Hallo,
ich versuche mich heute mal an einem kleinen Review der Surefire WristLight 2211. Das ist eine Lampe, die man sich wie eine Armbanduhr an den Arm schnallt.
Geliefert wird sie in einer quadratischen Box:
Darin befinden sich die Lampe, das Handbuch, ein USB-Ladekabel zum Aufladen der Lampe, sowie ein USB-Stromnetzteil. Dieses hat leider nur den US-Strom-Stecker, und ist so in dieser Form in Deutschland leider unbrauchbar.
Aber es gibt ja zum Glück genügend USB-Netzgeräte, und auch das Laden am PC funktioniert problemlos.
Und so schaut sie aus, die Uhr, äh, die Leuchte:
Auf der Vorderseite verbirgt sich die Leuchte hinter einer Art Linse:
Auf der Rückseite befindet sich der Micro-USB-Ladeanschluss:
An der Seite befinden sich die Bedien-Elemente zum Ein- und Ausschalten der Lampe, sowie zur Auswahl der drei Helligkeitsstufen:
So, und jetzt wird es "nerdy": So sieht die Lampe aus, wenn man sie trägt:
Wenn man die Hand zur Faust macht, und den Arm gerade ausstreckt, ist der Lichtstrahl leicht nach oben ausgerichtet:
Das ist ganz praktisch; wenn man kerzengerade nach vorne leuchten möchte, muss man also nicht den Arm die ganze Zeit nach vorne ausgestreckt halten, sondern kann ihn etwas bequemer leicht nach unten neigen.
Die Lampe hat drei Helligkeitsstufen. Die höchste Stufe mit 200 Lumen leuchtet im Dunkeln die nähere Umgebung sehr gut aus:
Durch die Linse hat die Lampe kein Lichtbild wie eine herkömmliche Reflektorlampe, sondern sieht eher so aus wie das Lichtbild einer Zoomlampe in der Weitwinkelstellung. Das Licht ist trotzdem leicht mittenbetont (wird zur Mitte hin also schon etwas heller). Das ist ganz angenehm, weil diese Zunahme der Helligkeit in der Mitte die Tatsache ausgleicht, dass das Licht in der Enfernung hin abnimmt. Wenn man den Lichtstrahl also nach vorne ausrichtet, ist das, was sich in der Mitte befindet und angeleuchtet wird, ja weiter entfernt als der Boden vor einem, der vom Licht erfaßt wird. So hat man (wenn man das Licht auf diese Weise einsetzt) einen natürlichen Seheindruck, ohne Hotspot in der Mitte, aber eben auch ohne den unangenehmen Nebeneffekt von "normalen" Zoomlampen in der Weitwinkel-Stellung, dass bereits die nahe Entfernung in einem schwarzen Loch verschwindet.
In der höchsten Helligkeitsstufe von 200 Lumen hält der kleine eingebaute LiIO-Akku 1-2 Stunden durch.
Die mittlere Stufe hat noch 60 Lumen, und die niedrigste Stufe hat noch 15 Lumen.
Mit dieser niedrigsten Stufe kann man Nachts im Wald noch bequem den Boden vor den eigenen Füßen ausleuchten. Das sieht dann so aus:
Damit kann man nicht mehr in die Ferne leuchten, aber es langt bequem aus, um nicht über Hindernisse am Boden zu stolpern.
In dieser niedrigsten Helligkeitsstufe hält die Lampe ca. 12 bis 13 Stunden durch. Ich würde mir im Notfall also zutrauen, eine komplette Nachtwanderung nur mit diesem WristLight ausgestattet durchzuziehen.
Zum Nachts auf die Toilette gehen sind diese 15 Lumen allerdings noch zu hell. Ich hätte mir dafür noch eine Stufe mit 1 Lumen gewünscht. Aber "mal für kleine Soldaten müssen" war wohl nicht die primäre Anwendung dieser Lampe.
