Das die andere nichts taugt, wollte ich nicht behaupten. Auch bei No-Names kann man gelegentlich ein besseres Korn finden. Die Wahrscheinlichkeit ist nur eben geringer als bei renommierten Firmen, die auf Taschenlampenbau spezialisiert sind.
Aber frag dich mal selbst:
Eine gescheite Lampe erfordert Knowhow, Erfahrung, Fertigungsmöglichkeiten und Qualitätskontrolle. Wo könnte ein quasi namenloses Produkt diese notwendigen Voraussetzungen hernehmen? Das stampft man nicht mal eben aus dem Nichts. Aber es kann ja sein, dass der Hersteller schon zuvor sein Können an anderen Lampen beweisen konnte. Das müsste man nur finden... vielleicht hast du da mehr Infos als ich.
Die Unterschiedliche Leuchtdauer ergibt sich daraus, dass die Xtar einen Akku weniger benutzt. Wenn du deren Schieberegler flott bis zum jeweiligen Anschlag schiebst, hast du ja im Grunde auch eine Bedienung nur mit an/aus. Gegenüber einer Lampe ohne Regelung hat eine mit ganz wesentliche Vorteile.
Leuchtest du im Nahbereich, wird dich eine auf Vollgas laufende Lampe selbst blenden. Leuchtest du direkt danach in die Ferne, siehst du erst mal gar nichts. Eine Regelung - insbesondere eine fast stufenlose - bietet dir die Möglichkeit, für jede Situation die geeignete Menge Licht einzustellen.
Darüber hinaus ist damit ein Energiemanagement möglich. Da unsere Augen z.B. eine doppelte Leistung nicht als doppelt so hell empfinden, kann man mit einer nur leicht dunkleren Leuchtstufe eine Menge Energie sparen, d.h. im Gegenschluss die Leuchtdauer entsprechend erhöhen.
Wo wir gerade bei der Leuchtdauer sind:
2 Stunden leuchtdauer sind bei der Noname angegeben. Damit weiß man aber nicht, was bzw. wieviel Licht im Laufe der 2 Stunden aus der Lampe herauskommen. Es gibt einige (eher wenige) Hersteller, die über eine ausgefuchste Elektronik linear gleichbleibend helles Licht bieten, solange es die verwendeten Akkus mitmachen. Es gibt aber auch eine große Mehrheit von Taschenlampen, die so eine Regelung nicht bieten können und wo die Helligkeit direkt nach dem Einschalten stetig abnimmt bis hin zu einem fahlen Glimmen.
Die Erfahrung der großen Taschenlampenhersteller schlägt sich oft in einer höheren Effizienz der Elektronik nieder. Das heißt bei gleichem Stromverbrauch sind sie in der Regel heller als namenlose Produkte, da stärker selektierte Bauteile (effizientere Leds und verlustärmere Bauteile und Schaltungen) verwendet werden. Die Serienkonstanz dürfte zudem höher sein. Wenn ein Tauchkumpel von dir etwa eine Fenix benutzt, kannst du dir relativ sicher sein, dass eine von dir gekaufte die gleiche Leistung bietet.
Man hat bei solchen Herstellern im Falle eines Defekts wohl auch bessere Karten bezüglich Garantie, wage ich zu behaupten.
Ich bin selbst kein Tauchsportler, aber ehrlich gesagt würde ich mich in der dunklen Tiefe eher auf ein Marken-/Qualitätsprodukt verlassen wollen, über das Tests nachzulesen sind, als einer unbekannten Katze im Sack zu vertrauen. Erst recht, wenn die Noname-Lampe nicht einmal billiger als die Markenlampe ist.