nicht so gefährlich wie Li-ion, da sie sich nicht selbst entzünden können.
Zu deinem Pedelecakku,
wenn die Akkus wirklich 3,2/3,3V Nennspannung haben, sind dies auch keine Li-ion/Li-Mn Akkus sondern LiFePO4, das ist nochmal eine ganz andere Geschickte wie das über was wir hier geschrieben haben
LiFePO4 sind äußerst Robust in ihrer Art im Vergleich zu üblichen Li-ion Akkus, haben dafür allerdings ein viel geringere Kapazität und Spannung. LiFePO4 der Firma A123 Systems in der Größe 18650 haben eine Kapazität von 1100mAh und 3,3V (3,3Wh) Die Panasonic NCR18650A haben 3100mAh Kapazität und 3,6V (11,16Wh) mal so zum Vergleich.
Bei diesem Thema sollte man lieber zu viel Vorsicht walten lassen als zu wenig, denn ich will keine Lampe in der Hand halten in welcher der Akku gerade den Geist aufgibt.
Alexander, falls Du Interesse hast kann ich ja mal mit einem von Deinen Akkus eine Kapazitätsmessung machen.
Viele Grüße
Megalodon