Eine Memory-Funktion für die zuletzt verwendete Helligkeitsstufe hat die Lampe übrigens nicht. Man kann beim Einschalten aber auswählen, ob man sie auf "volle Pulle" oder im niedrigsten Modus einschalten möchte. Die Lampe hat zwei Ein-Ausschalt-Knöpfe; einen auf jeder Seite. Wenn man zum Einschalten nur einen der beiden Knöpfe drückt (egal welchen), startet die Lampe in der höchsten Helligkeit. Wenn man zum Einschalten jedoch beide gleichzeitig drückt, startet sie in der niedrigsten Helligkeit mit 15 Lumen. Wenn man die Knöpfe dann sofort wieder losläßt, bleibt die Lampe in dieser Helligkeit. Hält man die Knöpfe jedoch gedrückt, wenn die Lampe an ist, rampt sie langsam hoch bis zur höchsten Helligkeit.
Die Anodisierung dieser Lampe ist übrigens erstklassig! Ich trage die Lampe jetzt bereits mehr als 1 Woche pausenlos mit mir herum (Tag und Nacht), und Anfangs bin ich damit schon bei jeder Gelegenheit "angeeckt" und irgendwo hängen geblieben (ich bin normalerweise kein Armbanduhrträger, da war das für mich doppelt ungewohnt). Die Lampe steht nach oben hin ja etwas ab, und es machte anfangs ständig "Klonk", weil ich damit überall angestoßen bin. Da habe ich das eine oder andere Mal schon gedacht, jetzt müßte an den Kanten doch die Anodisierung abgehen. Es sah ein paar Mal auch tatsächlich danach aus, weil sich weißes Metall an den Kanten abzeichnete, aber durch Drüberwischen ging das bisher immer wieder weg - das weiße Metall war bisher immer vom "Unfallgegner".
Auf den Fotos hier sieht es auch so aus, als ob da an den Kanten schon etwas Metall durchschimmert. Das ist aber wirklich nur Fussel und Dreck; einmal drübergewischt sieht die wieder aus wie neu. Die letzten beiden Bilder oben, wo ich sie am Arm trage, habe ich heute gemacht, und da sieht sie wirklich noch aus wie neu.
In Geschäften oder beim Restaurant-Besuch wurde ich nur von der Belegschaft öfters angesprochen, ob ich da etwas filmen und ins Internet stellen würde. Die Lampe sieht auf den ersten Blick für "Uneingeweihte" wohl tatsächlich aus wie eine kleine Kamera. Da habe ich schon mehrfach erklären (und vorführen) müssen, dass das wirklich nur eine Lampe ist.
Und besonders "nerdy" sieht es aus, wenn man am PC werkelt, und die Gelegenheit dabei nutzt, auch gleich die Lampe aufzuladen:
Das kleine Kontrolllicht in der Mitte hat drei Farben: rot, orange, und grün. Die Farben werden sowohl beim Laden, als auch bei der Benutzung der Lampe angezeigt. "Grün" bedeutet, der Akku ist noch voll. Im weiteren Verlauf wird diese Kontrollleuchte dann orange, und wenn sie auf "rot" umspringt, ist es an der Zeit, über ein Aufladen nachzudenken.
Beim Aufladen leuchtet sie rot, dann später orange, und wenn sie grün leuchtet, ist sie wieder voll, und kann vom Strom getrennt werden.
Die Lampe ist übrigens leider nicht wasserdicht. Zum Duschen und Baden ziehe ich sie daher immer aus. In der Bedienungsanleitung wird über die Wasserdichtigkeit-oder-nicht übrigens kein einziges Wort verloren. Erst durch Nachfrage bei Surefire habe ich erfahren, dass die Lampe nur IPX-7 erfüllt.
Das Armband ist übrigens wechselbar (es werden die ganz normalen Anschluss-Stife von normalen Armbanduhren verwendet). Bei Gelegenheit werde ich mir mal ein gescheites Metall-Armband holen.
Viele Grüße,
Markus
ich versuche mich heute mal an einem kleinen Review der Surefire WristLight 2211. Das ist eine Lampe, die man sich wie eine Armbanduhr an den Arm schnallt.
Geliefert wird sie in einer quadratischen Box:
Darin befinden sich die Lampe, das Handbuch, ein USB-Ladekabel zum Aufladen der Lampe, sowie ein USB-Stromnetzteil. Dieses hat leider nur den US-Strom-Stecker, und ist so in dieser Form in Deutschland leider unbrauchbar.
Aber es gibt ja zum Glück genügend USB-Netzgeräte, und auch das Laden am PC funktioniert problemlos.
Und so schaut sie aus, die Uhr, äh, die Leuchte:
Auf der Vorderseite verbirgt sich die Leuchte hinter einer Art Linse:
Auf der Rückseite befindet sich der Micro-USB-Ladeanschluss:
An der Seite befinden sich die Bedien-Elemente zum Ein- und Ausschalten der Lampe, sowie zur Auswahl der drei Helligkeitsstufen:
So, und jetzt wird es "nerdy": So sieht die Lampe aus, wenn man sie trägt:
Wenn man die Hand zur Faust macht, und den Arm gerade ausstreckt, ist der Lichtstrahl leicht nach oben ausgerichtet:
Das ist ganz praktisch; wenn man kerzengerade nach vorne leuchten möchte, muss man also nicht den Arm die ganze Zeit nach vorne ausgestreckt halten, sondern kann ihn etwas bequemer leicht nach unten neigen.
Die Lampe hat drei Helligkeitsstufen. Die höchste Stufe mit 200 Lumen leuchtet im Dunkeln die nähere Umgebung sehr gut aus:
Durch die Linse hat die Lampe kein Lichtbild wie eine herkömmliche Reflektorlampe, sondern sieht eher so aus wie das Lichtbild einer Zoomlampe in der Weitwinkelstellung. Das Licht ist trotzdem leicht mittenbetont (wird zur Mitte hin also schon etwas heller). Das ist ganz angenehm, weil diese Zunahme der Helligkeit in der Mitte die Tatsache ausgleicht, dass das Licht in der Enfernung hin abnimmt. Wenn man den Lichtstrahl also nach vorne ausrichtet, ist das, was sich in der Mitte befindet und angeleuchtet wird, ja weiter entfernt als der Boden vor einem, der vom Licht erfaßt wird. So hat man (wenn man das Licht auf diese Weise einsetzt) einen natürlichen Seheindruck, ohne Hotspot in der Mitte, aber eben auch ohne den unangenehmen Nebeneffekt von "normalen" Zoomlampen in der Weitwinkel-Stellung, dass bereits die nahe Entfernung in einem schwarzen Loch verschwindet.
In der höchsten Helligkeitsstufe von 200 Lumen hält der kleine eingebaute LiIO-Akku 1-2 Stunden durch.
Die mittlere Stufe hat noch 60 Lumen, und die niedrigste Stufe hat noch 15 Lumen.
Mit dieser niedrigsten Stufe kann man Nachts im Wald noch bequem den Boden vor den eigenen Füßen ausleuchten. Das sieht dann so aus:
Damit kann man nicht mehr in die Ferne leuchten, aber es langt bequem aus, um nicht über Hindernisse am Boden zu stolpern.
In dieser niedrigsten Helligkeitsstufe hält die Lampe ca. 12 bis 13 Stunden durch. Ich würde mir im Notfall also zutrauen, eine komplette Nachtwanderung nur mit diesem WristLight ausgestattet durchzuziehen.
Zum Nachts auf die Toilette gehen sind diese 15 Lumen allerdings noch zu hell. Ich hätte mir dafür noch eine Stufe mit 1 Lumen gewünscht. Aber "mal für kleine Soldaten müssen" war wohl nicht die primäre Anwendung dieser Lampe.
Eine Memory-Funktion für die zuletzt verwendete Helligkeitsstufe hat die Lampe übrigens nicht. Man kann beim Einschalten aber auswählen, ob man sie auf "volle Pulle" oder im niedrigsten Modus einschalten möchte. Die Lampe hat zwei Ein-Ausschalt-Knöpfe; einen auf jeder Seite. Wenn man zum Einschalten nur einen der beiden Knöpfe drückt (egal welchen), startet die Lampe in der höchsten Helligkeit. Wenn man zum Einschalten jedoch beide gleichzeitig drückt, startet sie in der niedrigsten Helligkeit mit 15 Lumen. Wenn man die Knöpfe dann sofort wieder losläßt, bleibt die Lampe in dieser Helligkeit. Hält man die Knöpfe jedoch gedrückt, wenn die Lampe an ist, rampt sie langsam hoch bis zur höchsten Helligkeit.
Die Anodisierung dieser Lampe ist übrigens erstklassig! Ich trage die Lampe jetzt bereits mehr als 1 Woche pausenlos mit mir herum (Tag und Nacht), und Anfangs bin ich damit schon bei jeder Gelegenheit "angeeckt" und irgendwo hängen geblieben (ich bin normalerweise kein Armbanduhrträger, da war das für mich doppelt ungewohnt). Die Lampe steht nach oben hin ja etwas ab, und es machte anfangs ständig "Klonk", weil ich damit überall angestoßen bin. Da habe ich das eine oder andere Mal schon gedacht, jetzt müßte an den Kanten doch die Anodisierung abgehen. Es sah ein paar Mal auch tatsächlich danach aus, weil sich weißes Metall an den Kanten abzeichnete, aber durch Drüberwischen ging das bisher immer wieder weg - das weiße Metall war bisher immer vom "Unfallgegner".
Auf den Fotos hier sieht es auch so aus, als ob da an den Kanten schon etwas Metall durchschimmert. Das ist aber wirklich nur Fussel und Dreck; einmal drübergewischt sieht die wieder aus wie neu. Die letzten beiden Bilder oben, wo ich sie am Arm trage, habe ich heute gemacht, und da sieht sie wirklich noch aus wie neu.
In Geschäften oder beim Restaurant-Besuch wurde ich nur von der Belegschaft öfters angesprochen, ob ich da etwas filmen und ins Internet stellen würde. Die Lampe sieht auf den ersten Blick für "Uneingeweihte" wohl tatsächlich aus wie eine kleine Kamera. Da habe ich schon mehrfach erklären (und vorführen) müssen, dass das wirklich nur eine Lampe ist.
Und besonders "nerdy" sieht es aus, wenn man am PC werkelt, und die Gelegenheit dabei nutzt, auch gleich die Lampe aufzuladen:
Das kleine Kontrolllicht in der Mitte hat drei Farben: rot, orange, und grün. Die Farben werden sowohl beim Laden, als auch bei der Benutzung der Lampe angezeigt. "Grün" bedeutet, der Akku ist noch voll. Im weiteren Verlauf wird diese Kontrollleuchte dann orange, und wenn sie auf "rot" umspringt, ist es an der Zeit, über ein Aufladen nachzudenken.
Beim Aufladen leuchtet sie rot, dann später orange, und wenn sie grün leuchtet, ist sie wieder voll, und kann vom Strom getrennt werden.
Die Lampe ist übrigens leider nicht wasserdicht. Zum Duschen und Baden ziehe ich sie daher immer aus. In der Bedienungsanleitung wird über die Wasserdichtigkeit-oder-nicht übrigens kein einziges Wort verloren. Erst durch Nachfrage bei Surefire habe ich erfahren, dass die Lampe nur IPX-7 erfüllt.
Das Armband ist übrigens wechselbar (es werden die ganz normalen Anschluss-Stife von normalen Armbanduhren verwendet). Bei Gelegenheit werde ich mir mal ein gescheites Metall-Armband holen.
Viele Grüße,
Markus
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